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Rheuma

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von mike1, 18. August 2005.

  1. mike1

    mike1 Guest

    hallo, ich bin mike1 und neu im forum!!!
    habe heute erfahren,dass ich wahrscheinlich cP (chron.Polyarthritis) habe. Mein Rheumaarzt hat mir ein formular bezüglich einer Basistherapie mit Methotrexat (bei euch heisst das glaube ich nur MTX) mitgegeben. ich solle mir alles genau durchlesen und alle diesbezüglichen fragen notieren und ihn danach wieder aufsuchen. die Entscheidung ob ich MTX nehme müsse ich selbst entscheiden.
    ich tue mir natürlich schwer, selbst zu beurteilen ob ich dieses Medi nehmen soll oder eine andere Therapie machen soll.
    Er hat mir nur gesagt, dass ich regelmäßig die Leber und Nierenwerte kontrollieren lassen muss.
    was würdet ihr mir vorschlagen???

    Bitte um eure Meinung

    Danke eure Mike1
     
  2. Cori

    Cori Optimistin

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    Hallo Mike!

    Zunächst einmal ein herzliches Willkommen hier bei R-O!

    Zu MTX kann ich Dir leider nichts sagen, aber mit Sicherheit werden sich noch Leute zu Wort melden, die das können!

    Wie kommst Du mit der Diagnose klar? Hattest Du schon damit gerechnet und dies' heute war nur die Bestätigung? Oder kommt die Diagnose überraschend für Dich?

    Bitte stelle hier jederzeit Fragen, die sich Dir auftun: du findest hier jederzeit aufmerksame Leser, die Dir gerne schnell diese beantworten!

    Viele Grüße von

    Cori
     
    #2 18. August 2005
    Zuletzt bearbeitet: 18. August 2005
  3. Steffi80

    Steffi80 Ich bin Ich

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    Hallo Mike1!!!

    Erstmal herzlich willkommen hier auf RO!!!

    So eine Art, wie es dein Arzt macht kenne ich gar nicht.

    Mir wurde nicht überlassen ob ich dies oder jenes Medi nehmen kann. Es wurde mir wurde eins verabreicht und dann geguckt ob es wirkt. So ganz so krass war es natürlich nicht, aber so wie du es erzählst war es auch nicht bei mir.

    Ich habe auch cp und nehme aber Arava und nicht MTX. Bei dem Medi kann ich dir leider nicht weiterhelfen.

    Aber es wird hier genügend geben, die dir weiterhelfen können. Hoffe das du noch genügend Antworten erhalten wirst.

    lg Steffi
     
  4. Monsti

    Monsti das Monster

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    Hallo Mike,

    sei herzlich willkommen bei uns!

    Wenn Du mal unter http://www.rheuma-online.de/phorum/showthread.php?t=17959 schaust, wirst Du sehen, dass die Mehrzahl hier mit Mtx behandelt wird.

    Die Wirkung und die Verträglichkeit aller Basismedikamente ist individuell sehr verschieden. Viele vertragen Mtx bei sehr guter Wirkung ohne jedes Problem, und das über viele Jahre. Andere (wie z.B. ich) mussten/müssen es wegen zu starker Nebenwirkungen wieder absetzen.

    Selbst wenn sich heftigere Nebenwirkungen einstellen, ist das kein gesundheitliches Drama mit Langzeitfolgen, da so etwas dank der engmaschigen ärztlichen Kontrolle frühzeitig erkannt wird.

    An Deiner Stelle würde ich den Versuch mit Mtx wagen, wobei ich Dir allerdings eher zur Spritzenform rate, weil i.d.R. verträglicher und besser wirksam.

    Viel Glück und liebe Grüße von
    Monsti
     
  5. poldi

    poldi Aktives Mitglied

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    Hallo Mike1
    Herzlich willkommen und fühle dich wohl bei uns.
    Ich nehme auch MTX (Lantarel )Cortison, Celebrex Und Durogesic Schmerzpflaster. Mit dieser Mischung kann ich gut leben. Ja ich muss alle 14 Tage mein Blut untersuchen lassen. Aber auch da kann ich nicht klagen. Damit es dir an den MTX-Tagen gut geht, musst du vieeeeeeeeeeel trinken. Aber das werden dir noch mehr Leute sagen.
    Liebe Grüße von
    Poldi
     

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  6. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    hallo mike1,

    herzlich willkommen hier bei uns!
    ich habe ra + fibro.
    bei mir wurde gleich zu anfang eine basis mit mtx als tablette und resochin (antimalariamittel) begonnen. zusätzlich cortison.
    abgesehen von kurzfristigen magenprobs, wobei nicht klar war, ob sie vom
    mtx kamen, habe ich mtx sehr gut vertragen, obwohl ich einen heidenbammel
    vorher hatte. nach 2 jahren bekam ich eine leukopenie und musste
    ratzfatz alles absetzen, bis auf cortison.
    erstaunlicherweise ist es dabei geblieben, offensichtlich bin ich unter
    mtx in eine (teil) remission geraten. *freu*
    du siehst also, es kann sehr von vorteil sein, und wird auch empfohlen,
    zügig mit einer basis zu beginnen, wenn eine ordentliche diagnose und
    entsprechende beschwerden vorliegen.

    vorschlagen kann ich dir nix, ich bin "nur" betroffene, und nach meinem verständnis muss dein arzt dir sagen, welche basis für dich richtig ist.:confused:
    unter mtx werden deine blutwerte regelmässig kontrolliert, anfangs etwas
    engmaschiger.

    alles gute
    [​IMG] marie
     
  7. mike1

    mike1 Guest

    Hallo, steffi80,cori und Monsti

    mit so raschen antworten und lieben wünschen habe ich gar nicht gerechnet.
    ich danke euch schon einmal ganz lieb dafür.
    ich mache heute überhaupt das erste mal die erfahrung dieser kommunikation übers internet.
    ich finds schon jetzt ganz super und werde mich sicher bald wieder melden.
    liebe grüße eure mike1
     
  8. JMCL

    JMCL Neues Mitglied

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    Hallo mike1,
    eigentlich will ich Dich auch herzlich grüßen und willkommen heißen.
    Dann einfach noch zur Info: Ich nehme seit knapp 1 Jahr MTX (seit 3 Monaten zusätzlich noch Arava), weil meine Rheumatologin und ich einer Meinung darüber waren, dass es ohne Basismedikament nicht geht. Und so etwas wie eine freie Entscheidung gab es da nicht, letztlich geht es ja darum, weitere "Schäden" einzuschränken, nicht?
    Herzliche Grüße
    JMCL
     
  9. chris.h

    chris.h Guest

    Hallo Mike1,

    auch ich bin ziemlich neu bei RO, konnte mich aber schon über viele
    Probs unserer Krankheit informieren.
    "HIER WERDEN SIE GEHOLFEN!!!!!"

    MTX spritze ich mir seit 9 Monaten und komme gut damit klar.Im Juni war
    ich sogar für drei Wochen in Griechenland im Urlaub.Hatte erst Bedenken wegen der Flughafenkontrolle(spitze Kanülen im Handgepäck), es gab aber keine Probs.
    An Nebenwirkungen habe ich nur am Folgetag der Injektion etwas Kopfweh.
    Ich trinke an diesem Tag besonders viel und nehme 1 Tbl. Folsäure, die den Abbau in der Leber beschleunigt.
    Zu Blutkontrolle und Rheumadoc muß ich mittlerweile vierteljährlich.
    Vorher hatte ich als Basismedi Imurek, was aber bei mir nicht gewirkt hat.


    Tschüß und sonnige, schmerzfreie Tage wünscht ALLEN

    Chris.
     
  10. trombone

    trombone die Schreibtischtäterin

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    Hallo Chris,

    nimmst Du die Folsäure am MTX-Tag??? Dieses wäre dann völlig falsch. MTX ist ein sogenannter Folsäure-Antagonist - soll heißen dass MTX sich an die gleichen Stellen andockt wie die Folsäure. Wenn man nun MTX und Folsäure am gleichen Tag nimmt, kann das dazu führen, dass das MTX nicht richtig wirken kann - besser sind 36 - 48 Std. abstand. Auch sollte man soviel Folsäure einnehmen (in mg) wie man auch MTX zu sich nimmt (15 mg MTX = 15 mg Folsäure). Ich selber nehme z.Zt. einmal wöchtenlich 25 mg MTX und jeden Tag 5 mg Folsäure (bis auf den MTX-Tag).
     
  11. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    hi trombone,

    hier ein zitat aus den ro - news:

    ----------------schnipp-------------
    Die Wirkung von Methotrexat auf den Purinstoffwechsel spiegelt sich in der AICA-Konzentration im Urin wieder. Da die AICA-Konzentration unter Folinsäure gesenkt wird, kann man rückschließen, dass eine Folinsäure-Therapie zu einer Abschwächung der Methotrexat-Wirkung führt. Folsäure scheint hingegen diesbezüglich keinen Einfluß auf die Methotrexat-Wirkung auszuüben und ist daher als Zusatzmedikament besser geeignet.
    --------------------------------------schnapp-----------------

    danach sollte es keinen unterschied machen, wann man folsäure nimmt.

    hier ist der ganze beitrag:

    http://www.rheuma-online.de/archiv/rheuma-news/newsarchiv/2002-2005/ansicht/news/453.html?encryptionKey=k3j4h&cHash=512102a2eb

    lieben gruss
    [​IMG] marie
     
  12. klaraklarissa

    klaraklarissa Neues Mitglied

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    @ steffi80:


    und @ JMCL:


    also noch hat jeder patient das recht, medikamente oder behandlungen, die ihm der arzt vorschlägt, abzulehnen. der beginn einer therapie mit basismedikamenten ist, nachdem der arzt sie vorschlägt, einzig und allein vom patienten zu entscheiden.
    normalerweise gehört zu jedem dieser medikamente ein aufklärungsbogen für den patienten. darauf sist das medikament erklärt, mit all seinen wirkungen und auch nebenwirkungen, es werden aussagen gemacht, wie oft man sein blut kontrollieren lassen soll usw... . der bogen muss vom patienten unterschrieben werden, damit der arzt wegen der verordnung abgesichert ist.

    so wird zumindest in der rheumaklinik in der ich in behandlung bin vorgegangen .. und zwar bei j e d e m basismedi und j e d e m patienten.

    klar, man hat eigentlich keine andere wahl, als diese therapien mitzumachen, denn nur diese können langfristig etwas gegen z.b. die gefürchteten deformitäten ausrichten sowie manche krankheitsverläufe insgesamt abmildern. im günstigsten fall kommt man unter einer basistherapie in eine remission. aber wem erzähl ich das? ;)

    also mike1, alles gut durchlesen und den arzt ruhig noch fragen, wenn du etwas nicht verstehst. es dir zu erklären, dafür ist er da.
     
  13. chris.h

    chris.h Guest



    Hallo trombone,



    laut rheumaärztlicher Empfehlung nehme ich am Folgetag der MTX-Injektion
    (15mg) die Folsäuretbl.(5mg).Meine Leberwerte sind seit 9 Mon.ok und Folsäure-Spiegel im Blut auch.So denke ich, daß die 5 mg ausreichen.
    Schön wäre es, wenn das MTX eine niedrigere Prednisolon- Erhaltungs-
    dosis zulassen würde.Ich bin nach 32 Monaten Reduzierung (anfangs 60mg/Tag) immer noch bei 10mg/Tag.
    Hast Du da Erfahrung???

    Tschüs und DANK Dir für Deine Hinweise
    Chris
     
  14. JMCL

    JMCL Neues Mitglied

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    Liebe klaraklarissa,
    ein paar ergänzende Worte zu Deinem Kommentar über meinen Kommentar:
    Aber natürlich hat auch meine Rheumatologin mit mir ausführlichst über MTX und seine Wirkung und seine Nebenwirkungen gesprochen und natürlich lag es letztendlich in meiner Entscheidung ob ich MTX nehme.
    Dank Euch Allen hier war ich schon vor dem Gespräch gut über Basismedikamente informiert - hab ja als Gast immer mitgelesen. Deshalb wieder einmal - wie gut, dass es ro gibt.
    In diesem Sinne eine gute Woche,
    JMCL
     
  15. woelkchen

    woelkchen Neues Mitglied

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    Hi Mike1,

    auch ich nehme Mtx (Lantarel) - mein Arzt hat mir zwar auch einen Zettel gegeben, aber den sollte ich nur durchlesen und unterschreiben. Spritze jetzt seit März Mtx. und es klappt gut! Hatte erst ziemlich bammel wegen der Nebenwirkungen, aber (toi toi toi) bisher hatte ich höchstens ganz schwach welche. (Müdigkeit am nächsten Tag und wenig Appetitt). Aber nix mit extremer Übelkeit oder so. Muss regelmässig zur Blutkontrolle, aber die Werte sind spitze!

    Ich hoffe, auch Dir hilft diese Medi!
    Viel Glück und viele Grüsse,
    Wölkchen
     
  16. trombone

    trombone die Schreibtischtäterin

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    Hallo Chris,

    ich glaube nicht, dass die Folsäure-Gabe einfluss auf eine Reduzierung des Cortison hat (auch nicht die Menge), da die Wirkungsweisen ganz andere sind.
    Cortison hat Einfluss auf die im körper ablaufenden Entzündungsprozesse (zumindest u.a.), Folsäure wird gegeben, um den körpereigenen Bedarf an diesem Vitamin aufzufangen (da MTX ja ein bekannter Folsäureantagonist ist) und um weitere "Schäden" die durch einen möglichen Folsäuremangel hervorgerufen werden können zu unterbinden.
    Was die Reduzierung von Cortison angeht so kann ich eigentlich nur den Rat geben (halt aus eigener Erfahrung heraus), dass man es immer mal wieder und dann in möglichst kleinen Schritten (ich reduziere z.Zt. max. um 0,5 mg) und dann auch nicht alle drei Tage. Denn ich habe die Erfahrung gemacht, je weiter ich nach unten mit dem Cortison gehe desto vorsichtiger muss ich dabei sein. So bin ich derzeit seit 6 Wochen auf 11 mg - erst in frühestens 3 Wochen und nur dann, wenn meine jetzigen Probleme nicht noch mehr geworden sind (was ich allerdings befürchte, denn die letzte Remicade hat nicht wirklich gut geholfen) werde ich dann auf 10.5 mg gehen. Wenn Du zuschnell und zuviel Dein Cortison reduzierst, geht der Schuss garantiert nach hinten los - hier muss man einfach Geduld haben (ich bin gut - schreibe von Geduld und habe selber kaum welche ....).
     
  17. tanzmaus

    tanzmaus Neues Mitglied

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    Hallo Mike,
    ich nehme auch seit letzten Jahr im Juli MTX. Habe von meinem Arzt direkt nach der Diagnose ein Informationsblatt über MTX bekommen und ein Heftchen über Rheuma. Damit sollte ich mich dann schon mal befassen, während ich aufs Röntgen warte. Hab ich dann auch gemacht und mich dazu entschieden, das ich nochmal ne Nacht darüber schlafe und gefragt ob es nicht Alternativen gibt, da ich auch sehr verunsichert war. Daraufhin hab ich auch einen weiteren Vorschlag bekommen mit dem Kommentar, dass ich natürlich hinter meiner Entscheidung stehen müsste und dass ich mir das auch gut überlegen solle. Nur je eher ich mit der Basistherapie anfange desto besser. Hab mich dann auch mit einem Freund, der Arzt ist, darüber unterhalten und mich für MTX entschieden. Ich komme damit eigentlich super klar und hoffe das bleibt so.

    Ich hoffe die Beiträge helfen dir bei deiner Entscheidung, die sicher schwer ist.

    Liebe Grüße

    Tanzmaus
     
  18. tabo40

    tabo40 Neues Mitglied

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    Hallo Mike1

    auch ich kann dir keinen Rat geben, du must letztendlich selber entscheiden was du für richtig hältst.
    Ich nehme seit über einem Jahr MTX, aber ZUSÄTZLICH noch Arava, Sulfalazin, Cortison, Calciumfolinat und Enbrel.
    Doch noch immer keine erfreuliche Wirkung, nur die Nebenwirkungen, die kommen immer gleich:rolleyes:
    Doch ich würde alles probieren was mein Arzt mir gibt, in der Hoffnung ich werde mal wieder "gesund" und kann teilweise wieder am normalen Leben teilnehmen.
    Ich wünsche dir viel Glück und noch viele schöne Stunden hier bei r-o

    Tabo40