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Rheumatoide Arthritis ohne Entzündungswerte und negativem Rheumafaktor?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Sanne_39, 24. Oktober 2005.

  1. Sanne_39

    Sanne_39 Guest

    Hallo an alle,
    hab da ein Problem und hoffe, dass mir der ein oder andere einen Rat geben kann. Vor 1 1/2 Jahren wurde bei mir der Verdacht auf RA geäußert. Alles fing mit geschwollenen Knöcheln und Schmerzen in den Schienbeinen und im linken Ellenbogen an. Man stellte erhöhte Entzündungswerte und einen positiven Rheumafaktor fest und überwies mich zu einer Rheumatologin. Diese stellte dann noch einen postiven Wert HLA DR 4 fest, der wohl für einen schwerwiegenden Verlauf einer RA verantwortlich ist. Ich wurde zuerst mit Diclofenac und Cortison behandelt. Die Entzündungswerte wurden besser, aber die Schmerzen und Schwellungen nicht. Dazu kamen jast dauerhaft geschwollene Finger, Schmerzen in den Hangelenken, Knien bei starker Belastung und in der Nacht. Man hat mich dann auf MTX 7,5 mg eingestellt, dazu Erhaltungsdosis Cortison 5 mg. Ging bis Januar gut, dann musste ich MTX wegen einer Thrombose absetzen. Ging mir zuerst gut, aber nach ein paar Wochen war es wieder schlimmer. Nun konnte ich seit Mai wieder MTX nehmen, bin bei 15 mg und 5 mg Cortison.
    Vor einer Woche bin ich von einer Reha zurück. Die Therapien besonders mit Belastungen für die Hände war schon mega anstrengend. Als Schmerzen in der rechten Hand schlimmer wurde und diese auch sehr geschwollen war, bin ich dort mal zur Ärztin. Die sagte, "nehmen sie Schmerzmittel, geht nicht anders. Aber eigentlich ist doch bei Ihnen alles ganz o.K., keine Entzündungswerte im Blut und kein Rheumafaktor".
    Da kam ich mir schon blöd vor, wie ein Simulant. Kann es aber nicht auch sein, dass die Werte gut sind, weil ich ja Medikamente nehme? Ist doch Mist, da hat man gute Blutwerte, aber Schmerzen und dicke Knochen.
    Hat jemand von Euch ähnliche Erfahrungen oder einen Rat? Wie kann ich damit umgehen? Danke und viele Grüße. Sanne
     
  2. Ingeborg

    Ingeborg Guest

    Hallo,

    einen Rat kann ich dir leider nicht geben,bin aber in einer ähnlichen Situation.
    Auch meine Werte sind gut,deshalb meint der Arzt dass es wohl kein Rheuma sein kann.Schmerzen wie ein Tier hab ich trotzdem.

    Ich glaube mit solchen blöden Sprüchen von Ärzten müssen wir leider leben:(

    Ich wünsche dir alles Gute und eine schmerzfreie Zeit

    Gruß Inge
     
  3. Brösel

    Brösel Neues Mitglied

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    hallo!

    bei mir ist es ähnlich. habe eds und cp. bin auch hla dr4 positiv und habe keinen rheumafaktor, und nur leicht erhöhte bsg. bei mir wurde dann aber eine starke erhöhung des anti-ccp (citrullin) festgestellt. das soll ein ziemlich aussagekräftiges zeichen für eine cp im frühstadion. 98% der cp patienten haben es angeblich erhöht. mein arzt meint der hla dr4 locus, das erhöhte anti-ccp und eine mittels mrt belegte synovitis in allen mcp gelenken bestätigen eindeutig den verdacht der cp. laut meiner ärzte gibt es keinen zweifel (obwohl kein rheumafaktor).

    lg aus wien
    brösel
     
  4. Curie

    Curie Neues Mitglied

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    Hallo Sanne 39,

    falls im Moment nur deine rechte Hand betroffen ist, kann es durchaus sein, dass sich keine Entzündungszeichen im Blut feststellen lassen, da zu wenig Gelenke betroffen sind. Auch die Medis, die du nimmst können wie du schon richtig vermutet hast, die Entzündungswerte im Blut unterdrücken.
    Viele haben auch eine CP, trotzt ganz normaler Blutwerte. Das kannst du hier oft nachlesen.
    Da deine Beschwerden wahrscheinlich durch eine zu starke Belastung entstanden sind, (KG, ist nicht immer gut für die Gelenke) würde ich dir raten, deine Hände in nächster Zeit sehr zu schonen. Es können auch noch Sehnenscheidenentzündung oder Reizungen vorhanden sein.
    Wenn du die empfohlenen Schmerzmittel nimmst und die Hand schonst, könnten die Schmerzen vielleicht wirklich bald wieder verschwinden.
    Wenn ich meine Gelenke mal überfordere und dann Schmerzen bekomme, nehme ich gleich Dicol, für ein paar Tage und schone mich. Dann geht es mir meistens auch schnell wieder gut.

    Gute Besserung wünscht dir Curie
     
  5. kukana

    kukana Moderatorin

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    Köln
    hallo,


    es ist durchaus nicht ungewöhnlich, dass sich manchmal keinerlei entzündungszeichen zeigen. auch gibt es eine seronegative form der rheumatoiden arthritis, d.h. es gibt keiner rheumafktor. dies sollten vor allem auch die ärzte in einer klinik oder reha krankenhaus wissen. wenn die behandlung mit mtx oder einem anderen basismedikament anschlägt, zeigen sich auch kaum noch entzündungszeichen. das ist ein beispiel für die das wirken der therapie. in dem moment, wo du deine medikamente zu früh reduzierst oder ganz absetzt - weil ja nichts mehr zu sehen ist laut arzt - kannst du einen tollen schub erleben. deshalb verstehe ich die bemerkungen deines arztes nicht so ganz. ich würde da nochmal hinterhaken und nachfragen.

    gruss kuki
     
  6. trombone

    trombone die Schreibtischtäterin

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    Hallo Sanne,

    herzlich willkommen bei R-O. Zu Deiner Frage hatte ich Dir schon bei Med1 geantwortet, daher wiederhole ich es hier nicht nochmal.
     
  7. Sanne_39

    Sanne_39 Guest

    Hallo Birgit,
    danke für deine Zeilen. Nachdem bei mir klar war, dass ich -wie du auch- einen Faktor V Defekt habe, war es unproblematisch, die Rheumamedikamente wieder zu nehmen. Bin ja eigentlich auch froh drüber, denn in der Zeit ohne MTX hatte ich doch mehr Probleme als mit.
    Eigentlich geht es mir auch zur Zeit einigermaßen gut. An die Dauerschwellung in den Händen hab ich mich gewöhnt, die dicken Füße gehören auch schon zum täglichen Leben. Manchmal denk ich, vielleicht können die Medikamente doch weg. Aber als ich im Juli probiert habe das Cortison auszuschleichen, ging es mir mit 2,5 mg schon nicht mehr so gut. Also, wieder rauf auf die 5 mg. Ist doch vielleicht auch nicht gut, wenn der Körper dank der Medikamante recht gut funktioniert, dann alles abzusetzen. Dann geht es wieder nicht, alles wieder von vorne usw. usw.
    Viele Grüße. Sanne