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Rheuma, oder nicht Rheuma, das ist hier die Frage....

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von eule76, 16. Juni 2005.

  1. eule76

    eule76 in memoriam<br>† 16.03.2007

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    Hallo,

    jetzt hab ich beschlossen euch am meinem Leid teilhaben zu lassen.

    Seit einiger Zeit hab ich Probleme mit den Gelenken, angefangen hat es im Handgelenk bzw das Daumengrundgelenk. Mittlerweile hatte ich auch Schmerzen in der Hüfte , im Fuss dauerhaft, ab und an die Schulter und im Rücken geht es auch rund. Da hab ich das Gefühl ich bin richtig steif in der Brustwirbelsäule.
    Da war ich bei meiner Hausärztin, die Blut gezapft hat, alles als ok befunden hat, da Rheumafaktor negativ.
    Beim Orthopäden war ich mittlerweile, wegen möglichen Karpaltunnelsyndrom, und die äusserte schon den Verdacht "was Entzündliches". Sie verschrieb mir ARCOXIA, ich sollte das mal probieren, wie ich damit klar komme. Garnicht, Wirkung ist bei mir fast Null.
    So, desweiteren tun mir die Fersen weh, ich würd sagen Sehnenansätze oder so. Mittlerweile tut das andere Handgelenk auch, wieder das Daumengrundgelenk, ist das nun Zufall????
    Die Schmerzen kommen oft plötzlich, dauern ein paar Stunden an und verschwinden dann wieder, so war es Hüfte und Schulter, neulich auch im Finger.
    Und ich hab gemerkt das ich zunehmend empfindlich an den Gelenken bin, zB Schulter, Hüfte und Handgelenk bin.
    Heute war ich beim Chirurgen, war umgeknickt und hatte nochmal nach dem Fuss geschaut. Ich erzählteihm von meinen schmerzenden Handgelenken und er meinte das wäre ne typische Stelle für Überbeine, wenn ich was tasten könnte sollte ich wiederkommen.
    Für Rheuma wäre ich ja nen bissi zu jung, und das mir andere Gelenke weh täten, läge an meinem Übergewicht.:o

    Tja, so wirklich verstanden hat mich nur der Orthpäde, bzw die Ärztin in seiner Praxis.
    Manchmal hab ich das Gefühl das meine Hände geschwollen sind, aber doll nicht, fast nur nen Hauch. Neulich taten mir beiden Daumen gleichzeitig weh, tolle Sache, aber keiner nimmt mich wirklich ernst, es heisst dann Überlastung.
    Ach ja, mein CRP ist seit 2003 immer erhöht, hatte da noch nie Normalwerte, und Fibrinogen war auch mal auffällig.

    So, nu schreibt doch mal was ihr davon haltet, Erfahrung habt ihr doch auch schon selber sammeln müssen.

    Auf jeden Fall muss ich nochmal zum Neurologen um Karpaltunnelsyndrom auszuschliessen, dann muss ich wieder zum Orthopäden, und dann möchte ich ne Überweisung zum Rheumatologen:mad: , irgendwer muss doch was rausfinden, ich finde das nicht normal.

    Danke für´s zuhören
     
  2. Sylvi

    Sylvi Deichkind

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    Hallo Eule,

    erstmal herzlich willkommen hier im Forum.
    Ein negativer Rheumafaktor sagt nicht aus, daß Du kein Rheuma haben kannst. Ich habe auch keinen Rheumafaktor und habe aber ganz sicher Rheuma. Es gibt nämlich Seronegative (Kein Rheumafaktor) rheumatische Erkrankungen wie CP, Spondarthritis usw. Ich habe zum Beispiel eine Spondarthritis. Bei mir ist der HLAB 27-Marker positiv. Das ist ein Antigen, daß bei manchen rheumatischen Erkrankungen gehäuft gefunden wird. Den haben aber auch zum Teil gesunde Menschen.
    Außerdem sprechen Deine "Probleme" sehr für Rheuma. Du solltest Dich unbedingt von einem internistischen Rheumatologen untersuchen lassen. Da fallen die Blutuntersuchungen auch etwas umfangreicher aus. Und ein erhötes CRP ist auch ein Zeichen für einen entzündlichen Prozess im Körper.

    Also nicht locker lassen. Ich wünsch Dir viel Erfolg bei der Diagnose-Findung.

    Liebe Grüße
    Sylvi
     
  3. Monsti

    Monsti das Monster

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    Hallo eule,

    irgendwie kommt mir Dein Werdegang sehr bekannt vor. Bei mir dauerte es über 10 Jahre, bis ich endlich mal ernst genommen wurde. Das hatte ich einer nicht erkannten EBV-Infektion zu verdanken, nach der ich einen Megaschub bekam.

    Meine erste Diagnose hieß: seronegative cP, DD Kollagenose. Dann hieß es: cP-ähnliche Psoriasisarthis, seit August vorigen Jahres heißt es, weil ich mittlerweile seropositiv bin: cP plus Psoriasis.

    Das alles ist mir eigentlich egal. Wichtig ist mir nur, dass ich anständig therapiert werde. 5 Jahre lang experimentierten wir mit unterschiedlichen Basismedikamenten herum, bis ich vor ca. 1,5 Jahren auf Arava (Leflunomid) eingestellt wurde. Seitdem geht es mir zumindest rheumamäßig so gut wie seit vielen Jahren nicht mehr. Nach ca. fünfjähriger Dauereinnahme konnte ich sogar das Cortison auf Null schleichen.

    Ich kann Dir zweierlei raten:

    1. Führe stichwortartig ein Beschwerdetagebuch (wann, wie und wo sind die Schmerzen? Wie fühlen sie sich an? Erhöhte Temperatur? Schlappheit? Morgensteifigkeit?).

    2. Geh zu einem guten internistischen Rheumatologen. Orthopäden sind in diesem Fall die völlig falschen Ansprechpartner.

    Liebe Grüße von
    Monsti
     
  4. SonjaW

    SonjaW Neues Mitglied

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    Hallo

    Also, bei mir hat es ähnlich angefangen, so unbestimmte Schmerzen von einer Minute auf die andere an verschiedenen Orten, die nach ein paar Stunden verschwanden. Das Blutbild war damals noch ok, nichts zu sehen von Rheuma. Nach etwa einem halben Jahr wurden die Beschwerden typischer, und.. bingo..Polyarthritis. Ich bin auch erst 29 Jahre alt... Also aufgepasst!
    Ich wünsche Dir, dass sich alles wieder "einrenkt", und Du keine weiteren Beschwerden hast.
    Viele liebe Grüsse,

    Sonja
     
  5. angel2000

    angel2000 Guest

    Rheuma oder nicht Rheuma - oder was?

    ...... genau diese Frage stelle ich mir auch schon seit nun mehr als drei Jahren, nachdem ich mich schon beinhahe selbst als Stimulant abgestempelt hatte.

    Alle Symptome sprechen in meinem Fall für eine CP oder auch eine Mischkollagenose, aber bis vor kurzem hat mich kein Arzt ernst genommen, bis ich halt nach häufigem sog,. Tennisarm zusätzlich zu meiner Knie- und Schulterarthrose (beides durch CTG bestätigt) auch noch mit einem Karpaltunnel-Syndrom (begleitet von einer sehr schmerzhaften akuten Sehenscheidenentzündung) aufwarten konnte.
    Habe dann bei meinem (jetzt EX-!) Orthopäden zum wiederholten Male darauf hingewiesen, dass mir manchmal einfach alles weh tut, bzw. ein brennender , stechender Schmerz hier und da und dort völlig unvorbereitet auftaucht, zum Teil begleitet von massiven Schwellungen in Knöchelnähe. Null Reaktion!

    Endlich, nach langem Betteln und jahrelanger Qual für mich, hat er eine Blutuntersuchung veranlaßt. Ergebnis: Rheumafaktoren (gering) positiv (15), ANA innerhalb von 6 wochen von 1:160 auf 1:320, dsDNS-Wert bei 10 (gerade mal pathologisch). Zugegeben, das sind keine horrend beängstigenden Laborwerte, aber wenn da nun die schon seit längerer Zeit bestehenden Symptome dazukommen, dann sollte doch zumindest der behandelnde Orthopäde aufhorschen .... oder ?1?!
    Heißt es nicht sonst auch immer: Wehret den Anfängen?!

    Habe eine Ü zum Rheumatologen, bei dem allerdings momentan Terminvergabe-Stop herrscht. Mit etwas Glück werde ich dann also im Herbst dieses Jahres weiter behandelt :-(
    Nur, was mache ich bis dahin? Meine Füße haben mir in lezter Zeit auch schon häufiger weh getan (vor allem die Zehengrundgelenke, genau wie bei den Fingern), vor allem nachts. Neuerdings wache ich morgens zudem mit dick verschwollenen Klumpfüßen auf und brauche eine Ewigkeit, bis ich mich einigermaßen schmerzfrei von der Stelle bewegen kann.
    Außer sich mit Schmerzmitteln vollzupumpen, um zur Arbeit gehen zu können, bleibt einem da wohl nicht viel übrig, oder?
    Die ärztliche Unterversorgung im Bereich der Rheumatologie schreit zum Himmel und ist ein Hohn für diese Gesellschaft.
    Aber solange unsereins sich noch zur Arbeit schleppen kann, braucht keine offizielle Stelle einem Langzeitarbeitslosen einen Job anzubieten - ach, wie schön, irgendeine Institution hat halt wieder Arbeit gespart :)) und das auf dem Rücken von Kranken .....
    Was soll nur werden?
    Quo vadis?
    Ich wünsche uns allen mehr Gerechtigkeit und Hilfe,
    angel2000
     
  6. Pimboli

    Pimboli Neues Mitglied

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    Das ist doch das Problem. Keiner nimmt einen ernst. Man ist beim Arzt eine Nummer. Sobald das Kassenkärtchen eingelesen ist, wird man abgehakt. Ein Gespräch mit dem Arzt duaert maximal 5 Minuten. Wie will man das eine Diagnose stellen können. Und zur Strafe, daß da jetzt gestört hat bekommt man eine Quaddelspritze. So ein Scheiß, als wenn die helfen würde. Da geht einem der Gaul durch.


    Dieses taube Gefühl in den Zehen und die geschwollenen Füße am Morgen sind eine Qual. Wenn ich mich morgens nach einer fast schlaflosen Nacht aus dem Bett gequält habe, habe ich das Problem, erst mal meine Gliedmaßen sortieren zu müssen.

    Mittlerweile kommt das taube Gefühl in den Füßen aus beim spazierengehen. Erst fängt es an mit kribbeln und dann völliger Taubheit in den Füßen.

    Diese brennende, stechende Schmerz kommt bei mir´immer in den vorderen Fingergelenken, die auch geschwollen und rot sind. Die mittleren Fingergelenke sind mittlerweile so dick, daß mir kein Ring mehr paßt und die beiden kleinen Finger sind total verbogen.

    Als Sekretäring bin ich auf meine Hände angewiesen. Aber das Schreiben, auch von Hand fällt mir täglich schwerer.

    Ich bin am verzweifeln.

    Aber es tut gut, daß es anderen genauso geht wie mir und daß ich jetzt nicht mehr glaube, daß ich spinne. Ich habe schon selbst an mir gezweifelt, ob ich mir das alles nicht einbilde.