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Rheuma trotz negativer Blutwerte?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Horeia, 12. November 2008.

  1. Horeia

    Horeia Neues Mitglied

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    Nabend Zusammen!!

    Nun muß ich doch mal eine Frage loswerden!

    Kann man Rheuma haben, OHNE das dieses im Blut sichtbar ist?? Sprich, diese Rheumawerte fallen neg. aus??

    Bei mir wurde 2006 eine Fibro diagnostiziert. Blutwerte waren jedoch ok.
    Habe x Schmerzstellen am Körper, besonders der Rücken und noch diverse andere Erkrankungen dazu (keine Ahnung, ob die mit rheumat. Erkrankungen im Zusammenhang stehen könnten).

    Ich muß gestehen, ich habe mich nie richtig mit dem Thema Rheuma auseinandergesetzt, da es bei mir nicht festgestellt wurde, bis auf Fibro. Nur langsam kommen mir Zweifel....:confused:

    Liebe Grüße
    Horeia
     
  2. Monsti

    Monsti das Monster

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    Hallo Horeia,

    Zweifel sollten sich bei Dir einstellen, wenn Du bei Dir folgendes feststellst:

    1. längere Morgensteifigkeit, d.h. über länger als 1 Stunde,
    2. plötzlich auftretende Entzündungen, für die pochender, "heißer" Schmerz typisch ist,
    3. deutliche Schwellungen an betroffenen Gelenken.

    Entzündliches Rheuma kann man auch ohne ergiebige Blutbefunde haben. Für die Psoriasisarthritis (Gelenkrheuma in Verbindung mit Schuppenflechte) ist dies sogar typisch. Für den Rheumatologen ist in diesem Fall das klinische Bild ausschlaggebend.

    In Abgrenzung zur Fibro ist es aber wichtig, dass Du echte Entzündungen feststellst. Diese äußern sich in starken Schmerzen in irgendeinem Gelenk, die quasi aus heiterem Himmel und ohne vorherige Belastung des Gelenks auftreten. Die betroffenen Gelenke werden heiß, schmerzen pochend, sind weitgehend nicht zu gebrauchen und schwellen am nächsten oder übernächsten Tag auch deutlich an. Gleichzeitig fühlst Du Dich schlapp und "grippig", hast keinen Appetit und hängst nur rum.

    Liebe Grüße
    Angie
     
  3. beWITCHed

    beWITCHed Neues Mitglied

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    Ja, unterschreib das mal von Monsti. Ich hatte noch nie diesen Rheumafaktor erhöht, aber sonst eben alle Anzeichen.
     
  4. sborgmann

    sborgmann Neues Mitglied

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    Hallo,
    es gibt sehr viele Rheumatiker die sind Seronegativ und leider auch einige die selbst bei den dicksten Entzündungen im Gelenk oder sonstwo keine Entzündungszeichen im Blut haben.

    Ich bin anscheinend auch einer von den Personen die in beide Sparten fallen.

    Hol dir am besten noch eine weitere Meinung eines Rheumatologen ein, es kann sein das sich im Laufe der Zeit noch mehr Krankheitsbilder einstellen, die evtl. zu einer Erweiterung der Diagnose führen.
     
  5. Siggy

    Siggy Siggy

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    Hallo,

    ich hatte 4 J. bei jeder BE nie erhöhte Rheumawerte,nur der
    CRP war sehr hoch,drum glaubte niemand an Rheuma.
    Die Morgensteifigkeit hatte ich von Anfang an,auch das interessierte
    niemanden.Von den Glieder-u. Gelenkschmerzen wie bei einer Grippe und
    dem immer wiederkehrenden Fieberschüben (zw. 38u.39 Grad)mal ganz abgesehen.
    2 Tage vor der Diagnosik 2005 in Erlangen hatte ich Abends plötzlich
    unsagbare Schmerzen,musste den Notdienst holen.Hatte vor allem
    im Beckenbereich/Schulter- u. Brustbereich starke Schmerzen,die
    Ärztin vom Notdienst hat mich untersucht und spontan gemeint,
    es sehe aus wie ein Rheumaschub.
    Am übernächsten Tag bin ich nach Erlangen gefahren,4Tg. stationär
    zur Abklärung waren geplant.Am 2. Tag kam der Prof. und erklärte mir,
    dass ich wirklich sehr krank sei,hätte Polymyalgia Rheumatica,was in
    meinem Alter sehr selten vorkommen würde.Aufgrund des nun offensichtlichen Schubes zwei Tage vorher waren die Blutwerte sehr hoch,CRP,BSG u. Rheumafaktoren.
    Ich hatte sozusagen Glück,dass das gerade so zusammengetroffen ist.
    Eine Hochdosis-Corison-Gabe von 100 mg am Abend und am folgenden
    Tag konnte ich schon fast wieder normal laufen.Es wirkte auf mich wie
    ein Wunder,jahrelang habe ich mich rumgequält!
    Drum bin ich der Meinung,niemals aufgeben und wenn Du noch zu fünf
    Rheumatologen gehen musst,manchmal muss man nur den richtigen Zeit-
    punkt erwischen.
    lg Sieglinde
     
  6. anbar

    anbar Neues Mitglied

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    hallo Horeia,

    ich gehöre auch schon seit längerem zu dieser seronegan. Spezies.

    Außer der Fibro habe ich noch CP und Psoriasis Arthrop.

    Der CRP ist öfters hoch bzw. erhöht auch waren die Anas mal erhöht,
    aber ansonsten bin halt seron.
    Ein guter internistischer Rheumadoc schaut nicht nur auf die Blutwerte.
    Er untersucht sehr gründlich und spürt dann schon doch abtasten von Gelenken wo was ist.Meine Gelenke sind nicht immer richtig dick geschwollen. Aber jeden Tag ganz dezent.

    Zur Abklärung würde ich zu einem Rheumadoc oder in eine Rheumaambulanz gehen.

    Alles Gute
    Gruß

     
  7. Mimimami

    Mimimami Immer ein (B)Engel

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    Diesen Punkt kann ich nur ganz fett unterstreichen. Du musst aber auch darauf gefasst sein, dass man dich mal als psychisch krank hinstellt. Das geschieh meistens mit der Diagnose Fibromyalgie. Aber davon darfst du dich nicht unterkriegen lassen.

    Wenn du noch Fragen hast, oder Probs, dann melde dich!!!!!

    Also, nicht aufgeben. :knuddel:


    LG von Mimimami, die auch negativ ist, und sich langsam aber sicher an eine Diagnose herantastet.
     
  8. Meerli13

    Meerli13 Meerschweinchen-Guru

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    Hallo!
    Bei mir hat es jetzt über 8 Jahre gedauert bis Entzündungszeichen im Blut zu finden war. Gelenkschmerzen und Bauchschmerzen immer wieder mal woanders mit längeren Ruhephasen habe ich schon seit 18 Jahren. 1999 hatte sich meine rechte Hüfte entzündet (+Gelenkerguß) ohne daß irgendwo Entzündungszeichen im Blut zu finden war. 3 Monate später hatte ich in fast allen Gelenken Schmerzen, Diagnose 3 Monate später Fibromyalgie. Seit 8 Jahren habe ich die Gelenkschmerzen jetzt, vor 3 Jahren habe ich jährlich Rheumaschub gehabt und nur die BSG war dabei etwas hoch gegangen. Habe dann Kortison bekommen, das geholfen hat, aber nur die mehr Schmerzen runter gefahren hatte.
    Seit zwei Jahren kommen die Schübe immer häufiger und ich mußte immer mehr Cortison haben um die Schmerzen wieder einzudämmen. Bis jetzt im Sommer nichts mehr mit Cortison ging und der neue Rheumatologe sagte, dass ich das entzündliche Rheuma schon viel zu lange habe, und sofort mit Basistherapie anfing. Er meinte dass selbst die Bauchbeschwerden von damals auch dazu gehören. (Wurde bei mir alles auf Psyche geschoben).
    Im Bericht stand dann undiff. Arthritis (da ich noch nicht richtige Entzündungszeichen hatte) Erstanfang 1990!!!!
    Jetzt bin ich eigentlich froh, dass es endlich raus gekommen ist,. da jetzt die Ursache behandelt werden kann (-Immunsystem). Bei dem Cortisoninfusion (mit250mg) sind die Schmerzen die ich seit 8 Jahren in allen Gelenken habe komplett verschwunden; das war ein gutes Gefühl, endlich wieder Schmerzfrei die Treppe runter zu gehen. Aber es war nicht zu halten , hatte bald wieder Rheumaschub und Schmerzen kamen noch stärker zurück.
    Seit September sind jetzt auch die Blutwerte (CCP,BSG, CRP) erhöht und ich bin auch erleichtert , dass mir jetzt endlich geglaubt wird, hatte vorher immer das Gefühl dass ich mich rechtfertigen muß, da ja nichts zu sehen war. Meine Sprunggelenke sind etwas angeschwollen und im Hüftgelenk war auch ein Gelenkerguß zu sehen.
    Also manchmal kann es auch viele Jahre dauern bis endlich was zu sehen ist.
    Gruß Meerli
     
  9. Horeia

    Horeia Neues Mitglied

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    Hallo Zusammen!!

    Erstmal lieben Dank für Eure sehr ausführlichen Antworten.

    Morgensteifigkeit habe ich auch. Heiße, pochende Gelenke kenne ich nicht.
    Meine Sprunggelenke sind fast immer geschwollen, tun Zeitweise auch sehr weh.
    HA dachte Anfangs, ich hätte eine Thrombose, hat dann nen Blutschnelltest gemacht, der aber neg. ausfiel. Naja, seitdem hab ichs keinem Arzt mehr gezeigt.
    Auch habe ich eine Schwellung im unteren Rücken, am ISG. Lt. Physio liegts wohl an der Entzündung am ISG.
    Und, das Mittelgelenk von meinem re. Zeigefinger tut höllisch weh. Kann es oft überhaupt nicht biegen. Das komische, am schlimmsten ist es morgens nach dem wach werden. Im Laufe des Tages besser es sich dann ein wenig.

    Hab oft Tage, an denen tun vorallem meine Beine wahnsinnig weh. Als wäre Blei in Ihnen. Heute ist auch wieder ein solcher Tag.
    Auch die Arme und Hände schmerzen, allerdings nicht so schlimm wie die Beine.

    Das als Psycho abgestempelt zu werden kenne ich leider zu gut. Ich bin 4 Jahre mit einer unenddecken Schilddrüsen-Unterfunktion in Folge von Hashimoto rumgelaufen. Hatte schlimmste Panikattacken und Angstzustände. Keiner hat mich ernst genommen, war bei x Ärzten und alle sagten, ich sei vollkommen gesund.
    Hab dann den HA gewechselt, der hat sofort auf die SD getickt, mich untersuchen lassen und siehe da, ein bißchen Thyroxin und mir geht es psychisch wieder einwandfrei.
    Naja, das Thema hab ich abgehakt....

    Ich werde nun erstmal in die Klinik in Hamm gehen und denke, wenn da noch nicht alles geklärt werden kann, dann werde ich mir hier nochmal einen Rheumatologen suchen.

    Danke nochmals für Eure Antworten!! :top:

    Liebe Grüße
    Horeia