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Rheuma+Blutspenden

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Luccia, 12. Februar 2007.

  1. Luccia

    Luccia Neues Mitglied

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    Hallo ihr Lieben,

    war jetzt schon längere Zeit nicht mehr hier....da es mir dank MTX doch soweit ganz gut geht, seit fast nem 3/4 Jahr hab ich keine größeren Beschwerden mehr.

    Jetzt hat mich aber mal ne andere Frage wieder hierher geführt: Und zwar ist in meiner Stadt demnächst wieder blutspenden. Ich würde total gerne hingehen, befürchte aber, dass ich das mit Rheuma nicht darf oder?
    Andererseits hab ich in dem Schreiben vom Blutspendedienst unter "Wartezeiten aufgrund von Medikamenteneinnahme" gelesen: "Wartezeit bei....leichten Rheumamedikamenten: 0 Wochen". Heißt das, ich darf doch spenden? Bzw. was sind schon "leichte" Rheumamedikamente? MTX sicher nicht oder?
    hm.....

    Zum anderen...falls ich nicht spenden darf mit rheumatoider Arthritis [hab mich schon n bisschen im Internet und aucch hier im Forum umgeguckt, und was ich so mitbekommen hab, darf man mit cP eben NICHT spenden], ist es dann schlimm, wenn ich schon mal gespendet habe zu Beginn der Krankheit.

    Bei mir war es nämlich so, dass meine Beschwerden im November losgingen mit steifen und schmerzenden Fingern. Bin dann im Februar trotzdem zum Blutspenden, hab den Leuten dort auch gesagt, dass ich evtl. Rheuma hab, dass aber noch keine Diagnose da ist. Haben mich anstandslos genommend, mir sogar irgendwas davon erzählt, dass Blutspenden bei Rheuma sogar ganz gut ist, weil es die Selbstheilungskräfte unterstützt oder so.

    Hab dann weiter n bisschen rum gezogen mit den schmerzenden Gelenken. Im Juni wars dann schon recht schlimm, hatte aber immer noch keine Diagnose, nur einen Verdacht. War auch wieder Blutspenden. Ein oder zwei Wochen später hab ich dann die Diagnose RA bekommen.

    Tja....ziemlich blöd nicht...ich mein, inwieweit hat mein Blut denn jetzt eine Gefahr für den Empfänger dargestellt? Bzw. sollte ich dem Blutspendedienst nachträglich noch bescheid geben, dass mein Blut von damals (ist ja immerhin schon fast ein jahr her) komplett spendeuntauglich war?
    Bringt es denn überhaupt was, das jetzt noch zu melden? Die Blutkonserven können ja eh nur bis zu 4 Wochen aufbewahrt werden. Aber wer weis, vielleicht hat derjenige, der sich jetzt mit meinem Rheumablut rumplagen darf auch erst später und nicht gleich von Anfang an Probleme....

    Bin grad echt ein bisschen verwirrt und froh um jede Antwort!

    Ach ja, und es ist also so ziemlich definitief sicher dass man mit rheuma kein blut spenden darf oder? ;( hängt also auch nicht vom alter ab oder so? bin erst 20...

    liebe grüße
     
  2. Luccia

    Luccia Neues Mitglied

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    naja, hat sich soeben erledigt.
    also falls es jemanden interessiert:

    hab beim blutspendedienst angerufen und gefragt ob ich mit rheuma spenden darf. da hieß es, grundsätzlich würde mir geraten, nicht zu spenden, einfach mir selbst zu liebe, um den körper nicht diesem reiz auszusetzen. von der empfänger-seite her wär es jedoch kein problem.
    allerdings nur wenn ich LEICHTE rheuma-medikamente nehme und MTX ist nichts leichts.
    Also solange ich MTX nehme - kein Spenden :(

    Echt wieder einer dieser Tage an denen ich nen irrsinnigen Hass auf diese sch**ß Krankheit hab :mad:
     
  3. etu

    etu Mitglied

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    Hallo Luccia

    Hass ist nicht gut ,zieht einen nur runter und man hat eine breite angriffsfläche für Schmerzen.

    Gruß Ute
     
  4. schattenreich

    schattenreich Maule-Zausel

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    ...:mad: Grummel,geht mir wohl genauso,kann meinen pass eigentlich auch wieder abgeben,und dabei habe ich den erst seit zwei jahren super sache:mad: .
    mann sollte es also ganz lassen ob mit oder ohne medis,habe ich das jetzt richtig verstanden,um sich nicht noch mehr zu belasten...hm:rolleyes: oder habe ich da was falsch verstanden.wäre zurzeit aber auch nicht wunderlich ich habe das gefühl dass mein kopf auch so langsam in rente geht...:confused: :rolleyes:
     
  5. Sabinerin

    Sabinerin Aktives Mitglied

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    Hallo Luccia,

    ein leitender Arzt sagte mir vor einiger Zeit, daß man u.a. mit der Diagnose RA dauerhaft für das Blutspenden gesperrt sei.

    LG
    Sabinerin
     
  6. Luccia

    Luccia Neues Mitglied

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    @Sabinerin:
    Hm...das verwirrt mich jetzt doch ein bisschen. Meinte der Arzt, dass man dauerhaft gesperrt sei, weil das Blut praktisch "unbrauchbar" ist oder weil es für einen selbst zu belastend ist?


    @Schattenreich: Ja, mir hat der Chef vom Blutspendedienst eben mitgeteilt, dass ich es mir zuliebe auch ohne Medis nicht machen sollte, genau....wobei mir total egal gewesen wär ob das jetzt gut oder schlecht für mich ist.
    Ich will halt nur niemandem "schlechtes" Blut spenden und dann schuld sein wenn was passiert.....
     
  7. Sabinerin

    Sabinerin Aktives Mitglied

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    Hi Luccia,

    ich hatte mich bei mehreren Ärzten erkundigt und mir wurde von allen gesagt, daß man dauerhaft gesperrt sei.

    Meines Wissens wird jedem Menschen 500ml (?) Blut abgenommen und das ist für jeden Menschen unterschiedlich belastend.

    Bei der Blutspende geht es darum, daß das Blut durch die Basismedikamenten und Cortisoin "verunreinigt" ist. Das Blut ist also durch immunsystemeingreifende Medikamente verändert und wird deshalb nicht verwendet.

    Selbst wenn die Medikamente abgesetzt würden, ist man für die Blutspenden gesperrt, so wurde es mir gesagt.

    LG
    Sabinerin
     
  8. Laudi

    Laudi Neues Mitglied

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    Hallo ihr Lieben,

    ich stelle meine Frage mal direkt hinten dran ... viell. kann mir jemand was dazu sagen ??? Und zwar wurden meine Basismedikamente nun abgesetzt, nehme auch keine Schmerzmittel, Cortison oder ähnliches.

    Darf ich nun endlich spenden?

    Gruß Laudi
     
  9. hibou

    hibou Neues Mitglied

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    hallo laudi und alle anderen,

    soweit ich weiß dürfen menschen, die unter einer autoimmunerkrankung leiden (egal welche) grundsätzlich nicht spenden! weil man sich medizinisch einfach nicht hunterprozentig sicher ist, ob die antikörper nicht doch unerwünschte wirkungen beim empfänger haben. die blut-empfänger sind ja oft schwer krank und da sollte jedes risiko vermieden werden...

    ich habe diese aussage von transfusionsmedizinern bekommen als bei mir vor über 10 jahren hashimoto thyreoiditis festgestellt wurde. davor habe ich regelmäßig blut und plasma gespendet.
    "echtes" rheuma ist ja auch eine autoimmunerkrankung, deshalb ist diese aussage zu übertragen.

    im allgemeinen sprachgebrauch wird allerdings der begriff rheuma oft etwas weiter gefasst. da werden auch gelenkerkrankungen die keine autoimmune ursachen haben wie zb. athrose darunter gefasst.
    deshalb gibt es vielleicht unterschiedliche aussagen von ärzten. denn menschen mit "normalem" gelenkverschleiß, die vielleicht "leichte rheumamedikamente" wie zb. ibu oder ass nehmen können natürlich blutspenden.
    aber menschen mit autoimmunem rheuma eben auf keinen fall!

    liebe grüße,
    hibou
     
  10. A-n-n-a

    A-n-n-a Neues Mitglied

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    aaah sehr gut, hier kann ich auch gleich mal meine Wut zu diesem Thema loswerden...
    Letzte Woche kam ich auf die glorreiche Idee meine Freundinnen zu überreden zusammen zum Blutspenden zu gehen....Pünktlich um 8 Uhr standen wir auf der Matte..x-tausend Formulare, Unterschriften und Passkontrollen später, landete ich dann in einem Besprechungszimmer...bisher hat ich noch nicht einmal den Gednaken daran verschwendet nicht Spenden zu dürfen, hatte mich eig immer darauf gefreut, weil ich das viele Blutabnehmen ja gewöhnt bin und wusste dass ich keine von denen sein werde, die da umkippt..
    Zurück zum Besprechzimmer. Die Ärztin erwähnte auch nichts und sprach mihc nur auf mein hochdosiertes Ibuprofen an und als ihc dann erwähnte dass ich Rheuma hab war dann alles erledigt. Die x- tausend Formulare und all das war umsonst- und ich auf 180...wieder mal so eine sau doofe Situation.Aja und meine Freundinnnen finden immer mehr Spass am Blutspenden...gut gelaufen, immerhin hab ich etliche Spender geworben...
     
  11. Luccia

    Luccia Neues Mitglied

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    Also hab ich das dann richtig verstanden: Bei mir wurde die Diagnose rheumatoide Arthritis gestellt. Ich werde mit Basismedikamenten behandelt. Und ich darf für den Rest meines Lebens kein Blut mehr spenden, egal ob ich die Meds irgendwann absetze oder nicht, egal ob mein Rheuma wieder "verschwindet" oder nicht?
    ich weis, man kann Rheuma nicht heilen, aber es gibt ja immer wieder fälle in denen es sich fast vollständig zurückbildet und man auch ohne jegliche medikamente schmerz- und entzündungsfrei leben kann.

    Selbst wenn das bei mir der fall wäre dürfte ich nciht mehr spenden?
    weil mein blut (um es mal so drastisch auszudrücken) nach der ganzen sache im eimer ist?

    Hey....mit 20...kann man doch nicht sagen ob es einem in zehn jahren nicht wieder besser geht....und das blut wieder in ordnung kommt....

    Hm, vielleicht war der vom Blutspendedienst dann auch in gewisser hinsicht unkompetent, ich weis nciht. Aber er hat mir (auch nachdem ich ihm gesagt hab, dass ich rA hätte) mitgeteilt, dass er mich jetzt erst mal aus der Spenderdatei streicht, wegen den Medikamenten, dass ich mich aber dann halt einfach neu anmelden soll wenn ich die medikamente nicht mehr nehme. ob ich rheuma hab oder nicht, dass wär ihnen ziemlich egal...hmz...
     
  12. Sabinerin

    Sabinerin Aktives Mitglied

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    Hallo Luccia,


    Vielleicht hat er einfach eine andere Auslegung ;)


    Tatsache ist, daß mir mehrfach gesagt wurde, daß ich mit der Diagnose "Rheumatoide Arthritis" gesperrt bin.
    Mmh, kann ich es noch deutlicher schreiben? *überleg*

    Schau mal hier nach:

    http://www.blutspendedienst-goettingen.de/ausschluss.html

    http://www.blutspende.uni-hd.de/deutsch/inhalt/blutspende/kriterien-index.htm

    http://www.meb.uni-bonn.de/haematrans/Blutspende/BlutSD_krittext.htm#Ausschlusskriterien%20für%20Blutspender

    http://www.drk-schwenningen.de/drkframe.php?drkbst.php

    http://www.marienkrankenhaus.org/pages/seiten/patienten/blutspende2.html


    etc.


    http://www.knochenmarkspende-sachsen.de/docs/knochenmarkspender.pdf
    (hier Knochenmarkspende, Ausschluß RA)


    Dort steht zum Teil, daß es auch nach "Entscheidung des Spendearztes" geht, aber ich kann mir nicht vorstellen, daß die Ärzte eine ganz gegenteilige Entscheidung fällen.

    LG
    Sabinerin
     
  13. schattenreich

    schattenreich Maule-Zausel

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    Hm gut ok ,dann kann ich meinen pass ja abgeben:mad: ,wie schaut es den mit der typisierung für die knochenmarkspende aus :rolleyes: :confused: **ok auch gerade gelesen kann ich also auch vergessen...(das hat ich nämlich vor zu machen ,aber nun weiss ich auch nicht ob das noch geht bei mir:confused: :confused: ).na super bin ich jetzt ein leben lang,gespert,auch wenn ich mal nix habe und nehme:mad:...das ist ja echt doof.


    **Hm habe das ja mal so durchgelesen,also es steht da aber nicht genau drinn das man nie mehr spenden darf mit genau der krankheit,und dann kommt es auch noch auf den spenderarzt an.ok im akkutem fall nicht und 12 mon dannach auch nicht aber wenn ich nix mehr habe und auch nix nachweisbar ist dann doch schon.aber für meinen teil habe beschlossen es nicht mehr zu machen,will ja keinem schaden zu fügen.
     
    #13 13. Februar 2007
    Zuletzt bearbeitet: 13. Februar 2007
  14. Luccia

    Luccia Neues Mitglied

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    Ja genau, das ist es.
    Hab oder hätte da auch ein sehr schlechtes Gewissen, wenn ich dran denke, dass ich evtl. jemandem damit Schaden zufügen würde.
    Andererseits sollten die Ärzte ja wissen was sie einem erzählen und wenn mir die Ärzte sagen ich kann spenden solange ich keine meds nehm....naja, was solls.
    Werd das jetzt erst mal auf eis legen.
    wird sowieso noch ein bisschen dauern bis ich ohne mtx auskomme - wenns denn überhaupt je klappt.:confused: