Hallo Ulrike,
bei mir wird Remicade im Rahmen einer Studie gegen Bechterew gegeben. Ich bekam es in den Wochen 0, 2, 6 und dann alle 6 Wochen. Die Studie läuft seit über 2 Jahren. Das Durchlaufen der Infusion dauert 2 Stunden und danach soll man zur Sicherheit noch eine Stunde da bleiben. Anfangs war die Wirkung hervorragend, aber mittlerweile habe ich das subjektive Gefühl, dass sie nachgelassen hat, obgleich meine Entzündungsparameter unauffällig sind, was aber bei Bechterew nicht viel zu sagen hat. Zum Glück geht es mir dennoch besser als vorher und ich naehme keine anderen Medis mehr.
Kopiert aus www.rheumanet.org
Alle erwähnten Nebenwirkungen sind mit üblichen Medikamenten im Regelfall problemlos unter Kontrolle zu bringen. Die häufigsten unerwünschten Wirkungen unter Infiximab-Therapie sind Kopfschmerzen, Übelkeit, Husten, Hitzewallungen und Hautausschlag. Nicht ausgeschlossen ist ein vermehrtes Auftreten von Harnwegs- oder Atemwegsinfekten. Unter der Behandlung sind auch vereinzelt Fälle von Tuberkulose aufgetreten.
Infliximab stellt ein Fremdeiweiß für den Organismus dar, deshalb ist die Entwicklung von Antikörpern gegen Infliximab möglich und kann es zu allergischen Reaktionen unter der Therapie mit Infliximab, vor allem nach mehrmaliger Behandlung, kommen. Diese Reaktionen können eventuell schwer-wiegend verlaufen. Teilen Sie daher Ihrem Arzt/Ärztin bitte auf jeden Fall mit, ob Sie früher schon einmal mit Infliximab behandelt worden sind.
Sehr selten auftretende Nebenwirkungen sind Symptome, die denen bei der Krankheit Lupus erythematodes (einer Bindegewebserkrankung) ähneln. Hierbei handelt es sich um vorübergehende Haut- und Gelenkentzündungen, die nach der Beendigung der Infliximab-Behandlung wieder abklingen. In vereinzelten Fällen wurde in den bisher durchgeführten Studien die Bildung von Lymphomen (bösartige Neubildungen des lymphatischen Gewebes) beobachtet, ohne daß ein ursächlicher Zusammenhang vorliegen muß. Dabei handelte es sich um Patienten, welche einen langen Krankheitsverlauf hatten und bereits andere immun-sup-primierende Therapien erhalten hatten. Es ist bekannt, daß unter Therapien, die das Immunsystem beeinflussen, häufiger Lymphome auftreten können. Eine abschließende Bewertung bezüglich einer mög-li-chen Verursachung von Lymphomen durch Infliximab-Therapie ist zur Zeit noch nicht möglich.
Es lohnt sich auch sich unter http://www.tiz-info.de/ zu informieren.
Schöne Grüße
Jürgen