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Rheuma und Erwerbsfaehigkeit nach HArtz4

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Archon, 4. August 2006.

  1. Archon

    Archon Neues Mitglied

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    4. August 2006
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    Hallo,

    ich bin neu und ich habe eine dringende Frage zu Hartz 4.
    ich bin m, (fast) 28, student und ich habe Mischkollagenose, was auch immer das genau sein mag.
    Ich weiss nur, dass ich mich hundelend fühle, schlecht schlafen kann und permanent übermüdet bin. Daher hab ich mich von der Uni beurlauben lassen, weil ich mich kaum konzentrieren kann.
    Lernen klappt also nicht, Stress ist für mich wie Gift und arbeiten fällt in dem Zustand doppelt schwer. Aber Geld brauch ich trotzdem, aber als Student bin ich ja kategorisch aus Hartz4 ausgeschlossen.
    Exmatrikulation aus der Uni und ALG2 stellt für mich keine Alternative dar,
    bleibt da noch die Härtefallregelung, weiss jemand wie nach Erwerbsfaehigkeit begutachtet wird, angeblich sollen ärztliche Ateste keinen Einfluss haben. Wie hoch sind die Chancen fuer mich, mal abgesehen dass ich Student bin? Ich kann normal gehen und mich bewegen, aber gut geht es mir wirklich nicht.

    MfG Archon
     
  2. Jürgen

    Jürgen Mitglied

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    Hallo Archon,

    ich denke, dass es wichtiger ist eine vernünftige Therapie zu finden. Warst Du schon mal in einer Rheumaklinik? Um eine Erwerbsunfähigkeitsrente zu beantragen mußt Du eine gewisse Zeit (ich glaube 60 Monate) pflichtversichert gewesen sein, andernfalls bekommst Du Sozialhilfe (bzw. Hartz4).

    Wünsche Dir alles Gute
    Jürgen
     
  3. Rosarot

    Rosarot trägt keine Brille ... ;)

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    Ich schließe mich Jürgen an - wie wirst du denn derzeit medizinisch behandelt?

    Hier findest du Infos über Kollagenosen:
    http://www.rheuma-online.de/a-z/k/kollagenosen.html

    Ich zitiere mal einen Ausschnitt:
    Der Amerikaner Sharp beschrieb das nach ihm benannte Sharp-Syndrom, für das im Deutschen in der Regel die Bezeichnung Mischkollagenose verwendet wird.

    Hier findest du Infos zum Sharp-Syndrom:
    http://www.rheuma-online.de/a-z/s/sharp-syndrom.html

    Ich zitiere einen Ausschnitt:
    Die Therapie richtet sich ganz nach der Situation im Einzelfall, insbesondere nach der Art der Symptome und der Schwere des Krankheitsbildes. Vorzugsweise kommen zur Behandlung Medikamente zum Einsatz. In akuten Schüben, bei lebensbedrohlichen Situationen oder schweren Organbeteiligungen ist Cortison sofort und überzeugend wirksam. Für die Dauertherapie und zur Cortisoneinsparung werden immunmodulierende und immunsuppressive Medikamente (Immunsuppressiva) wie Resochin, Imurek, Methotrexat, Immunosporin o.ä. verwendet. Je nach Krankheitsmanifestationen sind zusätzliche therapeutische Maßnahmen wie Krankengymnastik, Ergotherapie, physikalische Therapie, aber auch psychologische Schmerzbewältigung und psychologische Stützung und Begleitung notwendig.

    Archon - es gibt Hilfe! Kein Grund also, dich als mal vom aktivem Leben zu verabschieden.
    Hier gibt es genügend Menschen, die dir gerne weiterhelfen und deine Fragen versuchen zu beantworten.

    Schööönen Tag!
    Rosarot
     
  4. Mni

    Mni Aktives Mitglied

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    hi archon,


    diese verd. phase der unfähigkeit wegen erschöpfung kenne ich nur zur genüge- sie hat bei mir sechs jahre gedauert- ich dachte, ich sei reif fürs altersheim- nix mehr geregelt bekommen und schmerzen ohne ende...

    mittlerweile scheint festzustehen, dass ich auch irgendeine kollagenose habe- jedenfalls kriege ich resochin seit einigen monaten und bin wie neugeboren- es ist für mich ein totales wunder, dass ich beinahe wieder normal ticke---naja, an vieles hat man sich im laufe der jahre gewöhnt.....

    wenn du ordentlich behandelt wirst, wirds dir auch wieder besser gehen, nur mut und nicht unterkriegen lassen!!

    gruß von mni
     
  5. KatzeS

    KatzeS Neues Mitglied

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    Hallo,

    ich habe deinen Beitrag nur eben überflogen, bin leider etwas in Eile.
    Natürlich ist eine vernünftige Behandlung sehr wichtig.
    Wohnst du denn noch bei deinen Eltern oder hast du eine eigene Wohnung?
    Hast du mal Bafög bekommen? Wenn ja, kannst du doch vielleicht mit einem Attest erreichen, dass du noch weiter welches bekommst? Mit 28 bist du ja bestimmt schon längst über die Regelstudienzeit hinaus? Hattest du denn einen Nebenjob oder wie hast du dein Studium bisher finanziert?
    Wenn du mehr erzählst über deine Situation, dann können wir dir auch besser helfen.
    Ich habe eine Bekannte, die wegen Schwangerschaften etc. ihr Studium verlängern musste und Sozialhilfe bekommt, obwohl sie noch weiter an der Uni eingeschrieben ist. Sie erwähnte etwas von einer Härtefallregelung. Genaues weiss ich nicht. Hast du dich schon mal beim Arbeitsamt erkundigt?

    Lg, KatzeS