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Remicade hat endlich die Zulassung für MB

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Bechti1212, 22. Mai 2003.

  1. Bechti1212

    Bechti1212 Guest

    Hallo Leute,

    ich habe gestern gehört, dass Remicade endlich die Zulassung für die Behandlung von MB erhalten hat. Damit dürften viele von uns, inkl. mir, endlich eine neue Chance auf langfristige Schmerzlinderung haben. Ich hatte mal vor einiger Zeit einen Vortrag in Garmisch besucht, bei dem gesagt wurde, dass die Einnahme von Remicade, die Progression eventuell langfristig aufhalten könne. Mein Arzt hatte mir die Therapie immer verweigert, da Remicade noch nicht zugelassen war.

    Grüss Euch

    Bechti1212
     
  2. merre

    merre Aktives Mitglied

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    Zulassung für Remicade

    Also mal zu Infliximab:

    Ja also es soll ab nächsten Monat zugelassen werden.

    Es gibt allerdings Kriterien für die Verordnung. Ein Problem wird die Kostenfrage sein.
    Es ist immer noch dieser Verweis auf:
    "wenn mindestens 2 oder 3 andere Mittel nachweislich nicht anschlagen".
    Man wird abwarten müssen, was diese Studien bringen. Eigentlich, nach meiner Erfahrung ein Mittel, was einen enorm günstigen Verlauf einer "beginnenden" Erkrankung erreicht. Reparieren kann es halt auch nichts, aber eben den Verlauf anscheinend stoppen.
    Bei mir stehen ja ein Jahr kontrollierte Behandlung mit "normalen"Medikamenten - 4 Monate mit Remicade gegenüber und man konnte schon nach 2 Monaten eine starke Besserung bei Behandlung mit Infliximab feststellen.
    Im Jahr davor war allenfalls Stagnation zu sehen.
    Ich werd mal kurz meine Erfahrungen aufzählen:
    -schon nach der ersten Infusion ist eine Entzündung innerhalb der 14 tage bis zur nächsten Infusion abgeklungen
    -die bechterewtypischen Schmerzen haben sich ebenfalls verringert
    -die Beweglichkeit ist enorm angestiegen, bei mir heißt das allerdings, daß auch eine Bewegung über die ehemalige Schmerzgrenze erfolgen kann und dadurch Probleme an den geschädigten Bereichen, gerade der WS auftreten können.
    Aber eine solche Schädigung ist ja nicht typisch für eine beginnende Erkrankungen.
    Ich habe dazu privat eine Kur gemacht, um richtig damit umgehen zu können.
    -das Allgemeinbefinden hat sich ebenfalls verbessert
    -der jetzt 6-wöchige Abstand der Infusionen streßt nicht

    Nebenwirkungen sind bisher keine gravierenden aufgetreten. Probleme mit der HWS haben wir unter Kontrolle. Man ist zeitweise etwas übermüdet, aber ansonsten vertrage ich das Zeuigs ganz gut.

    Leider haben sich andere Begleiterkrankungen nicht am Heilungsprozess beteiligt. Gegen eine Arthrose hilft es nicht, diese schreitet ungewöhnlich schnell voran, was im mom behandelt wird.

    Aber einen MB als Grunderkrankung, mit Gelenkbeteiligung und und und ist ja eher selten. Von Vorteil ist hierbei eine "Krankheit" weniger zu haben. Man hat Zeit für die anderen Wehwechen.

    Bei mir kann man also sehr gut erkennen, daß Infliximab extrem schnell und gut hilft.
    Hoffe daß die vergleichenden Röntgenbuilder, CT und was alles noch da ist viele Kritiker überzeugen können. Auf jeden Fall wars das wert.

    Fazit: für mich zu spät, aber man muß eben unsere "Deutsche Bürokratie" irgendwie überzeugen.
    Bei den Krankenklassen sollte man auf Einzelfallregelungen drängen.
    Denn nach 2 Jahren hat man 4 Jahre Ruhe und es sind dann nur noch Auffrischungen nötig.

    soweit von "merre"
     

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