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Rheuma-Symptome ?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von edbo, 1. Oktober 2012.

  1. edbo

    edbo Neues Mitglied

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    Hallo,

    ich bin neu hier. Habe mich schon ein wenig umgesehen hier im Forum aber wollte Euch nun um Eure Meinung zu meiner Situation bitten...

    Bin 31 Jahre alt, maennlich, kein Alkohol, kein Rauchen, leicht untergewichtig, sportlich einigermassen aktiv. Vor ca. 5 Monaten hat es damit angefangen, dass ich ein ungemuetliches Gefuehl in meinen Knien verspuerte. Es war noch kein Schmerz, einfach ein komischer Druck oder Zug. Dann ging es weiter mit Knacksen und Knirschen und mittlerweile spuere ich bei Handauflegen bei jedem Strecken, wie sich unter der Kniescheibe Teile gegeneinander verschieben. Morgens fuehle ich mich wie nach einem starken Workout, obwohl ich den Abend davor nichts gemacht habe und mittlerweile habe ich Schmerzen, die ich immer spuere und die relativ stark werden, sobald ich z.B. 15 Minuten auf der Stelle stehe oder Sport treibe. Zum Joggengehen traue ich mich schon lange nicht mehr, weil die Knie danach noch mehr schmerzen. Es kommt mir auch so vor als ob sich die Kniegelenke optisch veraendern, ich koennte mir das aber auch nur einbilden.

    Vor ein paar Wochen haben nun meine Ellbogen mit denselben Symptomen angefangen und knirschen / schmerzen mittlerweile auch. Ich kann keine Yoga-Stuetzposition mehr einnehmen, ohne dass es schmerzt. Vor einigen Tagen fingen auch meine Handgelenke, Handruecken und Fussgelenke damit an, manchmal auch leichte Schmerzen in den Fingern. Bis jetzt hatte ich keine sichtbaren Schwellungen oder Roetungen. Morgens habe ich zwar immer "Gelenkkater" (obwohl ich keinen Sport mehr mache). Aber ich kann eigtl. alle Gelenke ueber die volle Reichweite bewegen. Was auch seltsam ist, ist das mein Nasenknorpel ziemlich druckempfindlich ist oder sich entzuendet anfuehlt und der Ort wo die Zaehne im Kiefer muenden sich ebenfalls komisch entzuendet anfuehlt. Ansonsten fuehle ich mich irgendwie ein wenig "krank" und habe verminderten Appetit.

    Ich war beim Hausarzt, der Blut abnahm und auf Rheumafaktor / Entzuendungswerte hin untersuchte. Er meinte, dass alle Werte in Ordnung sind. Welche Werte genau er untersucht hat, werde ich morgen erfahren, wenn ich mir eine Kopie davon besorge. Er hat mir vorerst Meloxicam / Mobic verschrieben, ein entzuendungshemmendes Mittel. Es scheint ein klein wenig zu helfen, aber es behandelt ja auch nur das Entzuendungssymptom, ohne die Ursache zu kennen. Schmerzen habe ich trotzdem noch.

    Ich bin nun sehr besorgt, dass sich irgendwas in meinem Koerper ausbreitet und ueber weitere Monate vllt. meine Gelenke zerstoert. Noch kann ich schmerzfrei gehen aber ich wuerde es gerne nicht weiter kommen lassen. Man liest ja ueberall, dass manche Rheumakrankheiten sich schleichend ausbreiten und dass eine fruehzeitige Erkennung / Behandlung wichtig sind. In meiner Familie gab es einen Fall von Rheuma, die Kusine meines Vaters.

    Was denkt ihr? Gibt es rheumatische Erkrankungen, die auf meine Symptome zutreffen koennten? Und sollte ich bei meinem Hausarzt auf eine Weiterleitung zum Rheumatologen bestehen, damit dort mehr spezifische Tests gemacht werden? Eine Osteo-Arthritis wegen Ueberbeanspruchung kann ich wahrscheinlich ausschliessen, da ich meine Ellbogen / Haende nicht wirklich betaetige.

    Sorry fuer die lange Nachricht aber ich wollte euch soviel Informationen wie moeglich liefern. Ueber ein paar Meinungen oder Erfahrungsberichte wuerde ich mich sehr freuen ! Vielen Dank schonmal !

    Marc
     
  2. Frau Meier

    Frau Meier Guest

    Hi Marc,

    ich würde dir Folgendes empfehlen:
    1. den genauen Namen der Rheumaerkrankung deiner Verwandten (und evtl. weiterer Betroffener in der Familie) erfragen.
    2. deine eigenen Beschwerden genau notieren und auf etwas differenziertere Abklärung drängen. Die Bestimmung eines Rheumafaktors genügt dafür nicht, sondern es muss eine sorgfältige Anamnese und körperliche (Fach-)Untersuchung ebenso erfolgen wie ich persönlich auch mindestens eine erweiterte Laboruntersuchung und - je nach Befund s.o. - weiterführende Untersuchungen wesentlich fände....

    Für mehr Details gerne PN ;)

    Grüße, Frau Meier
     
  3. mimi67

    mimi67 Aktives Mitglied

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    hallo marc,
    erstmal herzlich willkommen hier im forum!
    es gibt wahrscheinlich eine reihe von rheumatischen erkrankungen, bei denen "deine" symptome auch auftreten können.
    wenn du die blutwerte hast, dann poste sie doch mal, vllt. hilft ja irgendein wert weiter, wenigstens die richtung zu erahnen.
    typisch für viele rheumaarten ist die so genannte morgensteifigkeit. auch tagsüber können sich einzelne gelenke wie eingerostet anfühlen, wenn du z.b. einige zeit gesessen hast und aufstehst, um irgendwohin zu gehen. typisch sind außerdem ruheschmerzen, bei bewegung geht der schmerz weg oder wird zumindest besser.
    wurde schon ein mrt der knie oder anderer gelenke gemacht? da kann man i.d.r. gut feststellen, was im gelenk los ist.
     
  4. Frau Meier

    Frau Meier Guest

    @mimi67

    Das stimmt, aber ein Steifigkeitsgefühl ist noch kein Beweis oder eindeutiges Indiz für Rheuma und ohne weitere Befunde auch keine rechtfertigende (und erst recht keine zwingende!) Indikation für eine MRT - das dann ja auch noch bds. erfolgen müsste.....
    Ein verantwortungsbewusster Umgang mit Ressourcen ist nicht so unwichtig, wie scheinbar oft gedacht wird.

    VOR einer MRT kommt das Einfache und Naheliegende: eine angemessene Anamneseerhebung und körperliche Untersuchung (die durchaus gezielt sein kann!).
    Danach kommt die weiterführende Diagnostik - nicht anders herum!

    Vielleicht muss Marc jetzt wirklich zum Äußersten schreiten und VOR einer ausschweifenden theoretischen Diagnostik in r-o einen passenden Arzt aufsuchen ;)

    Dafür viel Glück, Frau Meier
     
  5. Gertrud

    Gertrud Aktives Mitglied

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    Meine Theorie ist ja: ist ein Gelenk betroffen, kann es alles mögliche sein - bei mehreren Gelenke deutet ziemlich vieles auf Rheuma hin. Anzeichen dafür ist auch, dass alles noch nach und nach kommt ... das ging mir auch so und das habe ich auch von anderen schön öfters gehört. Morgensteifigkeit deutet auch auf Rheuma hin.

    Wichtig ist, dass du dich nicht mit einem "Blutwerte sind alle i.O., Sie haben kein Rheuma!" abschütteln lässt. Das beruhigt zwar, heilt aber die Krankheit nicht.

    Hast du Schuppenflechte? Oder gibt es Schuppenflechte in deiner Familie? Oder hast du irgendwelche merkwürdigen Hautirritationen, die dich nicht stören und mit denen du noch nie bei Arzt warst? diese können ganz klein und unauffällig sein, ggf. auf der Kopfhaut (lass mal jemanden drüber schauen vor dem Arztbesuch!)

    Alles Gute!
     
  6. Emma Piel

    Emma Piel Neues Mitglied

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    Ich glaube bei dir ist es Rheuma

    Hallo und guten Abend .
    Bei mir fing es auch so an. Irgendwann hatte ich dann Angst Treppen zu steigen.
    ich fühlte mich total erschöpft und konnte dann zuletzt keinen Stift mehr halten.
    Mein Arzt hat das auch sehr schnell anhand der Blutuntersuchung festgestellt.
    Die Rheumawerte waren da allerdings schon echt bedrohlich. Ich erhielt dann vier Wochen lang hochdosiertes Kortison. Die Schmerzen waren schon nach einer Woche viel erträglicher geworden.
    Mitterweile bekomme ich MTX und muss dann am nächsten Tag Folsäure nehmen und die Nebenfolgen des Medikamentes zu lindern. Derzeit kann ich gut damit umgehen und gehe auch voll arbeiten.
    Man muss gut lernen seine Kraft einzuteilen. ich bin da ehr so ein positiv denkender Mensch und das ist auch gut so.
    Achso es ist auch noch ganz frisch bei mir. Die Diagnose habe ich erst im Juli 2012 erhalten. ;)
     
  7. edbo

    edbo Neues Mitglied

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    kein Rheuma

    So ich wollte mich mal kurz zurueckmelden, da sich in der letzten Zeit einiges getan hat. Irgendwie kann das Datum meines letzten Posts nicht stimmen. Habe ich wirklich vor 4 Tagen das erste Mal hier gepostet? Kommt mir vor wie 10 Tage oder mehr...

    Egal... Vor ca.1-2 Wochen kamen andere Symptome zu meinem Krankheitsbild hinzu:

    -leichte Rueckbildung der Arthritis, weniger Gelenkschmerzen
    -Druck und Schmerzen im Kopf und auf den Augen
    -Ueberempfindlichkeit auf Licht und Laerm (z.B. wenn ich an einem sonnigen Tag ins Freie gehe, kommt es mir uebermaessig hell vor und schmerzt fast ein wenig in den Augen)
    -gelegentliches Muskelzucken
    -Schwierigkeit beim Denken und Konzentrieren
    -Namensblockade, Suche nach dem richtigen Wort
    -Vergesslichkeit und Beeintraechtigung des Kurzzeitgedaechtnisses
    -naechtliches Schwitzen, Fieberschuebe
    -Leseschwaeche bei langen Fliesstexten
    -Erschoepfung/Panikattacken/starke Stimmungsumschwuenge

    Es scheint so, als haetten sich Erreger im Kopf niedergelassen. Nach weiteren Recherchen im Internet (Lyme-Foren, Selbsthilfegruppen etc.) fand ich viele aehnliche Faelle, wo sich das Krankheitsbild zuerst in einer arthritisaehnlichen Form manifestiert, bis dann andere Bereiche (zentrales Nervensystem, Herz etc.) betroffen sein koennen. Viele dieser Symptome sind typisch fuer "Lyme Krankheit" oder Zeckenborreliose. Da fiel mir dann auch ein, dass ich mal bei einer Wanderung so einen schwarzen "Kaefer" am Fuss hatte, der einen blutigen kleinen Stich hinterliess. Da haette ich Idiot wirklich besser aufpassen und nachhaken sollen!

    Ich habe viele der Symptome dieser Krankheit und wurde heute daraufhin von einem lyme-erfahrenen Doktor hin untersucht und vorerst damit diagnostiziert. Der Beweis der Infektion gestaltet sich schwierig, da Labor-Tests oft falsch negativ sind (d.h. man kann die Krankheit besitzen, wird aber faelschlicherweise negativ getestet). Deshalb wurden zwar Labortests veranlasst aber trotzdem eine Antibiotika-Therapie begonnen, damit sich auch keine chronischen Langzeitschaeden entwickeln. Er macht ausserdem noch einen weiteren Rheumatest um dieses auszuschliessen. Ich hoffe nun, der Doktor hat recht und die AB schlagen an und es handelt sich vllt. "nur" um Lyme-Disease ohne zu grosse, bleibende Schaeden.

    Vllt. geht es jemandem aehnlich wie mir und er/sie denkt zuerst an Rheuma. Deswegen mein Post hier, damit man sich vllt. auch anderweitig umsieht.

    Ich wollte euch allen trotzdem sehr herzlich danken, dass ihr Eure wertvollen Erfahrungen hier geteilt und viele gute Ideen unterbreitet habt. Ihr wart eine grosse Hilfe !

    Falls sich doch bei mir etwas anderes herausstellen sollte, lasse ich es euch natuerlich wissen.

    Alles Gute euch allen!
    Marc
     
  8. mimi67

    mimi67 Aktives Mitglied

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    hallo marc,
    herzlichen glückwunsch zur diagnose! ist zwar eine blöde diagnose, aber es ist wenigstens eine und es scheint ja behandelbar und heilbar zu sein?! da drück ich dir ganz dolle die daumen, dass die medikamente anschlagen und du die borreliose los wirst.
    gute besserung!
     
  9. edbo

    edbo Neues Mitglied

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    Hallo Mimi,

    vielen Dank! Ja, es scheint so, als ob die Infektion gut behandelbar, ist wenn sie fruehzeitig erkannt wird und keine chronischen Schaeden hinterlassen hat. Mal sehen ! :)

    Dir auch alles Gute !
    Markus