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Rheuma und Kieferbeschwerden

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von O-Ren, 14. Juli 2008.

  1. O-Ren

    O-Ren Neues Mitglied

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    Seit einigen Wochen habe ich verstärkt Beschwerden im Kieferbereich. Ich habe gelesen, daß bei rheumatoider Arthritis auch das Kiefergelenk betroffen sein kann. Zunächst hatte ich starkes Knacken wenn ich gegähnt habe, jetzt habe ich schon Schwierigkeiten beim normalem Essen. Auch knirscht es bei Kaubewegungen. Meine Frage ist nun, zu wem gehe ich mit diesen Beschwerden? Auch zum Rheumatologen, eher zum Zahnarzt oder gleich zum Kieferchirurgen? Hat das überhaupt Sinn? Außer weiter Basismedikamente nehmen kann man wahscheinlich sowieso nichts machen, oder?
     
  2. Susanne L.

    Susanne L. Neues Mitglied

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    Zuerst zum Zahnarzt

    Hallo O-Ren,

    am besten gehst Du damit zuerst zu Deinem Zahnarzt. Der wird Dir wahrscheinlich eine Aufbissschiene anfertigen und sehen, ob sich Deine Beschwerden damit bessern, was bei vielen Patienten bereits funktioniert.
    Falls nicht, wird er Dich wohl in die Kieferorthopädie schicken. So sind jedenfalls meine Erfahrungen.

    Mein HNO-Arzt hat gemeint, er sei für die akuten Zustände da, für die chronischen Sachen der Zahnarzt.

    Gute Besserung.

    lg
    Susanne
     
  3. :UnMensch:

    :UnMensch: Neues Mitglied

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    Habe linksseitig auch Schmerzen im Kiefergelenk. Allerdings knirscht es nicht, sondern tut "nur" weh. Mal mehr, mal weniger. Ich glaube nicht, das da der Zahnarzt was machen kann. Ich meine, der Orthopäde kann ja wegen meiner Zehen auch nix unternehmen... ;)
     
  4. Kasandra

    Kasandra Guest

    Hallo O-Ren

    das Problem mit den Kieferschmerzen habe ich auch , linksseitig mal mehr mal weniger wenn ich kaue dann tuts weh.
    Mit dem Knirschen hab ich nicht, frage mich aber genau wie du wo man mit dem Problem hingeht.
    Ich würde denken zum Zahndoc und dann sehen was der so sagt event. röntgen ....:confused:

    Liebe Grüße
     
  5. Mücke

    Mücke Guest

    hallo zusammen

    bei einer kleinen patientin,
    die juveniler arthritis hatte, waren besonders auch die kiefergelenke betroffen.

    sie wurde in absprache mit dem rheumadoc in der kieferorthopädie versorgt..
    sprich eine klammer nach dem konzept von castillo morales ( war eine lockere und oben kurz hinter den zähnen war eine kleine kugel, die zunge sollte nun angeregt werden, mit dieser zu spielen und so irgendwann den platz dort einzunehmen-die sie während man nicht spricht etc.eigentlich haben sollte)
    und eben mit logopädie, damit die muskelbalance in diesem bereich verbessert werden sollte..leider mit "viel" eigenarbeit zu hause verbunden!!!
    dazu gehört u.a. auch, das einüben des richtigen schluckmusters und eben die zungenrückverlagerung...
    alles sachen, die zeigen dass eine sogenannte myofunktionelle störung vorliegt
    -soll bei rheuamtikern nicht unüblich sein, da die meisten ja eher hypoton sind-

    ich weiß allerdings nicht, in wieweit das noch auf erwachsenen zu trifft...
    zumal, bei ihr ( zu dem zeitpunkt 6J -begonnen haben mir war glaub mit 3-4 jahren) auch schon sichtbare veränderungen im rö-bild waren

    ob sie noch jemanden für cortisonspritzen ins kiefergelenk gefunden haben weiß ich nicht, da ich zu dem zeitpunkt dann die praxis vrlassen habe

    ich könnt ja mal versuchen, ob ihr wenn ihr etwas schlucken wollt, die lippen dabei offen lassen könnt ;) oder ob ihr die zusammenpresst und evtl noch mit dem kiefer nachhelft (Nadelkissen)--falls ja, würde ich es beim rheumadoc ansprechen..letztendlich ist das nichts anderes als kg für den "mund/kiefer"bereich"


    jetzt sind es vielleicht einige tage suppe..aber was ist wenn die veränderungen auch da so wüten...dann ist es irgendwann nur noch suppe???? hm, obs dann noch ne abwechslung ist

    wie gesagt, würd ich aber nur machen, wenn das kiefergelenkauch häufiger betroffen ist/schmerzt
     
  6. O-Ren

    O-Ren Neues Mitglied

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    Danke für Eure Antworten. Ich glaube, ich werde mich als nächstes Mal für so eine Schiene vom Zahnarzt interessieren. Vielleicht nutzt es ja etwas.
     
  7. Ninchen

    Ninchen Neues Mitglied

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    Hey O-Ren,

    hier in Hamburg gibt es im UKE eine extra Rheumasprechstunde in der Kieferorthopädie. Dort wurden bei mir die Kiefergelenke geröngt und dann habe ich auch so eine Beißschiene für nachts bekommen. Hat ganz gut geholfen. Frag doch mal Deinen Rheumatologen, ob er bei Euch so etwas kennt. Ansonsten würde ich glaube ich eher zu einem normalen Kieferorthopäden statt zu einem Zahnarzt gehen, da der KO mehr Ahnung von Gelenken hat.

    LG Ninchen
     
  8. O-Ren

    O-Ren Neues Mitglied

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    Für den Kieferorthopäde benötige ich bestimmt eine Überweisung, wahrscheinlich muß ich zuerst zum Zahnarzt gehen. Hoffentlich werde ich da gut beraten.
     
  9. Marimo

    Marimo in memoriam † 28.8.2008

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    Hallo O-Ren,
    ich kenne diese Probleme auch. Wenn ich einen Schub habe, dann knirschen, knacken und schmerzen meine Kiefergelenke extrem. Zur Zeit habe ich Ruhe damit, weil mein Körper eine andere große Baustelle hat, um die er sich kümmern muß. Aber Ansprechpartner dabei ist meines Erachtens der Kieferorthopäde, das weiß ich auch von einer Userin aus einem anderen Forum. Sie ist mittlerweile an den Kiefergelenken operiert worden, da schon massive Veränderungen aufgetreten sind. Also, warte nicht zu lange, denn es müssen ja nicht erst Veränderungen am Kiefergelenk sein.

    Alles Gute wünsche ich Dir und schicke Dir ganz

    .
     
  10. Ninchen

    Ninchen Neues Mitglied

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    Ich glaube man braucht keine Überweisung zum Kieferorthopäden, ich brauchte jedenfalls keine. Man muss nur die Praxisgebühr bezahlen.

    LG
     
  11. O-Ren

    O-Ren Neues Mitglied

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    Toll was man hier an Anregungen und Hilfestellungen bekommt. Ich werde sobald wie möglich einfach mal beim Kieferorthopäden anrufen, dann werde ich ja sehen, was die mir sagen. Daß mein Kiefer nicht mehr so richtig alles mitmachen will hat mir fast mehr Angst gemacht als die anderen Gelenkbeschwerden, muß ich sagen...
     
  12. airain01

    airain01 ELVIS-Fan

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    Hallo O-ren,
    bei meiner Tochter wurde vor kurzem ein MRT von den Kiefergelenken gemacht, da sie aufgrund eines neuen Schubes Ihren Mund nur noch 2 cm öffnen konnte. Sonografie wurde auch gemacht, da hat man schon Veränderungen des Knochens gesehen.

    LG airain :a_smil08:
     
  13. Ninchen

    Ninchen Neues Mitglied

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    Ich möchte Dir mal Mut machen, ich hatte auch ziemlich starke Beschwerden in den Kiefergelenken, konnte festere Sachen, auch zum Beispiel Brot etc. nur mit Schmerzen essen. Jetzt habe ich eine Beißschiene und bin auch medikamentös gut eingestellt und kann sogar wieder in einen Apfel beißen - war vorher fast unmöglich...

    Also, ich drück die Daumen :top:
     
  14. Sprotte79

    Sprotte79 Sprotte79

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    Kiefergelenk betroffen

    Hallo O-Ren!

    Ich habe rheumatoide Arthritis und bei mir sind auch häufiger die Kiefergelenke betroffen. Vielleicht hilft dir mein Erfahrungsbericht ja weiter.

    Ich war bei einer sehr kompetenten Kieferchirurgin, die anhand der Röntgenbilder die Kiefergelenksentzündung erkennen konnte. Ich habe eine Aufbiss-Schiene angepasst bekommen, leider hat die nicht so gut geholfen. Richtig klasse ist es dann aber wieder geworden durch manuelle Lymphdrainage. Das hat mir die Kieferchirurgin verordnet.

    Zum Thema "Myofunktionelle Störung": das hat nichts mit "Rheuma" zu tun, ist eine Muskelschwäche, haben auch viele Erwachsene. Es hilft nur eine kompetente Diagnostik und Therapie beim Logopäden. Da ich selbst Logopädin bin, spreche ich da aus Berufserfahrung (auch wenn ich momentan mit anderem Patientenklientel arbeite).

    Ich drücke dir die Daumen, dass deine Kiefergelenke sich bald erholen.
    LG, Britta
     
  15. Mücke

    Mücke Guest

    hi sprotte/britta

    grins, mir wurde dies im vom uke aus gesagt, ...ich weiß, dass viele leute ne myofunktionelle störung haben, aber dies sollte sich eben laut dieser ärztin , eben bei rheuma besoinders auswirken.

    davon abgesehen, halten schlechte muskeln die gelenke ja auch schlechter, was u.a. ja ein kriterium für überbewegliche gelenke sein kann

    genauso wenig war ich mit dieser tollen klammer nach castillo mor. einverstanden zumindest nicht 24 tsd am tag...da es dann den reiz verliert...aber ich bin ja keine ärztin ^^-- nur ne logopädin

    lg von britta an brita
     
  16. O-Ren

    O-Ren Neues Mitglied

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    Ist Kaugummi kauen eigentlich gut oder schlecht für den Kiefer? Die Muskeln werden ja schon dabei trainiert, oder?
     
  17. KatzeS

    KatzeS Neues Mitglied

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    Hi,

    das mit dem Kaugummi hab ich mich auch schon gefragt. Ich habe auch Probleme mit dem Kiefer. Habe schon seit etwa 3 (?) Jahren eine Beißschiene, aber den Durchbruch hat das nicht gebracht. Ohne wäre es aber wahrscheinlich schlimmer. Ich merke, dass ich nachts die Kiefer teilweise ganz fest aufeinander presse. Ich habe schon alles mögliche probiert. Die Zahnärztin hatte auch keinen guten Tipp. Meine Heilpraktikerin will aber demnächst mal den Kiefer behandeln. Bisher hat sie sich eher um den Rücken gekümmert, der mir am meisten Probleme macht.
     
  18. Mücke

    Mücke Guest

    hallo katze s,

    hm, warum musst du denn die zähne zusammenbeißen??

    dass du es merkst ist ja schon mal was wert..aber da steckt ja eine ursache dahinter...
    die, wie ich denke, mal nicht im rheuma begründet ist :)

    schaumal unter rheuma und ursachen..vielleicht kommt dir da eine idee

    lg Mücke
     
  19. O-Ren

    O-Ren Neues Mitglied

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    Ich habe irgendwann gemerkt, dass ich nachts auch die Zähne zusammenbeiße und mir auch ganz verkrampft die Hände halte. Das hat aber bei mir schon mit den Rheuma zu tun weil ich einfach Angst hatte vor den Schmerzen die einen nachts schon mal den Schlaf rauben. In Erwartung derselben habe ich einfach die Zähne zusammengebissen wie ich es bei Schmerzen allgemein mache und wie es viele Menschen sicher auch machen. Nachdem ich das gemerkt habe, habe ich aber versucht mich zu entspannen und auch schon mal Psychopharmaka genommen. Das hat mir geholfen, nicht mehr ganz so verkrampft ins Bett zu gehen und mittlerweile kann ich auch wieder etwas unverkrampfter ins Bett gehen. Tja, aber die Schwierigkeiten mit den Kiefergelenken habe ich mittlerweile trotzdem. :(
     
  20. Mücke

    Mücke Guest

    da kannst du meditechnisch aber nix gegen machen,
    aber du kannst entspannungstechnicken erlernen, die es evtl verbessern und dir die angst nehmen...

    und viell ein paar std psychotherapie um den kreislauf angst, vor schmerzen nicht einschlafen zu können..zähne zusammenpressen, bzw allg den körper verkrampfen, stärkere schmerzen..versuchen zu durchbrechen

    das meinte ich mit "nicht rheuma" bedingt...es ist eine folge, aber das haben andere schmerzerkrankungen etc auch, dass man da zähne vor angst zusammenbeisst..und da ansetzt

    probieren geht über studieren