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Rhematoide Arthritis

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von Tina48, 4. März 2012.

  1. Tina48

    Tina48 Neues Mitglied

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    Hallo bei mir wurde nach langem jetzt rheumatoide Arthritis festgestellt. Ich stecke jetzt schon seit August 2011 in einem massiven Schub. Nehme zur Zeit nur Schmerzmittel (Ibuprofen) ein. Ich wurde schon mit Sulfasalazin und Cortison behandelt. Nichts half. Jetzt soll ich auf Mtx umgestellt werden, komme mir vor wie ein Versuchskaninchen. Ich weigere mich dieses Chemotherapeutika zu mir zu nehmen. Was nützt es wenn ich wieder beweglicher werde aber an den Nebenwirkungen dieses Medikamentes zu Grunde gehe.

    Ich suche jetzt nach alternativen Methoden auch möchte ich meine Ernährung umstellen. Man hört so viel Positives darüber. Ich bin ziemlich am Ende wegen der Schmerzen.

    Wer kann mir Tipss geben oder welche Erfahrungen habt Ihr gemacht?:confused:
     
  2. Gertrud

    Gertrud Aktives Mitglied

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    Deine Ängste wegen des MTX haben wir hier alle durch, niemand nimmt das gern und leichtfertig - aber glaube mir, wenn die Schmerzen arg genug sind, dann bist du froh und dankbar, dass es so was wie MTX überhaupt gibt! Du bist vermutlich noch am Anfang - warte erst mal ab, bis Gelenke zerstört werden usw.

    Wer sagt, dass du am "MTX zugrunde gehst"?

    Und vor allem - bist du sicher, dass deine Lebensqualität mit Schmerzen besser ist als mit MTX ? Wenn, dann kannst du darauf verzichten.

    Essen und alternative Methoden können sicherlich unterstützend helfen, aber meiner Erfahrung nach nicht ausreichend, um ein Fortschreiten der Krankheit so zu verhindern, dass es das Leben lebenswert bleibt.

    Ich jedenfalls nehme MTX seit 1,5 Jahren - mit wenig Nebenwirkungen und mit deutlicher Linderung. Nun musste ich mit MTX aussetzen - und habe es sofort gemerkt, indem ich einen fiesen Schub bekam ... mittlerweile nehme ich es wieder und freue mich direkt auf jede Einnahme, weil ich weiß, dass es mir hilft! Besser MTX - als den Rest des Lebens vor Schmerzen heulend im Bett verbringen!
     
  3. Meerli13

    Meerli13 Meerschweinchen-Guru

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    Hallo!

    Auf Dauer ist Ibu + co sehr viel schädlicher als MTx, auch besonders Cortison.
    Und selbst die Erkrankung , wenn sie nicht aufgehalten wird, verkürzt unsere lebenszeit. Da ist es weitaus wenoiger schädlich MTX einzunehmen, die diesen Prozess stoppt. Ausserdem werden dann immer die Blutwerte kontrolliert um Schäden rechtzeitig zu erkennenm, die dann nach absetzen des medis/MTX wieder rückläufig sind. Was bei unserer erkrankzung nicht der Fall ist, die schreitet sonst voran, und künstliche gelenke oder versteifen der gelenke ist nicht der Hit.
    Ausserdem, wenn die Blutwerte ausser kontrolle geraten bei entzündung, zu hohe Leukos und entzündungswerte bei aktiven Rheuma, kann es auch zu Blutkrebs führen und das Rheuma selbst kann sehr viel mehr auch organe schädigen.
    Darum ist es wichtig, frühzeitig das immunsystem wieder unter kontrolle zu bringen, welches du nicht alleine mit ernährung usw hinbekommen wirst.

    Also lass dich behandeln, umsoschneller umso besser ist es noch kontrollierbar, als wenn man zu lange wartet.

    Gruss Meerli
     
  4. Adolina

    Adolina Mitglied

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    Hallo Tina,:)

    deine Ängste kann ich gut verstehen. Damals hatte ich auch große Bedenken wegen der Medikamente. Auf Dauer geht es nicht ohne Basisimedikament und Cortison. Ich nehme schon seid 6 Jahren Cortison, und schon das 3. Basismedikament. Ein Versuchskaninchen ist man auch nicht. Es ist schwer das geeignete Medikament zu finden. Nebenwirkungen habe ich sogut wie keine. Meine Ernährung habe ich nicht umstellen müssen. Nur mit Schmerzmittel alleine geht es Rheumatoider Arthritis nicht. Wie meine Vorredner schon geschrieben haben, dann schreitet die Entzündung voran.
    Ich wünsche dir alles Gute.

    Lg. Adolina:)
     
  5. Nachtigall

    Nachtigall Aktives Mitglied

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    Liebe Tina,
    ich möchte mich meinen Vorrednerinnen anschließen und dich ermutigen, dich auf eine gute Basismedikation einzulassen. Klar macht man sich einen Kopf wegen der Nebenwirkungen, aber die sind nicht so schlimm, wie man immer annimmt. Ich merke nur die blöde Nebenwirkung vom Kortison, dass man davon dicker wird, aber sonst geht es mir relativ gut dabei. Sulfasalazin zeigte keine Wirkung, und das hab ich von Anfang an nicht vertragen, Ibuprofen und Diclofenac hatten ebenfalls gar keine Wirkung. Also bei mir musste man auch ausprobieren, was mir gut tut.

    Was der mir der Fall war und bestimmt bei vielen Betroffenen der Fall ist: Es hat sich zu meiner Spondylarthritis mit peripherer Gelenkbeteiligung noch eine andere Rheumaform dazugesellt, nämlich entzündliches Weichteilrheuma, weil man damals meinte, ich bräuchte noch keine Basismedikation. Und das Weichteilrheuma kann sich wiederum auf die inneren Organe schlagen. Einer Bekannten hat sich das aufs Herz geschlagen, so dass sie mit Mitte 50 einen Herzschrittmacher brauchte. Du siehst: Bei unserer Erkrankung kann man nur das kleinere Übel wählen. Übrigens kann Ibuprofen, das auch zu den entzündungshemmenden Medikamenten gehört, auch Nieren und Leber schädigen.

    Wir alle können dich verstehen, wie es dir momentan geht. Zuerst will man es lange Zeit nicht wahrhaben, dass man Rheuma hat, wenn man es denn mal akzeptiert, will man "sich nicht vergiften", sondern alles so natürlich wie möglich haben. Tatsache ist aber, dass die rheumatische Entzündung die Gelenke und Weichteile kaputtmacht, wenn man kein effektives Mittel dagegen einsetzt. Ich muss mich zurzeit damit abfinden, dass meine Fingergelenke schon ziemlich geschädigt sind und dass ich nun zusätzlich MTX einnehmen muss, damit sie nicht ganz kaputtgehen.
    Lass dich von deinem Rheumatologen gut beraten. Schreib all deine Fragen und Sorgen auf, damit du nichts vergisst, wenn du dich wieder bei ihm vorstellst.
    Kopf hoch und alles Liebe und Gute!
     
  6. Dany Honey

    Dany Honey Registrierter Benutzer

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    hilft nur biologische terapie!!!

    ich bin 25 Jahre alt und leide seit 2 Jahren an RA und hatte so schlimme schmerzen dass ich fast nicht meine Beine bewegen konnte. Ich habe versucht mit: Celebrex, dann Azulfidine + Cortison, dann MTX, nebenbei 1 Jahr schmermittel Diclo und 1 Jahr Arcoxia ( weil Diclo nicht mehr half) hat mir nichts geholfen aber trotzdem musste ich Geduld für alle Terapien haben. So sind 2 Jahre vorbei und ich war fast kapput!! Dann hat mir der Reumatolog TNF alfa bloker -''Humira'' verschreibt und seit 2 Monaten fühle ich mich besonderes gut. Ohne Schmerzen, ohne Schlechte Laune, total beweglich... ich kann nur sagen: GOT SEI DANK!! Endlich!! Also bitte, wenn dir MTX in 2-3 Monaten nicht hilft, bitte sag deinem Reumatologen er soll dir TNF alfa geben. Dass hilft auf jeden fall. Mein mann hat Morbus Bechterew und er bekommt auch TNF alfa und hat auch kaum Schmerzen.
     
  7. Duvel

    Duvel Mitglied

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    Wie die anderen schon schrieben, wirst Du wohl letztendlich um ein Basismedikament nicht drum rumkommen.
    Mir ging es damals auch sehr schlecht und keiner wollte/konnte am Anfang eine Diagnose stellen.
    Als ich dann endlich eine hatte, gab es sofort MTX und heute fast 8 Jahre später nehme ich das immer noch, aber bin so gut wie schmerzfrei und auch ohne irgendwelche Gelenkschäden. So sehr Versuchskanischen ist man mit MTX nicht, denn man weiß schon lange, dass es hilft und auf was bei der Therapie geachtet werden muss. Bis die Wirkung einsetzt, kann es ca. 6 Monate dauern, aber das wird Dein Rheumatologe Dir sicher erläutern.

    Die neueren Medikamente werden auch ihre Wirkung haben, sind meines Wissens aber erst zu bekommen, wenn der Rest "austherapiert" ist und außerdem weiß man da um die Spätfolgen noch weniger, da sie dafür noch nicht lange genug auf dem Markt sind.
     
  8. muck

    muck Neues Mitglied

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    Hallo Tina,

    ich kann deine Besorgnis und deinen Widerstreben gegen dieses Medikament sehr gut verstehen. Es ging mir nicht anders und es hat etwas gedauert, ehe ich es dann doch genommen habe. Es ging irgendwann einfach nicht mehr anders und ich hatte in meinem Bekanntenkreis ein schlimmes Beispiel vor Augen: Eine Dame um die 60, die sich nie zu MTX o.Ä. überwinden konnte und nicht nur mit ständigen Schmerzen lebte, inzwischen vieeel Cortison brauchte und davon, wie auch von den ewigen Entzündungen war alles kaputt, sie konnte sich kaum noch bewegen. DAS hat mich überzeugt.
    Ich konnte übrigens MTX inzwischen absetzen und bin schon länger beschwerdefrei.

    Ich möchte dir aber auch auf deine eigentliche Frage antworten, falls du es dennoch probieren möchtest: Die Naturmedizin kennt vor allem die Wirkung von Weihrauch(extrakten) und Brennnessel als altbewährte Rheumamittel. Da gibt es verschiedene - auch hochkonzentrierte - Präparate am Markt (Google, Apotheke und ggf. Heilpraktiker geben Auskunft).
    Aaaaber: Du schreibst von "massivem Schub" - da werden dir diese Sachen wohl nicht helfen können! Die tobende Entzündung muss erstmal so schnell und effektiv wie möglich gestoppt werden. Ganz gute Erfahrungen habe ich dagegen mit begleitender Einnahme der Naturmedis während des Ausschleichens bzw. nach Beendigung der anderen Medikamentionen gemacht, um noch eventuelle letzte kleine Flämmchen zu löschen. Vielleicht war's aber auch eher ein Placebo-Effekt.;)

    Alles Gute für dich,
    Jeannette
     
  9. Tina48

    Tina48 Neues Mitglied

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    Hallo Meerli,

    klar ist Iboprofen nicht gesund auf Dauer aber diese Schäden die MTX und Co. mit sich tragen sind viel schlimmer.
    Das wissen auch die Rheumatologen. Die verschreiben einfach dieses Chemozeugs wissen ganz genau wie zerstörerisch
    das Ganze ist. Bin bei einem Heilpraktiker und fühle mich sehr gut im Moment. Er macht bei mir Entgiftungen und Darmsanierungen.
    Bei ihm ist auch ein Patient den hat die Schulmedizin fast ganz zerstört. Dieser junge Mann spritzt seit 9 Jahren MTX. Leber kaputt, Darm
    kaputt, eine Niere wurde ihm entfernt.

    Mal ehrlich, die Schmerzen sind sehr schlimm aber was nützt mir schmerzfrei zu werden von dem MTX aber auf der anderen Seite an den
    Nebenwirkungen zu sterben.
    Ich werde wohl mit diesem Bericht auf Widerstand stoßen weil nicht jeder sich darauf einlässt, aber ich bin mir sicher dass es auch anders geht ohne die Pharmafirmen zu unterstützen.
     
  10. PiRi

    PiRi IG-Mitglied

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    Wenn Du Dir doch sooo sicher bist, dann wünsche ich Dir alles Gute.
     
  11. Claudia1965

    Claudia1965 Mitglied

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    Nun muss ich auch mal meinen Senf dazu geben, weil du genauso reagierst wie ich es am Anfang getan habe...zunächst mal...welche zerstörerischen Fähigkeiten schreibst du denn dem MTX zu?
    Weisst du eigentlich wie zerstörerisch Rheuma ist?? Lies mal einige der Krankenakten hier...da wird dir aber anders, das verspreche ich dir! Und diese Zerstörungen sind Fakt! Sie treten auf jedenfall auf, anders bei MTX...das sind alles "kann Nebenwirkungen" keine "muss". MTX gibt es schon sehr sehr lange, und ist entsprechend erforscht. Meine Freundin hat seit 12Jahren rheumatoide Arthritis, sie nimmt seit 10Jahren MTX und ihr geht es gut! Sie hat weder Schäden an den Organen, noch an den Gelenken...und sie ist schmerzfrei! Wie gesagt 10(!!) Jahre...und da sprichts du von Teufelszeug?
    Auch ich habe mich anfangs gegen das MTX gesträubt, hatte Angst davor (allerdings eher vor den geringeren NW wie Übelkeit etc) und nun bin ich froh das ich mich durchgerungen habe...denn ohne Basis Medikamente, wirst du schnell merken, das dein Körper DICH zerstören wird...ich hab es am eigenen Leib erlebt...diese Schmerzen die ich hatte, die wünsche ich meinem ärgsten Feind nicht, aber sie haben erreicht was kein Arzt oder sonstwer erreichen konnte...ich habe erkannt das ich etwas tun muss und das war MTX. Ich nehme es nun seit 4 Wochen und ich konnte das Kortison schon reduzieren, von 20mg auf 10mg...und ich werde weiter reduzieren können...

    Das übliche eben...aber weder mit Aderlass noch mit Einläufen kannst du dein fehlgeleitetes Immunsystem irritieren oder gar davon abhalten sein übles Werk zu tun...ich hab das auch durch...

    Ja sicher, ohne deinem HP etwas zu wollen...aber was soll er denn auch anderes behaupten? Ich für meinen Teil glaube so etwas nur wenn ich das schwarz auf weiß gezeigt bekomme, das es wirklich vom MTX stammt und ncht Folgeerscheinungen des Rheuma ist...schon mal darüber nachgedacht?

    Du hast wahrscheinlich noch nicht wirkliche Schmerzen gehabt, sonst würdest du anders reden...
    An den Nebenwirkungen (von MTX) zu sterben ist Blödsinn...du wirst überwacht und man wird es SOFORT absetzen wenn es dir nicht bekommt. An den Nebenwirkungen von Rheuma zu sterben, ist wahrscheinlicher..zum Beispiel wenn die HWS kaputtgemacht wird aufgrund von Entzündungen und DAS wird auch dein HP nie erkennen können...das ist nur 1 Beispiel von vielen...

    Auf Widerstand ja, aber nicht aus dem Grund den du hier nennst, sondern weil du sehenden Auges in dein Unglück rennst, davor will man dich bewahren aufgrund eigener Erfahrungen...aber ich weiß auch, das du dafür taub sein wirst. dennoch wollte ich es loswerden.
    Ich wünsche dir das es sich so entwickelt wie du es dir erhoffst, allein der Glaube fehlt mir...
     
  12. Debby

    Debby Neues Mitglied

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    Ich muss Dir in allen Punkten Recht geben.
    Wegen schlechten Leberwerten( die ich aber schon vorher ab und zu hatte), musste ich nach 8 Monaten das MTX absetzen. Mir wurde dann erst bewusst, wie gut das MTX mir geholfen hat. Jetzt, 5 Monate ohne MTX, sind meine Schmerzen kaum auszuhalten und meine Fingergelenke haben leichte Verkruemmungen. Das ist Beweis genug fuer mich, das MTX weitere Verschlimmerung verhindert.
    Mein letzter Lebertest war endlich gut, naechste Woche gehe ich zu meinem Rheumatologen und werde ihn betteln, das ich wieder MTX nehmen darf.
    Mein Rheumatologe meint das ich wahrscheinlich autoimmune Hepatitis habe.
    Ich habe Lupus SLE, Rheumatoide Arthritis und Fibro.

    Debby
     
  13. Gertrud

    Gertrud Aktives Mitglied

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    Es kann ja niemand gezwungen werden, Medikamente zu nehmen ... deshalb hat es auch keinen Sinn, Tina helfen zu wollen. Da muss sie selber durch. Hier gibt es viele Berichte von Betroffenen, die es auch erst mal alternativ versuchen wollten ... und es hinterher bitter bereut haben. Aber tja ... manches will man halt nicht wahr haben.

    Ich selbst habe wenig Vertrauen in Heilpraktiker - und solche, die ihre Weisheiten anpreisen und die Schrecken der Schulmedizin propagieren, sind in meinen Augen völlig unseriös.

    Aber muss ja jeder selber wissen, was er tut ....
     
  14. delphin

    delphin Aktives Mitglied

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    Hallo tina

    Der beitrag von Claudia Gertrud und anderen ist nichts mehr hin zu zufügen. Aber einmal in eigener Sache von mir , es lässt erahnen , das Deine Schmerzen noch nicht so schlimm sind , sonst wüdest Du Dir hlfen lassen. Denkst Du das wir alle Hurra geschrien haben , als es hieß man muss MTX , Arava oder andere Rheumamittel nehmen. Nein ich glaube kaum . Denkst Du auch mal an später ??? Die Rheumamittel lindern ja nicht nur die Schmerzen , sondern schützen Dich auch vor Veränderungen und Fehlstellungen der Gelenke.

    Sicherlich gibt es kleine Hilfen die der Heilpraktiker geben kann , aber grundsätzlich helfen kann er nicht , aber Deiner Geldbörse. Es wird immer Einzelfälle geben , wie der Patient von dem Du geschrieben hast , die Umstände ob es nun an dem MTX oder anderen gelegen hat , kann und will ich nicht beurteilen.
    Nur eins weiß ich , in der Rheumadiagnostik wird heute schon soviel getan , das wir froh sein können ,und dabei fühle ich mich keines Fall als Versuchskaninchen.
    Bei einem Heilpaktiker käme ich mir eher sovor.

    Aber wie Gertrud schon schreibt ......es muss jeder selbst wissen....

    Krankheit lässt den wert der gesundheit erkennen.
     
  15. took1211

    took1211 Guest

    Hallo Tina,ich stimme den Ausführungen meiner Vorgänger voll zu!!Ich weiß nicht seit wann du an Rheuma erkrankt bist und wie stark deine Schmerzen sind.Und sicherlich hat jeder sein individuelles Krankheitsbild.Kein Rheumadoc würde seinen Patienten gegen seinen Willen zu einer Therapie zwingen,sondern anbieten.Ein Anrecht auf "neuere"Medikamente hättest du in deinem Fall nicht.Man muss erst verschiedene Basismedikamente ausprobieren bis man das für sich wirksamste,gekoppelt mit Schmerzmittel,gefunden hat.Ein Basismedikament braucht eine Wirkungsdauer zwischen 2-6 Monaten,da jeder Körper anders darauf reagiert.Erst wenn das alles nichts bringt,kann ein RA an Biologicas denken,deren Kosten von der KK übernommen werden müssen.Eine Behandlung z.B. mit "Humira" kostet im Jahr 20 000€!!Ich bin seit Sept.1985 an entzündlichem Gelenkrheuma erkrankt.Glaube mir,ich habe jede Möglichkeit zu einer Behandlung genutzt.Sie alle aufzuführen würde den Rahmen sprengen.1996/97 habe ich MTX mit 3x Magenschutz täglich genommen.Selbst Imurek,das man in der Krebstherapie anwendet,habe ich ausprobiert.Hat nicht den Erfolg gebracht,Magen-und Leberprobleme stellten sich ein.Wir alle wissen,dass jedes Medikament Nebenwirkungen haben kann.Deshalb stehen wir unter ärztlicher Kontrolle(Blut-und Urinkontrolle),der Arzt kann sofort reagieren.Was ist dann,wenn du keine leere Tasse anheben,deine Schuhe nicht zubinden,deine Hosen nicht hochziehen,deinen Haushalt bzw. deine Arbeit nicht bewältigen,deine Kinder(falls vorhanden)nicht versorgen kannst?Abends vor Schmerzen nicht einschlafen und auch nicht durchschlafen kannst?Jeder Schritt,jeder Handgriff schmerzt?Und der Partner versteht dich nicht.ICH MEINE ES NUR GUT MIT DIR WIE JEDER HIER!WACH EINFACH AUF!Rheuma kann mittels guter Therapie gemildert,verzögert werden.In wenigen Fällen wird es gestoppt und ganz,ganz selten geheilt .Das hängt von der Schwere des Erkrankung ab.lgtook
     
  16. muck

    muck Neues Mitglied

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    Hallo Tina,

    wie gesagt, verstehen kann ich dich schon, auch wenn meine Erfahrungen letztendlich doch zum gleichen Rat führten, den dir viele hier geben. Irgendwie muss aber auch jeder seinen Weg finden....
    Ich würde dir nur empfehlen, dass du - obwohl du dich jetzt erstmal für eine andere Behandlung entschieden hast - den Zustand deiner Gelenke dennoch regelmäßig von einem erfahrenen Rheumatologen überprüfen lässt, um bei Verschlimmerung deine Entscheidung rechtzeitig überdenken zu können.

    Und hierzu:
    ... möchte ich nur anmerken, dass ich heute in meiner Tageszeitung einen ausführlichen Bericht über einen Mann las, der durch langjährigen Gebrauch von frei verkäuflichen Schmerzmitteln (wie Ibuprofen, Paracetamol etc.), dem Tod nur sehr knapp und nur durch eine Lebertransplantation von der Schippe gesprungen ist.

    Solche Einzel-Krankengeschichten taugen für mich weder für die eine, noch für die andere Richtung als Beweis.

    Viele Grüße,
    Jeannette
     
  17. Nachtigall

    Nachtigall Aktives Mitglied

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    Hallo Tina,
    ich möchte noch was anmerken:
    Jahrelang hab ich Cortison genommen und gedacht, das würde die rheumatischen Entzündungen gut in Schach halten. Trotzdem hab ich jetzt Schäden in den Fingergelenken. Heute habe ich zufällig gelesen in der Spalte links bei der Medikamentösen Therapie, dass sogar dieses starke Mittel Schäden in den kleinen Gelenken nicht verhindern kann. Bin froh, dass ich jetzt MTX habe, damit es nicht noch schlimmer wird.
    Also lass dich vom Rheumatologen gut beraten, schildere ihm deine Angst vor solchen Medikamenten, und denk über alles Für und Wider gut nach!
    Alles Gute!
     
  18. Gertrud

    Gertrud Aktives Mitglied

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    Noch was zu den Biologicals:

    Viele erliegen ja dem Irrglauben, dass es "bessere" Medikamene sind - weil so teuer und weil es eben wenige bekommen.

    Aber so ist es ja nicht. Biologicals sind - auch wenn sie das Wort "Bio" enthalten - schwerste Medikamente mit u.U. schweren Nebenwirkungen, noch dazu viel weniger langzeiterforscht als z.B. MTX.

    Es besteht also kein Grund, danach zu jammern, solange MTX + Co. noch gut wirkt!
     
  19. nomen.nominandum

    nomen.nominandum Neues Mitglied

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    Hallo miteinander,

    auch ich bin froh darüber, dass es die ganzen Medis gibt. Ich habe so ziemlich alles durch, was es auf dem Markt gibt. Momentan nehme ich eine Kombi aus Leflunomid, Rituximab und Prednisolon.

    Ich möchte hier noch etwas zur Alternivmedizin anmerken:

    "....Verfahren der Komplementär- und Alternativmedizin werden von Ärzten, aber auch von Heilpraktikern und anderen Gesundheits-Dienstleistern angeboten. Die Ausbildungsstandards sind uneinheitlich.Für viele komplementärmedizinische Präparate sieht das Arzneimittelgesetz erleichterte Zulassungsbedingungen vor. Unter diese Sonderregelung fallen die Mittel der so genannten „besonderen Therapierichtungen“ anthroposophische Medizin, Homöopathie und Pflanzenheilkunde (Phytotherapie). Für ihre Zulassung zum Markt muss – anders als bei konventionellen Arzneimitteln – kein Wirksamkeitsnachweis erbracht werden."

    Des weiteren sind alle Rheumamedikamte oder auch andere hochwirksame Medikamente durch Doppelblindstudien in ihrer Wirkung erwiesen. Solche Doppelblindstudien gibt es in der Homöopathie und der Alternativmedizin nicht!

    Ich lege all denen, die es interessiert (und v.a. denen die, die gesamte Schulmedizin verteufeln) folgende Seite ans Herz:
    Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften e.V.:
    http://www.gwup.org/
     
  20. Sassi

    Sassi Neues Mitglied

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    Hallo Tina,

    Der Rat von muck ist gut. Fahre am besten zweigleisig und lass Blutwerte und den Zustand der Gelenke von einem Rheumatologen mit beobachten.
    Ich bin nach jahrelanger Schulmedizinbehandlung den alternativen Weg gegangen und habe es bis heute nicht bereut.
    Wenn du es mit Hilfe der Heilpraktikerin schaffst in Remission zu kommen ist das super, aber du solltest dir alle Türen offen halten, falls du doch mehr brauchen solltest.
    Man kann es unter Umständen auch schaffen mit der Schulmedizin in Remission zu gelangen und dann den "Ausstieg" zu wagen.
    Jeder muss seinen Weg finden und wenn dir dein Bauchgefühl zu der Heilpraktikerin rät, solltest du es zumindest ausprobieren.
    In meinem Blog habe ich meinen Weg beschrieben, falls es dich interessiert.

    Viel Erfolg für dich! :)
    Liebe Grüße
    Sassi