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Rheuma und Joga

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von rosenrot, 20. Januar 2009.

  1. rosenrot

    rosenrot Neues Mitglied

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    Hi ihr, ich war lang nicht mehr hier, jetzt tuts wieder wehund ich brauche euren Rat.

    Ich habe einen neuen Job,der mir sehr viel Spaß,aber auch körperlich sehr anstrengend ist. Mir tut oft alles weh. ich weiß garnicht wie ich damit umgehen soll.
    Gleichzeitig bin ich in letzter Zeit sehr unbeweglich geworden,nicht zu letzt auf Grund gewaltiger Gewichtszunahme.(25kg)
    da ich mich unbedingt wieder mehr bewegen will, dachte ich an Joga. Schöne langsame Bewegungen ohne Leistungsdruck. Gestern Abend war meine 1. Stunde. Ich konnte z.T. die einfachsten Übungen nicht,bekam Krämpfe in der Rückenmuskulatur und spürte jedes Gelenk im Körper, oft sehr schmerzhaft.
    jetzt frag ich mich ob ich einfach nur tapfer weiter trainieren mus,oder ob das grundsätzlich schlecht für mich ist.
    Wer hat Erfahrungen mit Joga? Welche andere Art Sport zu treiben würdet ihr mir stattdessen empfehlen?
    Oder einfach Schmerzmittel nehmen?ich nehme b.B.Arcoxia 90.Der Bedarf wird leider fast zur Regel.

    LG

    Rosenrot
     
  2. Gabi Kemnitz

    Gabi Kemnitz Neues Mitglied

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    Hallo liebe Rosenrot

    welche Art von Yoga möchtest Du denn erlernen. Es gibt ja ganz verschiedene Arten und vielleicht ist die Art an die Du jetzt herangegangen bist nicht die richtige für Dich. Ich habe mit Qui Gong angefangen. Bei uns wird dieser Kurs von einem ausgebildeten erfahrenen Lehrer in der Rheuma-Liga angeboten. Jede Woche eine Stunde. Es ist eine ruhige Form von Qui Gong und trotzdem kann ich nicht alle Übungen mitmachen, weil ich durch die CRMO und die PSA z. B. die Arme nur noch sehr schwer über den Kopf strecken kann. Nach einigen Wochen geht es aber leichter und besser.
    Hast Du mit Deinem Rheumatologen, Orthopäden und/oder Physio darüber gesprochen was für Dich das richtige ist bzw. sein könnte.

    Liebe Grüße
    Gabi (bibi ro-lerin seit 06/2003)
     
  3. Lupus-Frau

    Lupus-Frau Neues Mitglied

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    Hallo Rosenrot,

    ich mache seit Oktober 2007 einmal in der Woche Yoga, Dauer 90 Minuten. Die Übungen werden von mir nur soweit ausgeführt, wie ich sie kann. Fast alle in der Gruppe haben gesundheitliche Einschränkungen, und darauf wird Rücksicht genommen. Im Extremfall wird dann für denjenigen die Übung abgewandelt oder er macht eine andere Übung.
    Einen Fersensitz nehme ich nie ein, ich knie mich dann aufrecht hin, eine gefaltete Decke unter den Knien.

    Na, Muskelkrämpfe solltest Du aber nicht dabei haben. Dass Gelenke schmerzen, das kenne ich auch, vor allem beim Hinknien meine Knie und im Vierfüßlerstand die Handgelenke. Das nehme ich aber in Kauf.

    Ich bin nie schmerzfrei, aber das Yoga tut mir sehr gut. Rein vom körperlichen her gesehen mobilisiert es die Gelenke, verbessert die Beweglichkeit, regt den Kreislauf an und schult den Gleichgewichtssinn.

    Die Yogaform, die ich mache, nennt sich "Viniyoga". Googel doch einfach mal danach. Hier ein Auszug, der das Vivyoga erklärt:
    Viniyoga bedeutet, dass die Praxis des Yoga an die jeweilige Person angepasst wird. Im Mittelpunkt steht somit die Individualität des Einzelnen. Die Yogaübungen werden soweit verändert, bis eine dem Übenden entsprechende Form gefunden ist. Viniyoga im Einzelunterricht kann von entsprechend ausgebildeten Yogalehrern gezielt therapeutisch eingesetzt werden. Ein weiteres wesentliches Element des Yogaunterrichtes in dieser Form wird als "vinyasa krama" bezeichnet. Das heisst, dass eine schrittweise Anordnung von Teilübungen aufeinander aufbauen und ein bestimmtes Ziel verfolgen. Das Ziel könnte z.B. das Erreichen einer bestimmten Übung sein, dessen Ausführung in einem einzigen Schritt oft entmutigend und auch riskant sein kann.

    Ich an Deiner Stelle würde mich nicht entmutigen lassen; Yoga ist eine feine Sache. :)
    Vielleicht brauchst Du nur eine andere Yoga-Form.


    Lieben Gruß

    Lupus-Frau
     
  4. Ika

    Ika im Krieg

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    hallo rosenrot,

    ich habe einige jahre iyengar-yoga gemacht. leider wird der kurs nicht mehr angeboten und ich vermisse es sehr! bei dieser art yoga werden auch hilfsmittel benutzt z.b. zur abstützung oder abposterung. das ist sehr hilfreich, wenn man beweglich eingeschränkt ist. grundsätzlich solltest du alle übungen nur soweit machen, wie du ohne schmerzen kannst. bevor du aufgibst bedenke bitte, dass das sehr ungewohnte bewegungen sind, also gib dir zeit. ich kann mich dran erinnern, dass ich schon eine ganze weile dabei war und immer noch überrascht wurde, wo der mensch so alles muskeln hat. :D

    gabi kann ich nur zustimmen, Qui Gong ist auch eine prima sache. probier einfach aus, was dir gut tut.

    eine andere frage: verträgst du das arcoxia gut?

    viele grüße
    ika
     
  5. rosenrot

    rosenrot Neues Mitglied

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    Danke für eure Antworten. Keine Ahnung was für ein Joga das sein soll. Der Lehrer hat auch gesagt, jeder soll das machen was er kann und sich Variationen suchen. Auch Hilfsmittel sind erlaubt.Aber als ich bei einer Übung gar nicht mitmachen konnte hat er schon versucht mich zu schupsen. In dieser Situation hatte ich Angst zu stören und zuviel Aufmerksamkeit zuerregen. Ich werde auf jeden Fall noch ein zweites Mal hingehen.

    @ ika
    von dem Arcoxia ist mein Blutdruck wieder hoch gegangen. Meine Internisten hat mir ein weiteres Blutdruckmedikament verschrieben. Jetzt nehme ich es nur noch b.B. . Ein bisschen schade finde ich, dass ich ca.2 Std.warten mussbis es wirkt aber dann geht es mir besser. Meist hat es auch noch einen stimmungsaufhellenden Affekt.ich weißnicht ob esvom medikament kommt oder von der Schmerzreduzierung.

    LG

    Rosenrot