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Rheuma ???

Dieses Thema im Forum "Kinder- und Jugendrheuma" wurde erstellt von Peppa, 26. November 2010.

  1. Peppa

    Peppa Neues Mitglied

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    Hallo,

    es geht um meine 9jährige Tochter.
    Angefangen hat es mit Schmerzen und einem Erguss in der linken Hüfte Anfang Februar. Der Erguss bestand etwa 5 Wochen und in dieser Zeit wurden, durch Röntgen und MRT, Erkrankungen wie Morbus Perthes und Hüftkopfabgleiten ausgeschlossen. Die Diagnose war Hüftschnupfen.
    Die Schmerzen in der linken Hüfte kamen in den folgenden Wochen und Monaten wieder, mit Pausen, mal stärker, mal schwächer.
    In den Sommerferien wurden sie wieder stärker und so wurden ihr vom Orthopäden (der Kinderarzt hatte uns bei persistierendem Erguss im Febr. dahin überwiesen) Einlagen und Krankengymnastik (Physiotherapeut solle nach der Muskulatur schauen) verordnet. Das war Ende August.
    Die Physiotherapeutin stellte fest, das meine Tochter hinkt (ein "komischer" Gang war mir auch schon aufgefallen) und dass die Muskulatur (li Bein) um Oberschenkel, Hüfte und Po verhärtet und verkürzt war.
    Als dann im September Schmerzen im Rücken (unterer Rücken und Nacken) und in den Füßen (unter den Fersen) dazukamen, bin ich mit ihr wieder zum Kinderarzt.

    Dieser überwies sie, auch aufgrund der Vorgeschichte, in die Kinderorthopädie der Uni Mainz.
    Vorgeschichte: 2004 hatte meine Tochter Purpura Schoenlein-Henoch und einige Wochen danach schon mal einen Hüftschnupfen in der linken Hüfte. Damals hatte sie in der Folge über ein Jahr auch immer wieder Beinschmerzen, die mit Ibuprofen bei Befarf behandelt wurden und dann irgendwann verschwanden. Damals wurde in der Kinderortho. nichts gefunden.

    Mitte Oktober war der Termin in der Kinderorthopädie. Die Hüfte wurde geröngt und meine Tochter untersucht: coxa valga und eine Beinlängendifferenz (re Bein 1cm kürzer). Blut war in Ordnung. Außer den Schmerzen waren, wie schon die ganze Zeit, keine Schwellungen oder Rötungen an den Gelenken zu sehen. Also weiter Einlagen eine Schuherhöhung re und KG wurden verordnet.
    Da aber weiter Schmerzen bestanden empfahl der Ki.orth. eine Vorstellung in der Kinderrheumaambulanz, da es Rheumaarten gäbe, die nicht im Blut sichtbar seien, er denke an Enthesiopathien.

    Letzten Montag waren wir dann teilstationär in der Tagesklinik/Rheumasprechstunde der Kinderklinik. Die Ergebnisse stehen noch aus (erfahre ich nächste Woche telefonisch von der Ärztin). Ausgerechnet zum Untersuchungstermin hatte sie mal wieder eine Phase, wo seit mehreren Tagen mal wieder keine Schmerzen bestanden haben. Im Ultraschall der Hüften war dann auch kein Erguss zu sehen, nur links unscharfe Konturen, die auf eine abgelaufene Entzündung hindeuten können. Da die Kinderrheumatologin den Ultraschall nicht selbst durchgeführt hat, sondern eine andere Ärztin und die Ki.Rh. sich die U.aufnahmen erst später ansieht, konnte sie mir dazu nichts sagen (erst nächste Woche am Telefon).
    Bei der Untersuchung hatte meine Tochter dann "nur" eine Bewegungseinschränkung in der linken Hüfte und dort auch Schmerzen beim Bewegen. Rücken und Füße waren an diesem Tag völlig beschwerdefrei.
    Es wurde noch Blut abgenommen und Urin abgegeben.

    Ein Gespräch wurde geführt und ich habe ihr meine Notizen gezeigt, die ich seit Oktober gemacht habe, wann und welche Schmerzen aufgetreten sind. Die Ärztin hat noch nicht viel dazu gesagt, erst will sie die Laborergebnisse abwarten und die U.bilder ansehen. Der Begriff reaktive Arthritis fiel allerdings.
    Außerdem soll ich mit meiner Tochter zum Augenarzt, da sie gerötete Augen hat und rheumatische Erkrankungen auch die Augen befallen könnten.

    Weiß jemand, was es mit Hinweisen auf eine abgelaufene Entzündung im Ultraschall auf sich hat? Wie lange ist die Entz. dann her?

    In den Blutwerten vom Oktober steht etwas von HLA B27 grenzwertig negativ - Test sollte wiederholt werden. Dieser Wert spielt doch bei rheumat. Erkrankungen eine Rolle. Was bedeutet grenzwertig negativ?

    Kann es sein, dass meine Tochter eine rheumatische Erkrankung hat, obwohl keine Schwellungen und Rötungen sichtbar sind und es zwischendurch immer wieder Phasen mit Beschwerdefreiheit gibt?
    Hat der niedergelassene Orthopäde recht, der sagt es gäbe komische Dinge im Wachstum?

    Gestern ging es wieder los mit Beschwerden in der linken Hüfte. Und heute Morgen brauchte sie Schmerzmittel, um in die Schule zu können. Sie sagte, ihr hätte nachts schon der Rücken wehgetan. Heute schmerzte dieser dann den ganzen Tag, sowie die linke Hüfte wieder und der rechte Fuß.

    Ich möchte endlich wissen was los ist. Seit Februar geht das jetzt schon. es wird Zeit für eine Diagnose und eine sinnvolle Behandlung, damit die Schmerzen endlich verschwinden!

    Könnte es sich wirklich um eine reaktive Arthritis handeln?

    peppa
     
  2. Bassabisu

    Bassabisu Neues Mitglied

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    Liebe Peppa,

    erst einmal herzlich willkommen hier im Forum. Ich verstehe, dass du ein Ende des Herumratens herbeisehnst, die lange Zeit voller Schmerzen und so vielen Arztterminen ist qualvoll und entnervend für alle Beteiligten, besonders für deine Tochter.
    Ich kann dir leider keine Antworten auf deine Fragen geben, mein Sohn hat eine Enthesitis Assoziierte Arthritis und hatte noch nie Beschwerden an der Hüfte. Allerdings sind seine Blutwerte immer unauffällig, das gibt es also durchaus trotz rheumatischer Erkrankung.
    Dass ein Schub letztendlich beim MRT Termin schon vorbei war und dann nicht mehr viel zu sehen war auf den Bildern haben wir auch schon einmal gehabt, das heisst aber nicht, dass nichts ist. Bei deiner Tochter deutet es ja auf vergangene Entzündungen hin.

    Ich habe den Begriff Coxa Valga gegoogelt, weil ich ihn nicht kannte und da steht etwas von ungleichen Muskeln mit watschelndem Gangbild und ziehenden Schmerzen im Hüftgelenk. (Zitat: " Die ungünstigen Muskelkraftverhältnisse und Muskelzugrichtungen begünstigen wiederholte Entzündungen der Ansatzsehnen (Insertionstendopathien). Dies betrifft vorwiegend die kleinen Gesäßmuskeln. Die Entzündungen sind sehr schmerzhaft") Ich kann mir gut vorstellen, dass hiervon auch die Schmerzen im Rücken stammen könnten. Ist in dieser Richtung nicht weiter geguckt worden?

    Was auch immer bei dem Gespräch mit der Ärztin nächste Woche herauskommt, ich wünsche dir und deiner Tochter auf jeden Fall alles alles Gute und dass sie die Schmerzen und Beschwerden so schnell wie möglich los wird.
    Lieben Gruß
     
  3. Fynn

    Fynn Mitglied

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    Hallo,

    wir haben mit unserem 4-Jährigen Sohn eine ähnliche Geschichte hinter uns.
    Begonnen hat bei uns alles letztes Jahr Anfang November, als er auf einmal nicht mehr richtig laufen konnte und Schmerzen in der rechten Hüfte hatte. Die Diagnose beim KiA lautete dann auch Hüftschnupfen mit Ergüssen in beiden Gelenken, wobei er nur die rechte Seite angegeben hat und da auch deutlich gehumpelt hat. Bei uns wurden dann auch Morbus Perthes etc. ausgeschlossen, der Kinderchirug meinte beim Untersuchen, da er bei Extrembewegungen keine Schmerzen habe, könne es nichts Schlimmes sein. Der Hüftschnupfen war nach 3 Wochen ausgeheilt, die Reste von den Ergüssen konnte man allerdings bis Oktober diesen Jahres im US sehen. Uns wurde gesagt, dass das oft der Fall sei.

    Bei unserem Sohn kamen dann letztes Jahr im Dezember erst das rechte, dann das linke Knie und dann noch die Zehen hinzu. Unsere KiÄ hat da ziemlich schnell reagiert und uns, als auch noch Fieber und Rückenschmerzen auftraten, nach GAP in die Kinderrheumaklinik eingewiesen.
    Dort meinten sie, dass aufgrund der fehlenden Schwellungen und Rötungen kein Rheuma vorliegen könnte. Diagnose war eine reaktive Arthritis aufgrund einer Mykoplasmen-Infektion. Aber eigentlich waren sie dort recht ratlos, sie gingen aufgrund der fehlenden Rheumaanzeichen im Blut und der fehlenden Schwellungen, sowie der teilweise springenden Schmerzen davon aus, dass es eine reaktive Arthritis sein MÜSSE. Mein Sohn bekam ein Antibiotikum und 3 Wochen ging es ihm recht gut.
    Dann bekam er Schmerzen im rechten Ellenbogen und in den Knien sowieso. Er wollte nicht laufen, nicht mehr Treppensteigen, konnte zeitweise nicht mehr auf seinen Hocker zum Zähneputzen steigen, geschweige denn herunter.
    Wir wurden wieder nach GAP geschickt, die ihn nochmal eingehend untersucht haben, wieder keine Schwellungen, Rötungen oder Rheumazeichen im Blut. Das war im April. Wir wurden entlassen mit der Aussage, er habe definitiv KEIN Rheuma. Behandelt wurde er nur mit Ibuprofen in der Höchstdosis, trotzdem hatte er noch Schmerzen.

    4 Wochen später tat er uns dann endlich den "Gefallen" und bekam über Nacht einen "Wurstfinger" vom Feinsten, eine Daktylitis. Ich habe das Foto nach GAP zur Oberärztin geschickt und Mitte Juni fanden wir uns in GAP wieder zur MTX-Einstellung. Unser Sohn hat Psoriasis-Arthritis sine Psoriasis, also Rheuma aufgrund von Schuppenflechte, obwohl er bisher keine Hauterscheinungen hat. Tja, alles, was er hat, ist wohl typisch dafür, die fehlenden Schwellungen,Rötungen und auch die im US fehlenden Gelenkergüsse und vor Jahren eine ganz leichte Schuppenflechte bei mir. Keine Anzeichen im Blut. Ohne die Daktylitis wüßten wir bis heute wohl nichts vom Rheuma.
    Mittlerweile sieht man allerdings hin und wieder auch im US kleinere Ergüsse.
    Das MTX wirkt bisher gut bei ihm (toitoitoi), wir konnten die Schmerzmittel absetzen und geben nur noch bei Bedarf.

    Ich kam mir zeitweise wie eine hysterische Mutter vor und wurde von einigen Ärzten z.T. auch so behandelt, weil keiner glauben wollte/konnte, dass mein Sohn irgendwas hat. Es war ja nie was zu sehen.
    Bei unserem Sohn war auch eine totale Wesensveränderung auffällig, er mochte auf einmal nicht mehr länger laufen, hing nur noch rum, wollte keine Treppen mehr steigen, weinte morgens beim Aufstehen bzw. stand gar nicht selber auf. Er hat nicht mehr draußen gespielt, sondern den anderen nur noch zugeschaut. Außerdem war er entweder weinerlich oder aggressiv und schlief keine Nacht mehr durch. Oft kam er jammernd vor Schmerzen zu mir ins Bett gekrochen. Ich habe ihm mitten in der Nacht vorgelesen, weil er vor Schmerzen nicht schlafen konnte.

    Seit er endlich behandelt wird, habe ich mein Kind zurück. Er lacht wieder, ist fröhlich, spielt mit seinen Geschwistern und Freunden.

    Ich kann wirklich nur raten, dranzubleiben. Wir hatten sicher noch Glück, unsere KiÄ tippte schon letztes Jahr im Dezember auf Rheuma, trotzdem hat es noch ein halbes Jahr bis zur Diagnose gedauert.

    LG, Kathrin
     
  4. Leo

    Leo Neues Mitglied

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    Rheuma??

    Hallo Peppa, wenn ich Deinen Bericht lese, bin ich ziemlich erschüttert darüber, dass die Diagnosestellung so lange dauert. Es beginnt ja schon mit der Vorgeschichte der Schönlein-Hennoch- Purpura. Damit zeigt sich, dass Deine Tochter eine Veranlagung zu rheum. Erkrankungen hat. Somit sollten bei den angegebenen Beschwerden "alle Lampen aufleuchten" Ein Hüftschnupfen hört sich harmlos an und kann es auch kurz und vorübergehend sein. Wenn er sich aber wiederholt und weitere Beschwerden dazu kommen, .......
    Sehr typisch für Rheuma sind die Schmerzen an den Fersen und der nächtliche Rückenschmerz. Ebenso möglicherweise die geröteten Augen, die auf eine akute Uveitis (Regenbogenhautentzündung) hindeuten könnten. Alle andere Zeichen deuten evtl. auf eine Spondarthritis, also eine Gelenkentzündung, bei der auch die Wirbelgelenke betroffen sind. Das ist eine Art Vorstufe eines Morbus Bechterew. Bei Mädels verläuft dieser zum Glück zumeist sanfter. Die Fersenschmerzen sind begründet in einer Sehnenansatzentzündung und passen ebenso wie der Hüftbefall zum Bild der Spondarthritis. Die Spondarthritis wird wegen der Sehnenansatzschmerzen, die auch am Beckenkamm, über der Kniescheibe usw. sein können als Enthesitis (sehenansatzentzündung) assoziierte Arthritis bezeichnet.
    Insgesamt solltet Ihr schleunigst eine Kinderrheumatologin/Kinderrheumatologen aufsuchen. Die Blutwerte gehören zu den Untersuchungen und können das Bild abrunden, aber auch fehlende Blutbefunde sprechen NICHT gegen eine Arthritis. Verwundert hat mich die Aussage HLA-B27 grenzwertig. Das ist UNMÖGLICH! HLAB-27 ist ein ERbmerkmal, das ist vorhanden oder nicht! Ist übrigens vbei Spondarthritis oft pos., muss aber nicht. Könnte es sich beim Grenzwert um ANA handeln? Das sind antinukleäre Antikörper, die ebenfalls einen Puzzlestein zur Diagnose ergeben. Außerdem geht man davon aus, dass hoch pos. ANA-Titer die Gefahr einer Uveitis erhöhen. Daher sollten die Kinder engmaschig vom Augenarzt gesehen werden. Bei der Spondarthritis handelt es sich zumeist (nicht immer!) um eine akute Uveitis, dann wird (wie bei Euch) das Auge rot und man geht sofort zum Augenarzt und kann behandeln. Dies sollte stets mit Cortison Augentropfen gemacht werden.
    Soweit meine ERfahrungen zu Deinen Fragen. Ich wünsche Euxch endlich eine Diagnose, gebt nicht auf und vor allem ALLES GUTE! Leo
     
  5. Peppa

    Peppa Neues Mitglied

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    Hallo,

    erstmal danke für das herzliche Willkommen und Eure Rückmeldungen!
    Es tut gut sich austauschen zu können und nach jedem Arztbesuch häufen sich die Fragen, die einem erst im Nachhinein einfallen.

    @ Bassabisu
    Die steile Hüfte (coxa valga) besteht zwar, übrigens beidseits, aber nicht so ausgeprägt, dass man orthopädisch etwas unternehmen würde. Im Kindesalter macht diese wohl selten überhaupt Probleme. Für den Kinderorthopäden passen die Beschwerden auch nicht wirklich damit zusammen (Rücken-,Nacken- und Fußschmerzen). Er sagte mir, er käme hier orthopädisch nicht weiter und empfahl die Vorstellung in der Rheumaambulanz.
    Und ja, die vielen Arzttermine sind wirklich zermürbend. Jetzt sollen wir auch noch zum Augenarzt.

    @ Anne
    Danke auch für Dein Willkommen.

    @Fynn
    Ich habe Deine Beiträge gelesen und vieles darin kommt mir wirklich bekannt vor.
    Meine Tochter hat immer wieder Schmerzen, aber es fehlen die "Beweise" (z.B. Schwellungen und Überwärmung).

    Oft steht sie schon mit Schmerzen auf. An manchen Tagen sind die Beschwerden nicht so schlimm, dann sagt sie z.B. die Hüfte tut wieder weh und beschwert sich nicht weiter. An manchen Tagen sagt sie auch gar nichts. An anderen Tagen braucht sie den Dolorminsaft, um in die Schule zu können. Ich habe dann ein schlechtes Gewissen, ihr den Saft zu verabreichen und in die Schule zu schicken und selbst arbeiten zu gehen.

    Längere Strecken zu Fuß zu gehen vermeiden wir schon fast. Im Oktober standen wir bei einer Wanderung mit Freunden mitten im Wald und meine Tochter weinte vor Schmerzen (trotz D.saft).
    Selbst ein Einkauf bei IKEA oder ein Stadtbummel gehen nicht ohne Schmerzen.

    Ich weiß nur, normal ist das nicht und es soll ihr endlich richtig geholfen werden.

    LG
    peppa
     
  6. Peppa

    Peppa Neues Mitglied

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    Hallo Leo,

    danke für Deine ausführliche Antwort. Dein Beitrag kam wohl gerade herein als ich an meiner Antwort geschrieben habe.

    Ich frage mich auch schon die ganze Zeit nach einem Zusammenhang mit der Purpura Sch.-H. und dem Hüftschnupfen vor 5 Jahren. Das sieht schon nach einer Art Veranlagung zu solchen immunologischen Reaktionen aus.

    Wir waren diese Woche Montag übrigens zur Untersuchung bei einer Kinderrheumatologin in der Uni Mainz. Sie hat meine Tochter untersucht und viele Fragen gestellt, wollte sich aber erst richtig äußern, wenn sie die Ultraschallaufnahmen und die Laborergebnisse gesehen hat.
    Nächsten Dienstag kann ich telefonisch nachfragen.

    Im Ausdruck der Labors (Blutuntersuchung vom Oktober) steht wörtlich:
    "HLA B27 im Screening Test grenzwertig neg., der Test sollte mit einer unabhängigen Methode wiederholt werden" ???
    Ich weiß nicht, ob der Test nach der Blutentnahme vom Montag tatsächlich wiederholt wird.

    Einen Augenarzttermin haben wir übrigens schon (nächsten Montag). Ich hoffe, ihre geröteten Augen haben nichts mit einer Uveitis zutun.

    LG
    peppa
     
  7. Marly

    Marly Bekanntes Mitglied

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    Hallo Peppa,
    auch von mir ein Willkommensgruß!
    Bei uns hat die Diagnose 2,5 Jahre gedauert, da die Schwellungen (ergüsse) erst nur selten auftraten und nach 2 Jahren dann im ständigen Wechsel, so dass letztendlich ein Rheumaarzt die Diagnose "Juvenile Psoriasis Arthritis" gestellt hat. Die Orthopäden machen keine speziellen Blutuntersuchungen und im MRT war der Erguß auch schon fast wieder weg. Das ist jetzt 1 Jahr her, meine Tochter bekommt keine Basismedis, an Schulmedis nur Naproxen bei Bedarf (Schmerzen, akute Entzündung) oder Cortison direkt ins Auge, sie hatte einmal eine Regenbogenhautentzündung. Allerdings war das Auge nicht nur leicht gerötet, bei einer Iritis sieht das Auge richtig heftig schlimm aus und ist extrem lichtempfindlich, was immer ein erstes Anzeichen für eine Entzündung ist. Daher würde ich mir bei einer leichten Rötung gar nicht soviele Gedanken machen.
    Euch erstmal alles Gute, ich verfolge euren Verlauf weiter,
    Liebe Grüße
    Marly
     
  8. ramonalienshoeft

    ramonalienshoeft Neues Mitglied

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    @marly
    Da muss ich dir leider widerspechen. Auch eine leichte Rötung sollte man unbedingt ernst nehmen und abklären lassen.
    Bei unserer Tochter verläuft die Iritis sehr aggressiv und die Entzündung breitet sich schnell aus.
    Also lieber einmal mehr zum Augenarzt gehen.
    LG
    Ramona
     
  9. Peppa

    Peppa Neues Mitglied

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    Hallo,

    wir waren gestern beim Augenarzt und die Augen sind zum Glück in Ordnung (keine Regenbogenhautentzündung).

    So, außerdem habe ich heute mit der Kinderrheumatologin telefoniert, die meine Tochter letzte Woche untersucht hat. Im Blut sind keinerlei Anzeichen für eine rheumatische Entzündung (HLA B27 ist auch negativ). Da auch keine aktuellen Anzeichen im Ultraschall zusehen waren (geschallt wurden Abdomen, Hüften und Knie) gibt es im Moment keinerlei Anzeichen für eine rheumatische Entzündung. Da sie noch die Bewegungseinschränkung in der linken Hüfte hat, soll sie auf jeden Fall weiter Krankengymnastik machen.( Wir machen doch schon seit September Krankengymnatik, müssten da Bewegungseinschränkungen einer abgelaufenen Entzündung nicht langsam weg sein?)

    Beiben die Schmerzen.
    Laut Ärztin könnten die Gelenkschmerzen eine Reaktion auf einen Infekt sein, den sie in letzter Zeit hatte. (Sie hatte aber keinen.)
    Oder die Schmerzen, die sie hat wären vermutlich muskuläre Verspannungen.
    (Muskuläre Verspannungen in Fuß, Hüfte und Rücken, die man sich nachts im Bett zuzieht und dann am Morgen Schmerzen bereiten?)
    Oder Wachstumsschmerzen.

    Ich glaube nicht an muskuläre Verspannungen oder Wachstumsschmerzen. Andererseits scheint es sich, selbst wenn etwas "Rheumatisches" vorliegen sollte, um eine leichtere Variante zu handeln. Die Schmerzen kommen und gehen (nach vier Tagen Schm., hat sie im Moment wieder gar keine Probleme).
    Also bekommt sie Schmerzmittel von mir, wenn sie es braucht.
    Insofern es nicht schlimmer wird, warten wir jetzt eben ab. Auch meine Tochter hat von der Ärzte-Odysse die Nase gestrichen voll.

    Gruß

    peppa
     
  10. Marly

    Marly Bekanntes Mitglied

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    Hallo Ramona,
    natürlich nehme ich jede Rötung des Auges ernst, so war das nicht gemeint.
    Unser Augenarzt sagte uns, dass die Lichtempfindlichkeit immer ein erstes Anzeichen sein kann. Wir gehen natürlich bei jedem Anzeichen zum Arzt, auch wenn es nur eine stärkere Reizung vom Heuschnupfen ist.
    Ich meinte nur, dass eine leichte Rötung nicht immer gleich eine Entzündung sein muss.
    Liebe Grüße
    Marly
     
  11. Kiry

    Kiry Neues Mitglied

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    gleiche Erfahrung

    Hallo,
    deine Geschichte könnte auch meine/unsere sein. Habe auch eine 9 jähr. Tochter nur bei uns fing die Geschichte bereits Ende 2006 an mit einem Hüftschnupfen (?). Jedoch hielt dieser Hüftschnupfen lange an - zu lange, um ein Hüftschnupfen zu sein, wie man mir dann später sagte. Aber damals war ich in Tü Kinderklinik/Orthop., welche nie was feststellen konnten, nur dass es psychischer Herkunft sei, da ich noch einen Sohn mit einer anderen Behinderung habe und dass meine Tochter aufgrund dessen auch Aufmerksamkeit suche. Blödsinn - ich merke doch wenn mit meiner Tochter was nicht stimmt!! Nach langem hin und her wollte ich dann auf eigenen Wunsch in die Rheumaambulanz, da zufällig eine Mutter mich auf meine Tochter ansprach und mir das empfohlen hatte. Dort war die Diagnose auch nie sicher gestellt (JiA?) mit hohem Titter, jedoch später rückläufig. Man sagte mir, dass dies alles ein etwas außergew. Befund sei für das weibl. Geschl. und des jungen Alters. Aber man hat nichts unternommen. D.h. ein Arzt wollte bereits mit MTX beginnen, wurde dann aber von der Chefärztin wieder verworfen, da keine eindeutigen rheumatypischen Symptome vorhanden seien (?!). Aber wie bei euch sind immer wieder diese Schmerzen aufgetreten in Hüfte und später dann auch Fersenschmerzen - die kommen u. gehen - mal stärker - mal schwächer. Auch im US konnte man ab und zu leichte Symptome sehen sowie bei einer Kernspinn, wobei sie damals bei der Kernspinnuntersuchung keine Schmerzen angab. Auch an einem Handgelenk war mal eine leichte Blockade - nach Kernspinu. auch eine Entzündung erwiesen. Man hat bis dato nur mit Nurofensaft bei Bedarf behandelt. Mir geht es auch so, dass wenn Schmerzen bei meiner Tochter auftreten und ich in der Klinik wg einem Termin nachfrage, ich dann mit Nurofen behandeln soll, wenn wir dann in der Klinik sind, sind die Schmerzen wieder weg. Ich habe mir geschworen, dass wenn Schmerzen wieder auftreten ich gleich in die klinik gehe, damit sie meine Tochter dann auch untersuchen können. Sonst unterdrück ich ja jedesmal die Symptome und - klar - dann kann man ja auch nichts mehr feststellen.
    Wir hatten nun 1 1/2 Jahre keine Schmerzen bis kurz vor Weihnachten und da bin ich nun in eine andere Klinik gegangen, da ich das Gefühl hatte, nicht für "voll" genommen zu werden. Wir haben nun einen stationären Aufenthalt für 4 Tage im Olgäle in Stuttgart, um mit MTX zu beginnen und um weitere Untersuchungen zu machen. Meine Tochter hat auch Haltungsschäden (leichter Beckenschiefstand, krumme WS und einen Rundbuckel - lt. Physiotherap. meines Sohnes, als ich sie da kürzl. dabei hatte). Ich bin nun froh über diesen stat. Aufenthalt um hoffentl. mehr zu erfahren. Mir leuchtet auch ein, dass mit einem anderen Medikament behandelt werden muß, da wir ja schon seit 2006 Probleme haben und ich Angst habe vor Folgeschäden. Und dass meine Tochter auch mal dort nochmals von Orthopäden untersucht, Röntgen etc. gemacht wird. Bisher waren auch keine Rheumafaktoren im Blut ersichtl., nur einmal der hohe Titter. Zum Augenarzt gehen wir jetzt wieder regelmäßig - alles o.k. Wir hatten vor 2 Jahren mal zuviel Eiweiß im Urin, wurde ein 24 Std. Urin gesammelt - aber auch alles o.k. - ich weiß allerdings auch nicht, ob das was mit Rheuma zu tun hatte oder hat.
    Also vielleicht können wir in Kontakt bleiben, denn mich interessiert schon, wie es euch weiterhin so ergangen ist.
    Bis dann
    Gaaaanz liebe Grüße
    Kiry