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Rheumatoide Arthritis ?!

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Tine200, 24. September 2008.

  1. Tine200

    Tine200 Immer auf´m Sprung ;o)

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    Hi zusammen !

    Hatte im August meinen erst Termin bei Dr.Kalthoff in Herne - Tipp von Engel.

    Nach großem Blutbild, Gespräch und Leibesvisitation schickte er mich zum Röntgen der Hände, Ellenbogen, LWS und Füße.
    Nach 14 Tagen erneuter Arztbesuch. Blutwerte ok. Röntgenbilder gefielen ihm nicht (Hände). Doc meinte, ich sei schon Fortgeschritten und müsste umgehend Medis einnehmen. Er verordnete Cortison, Sulfasalazin und Vitamin D3. Da ich überhaupt keine Schmerzen habe (was er sich schlecht vorstellen konnte), keine Schmerzmittel.
    Einige Tager später Knochenszintigrafie ( ohne auffälligen Befund. Es ist alles ok) und nächsten Montag MRT der LWS (Hüftgelenke).

    So...nehme nun Zähneknirschend diese Medikamente ein. Bin nun bei: Sulfasalazin 1-0-1
    Cortison 5mg 1-0-0 (Bekam die ersten 3 Tage 20mg)
    Vigantoletten 1-0-0

    Auf meine Nachfrage, wie ich überhaupt eine "Besserung" verspüren solle, da es mir nie schlecht ginge, war der Arzt etwas überfordert.

    Habe aufgrund der Medikamente Nebenwirkungen.
    *furchtbare Blähungen (in der ersten Woche Katastrophe - nun geht es).
    *Augenzucken,beidseitig
    *Kopfschmerzen
    *Druck im Kiefer (habe tadellose Zähne)
    *Gewichtszunahme von 1,9 kg ohne das ich mein Essverhalten verändert habe

    Bin nun quasie in meiner zweiten Medi Woche. Fühle mich nicht wohl. Montag müsste ich Sulfa erhöhen. Mag nicht drüber nachdenken.

    Hab mit dem Doc telefoniert und ihm von meinen Beschwerden berichtet. Falls sich das Augenzucken nicht gibt (das käme vom veg. Nervensystem, will er mich auf MTX umstellen !

    Hallo.....Ich verstehe überhaupt nicht, wieso ich generell diese Tabletten alle in mich hineinpumpe.

    Das einzige was sonnenklar ist, ist: das ich letzten Herbst eine Arthoskopie des Ellenbogengelenkes hatte mit Biopsie. Diese ergab rheumatoide Arthritis. Habe dann im Februar 08 eine Radiosynoviorthese durchführen lassen, damit ich KEINE Basistherapie machen muss und nun habe ich einen irren Tablettencocktail.
    ICH VERSTEHE DAS NICHT !!!

    Liebe Grüße von einer sehr ratlosen Tine
     
  2. Blume2000

    Blume2000 Blume2000

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    Hallo Tine,
    sei froh das du einen Arzt gefunden hast der dir umgehend Medikamente verschrieben hat.Wenn die Krankheit noch nicht soweit fortgeschritten ist hast du gute Chancen das es nicht zu heftigen Devormierungen kommt.

    Natürlich nimmt keiner gerne die Medikamente,aber so kannst du ein
    fast normales Leben führen.
    Du kannst dich auch freuen das du momentan keine Schmerzmittel brauchst.

    Alles Gute für dich!

    PS: andere laufen manchmal jahrelang rum,merken mit ihrem Körper
    stimmt etwas nicht,und bekommen keine Medis.

    Astrid
     
  3. Tennismieze

    Tennismieze Neues Mitglied

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    Hallo Tine,
    ich kann Dir sehr wohl nachfühlen, wie es Dir jetzt ergeht. Es ist für unsereins mit täglichen Schmerzen und anderen Beschwerden schon problematisch, haufenweise Pillen in uns hineinzustopfen und dabei auch noch Nebenwirkungen in Kauf zu nehmen.
    Leider ist diese Art der Erkrankung nicht wie eine normale Grippe oder sonstige zeitbefristete Krankheit zu behandeln. Du sagst ja selbst, daß die Röntgenbilder Deiner Hände nicht gerade toll aussehen. Rheuma kann leider auch die Gelenke schädigen, ohne daß Du Beschwerden durch vorhandene Entzündungen oder überhaupt Schmerzen spürst. Dies scheint ja auch bei Dir vorzuliegen. Du stehst jetzt also vor der Wahl, die Pillen zu schlucken und eine weitere Schädigung Deiner Gelenke aufzuhalten oder aber die Pillen wegzulassen und auf gravierende Schädigungen und / oder Beschwerden zu warten. Wenn Du Dir dazu mal anschaust, wie rheumageschädigte Hände bei schwerer Schädigung aussehen, wirst Du wohl auch das kalte Grausen bekommen. Bilder findest Du hier im Forum.

    Rheuma-Erkrankte leiden häufig nicht nur unter Schmerzen, sondern auch unter anderen Beschwerden wie z.B. mangelnde Belastbarkeit, frühzeitige Erschöpfung, nicht mehr schwer tragen können, Häufung von Infekten usw. Bist Du sicher, daß bei Dir nichts dieser Begleiterscheinungen vorliegt? Häufig werden "kleinere" Nickligkeiten und Störungen nicht wahrgenommen, weil sie ja nicht so schwerwiegend sind. Nimmt man dann allerdings alles zusammen, wird so manches mal ein richtiges Paket draus.
    Alles Gute erst mal
    Tennismieze
     
  4. Monsti

    Monsti das Monster

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    Hallo Tine,

    wenn Du bereits cp-typische Veränderungen in den Gelenken hast, solltest Du auf jeden Fall eine Basistherapie erhalten. Es gibt tatsächlich die cP-Variante ohne die typischen Entzündungen und den damit einhergehenden Schmerzen.Fraglich ist allerdings, ob das Cortison in diesem Fall nötig ist. Angesichts der nicht vorhandenen Schmerzen würde ich persönlich sagen, dass es ist nicht nötig ist. Ohne Cortison bräuchtest Du dann auch kein Kalzium-/Vit.D-Präparat.

    Cortison nehme ich seit über vier Jahren nur noch im heftigeren (und sehr schmerzhaften!!!) Schub, und zwar so kurzzeitig wie nur möglich. Cortison hat halt den großen Vorteil, sehr schnell gegen Entzündungen zu wirken. Damit vermindern sich auch die Schmerzen (bei mir deutlicher als jedes Schmerzmittel).

    Kurz: Cortison, Kalzium/Vit. D3 nein, eine Basistherapie ja.

    Liebe Grüße
    Angie
     
  5. Annabella

    Annabella Gesperrter Benutzer

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    -

    Hallo,
    wenn du nur irendeinen Zweifel hast, hole dir eine 2. Meinung ein. Bei mir ist es genauso gewesen. Ein Arzt sagte, dass ich Rheumatoide Polyarthritis habe. Es wurden harte BasisMedikamente eingesetzt, die mir ein Magengeschwür und Darmbluten gebracht haben. Ein anderer fand alles gar nicht so schlimm und meinte es wäre nur Arthrose. Deshalb bin ich jetzt in einer Rheumaklinik stationär um das alles genau herauszufinden. :cool:
    Gruß Annabella
     
  6. padost

    padost Neues Mitglied

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    Hi Tine, du bist vielleicht eine der wenigen, bei denen die Erkrankung noch rechtzeitig richtig diagnostiziert wurde, bevor es richtig heftig wird.:top:
    Natürlich fragst du dich jetzt, warum soll ich das alles mitmachen????---weil diese Erkrankung nicht von selbst wieder so einfach verschwindet,- ist halt heimtückisch:eek:- so sehe ich es jedenfalls.
    Vielleicht hast du ja tatsächlich das Glück, dass es frühzeitig eingedämmt wird. Falls du aber unsicher bist, hilft eine 2. Meinung.
    Wünsche dir gutes Gelingen
    Padost
     
  7. Tine200

    Tine200 Immer auf´m Sprung ;o)

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    Vielen Dank, das ihr alle soviel Zeit hattet um mir zu antworten !

    Das mit dem Röntgenbild verhält sich so:
    durch diese Arthoskopie wurde mir der Nervus radialis komplett durchtrennt und ich bekam im Mai 08 eine Nerventransplantation.
    Das Bild kann auch deshalb nicht so gut sein (laut Doc), da die gesamte Muskulatur usw seid einem Jahr nicht mehr "funktioniert".

    Deshalb bin ich da schon sehr, sehr kritisch und frage mich natürlich, ob das alles Sinn macht - wenn ich evtl jetzt gar keine rheumatoide Arthritis mehr im Ellenbogengelenk habe.

    Mein Hausarzt meinte, das es sogar sein kann, wenn ich Sulfa absetzte, das es dann zu einer rheumatischen Erkrankuhg käme. Sind das nicht tolle Aussichten ?

    Gruß,
    Tine


     
  8. Monsti

    Monsti das Monster

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    Hallo Tine,

    nochmals ich.

    Das mit der Zweitmeinung halte auch ich für eine gute Idee. :top:

    Eine Basistherapie kann in der Tat mehr oder weniger heftige Nebenwirkungen erzeugen, muss sie aber nicht. Viele von uns mussten erst mehrere Medikamente durchprobieren, bis es endlich passte. Vor Arava hatte ich schon Quensyl, Mtx und Gold. Mit Arava passte es dann endlich so gut, dass ich das langjährig eingenommene Cortison auf Null schleichen konnte. Unter Arava hatte ich lediglich eine Nebenwirkung (starker Haarausfall), und zwar für ca. 2,5 Monate am Anfang der Therapie. Ging aber ohne mein Zutun wieder vorbei. Leider gab das Mittel nach 4,5 Jahren bester Wirkung vor einigen Wochen die Wirkung 100%ig auf, so dass ich nun auf erneuter Suche bin. Der nächste Schritt mit Humira ging voll in die Hose. :mad: Ab der kommenden Woche erfolgt ein neuer Versuch mit Enbrel ...

    Vielleicht verträgst Du das Sulfa gut, jedoch das Cortison nicht. Für mich persönlich wäre sicher der erste Schritt, zunächst auf das Cortison zu verzichten und zu schauen, was unter Sulfa alleine passiert. Manche Nebenwirkungen verschwinden mit der Zeit auch wieder (siehe oben zu meinen Erfahrungen mit Arava).

    Liebe Grüße
    Angie
     
  9. Maus634

    Maus634 Neues Mitglied

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    Hallo Tine,

    wieso bist du zu einem Rheumatologen gegangen, wenn du überhaupt keine rheumatischen Beschwerden hast? Was sagte denn das Blutbild?
     
  10. Tennismieze

    Tennismieze Neues Mitglied

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    In Deinem ersten Post schreibst Du aber, daß die Röntgenaufnahmen der Hände schlecht aussehen. Nun beziehst Du Dich auf den Ellenbogen. Das paßt nicht zusammen. Rheumatoide Arthritis zeigt sich überdies mit deutlichen Veränderungen / Auswüchsen an den Gelenkknochen. Die sind unverwechselbar und haben nichts mit eventueller Nichtnutzung der Muskulatur zu tun!