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Rheuma und beruf

Dieses Thema im Forum "Arbeit und Allgemeines" wurde erstellt von speranzia, 25. Mai 2012.

  1. speranzia

    speranzia Registrierter Benutzer

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    Hallo,
    Die Anfangsdiagnose liegt erst einen Tag zurück.
    Der Röntgentermin und der beim Rheumatologe stehen erst an.
    Ich weiß also noch garnicht wirklich WELCHE Art von Rheuma ich habe und in wiefern meine Gelenke bereits geschädigt sind.
    Die Schmerzen sind seit 3 Tagen ohne fühlbare Besserung ununterbrochen vorhanden.
    Am stärsten in den Fingergelenken.
    Ich habe mich die letzen 2 Tage in meinem Fulltime-Job nicht geschont (ich bin Zahntechnikerin) - und habe gemerkt, dass bei *Dauerbelastung* die Schmerzen irgendwie geringer werden - ohne ich vergesse sie durch die Arbeit...
    aber dann am Abend...und noch schlimmer am nächsten Morgen - rächst es sich dann- ich bekomme meine Finger die ersten Minuten kaum gerade gestreckt.

    Wie ist das bei euch, die sich schon Jahre/Jahrzehnte mit den Einschränkungen herumschlagen müssen- habt ihr euren Beruf aufgeben oder einem anderen nachgehen müssen? Ich gehe aufgrund der manchmal wirklich schweren Krankheitsbilder von euch auch davon aus, dass einige wohl auch mit Sicherheit berufsunfähig geworden sind...?!
    Oder ist es mit der richtigen Medikation erträglich?

    Ich weiß nichtmal, ob es ein momentaner SCHUB ist, den ich habe, oder ob es besser wird mit der Zeit.Nehme ja nur Schmerztabletten...

    LG
     
  2. kroeti

    kroeti Mitglied

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    [TD] Hallo ,

    ich denke, wie lange und wie viel man arbeiten kann ist sehr unterschiedlich. Ich habe Fibro seit 45 Jahren( ich bin 56) - damals gab es noch keinen Namen dafür, die Diagnose habe ich so 14 oder 15 Jahre, die Krankheit hatte ich aber lange davor. Schon als Schülerin wurde ich immer mal wieder auf Rheuma oder Bechterew getestet- natürlich negativ.
    Ich ging zur Schule, habe studiert, arbeite inzwischen seit mehr als 30 Jahren Vollzeit als Lehrerin. Für mich sehr wichtig, weil ich während der Arbeit abgelenkt bin, die Schmerzen nicht spüre, d.h. keine Zeit habe mich darum zu kümmern. Und ich fehle sehr viel weniger als viele meiner oft sehr viel jüngeren Kollegen und Kolleginnen. Und dann auch nie wegen der Fibro, sondern mal wegen Migräne, wegen Magen-Darm-...oder weil ich , dann angekündigt und vorbereitet in die Rheumaklinik gehe.Oder zu einer OP, diese hatten aber auch noch nie mit der Fibro zu tun, sondern früher hatte ich einige UnterleibsOPs, letzthin eine am Knie- das sind alles Sachen, die jeder haben kann.
    Ich habe in der Schule auch nur kommuniziert, dass ich Rheuma habe. Und auch das erst, seit ich GdB 50 und damit einige Nachteilsausgleiche habe. Den GdB habe ich übrigens nicht unbedingt wegend der Fibro , sondern wegen z.B. einem angeborenem Schaden an der Wirbelsäule.

    Ich bin mir aber sicher, dass ich keinen Beruf haben könnte, in dem ich dauernd stehen muss. Ich wollte eigentlich Medizin studieren, einer der Punkte , weshalb ich das nicht machte, war, dass ich mich schon mit 19 weniger belastbar fühlte als andere , was das körperliche betraf.Ohne damals den Grund zu kennen.Und als Lehrerin mache ich ja viel "mit dem Kopf", habe abwechslende Bewegungsabläufe, mal an der Tafel, mal am Computer, mal am Schreibtisch. Kann auch in der Schule mal sitzen. Und komme auch , wenn andere über Wochen zu Hause blieben, z.B. vor der KnieOP war lange nicht klar was es war und ich konnte nur mit Gehhilfen laufen- ein halbes Jahr zu Hause würde mich aber auch verrückt machen....

    Warte doch erst mal ab, welche Rheumaart du hast, ich habe oft auch tagelang Schmerzen in den Fingergelenken,gehe dann wieder mal zum Rheumatologen, aber es ist "nur" Arthrose. Gegen diese hilft dann oft das "Baden" und Bewegen in heißem Vogelsand. Seit 3 Wochen Moor und Thermalbad ist es jetz schon länger ziemlich gut.
    Viele Grüße
    Kröti

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  3. speranzia

    speranzia Registrierter Benutzer

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    Danke für deine Antwort, kröti ;)
    Du hast Recht- ich sollte mir nicht schon Probleme in den Kopf hämmern, die ich noch nicht habe.
    Ich stehe halt noch am Anfang meiner Erkrankung und weiß nicht, was auf mich zukommt.
    Aber deine Erfahrung macht mir Mut, das es sich auch trotzdem normal leben läßt...
    und letztendlich verläuft es ja bei jedem anders.

    Lg