Rheuma und Darm

Colana

Musikus
Hallo allerseits,

kann der Darm eigentlich selbst als Auslöser rheumat. Erkrankungen auslösen, wenn ja welche, worauf sollte da geachtet werden....?

Ich weiß, dass Salmonellen und Yersenien Darmerkrankungen auslösen können... Da ich als Kleinkind im zarten Alter von ca. 2,5 Jahren für ca. 3 Wo im Krankenhaus war (meine Mutter hatte im Hochsommer frischen Dän Nudelsalat mit selbstgemachter Mayonnaise gemacht - die war umgekippt, wir Kinder gegessen und das wars, Durchfall pur u ohne Ende) - könnte da ein Zusammenhang bestehen? Wenn ich ehrlich bin, glaube ich es nicht...

Kann eine Magenspiegelung sowie Darmspiegelung das wirklich herausfinden oder dient es nur, um Tumore usw. auszuschließen?

Habt Dank für Eure Antworten
Viele Grüße
Ariane
 
Zuletzt bearbeitet:
Also die eine Frage bzgl. eines Tumores wäre im Augenblick auch beantwortet:

Rheuma - Können Tumore Rheuma auslösen?

http://www.krebs-kompass.de/index.h...rticle/Krebsforschung/1139072220.html~content

Ansonsten habe ich 3 Info-Links gefunden, die mir aber nicht groß weiterhelfen. Ich stelle sie aber trotzdem mal mit ein:

http://www.rheumawelt.de/rhe/home__...a_allgemein/DisplayContent-1,107750,118052.do

http://www.deutschesaerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?src=heft&id=436

http://www.rheuma-online.de/a-z/e/enteropathische-arthritiden.html

Aber das beantwortet mir immer noch nicht so ganz meine Fragen:

Kann sich diese LM-Vergiftung, wovon ich im Augenblick von Salmonellen ausgehe, bzw. dessen Auswirkungen erst nach Jahrzehnten bemerkbar machen? Wenn ja, wäre es immer noch nachweisbar?
Ich schiele mal ganz vorsichtig zu Lilly rüber - hast Du da eine Antwort für mich? Hab lieben Dank.... :)


Viele Grüße
Colana
 
hallo colona,

soweit ich informiert bin, werden nicht alle pat. nach einer salmonelleninfektion wieder ganz gesund. manche können auch zu "dauerausscheidern" werden.
die salmonellen müssten aber im stuhl nachweisbar sein.
in österreich dürfen sollen menschen nicht in einem beruf arbeiten, die mit lebensmittel zu tun haben, da sie eine infektionsquelle für andere darstellen.

ich weis es nicht genau, könnte mir aber gut vorstellen, dass solche menschen auch an einer autoimmunerkrankung erkranken können...

aber ich werde mich mal schlau lesen ;)
 
... so :) einiges gelesen.

eine salmonellen infektion, kann eine reaktive arthritis (infektreaktive arthritis) auslösen.

Charakteristische Erreger für postenteritische Arthritiden sind Yersinien, Salmonellen, Shigellen und Campylobacter, für posturethritische Arthritiden Chlamydien, seltener Gonokokken, möglicherweise auch Mykoplasmen und Ureaplasmen

kannst du dich erinnern (deine mum) ob du mit antibiotika behandelt wurdest, und wenn ja- wie lange? hattest du schon damals bis. ca. 4 wochen nach der infektion gelenksbeschwerden in den unteren körperregionen?
waren nach der therapie alle 3 stuhlkulturen neg.?

das ist auch noch interessant:

Daten aus einer finnischen Studie deuten indes darauf hin, daß ganz allgemein bei infektreaktiven Arthritiden, unabhängig von der Art der auslösenden Erreger, die Langzeitprognose besser ist, wenn anfangs eine längerdauernde antibiotische Therapie erfolgt. Dabei zeigten sich die positiven Effekte allerdings erst nach Jahren. So sah man in dieser Studie nach einem Jahr zunächst noch keinen Unterschied zwischen der Gruppe der Patienten mit einer infektreaktiven Arthritis, die für 3 Monate mit Ciprofloxacin behandelt worden waren, gegenüber der Gruppe der nicht antibiotisch therapierten Patienten.
Bei einer Nachuntersuchung 4-7 Jahr später hatten sich zwischenzeitlich entzündlich-rheumatische Erkrankungen wie ankylosierende Spondylitiden, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (vgl. M. Crohn), Oligoarthritiden, Entzündungen von Sehnenansätzen (Enthesitis) sowie Regenbogenhautentzündungen (anteriore Uveitis) nur in Gruppe der nicht antibiotisch behandelten Patienten entwickelt, nicht jedoch in der Gruppe der Patienten, die anfangs für 3 Monate antibiotisch behandelt worden waren.
Diese Ergebnisse sprechen dafür, Patienten mit einer infektreaktiven Arthritis so früh wie möglich und für einen längeren Zeitraum, wahrscheinlich mindestens für 3 Monate, mit einem wirksamen Antibiotikum zu behandeln. Eine offene Frage ist, ob man in diesem Zeitraum bereits parallel eine langwirksame antirheumatische, krankheitsmodifizierende Therapie einleiten sollte („Basistherapie“).

quelle

soweit ich verstanden habe, müssen die salmonellen nicht mehr nachweisbar sein (ausser bei dauerausscheidern), da sich die erkrankung nach jahren verselbstständigt hat....

Kann eine Magenspiegelung sowie Darmspiegelung das wirklich herausfinden oder dient es nur, um Tumore usw. auszuschließen?

es gibt 2 verschiedene typen bei den dauerausscheidern, gallen und dünndarmausscheider. für den nachweis der salmonellen genügt eine stuhlprobe....
bei einer ausgeheilten infektion könnte es schon sein, dass man zumindest bei der darmspiegelung verändertes gewebe in der darmschleimhaut findet
 
Zuletzt bearbeitet:
hallo Colana
der darm kann für vieles der auslöser sein, bei mir hat der Morbus-Chron das Rheuma als Begleiterkrankung ausgelöst, viele haben vieleicht eine Darmerkrankung die nie ausbricht aber das rheuma kommt durch. Deshalb glaube ich daran das beides zusammenhängt und beides ist eine Autoimmunerkrankung
gruß
Andreas
 
Hallo Lilly,

lt Erzählungen meiner Mutter war ich im KH, bekam Medikamente, weil ich einen elenden Durchfall hatte. Meinen Bruder schickten sie nach seinem Gegröle bereist nach 3 Tg nach Hause.... Mehr weiß ich nicht...

Ich werde mal beim Vorgespräch mit dem Doc da Hinweise drauf geben...
Hab Dank

Liebe Grüße
Colana
 
Hallo Colana,
finde ich alles sehr interessant... Hatte vor Jahren auch eine Salmonelleninfektion (ich war aber schon "groß") und habe seit zwei Jahren mit Gelenkschmerzen zu tun, die nach einer Durchfallerkrankung begannen. Bei mir wurden Yersinienantikörper gefunden, aber bei den "Dingern" kann man ja nicht mehr sagen, ob sie "frisch" sind...
Eigentlich müsste die infektreaktive Arthritis ja langsam mal ausheilen (hatte aber nur jeweils 10 Tage Antibiotika), so das meine Rheumat. jetzt doch eine chronische Form vermutet. Ich bekomme seit ca. 3 Monaten Pleon und mir geht es zum ersten Mal besser (schnell auf Holz klopf).
Liebe neugierige Grüße von
Antje
 
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