Reha in Bad Liebenwerda

Dieses Thema im Forum "Rente und Rehabilitation" wurde erstellt von merre, 16. November 2020.

  1. merre

    merre Registrierter Benutzer

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    ...ja ich wollte Das ja mal reinsetzen:
    "Meine Erfahrungen zeigen allerdings eine "Momentaufnahme", sind also nicht charakteristisch für einen Gesamteindruck zu sehen, auch handelt es sich um persönliche Erfahrungen und daraus resultierende Meinungen."

    Helmut Mertins


    Techniker Krankenkasse
    Fachzentrum Vorsorge und Rehabilitation
    20004 Hamburg

    Betreff: Durchgeführte stationäre Rehabilitationsmaßnahme , bewilligt Datum15.09.2020
    in der MEDIAN Fontana-Klinik Bad Liebenwerda vom 21.10.2020 – 10.11.2020

    Sehr geehrte Frau............

    Bezugnehmend auf unser Telefonat (am 04.11.2020) zum Problem „keine Therapien wegen
    Quarantäne für die Reha-Klinik“ möchte ich Folgendes mitteilen:

    Die ab dem 27.Oktober in der Klinik begonnenen Quarantäne-Maßnahmen wurden weitergeführt. Das Gesundheitsamt Elbe-Elster-Kreis verhängte eine Quarantäne-Maßnahme über die gesamte Klinik. Das Klinikgelände durfte nicht verlassen werden, alle Behandlungen wurden ausgesetzt.

    Als diese Maßnahmen weiter Bestand hatten, kam es zu Nachfragen wegen „Abbruch der Reha“, bzw. Abreise in den häuslichen Bereich.
    Nach Auskunft der Klinikverwaltung war das nur in Einzelfallentscheidung durch das Gesundheitsamt möglich.
    Da wiederholt bei Korona-Testung einzelne Patienten und auch Mitarbeiter positiv getestet wurden, (21 Patienten, 9 Mitarbeiter) stand die Einrichtung weiter unter Quarantäne.(Das ab 27.10.2020)
    Viele Patienten reisten nach „ihren 3 Wochen“ ab, sie sollten sich aber in häusliche Quarantäne begeben, dementsprechend gab es eine Mitteilung an das Gesundheitsamt.

    Bei vorzeitiger Abreise wurde das Gesundheitsamt am Wohnort informiert, die Quarantäne beträfe dann alle Personen im Haushalt.
    Eine Verlegung in eine andere Klinik scheiterte oft an der Terminfrage.

    Wiederholte Informationen „es geht wieder los“ zerschlugen sich aber immer wieder.
    Erstmals begrenzte Behandlungen wurden wieder am 06.11. und 09.11. durchgeführt.

    Die Quarantäne blieb bestehen , auch für die Woche nach dem 09.11.
    Ich bin nach einem erneuten Test mit dem Ergebnis „Negativ“ am 10.11.2020 abgereist.

    Die Rehabilitationsleistung wurde von mir, und bestätigt auch in der Abschlussuntersuchung, als
    „Ziele der Reha aus Sicht des Patienten und des Arztes nicht erreicht“, der Gesundheitszustand zeigt sich verschlechtert eingeschätzt. (siehe Anhang).

    Unterschrift

    dazu auch an die Krankenkasse Folgendes:


    Betreff: Einschätzung der stationären Rehabilitationsmaßnahme 21.10.2020 – 10.11.2020
    in der MEDIAN Fontana-Klinik Bad Liebenwerda / Rheumatologie

    Rehabilitationsziele im Antrag / aus Sicht des Patienten:

    -------------------------------------------------------------------
    -Blutdruck , Diabetis mel.Typ2 -keine Blutabnahme, kein Diabetis-Test

    -Schmerzreduktion -nicht erreicht, mehr Medikamente

    -Verbesserung der Beweglichkeit -nicht erreicht/ deutliche Verschlechterung

    -Verbesserung aufgetretener Versteifungen -nicht erreicht/deutliche Muskelversteifungen

    -Verbesserung der Atembreite /Einzelbehandlung - nicht durchgeführt

    -Schulungsmaßnahmen -keine

    -Anwendungen -nur an 3 Tage über den gesamten Zeitraum


    Rehabilitationsziele aus Sicht des Arztes:

    -------------------------------------------------
    -nicht erreicht , siehe auch Arztbrief aus der Fontana-Klinik

    -ähnlich wie Ziele des Patienten , nicht erreicht

    auch wegen:

    -deutlich zu wenig Behandlungen

    -kein rehabilationsfähiger Ablauf der Behandlungen,

    bei Einzelbehandlungen wird 6x gestaffelt behandelt – das war nicht möglich.

    -die bei mir durchgeführten Behandlungen wurden in gegenseitiger Absprache mit dem Therapeuten insbesondere zur Begrenzung der durch „Untätigkeit“ aufgetretenen Beeinträchtigungen durchgeführt. (Einzelbehandlungen 5 mal/ in 3 Wochen).

    Die Abschlussuntersuchung wurde nur als Gespräch durchgeführt.

    Die Möglichkeiten einer Betätigung während der Quarantäne:

    --------------------------------------------------------------------------
    -Nordic-Walking im angrenzenden Gartengelände, ca 600 Schritte möglich , täglich mehrmals...

    -Geräteraining / Muskelaufbautraining nicht möglich (selbständig Muskeltraining mit 2 gefüllten

    Wasserflaschen im Zimmer-eigenständige -Gymnastik, z.B. morgens über Bayrisches Fernsehen (wenigstens Was)



    Maßnahmen nach der Reha :

    -Wiederaufnahme von Rehasport / 1 pro Woche TK

    -Gerätetraining 1 pro Woche privat

    -Orthopädie/Hausarzt , Termin bestellen

    -TCM privater Terminprobleme


    Wegen einer „Wiederholung bzw. einer Neuantragstellung“ einer stationären Rehabilitationsleistung werde ich zeitnah schreiben. Allerdings dann nach Bad Schmiedeberg/Eisenmoorbad.

    Kritik zur MEDIAN-Rehaklink:

    --------------------------------------
    -keine Moorpackungen möglich, Reparatur in der Aufbereitungsanlage steht immer noch aus !

    -Moorwanne erst nach persönlichem „Druck“ verordnet (im Haus als „Privileg“umschrieben....)

    -meiner Meinung nach zu wenig Personal , Therapeuten sowie auch im Speisesaal.

    Auch Deswegen kam es zur besonders schwierigen Situation durch „Korona“und Quarantäne, die sich erst mit deutlicher Reduzierung der Patientenzahl besserte.
    Zuletzt ca 40 Patienten, und 17 in Quarantäne auf den Zimmern.

    Auf das Problem, Patienten in der AHB nicht behandeln zu können wurde deutlich zu spät reagiert.

    Nach Hüft- bzw. Knie-OP´s mit Gelenkersatz keine Behandlungen durchzuführen ist meiner Meinung nach stark kontraproduktiv. Das habe ich auch sehr deutlich zum Ausdruck gebracht, und Maßnahmen verlangt.
    Erst spät wurde die Frage Rück-oder Verlegung in andere Kliniken in Erwägung gezogen. Allerdings gab es da dann Terminprobleme.

    Grundsätzlich war die Information der Patienten, insbesondere zu Gesundheitsfragen und zur Quarantäne mangelhaft.

    Sicher gab es auch eine Überforderung im Haus, z.B. gibt es nur einen Geschäftsführer, der sehr zeitaufwändig gefordert war.

    Ich habe mich auch deswegen persönlich mit den Leitern des Gesundheitsamtes und des Landkreisamtes in Verbindung gesetzt.

    Die Situation im Elbe-Elster-Kreis war aber ebenso, wie in anderen Landkreisen, Überlastung.

    Alles sehr arbeitsintensiv, zu starke Personalengpässe/Überforderung um schneller reagieren zu können. Die Gespräche waren aber sehr informativ und zeigten zumindest in der Information und Zuarbeit zur Klinik Verbesserungen.

    Die Frage der Essensversorgung in der Klinik (anfangs 2020 sehr kritisch gestellt) hat sich verbessert. MEDIAN arbeitet an der Umsetzung eines neuen Versorgungskonzeptes, was sich positiv anlässt.

    Allerdings kam es wegen der geringeren Patientenanzahl fast zu einer Überversorgung....Während der Quarantäne gab es nachmittags kostenlos Kaffee und Kuchen (war so angeregt worden).
    Bezüglich kritischer Anmerkungen muss ich allerdings erklären, dass alle Mitarbeiter der Klinik sehr kompetent, fachlich gut ausgebildet und einfühlsam arbeiten.

    Zu Fragen der Führung einer Klinik und bezüglich der Personalpolitik bei MEDIAN möchte ich mich hier nicht äußern.

    Unterschrift
     
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