1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Rheuma und Depression

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Eisbär, 24. Januar 2006.

  1. Eisbär

    Eisbär Neues Mitglied

    Registriert seit:
    18. Januar 2006
    Beiträge:
    111
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Mannheim
    Hallo Leutchen

    Gehts euch auch so das zum Rheuma noch eine Depression mitläuft ??
    So einhergehend mit Müde ,könnte mal heulen, schlapp usw...
    Oder hat das eine nichts mit dem anderen zu tun :(

    Wenn ja gehts dan wenn die Basismedis anschlagen auch in diesem bereich besser ??

    Ich freue mich schon auf eure Antworten !!

    Ansonste euch allen eine gute Zeit
     
  2. Saelwu

    Saelwu Guest

    Depressionen?

    Hallo Eisbär,
    schön, dass Du dieses Thema aufgeworfen hast. Ich habe CP, seit mehr als einem Jahr Schmerzen und Probleme, seit 2 Monaten Diagnose und Basismedikament Pleon (Sulfasalazin), dass aber irgendwie noch keine Wirkung zeigt. [​IMG]
    Zu den Depressionen: Also am Anfang meiner Probleme habe ich ein paar Mal bei meiner Ärztin gesessen und geheult, weil ich nicht mehr weiter wusste und sie mir auch nicht wirklich half. Daraufhin hat sie mich als depressiv eingestuft und da kam ich bei ihr auch nicht mehr raus. Nachdem ich zu ihrem Kollegen gewechselt bin, lief alles besser. Seitdem habe ich aber ein gespaltenes Verhältnis zu meinen "Depressionen". Wenn es mir so richtig schlecht geht, nehme ich lieber erst etwas mehr Cortison und gehe dann zum Arzt, was wahrscheinlich auch nicht besonders schlau ist....
    Also immer wenn mich so richtig ein Schub erwischt, scheint da auch ein Schub von ich-weiß-nicht-was-vielleicht-Hormonen-oder-so mitzukommen und ich liege dann im Bett und heule und fühle mich von allem vollkommen überfordert. Richtige Depressionen sind doch eher so, dass man einfach nichts mehr will, oder? Bei mir ist es aber eher so, dass ich nicht kann und mich dann darüber auch noch richtig aufrege. Im Kopf möchte ich alles, aber der Körper kann nicht. Also meiner Meinung nach bringt die Erkrankung diesen Zustand mit heftiger Erschöpfung mit sich. Man bekommt keinen Rheuma-Schub weil man Depressionen hat, sondern fühlt sich besch.. und depressiv weil man einen Schub hat!
    Aber wie gesagt, ich bin gespannt auf die anderen Antworten, besonders die von "älteren Hasen".
    Liebe Grüße und gute Stimmung wünscht Elke (Saelwu)
     
  3. Sabinerin

    Sabinerin Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    3.235
    Zustimmungen:
    28
    Ort:
    Ruhrgebiet
    @Eisbär

    Hallo Eisbär,

    in einem Deiner anderen Beiträge hattest Du geschrieben, daß Du seit längerem unter Ängsten und Depressionen leidest.
    Das tut mir sehr leid.

    Nicht jede chronische Schmerzerkrankung gipfelt in Depressionen, aber aufgrund der chronischen Schmerzen kann es zu depressiven Verstimmungen oder Depressionen kommen.

    Wenn Du schon an Depressionen erkrankt bist, wirst Du sicher entsprechend behandelt.

    Eine zusätzliche Erkrankung schürt weitere Ängste und Unsicherheiten und kann zu Depressionen führen. Das sollte auf jedem Fall dem Arzt mitgeteilt werden, da so ein Zustand sehr ernst zu nehmen ist.

    Eine Basistherapie soll die Beschwerden lindern, Schmerzen vermindern, Erkrankung verlangsamen und das führt auch häufig zur besseren seelischen Stimmung.

    Trotzdem neigen viele chronisch Kranke zu "Durchhängern", die aber nicht zwangsläufig Depressionen sind!

    Wenn der seelische Zustand dauerhaft schlecht ist, sollte auf jeden Fall ein entsprechender Arzt aufgesucht werden, damit geklärt wird, ob die Depressionen eine Folge oder eine eigenständige Erkrankung sind.

    Was man aber zusätzlich berücksichtigen sollte ist, dass man Schmerzen, Beschwerden schlimmer empfindet, wenn man seelisch beeinträchtigt ist. Hat man zu einem anderen Zeitpunkt, wenn man sich gut fühlt, die gleichen Schmerzen/Beschwerden, so werden diese als weniger schlimm empfunden.

    Ich wünsche Dir gute Besserung
    Sabinerin
     
  4. jutta S.

    jutta S. Guest

    Hei

    also "depressive Verstimmungen" unterscheided man nun von Depressionen, da diese auch körperlicher Natur sind.
    Aber am Ende ist es so es geht einem echt mies.
    Ich kann das nur bestätigen, und im Laufe der Jahre wurde es auch schlimmer mit den depressiven Verstimmungen, mein Arzt sagte mir das hängt auch mit den Medikamenten zusammen.
    Also auf der einen Seite hänge ich total durch wenn es mir bescheiden geht und die Wirkung der Medis verbessern das nicht gerade.
    Ich denke schon dass das irgendwie zusammen gehört , nur kann man versuchen damit klar zu kommen und ohne Zusatzmedikamente aus zu kommen.
     
  5. laface

    laface Mitglied

    Registriert seit:
    28. August 2003
    Beiträge:
    743
    Zustimmungen:
    1
    Ort:
    Deutschland
    hi,

    ich habe auch ab und an depressive phasen, wie mein neurologe es bezeichnet hat

    ich habe für den notfall ein anti depressiva im hause, doch seitdem ich es habe und es in der schublade liegt geht es mir bedeutend besser. es kommt zwar noch vor das es mir ein oder zwei tage schlecht geht von der psyche her, doch dann gehts wieder.
    nicht zu vergleichen wie es mir im juli 2005 erging. es war die hölle für mich. ich wollte mich damals schon selber in eine notfallklinik einliefern... mein neurologe hat mir dann versucht zu erklären das eben viele punkte bei mir zusammenkamen. plötzliche arbeitslosigkeit durch massenentlassungen... daher kein bzw kaum kontakt mehr zu kollegen etc.
    schmerzen besonders durch uveitis und und und. ich fiel in ein tiefes loch und dachte ich komme da nicht mehr heraus... habe glaub ich alle symptome einer depression gehabt. (ich glaub auch das der mb auf den kopf geht aber das ist meine eigene these). wie dem auch sei, ich kam aus dem loch heraus und ich entschied mich zu handeln.
    ich schaute mir 3 tageskliniken an und habe mich für eine entschieden, die ich ab mitte märz besuchen werde. sie ist besonders für menschen mit chronischen schmerzen geeignet. dort werden schmerztherapien etc angeboten. ich hoffe das mir diese klinik etwas bringt, damit ich wenn so etwas mal wieder kommen sollte besser damit umgehen kann...

    lieben gruß
    laface
     
  6. Tini2763

    Tini2763 Oberlausitzerin

    Registriert seit:
    11. Oktober 2005
    Beiträge:
    287
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Sachsen
    Auf der Kokospalme bei Windstärke 10

    und du hängst dran und versuchst dich festzuhalten. Das war meine Depression. Die kam vor den Schmerzen. Ungefähr 4 Wochen vorher. Heut weiß ich das einzuordnen, aber damals hab ich wirklich nicht gewusst, was mir passiert.

    Ich hatte vermutet, es wären Raucher-Entzugserscheinungen :(. Von Rheuma war in dem Sinne noch keine Rede.
    Dann kam so gut wie alles gleuichzeitig. Ich konnte Tags nicht schlafen, nachts nicht, ich hatte Panikattacken, Herzrasen, kurz, ich kam nicht zur Ruhe. Ich quälte mich 3 Wochen, dann ging ich zum Arzt.

    Seitdem fühle ich mich anders. Wie erwachsener geworden. Usw. Da wir in der Diagnostik immer noch am Anfang stehen (auch nach so langer Zeit, weil bei uns die Wartezeiten extrem sind), muss ich noch immer Medikamente nehmen.

    Die Zeit wird es sicherlich bringen. Heute weiß ich, dass Rheuma durchaus in sehr vielen Fällen durch eine Depression "angekündigt" wird. Ich habs einmal sarkastisch ausgedrückt: Entweder du gibst auf ;) oder du musst durch das Rheuma durch. Aufgeben ist nicht mein Ding, aber manchmal ist es schon anstrengend, zusehen zu müssen, wie gewisse Träume platzen. Mal sehen, was die Zukunft bringt.