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Rheuma und latente TB

Dieses Thema im Forum "Biologische Therapien (Biologika und niedermolekul" wurde erstellt von Jelka, 22. Juli 2014.

  1. Jelka

    Jelka Mitglied

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    Liebe Rheumis!
    Seit 2011 spritze ich Enbrel 50mg woechentl.Davor stellte man einen positiven Quantiferontest fest.Ich nahm dannneun Monate Isozid und durfte dann Enbrel spritzen.Wollte jetzt gern auf Roactemra wechseln,wurde mir verwehrt,weil ich latente TB habe.Fuer mich kommt als Biologica nur Enbrel in Frage.So richtig verstehe ich das nicht.Kann jemand im Forum etwas dazu sagen? An wen koennte man sich mit einer fachlichen Frage wenden?Liebe Gruesse von Jelka
     
  2. Doegi

    Doegi Der Alex
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    Frage: Warum kommt als Biological nur Enbrel in Frage? Bei all diesen Medikamenten muss man bei einer latenten TB wohl vorsichtig sein und diese erst behandeln (was bei Dir mit dem Isozid für 9 Monate ja offenbar gemacht wurde), aber ich habe gerade mal testweise die Medikamenteninformationen der EMA zu Enbrel, Humira und RoActemra durchgesehen, und da steht im Wesentlichen bei den 3en das gleiche - d.h. irgendwie ist das jetzt für mich nicht schlüssig, Enbrel zu verschreiben, aber dann RoActemra wg. der TB-Problematik zu verweigern, insbesondere da die TB bei Dir ja für das Enbrel schon wie empfohlen therapiert wurde.
     
  3. bernd51

    bernd51 Neues Mitglied

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    Latente TB

    Hallo, ich habe auch Interesse an diesem Thema,weil ich als Kind TB gehabt haben soll, obwohl mir in meiner Familie niemand etwas davon erzählt hat. Ich weiß nur, das ich wohl im Alter zwischen 8 und 10
    regelmäßig zum "Durchleuchten" ins Gesundheitsamt mußte und alle paar Wochen wegen Blutentnahme zum Hausarzt mußte. Außerdem war ich mit 8 und 11 jeweils 6 Wochen in "Erholung".

    Ende der 90er Jahre war ich wegen einer schweren Bronchitis bei einem Lungenarzt, der aufgrund einer Röntgenaufnahme die Diagnose alte TBC stellte. Seit einigenJahren nahm ich wg. der Diagnose RA
    10 am Ende 15mg MTX und zus. Sulfasalazin und tgl 5mg Prednisolon.

    Mitte 2013 bekam ich eine Synovitis im li. Knie und Anfang Nov. wurde eine Synovektomie durchgeführt. Dies führte zu div. Komplikationen und Anf 2014 sagte mein Rheumatologe, das das MTX nicht mehr wirkt. Nach längerer Überlegung entschied er sich, mir Roactemra als Infusion zu geben. Dazu wurde aufgrund der alten TB Blut entnommen und ich wurde zu einem Lungenarzt geschickt, der " grünes
    Licht" für die Roactemra-Behandlung geben sollte. Grünes Licht hat er abgelehnt und darauf verwiesen, das aufgrund meiner alten TBC Vorsicht geboten sei und regelmäßige Kontrolluntersuchungen
    nötig seien. Die Behandlung mit Roactemra hat er aber definiv nicht abgehnt.

    Mittlerweise habe ich 4 Infusionen bekommen und fühle mich wesentlich besser was Schwellungen,Schmerzen und Morgensteifigkeit betrifft. Auch bin ich wesentlich aktiver als vorher. Nur meine Nierenwert
    sind erhöht und das muß beobachtet werden.

    Wichtig in diesem Zusammenhang ist,denke ich, Vertrauen zu den Ärzten und eine regelmäßige Kontrolle der wichtigen Parameter, was die Ärzte denke ich auch veranlassen und die Tatsache, das bei
    unserer Krankheit immer zwischen Teufel und Beelzebub entschieden werden muß.

    Über Rückmeldungen ähnlich Betroffener freue ich mich. bernd51
     
  4. Jelka

    Jelka Mitglied

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    Roactemra und latente TB

    Hallo,Doegi!
    Lieben Dank fuer Deine Erklaerungen.Ich bin da ganz Deiner Meinung.Meine Rheumatologin beharrt auf Enbrel,obwohl ich neun Monate Isozid bekommen habe.Das Enbrelhat irgendwie die Wirkung verloren.Sie ist die einzige Rheumatologin in unserer Naehe.Ich wollte gern das Roactemra versuchen,sie meinte aber,dass ich mir einen neuen Rheumatologen suchen muesste.Was mache ich bloss?Naechster Termin Ende Oktober.Waere fuer einen Rat sehr dankbar.Liebe Gruesse von Jelka
     
  5. frieda89

    frieda89 Neues Mitglied

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    Das Thema ist gerade richtig aktuell bei mir....ich arbeite im Pflegedienst und da kam jetzt ein tbc Fall vor und alle Mitarbeiter mussten einen quantiferon bluttest machen...ich wies darauf hin, das mein Onkel vor 15 Jahren mal tbc hatte...ich damals getestet wurde...dann als meine rheumatische Krankheit vor 3 Jahren wieder sehr aktiv wurde und ich humira bekommen sollte...war der test wieder positiv ..röntgen nix zusehen...ich musste 1 Monat vor humira inh Antibiotika nehmen dann....nach 2 Monaten wurde humira abgesetzt und ich bekam enbrel...Antibiotika weiter...enbrel wurde dann auch schnell abgesetzt...und roactemra angesetzt...und bei roactemra brauchte ich dann kein Antibiotika mehr...weil mir gesagt wurde die tnf Alpha blocker lösen eher tbc aus als die anderen Medikamente...roactemra ist ja kein tnf Alpha blocker....nun nun war mein jetztiger test auch wieder positiv...ich war zum röntgen...nix zu sehen...aAntibiotika brauch ich nicht und roactemra kann ich auch weiter bekommen...p.s bekomme jetzt roactemra über 1 Jahr schon...
     
  6. Doegi

    Doegi Der Alex
    Mitarbeiter

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    Habe leider keinen guten Rat :(
     
  7. Frau Meier

    Frau Meier Guest

    @Jelka

    Wenn Deine Rheumatologin so kategorisch dagegen ist, Dir Ro-Actemra zu geben, wirst Du sie nicht überzeugen und schon gar nicht zwingen können.

    Ich fürchte, Dir bleibt nur ein Wechsel zu einem anderen Rheumatologen, zumal ihre Aussage ("nur Enbrel") so nicht nachvollziehbar ist.
    Es gibt mehrere Alternativen; insbesondere Rituximab ist sehr elegant - gerade, wenn eine Tuberkuloseanamnese vorliegt.
    Überwacht musst Du auch werden mit MTX und Co. - eine Reaktivierung bei latenter oder stattgehabter TB ist bei Abwehrschwäche mit oder ohne Basistherapie immer möglich ;)

    Grüße, Frau Meier