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Rheuma und Grippeschutzimpfung???

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Sylvi, 1. Oktober 2003.

  1. Sylvi

    Sylvi Deichkind

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    Hallo Ihr Lieben,

    Ich habe da mal eine Frage.
    Bei uns im Betrieb wird eine Grippeschutzimpfung angeboten.
    Nun weiß ich nicht, wie das mit dem Rheuma ist, da Rheuma ja mit dem Imunsystem zusammenhängt (bin HLAB 27 positiv, genaue Diagnose habe ich noch nicht, vermutlich eine Spondarthritis mit Gelenkbefall) Ich habe Angst, ich könnt durch die Reizung des Imunsystems in einen neuen Schub geraten. Habe doch gerade alles hinter mir (3 x Krankenhaus diesen Sommer, neue Basis usw) und bin froh, das im Moment die Blutwerte super sind.

    Was meint Ihr dazu???
    :confused: :confused:

    Lieben Gruß

    Sylvi
     
  2. Emu

    Emu Neues Mitglied

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    Hallo,
    ich bin letzte Woche geimpft worden, allerdings hatte das mein Doc auch von der Entzündungsaktivität abhängig gemacht.
    Habe RA, aber es geht mir im Moment eigendlich recht gut.
    Viele Grüße
    Emu
     
    #2 1. Oktober 2003
    Zuletzt bearbeitet: 1. Oktober 2003
  3. kukana

    kukana Moderatorin

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    ich habe mich auch die letzten jahre mit rheuma immer gegen grippe impfen lassen und warte jetzt nur bis meine ärztin aus dem urlaub zurück ist.

    probleme hatte ich dadurch keine , habe auch RA.

    gruss kuki
     
  4. Monsti

    Monsti das Monster

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    Hi Sylvi,

    ich selbst habe mich zwar noch nie gegen Grippe impfen lassen, aber einige Bekannte von mir (2 mit cP, 1 mit MB) lassen sich jeden Herbst impfen. Soweit ich weiß, gab es da noch nie Probleme.

    Vorsichtig sollte man bei Lebendschutzimpfungen sein. Aber meines Wissens gehört die Grippeschutzimpfung nicht dazu. Aber genau weiß ich das auch nicht. Hab Dir mal was aus "Rheuma von A-Z" rauskopiert:

    "Jedes Jahr im Herbst stellt sich für Patienten mit rheumatischen Erkrankungen die Frage nach einer Grippeschutzimpfung. Aus Expertensicht dazu einige Regeln.

    1. Grundsätzlich empfehlenswert ist eine Grippeschutzimpfung für alle Personen, für die eine Grippeerkrankung ein höheres Risiko darstellt. Dies betrifft zum einen Personen mit einem erhöhten Ansteckungsrisiko, z.B. auf Grund der beruflichen Tätigkeit oder einer anderen Situation, zum anderen Personen mit einem erhöhten Erkrankungsrisiko, z.B. Patienten mit geschwächter Abwehrlage, schweren Allgemeinerkrankungen oder auch ältere Patienten.

    2. Bei Rheumapatienten aus diesen beiden Gruppen ist eine Grippeschutzimpfung unproblematisch und empfehlenswert, wenn keine entzündlich-rheumatische Erkrankung vorliegt. So können sich alle Patienten mit verschleißbedingten rheumatischen Erkrankungen wie ---> Arthrose, ---> Spondylarthrose oder auch ---> Osteoporose ohne erhöhtes Risiko impfen lassen.

    3. Bei Patienten mit entzündlich-rheumatischen oder immunologisch geprägten rheumatischen Erkrankungen (z.B. ---> chronische Polyarthritis, ---> M. Bechterew und andere ---> seronegative Spondarthritiden, ---> systemischer Lupus erythematodes, ---> Kollagenosen, ---> Vaskulitiden etc.) ist eine Grippeschutzimpfung aus verschiedenen Gründen problematisch.

    Der wichtigste Aspekt ist eine mögliche Schubauslösung oder Verstärkung der Entzündungsaktivität durch die Impfung (siehe auch ---> Impfungen). Wir haben dies in den vergangenen Jahren von mehreren Patienten berichtet bekommen und raten deshalb zunehmend von einer Grippeschutzimpfung ab. Dies heißt nicht, daß im Einzelfall auch bei Patienten mit den genannten Erkrankungen eine Grippeschutzimpfung sinnvoll ist. Man sollte die Risiken aber ganz besonders sorgfältig abwägen.

    Möglicherweise wird durch die Grippeimpfung auch die laufende antirheumatische Therapie beeinflußt. Beispielsweise haben wir eine Patientin gesehen, bei der es eine Woche nach einer Grippeimpfung erstmalig zu einer allergischen Reaktion auf die ---> Goldtherapie gekommen ist. Bislang konnte diese Behandlung ohne Probleme und mit guter Wirkung durchgeführt werden. Ob tatsächlich ein ursächlicher Zusammenhang zwischen der jetzt aufgetretenen Komplikation und der Grippeimpfung besteht, ist letztendlich nicht zu beweisen. Der enge zeitliche Abstand und der bisherige Behandlungsablauf läßt aber an die Impfung als Auslöser denken.


    Von untergeordneter Bedeutung ist, daß sich bei Patienten mit Medikamenten, die das Immunsystem stark unterdrücken (---> Immunsuppressiva), oft der gewünschte Effekt der Impfung gar nicht einstellt, weil das Immunsystem unter diesen Medikamenten die nötigen Grippevirus-Antikörper gar nicht produziert."


    Liebe Grüße aus Tirol von
    Monsti
     
  5. Ulla

    Ulla "hessische Hexe"

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    Hallo Zusammen,
    gut das dieses Thema angesprochen wird.

    Ich bin schon jetzt neugierig auf die Infos die Zusammen getragen werden.

    Vor ein paar Jahren habe ich mich erstmalig gegen Grippe impfen lassen, damals hatte ich noch keine cP.
    Wegen meinem Asthma wurde mir dringend dazu geraten, zwar hatte ich keine Grippe, rutschte aber von einem Infekt zum anderen.
    Da ich zudiesem Zeitpunkt noch heftigte Probleme mit den Nasennebenhölen hatte, war es für mich eine einzige Katastrophe.

    Ähnliche Erfahrungen wurden mir von Anderen auch berichtet.

    Im letzten Jahr habe ich meine Tochter zum ersten mal impfen lassen, sie nimmt u.a. auch MTX und Kortison ein,.
    Es gabe keine Probleme, jetzt wurde sie vor ca. 2 Wochen wieder geimpft und ist seitdem dauernd krank, mit zum Teil sehr hohen Fieber.


    Eigentlich wollte ich mich in diesem Jahr wieder impfen lassen, meine Hausärztin wollte nur noch das o.k. vom Rheumatologen haben, bin aber jetzt wieder ein wenig unsicher.
    Auch wenn ich die Grippe nicht bekommen würde, habe ich keine Lust auf ständige Infekte.

    Dann kam noch die Info von meiner Hausärztin, das man immunsupprimierte Pat. später impft, bzw. zwei mal über die Grippesaison, da sonst der Impfschutz nicht ausreicht.

    Wie sind Eure Erfahrungen??


    Liebe Grüße

    Ulla
     
  6. Rollo

    Rollo Meistens Optimist

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    Hallo Sylvie, hallo Monsti!

    Ich habe auch ´mal ´was aus r-o ´rauskopiert. Zu finden unter "Fragen und Antworten". Ich wollte mich eigentlich in den nächsten Tagen impfen lassen - eben wegen der folgenden Aussagen. Aber ich weiß jetzt garnicht mehr, woran ich bin.

    "Ich leide seit 1981 an einer chronischen Polyarthritis. Seit mindestens 10 Jahren sind meine Leukozyten sehr niedrig. Ein Felty-Syndrom wurde nie ganz eindeutig diagnostiziert. Meine Feststellung: Wenn ich zu viele Schmerzen habe, sind meine Blutwerte relativ gut (3500 Leukozyten). So bald es mir besser geht, sinken die Werte von Leukozyten: z.Z. 2200 und weniger. Wurde auch schon mit nur 500 in der Uni-Klinik Zürich hospitalisiert (1992). Ausserdem habe immer sehr trockenen Mund und Augen.

    Bin regelmässig jede 3 Monate zur Blutkontrolle beim meinem Hausarzt. Den Rheumatologen habe ich nur konfrontiert bei einem Rheuma-Schub. Mit ARAVA bin ich behandelt seit etwa 4 Jahren. Vorher alles Mögliche, zuletzt Methotrexat-Spritzen. Letztes Jahr habe ich im Herbst eine Gruppe-Impfung machen lassen.

    Habe nachher lange Probleme gehabt mit meinen Augen. Immer Entzündungen und schlechtes Sehen. Ist eine Grippe-Impfung überhaubt bei Einahme von ARAVA erlaubt? Der Hausarzt sagt ja und meint, schon wegen des geschwächten Immunsystems ist das nötig.

    Antwort:

    Unter der Therapie einer chronischen Polyarthritis mit Arava ist eine Grippeschutzimpfung möglich. In der Regel empfehle ich sie auch meinen Patienten. In Fällen, in denen eine erhöhte Infektgefahr besteht, z.B. auch, wenn eine Leukopenie vorliegt, ist eine Grippe-Schutzimpfung sogar noch dringlicher zu empfehlen."

    Viele Grüße vom verwirrten Rollo, der auch Arava nimmt.
     
  7. Gisi

    Gisi grün-weiß

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    Hi Sylvi,

    habe mich letzte Woche auch gegen Grippe impfen lassen und mit einigen Tagen Fieber darauf reagiert. Keine Ahnung, ob es wirklich mit der Impfung zusammenhängt, aber nächstes Jahr werde ich mich nicht noch mal impfen lassen, auch wenn Hausarzt und Rheumatologe es befürworten...
     
  8. Sylvi

    Sylvi Deichkind

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    Hallo nochmal,

    Also erstmal vielen Dank für Eure Antworten und für Eure Mühe

    Ich glaube, ich lass das erstmal mit der Impfung und Frage meinen Rheumadoc bei meinem nächsten Termin ende Oktober.

    Die Reaktionen sind ja sehr unterschiedlich. Und in dem Text, den Monsti gefunden hat, steht ja dass Spondarthritis-Patienten das wohl eher nicht machen sollten. Da noch nicht genau raus ist, was ich nun habe, soll das doch besser mein Doc entscheiden.

    Nochmals danke und liebe Grüße

    Sylvi

    :rolleyes:
     
  9. gisela

    gisela kleine Käsemaus

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    Hallo Sylvi,
    ich möchte mich jetzt auch noch dazu melden. Ich mache eigentlich schon seit ein paar Jahren, auf Empfehlung meines Rheumadocs, bei der Grippeschutzimpfung mit. Hatte dadurch eingentlich noch nie Probleme. Allerdings ist es halt immer so eine Sache, weis man mit Sicherheit ob man nicht doch schon eine Erkältung in sich hat.... Ach ja, ich habe Psoriasisathritis und nehme MTX.

    Ich habe auch noch ein paar Informationen wegen den Impfungen gefunden:

    http://rheumanet.org/CONTENT/m3/k1/k11/Artikel776.aspxx

    Liebe Grüße
    gisela
     
  10. Mecki

    Mecki Neues Mitglied

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    Grippeschutzimpfung

    Hallo Sylvi,

    ich habe cP, nehme MTX und Cortison und habe mich schon 3 x gegen die Grippe impfen lassen (erst vorige Woche wieder). Bei mir sind noch nie Probleme aufgetreten. Allerdings gehöre ich zu den Menschen, die trotz der Krankheit kaum Probleme haben. Vielleicht liegt das aber auch an meiner positiven Lebenseinstellung, daß bei mir fast nie Probleme auftreten.

    Grüße von Mecki
     
  11. Mareen

    Mareen Guest

    Hallo Sylvie,
    also - die Grippeschutzimpfung erfolgt immer mit Lebendimpfstoff. einen anderen gibt es noch nicht. Ich habe mich in den letzten 3 Jahren immer Schutzimpfen lassen. Ich war selten erkältet, das war toll. allerdings bin ich seit dieser Zeit im Dauerschub. Es ist noch nicht raus, ob die Impfungen schuld daran sind. Dieses Jahr nehme ich mal die Rotzerei in Kauf und verzichte auf die Impfung. Hoffentlich geht es etwas aufwärts.
    Dir wünsche ich alles Gute,
     
  12. kukana

    kukana Moderatorin

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    impfstoff

    ich glaube da gibt es eine kleien diskrepanz, ich muss mareen da mal widersprechen.

    zitat dazu aus einem anderen forum: . Alle in Deutschland zugelassenen Grippe-Impfstoffe sind Tot-Impfstoffe. zitat ende

    zitat aus anderem beitrag: Im Grunde ist eine Impfung eine Art vorgezogene Erkrankung, allerdings mit einem kalkulierten leichten Verlauf. Impfstoffe enthalten entweder harmlose "Verwandte" bekannter Krankheitserreger (Lebendimpfstoff) oder (abgetötete) Teile, die keine Infektion mehr erzeugen können (Totimpfstoffe) zitat ende

    zitat aus focus.msn: Die wirksamste Vorbeugung gegen Influenza ist die Grippeschutzimpfung („Grippespritze“). In der Bundesrepublik sind Impfstoffe aus inaktivierten Influenzaviren (Totimpfstoffe) zugelassen. Wegen des stetigen Wandels der Influenzaviren werden die Impfstoffe auf Grund der jeweils aktuellen Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) jährlich neu entwickelt. Die WHO unterhält ein weltweites Überwachungssystem, das die Influenza-Aktivität beobachtet und die Virustypen feststellt. In Deutschland gehören zum Überwachungssystem die Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) und die Nationalen Referenzzentren für Influenza (NRZ). zitat ende

    was nun ?

    gruss kuki
     
  13. gisela

    gisela kleine Käsemaus

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    @Mareen
    schaue bitte mal auf den Link (Informationen über Impfungen bei Immunsupressiva), den ich weiter oben angegeben habe. Lt. dem Robert Koch Instituts wird Grippe immer mit Totimpfstoffen geimpf.

    Viele Grüße
    gisela
     
  14. Mareen

    Mareen Guest

    Hallo Gisela u. Kukana,
    ich habe mit Hausärzten (Praxisgemeinschaft) und Rheumatologin jedes Jahr wieder die Fragestellung Impfen oder nicht. Alle Drei erklären mir jedes Jahr aufs Neue, dass die Grippeschutzimpfung mit Lebendimpfstoff vonstatten geht. Das aber an Todimpfstoffen gearbeitet wird.
    Liebe Grüße,
     
  15. gisela

    gisela kleine Käsemaus

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    Hallo Mareen,
    ich weis nicht was ich Deinen Ärzten raten soll ( bessere Informationen - vielleicht mal ein Anruf beim Robert-Koch-Institut - , mal ne gründliche Schulung... grins). Sebst im Netdoctor wird erklärt , das Grippe Todimpfstoff ist.

    Allerdings Mareen, das ist klar, mit Lebendimpfstoff würde ich mich auch nicht impfen lassen.

    Liebe Grüße und noch einen schönen Sonntag
    gisela
     
  16. Mareen

    Mareen Guest

    Ihr habt ja recht!!!!!!:(
    ich komme gerade von der allwöchentlichen Spritze und habe meinen Hausarzt nochmal gelöchert. Er hat sich einen Beipack geholt und nachgesehen. Und mit Erstaunen festgestellt, dass Ihr recht habt. Sorry, ich wollte niemanden verunsichern.
    Trotzdem gehts dieses Jahr ohne Impfung.
    Alles Gute,
     
  17. gisela

    gisela kleine Käsemaus

    Registriert seit:
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    Hallo Mareen,
    ich wollte Dir nur nochmal sagen, das ich Dich ganz gut verstehen kann. Nach Deinen Schwierigkeiten letztes Jahr und den damit verbundenen CP-Problemen, würde ich wahrscheinlich auch die Finger von der Grippeschutzimpfung lassen. Ob es jetzt Tod- oder Lebendwirkstoff ist.

    Ich könnte mich nur manchmal über solche Ärzte aufregen, die nicht wissen was sie tun...

    Liebe Grüße
    gisela