1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Reha-Erfahrung

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Gonzo, 24. Februar 2005.

  1. Gonzo

    Gonzo Guest

    Hallöli,

    hat jemand bereits Erfahrung mit einer psychosomatischen Reha auf Veranlassung der BfA?? (Ort, Verlauf, Therapien usw.)?

    Freue mich auf jede Antwort!!

    DANKE,

    Gonzo
     
    #1 24. Februar 2005
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 26. Februar 2005
  2. anbar

    anbar Neues Mitglied

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    1.509
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    NRW
    psychosomatische Klinik

    Hallo Gonzo,
    ich war im Okt./Nov. 03 für 6 Wochen in psychosomatischer Klinik in Bad Neustadt .
    An und für sich war die Klinik ok, nur ich war zur falschen Zeit am falschen Ort.
    Das Klima da ist sehr rauh,das tut meinen Knochen nicht gut,außerdem lag die Klinik hoch oben auf einem Berg und einige Anwendungen wurden eine Klinik darunter durch geführt,tja und da ging das Probl. schon los, berg runter rennen zum Termin (Schwimmen) und dann wieder den Berg rauf. Ich habe noch Polyarthrose,Knie und Hüften vor allem.Tja das war nicht so schön.
    Der Ort war in der Jahreszeit total tot und der letzte Bus fuhr um 21 Uhr zur Klinik,bis dahin im Std. Takt,also war man ab 17 Uhr nur auf die Klinik gestellt und da war rein nichts los.Das Kaffee oben hat dann auch noch Ferien gemacht und das wars.Kein Fernsehen im Zimmer nix.
    Hab mir natürlich noch dicke fette Grippe eingefangen und war total unglücklich.
    Versuche Dir einen Ort oder eine Gegend auszusuchen,die Dir angenehm ist. Ich habe das leider nicht gemacht.

    So alles Gute
    Gruß Anbar

     
  3. Gonzo

    Gonzo Guest

    Hallo Anbar,

    vielen, vielen Dank für Deine Antwort.
    Ich habe in der BfA-Angelegenheit anwaltlichen Beistand, und der hat gesagt, daß jeder Vorschlag, der von unserer Seite den Ort betreffend kommt, wird ohnehin abgeschmettert. So bleibt nur noch das Überraschungsmoment!!
    Ich kann nur hoffen, daß es nicht so wird wie bei Dir.
    Meine Freundin war 1997 in Bad Neustadt, allerdings wegen Depressionen, d.h nicht von der BfA geschickt.

    Wenn ich Bescheid habe, wohin es gehen wird, gebe ich sofort Nachricht.

    Nochmals vielen lieben Dank!!
    Gonzo

     
  4. Monsti

    Monsti das Monster

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    6.880
    Zustimmungen:
    15
    Ort:
    am Pillersee in Tirol
    Hallo Gonzo,

    anno 1998 war ich 8 Wochen lang in der psychosomatischen Klinik Bad Zwesten, allerdings nicht von der Bfa, sondern von der KK aus, weil ich damals selbständig und nicht rentenversichert war. Aber der Aufenthalt unterscheidet sich nicht.

    Ich hatte: täglich Gruppentherapie, Einzeltherapie, Bewegungs-, Musik- und Gestaltungstherapie, ansonsten das Übliche: Massagen, Kneippen, Bäder ...

    Liebe Grüße von
    Monsti
     
  5. geusel

    geusel Neues Mitglied

    Registriert seit:
    12. Juli 2004
    Beiträge:
    81
    Zustimmungen:
    0
    hallöchen gonzo

    ich war 2001 zur psychosomatischen reha in bad bocklet für 3 wochen, die bundesknappschaft hat mich dahin geschickt.

    du wirst aufgenommen vom psychologen, erst mal abgescheckt und dann bekommst du einen therapie plan, gruppengespräche, einzelgespräche, autog.
    träning, ergo therapie, kannst noch massagen verlangen, schwimmen gehen,
    na das besprechen sie schon mit dir.
    auch über medi einnahme.

    hast du rente beantragt oder bekommst du schon und willst verlängerung??

    erzähl mal

    liebe grüße geusel
     
  6. Gonzo

    Gonzo Guest

    Hallo geusel,

    ich habe Rente im November 2003 beantragt, bin Jahrgang 1974 und befinde mich jetzt in den Mühlen der BfA.
    Erstantrag wurde abgelehnt, Widerspruch, zweiter Gutachter. Der interessierte sich brennend für meine Familie (Scheidungskind etc.) und verfasste ein 30-seitiges Gutachten. 15 Minuten war ich bei ihm...
    Dieser Gutachter kam nun zu dem Schluß, daß ich einen "nicht bearbeiteten Konflikt" in mir trage. Also psychosomatische Reha.

    Mein Problem ist, daß ich keine Diagnose habe.

    Kurz beschrieben: LWS-Versteifung 1997 + 2001 L4-S1 auf Grund von Spondylolysthesis L5 und starker Arthrose L4.
    Seit zwei Jahren nun immer wieder entzündete ISG, Arthrose in Schulter und Knie, Achillesehnenschmerz, Morgensteifigkeit. Bechterew schlossen die Ärzte nur Auf Grund des fehlenden positiven HLA-B27-Wertes aus!!!!
    Tja, die Diagnose ist mein Problem, Befunde gibt es genug.

    Bin z.Zt. auf Morphium eingestellt.

    Liebe Grüße zurück,
    Gonzo

     
  7. Gonzo

    Gonzo Guest

    Hi Monsti,

    Bad Zwesten kenne ich vom Hörensagen...
    Hat es Dir etwas gebracht???

    Erzähl´ doch mal...

    Liebe Grüße,
    Gonzo


     
  8. Monsti

    Monsti das Monster

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    6.880
    Zustimmungen:
    15
    Ort:
    am Pillersee in Tirol
    Hi Gonzo,

    ja, es hatte mir etwas gebracht. Allerdings hatte ich das erst ein gutes halbes Jahr später so richtig kapiert. Heute bin ich wirklich froh, dass ich mir die Zeit damals ans Bein gebunden hatte.

    Ich war damals unter "falschen" Voraussetzungen dort. Ich war bereits seit längerer Zeit in Psychotherapie, steckte in einer schrecklichen Ehekrise und war ganz kurz vorher das 5. Mal schwanger. Dieses 5. Mal ging leider genauso unerfreulich, weil vorzeitig zu Ende wie die anderen Male. Danach war ich nur noch fertig. Um mein Rheuma hatte sich in Bad Zwesten keiner gekümmert, da es 1. damals noch nicht diagnostiziert war und 2. meine Gelenkprobleme, die auch während des Aufenthalts z.T. heftig waren, auf die Psychoschiene geschoben worden waren.

    Nichtsdestotrotz war der Aufenthalt im Nachhinein betrachtet sehr, sehr wertvoll.

    Liebe Grüße von
    Monsti
     
  9. Gonzo

    Gonzo Guest

    Hallo Monsti,

    Ich hoffe sehr, daß mir der Aufenthalt in "Ich weiß noch nicht wo" auch etwas bringen wird.
    Psychisch derartig belastende Dinge wie Du sie beschreibst liegen bei mir nicht vor, es geht mir "nur" um meinen Körper... Daß ständige Schmerzen die Psyche und auch eine Beziehung belasten steht wohl außer Frage.
    Aber die Psyche als Ursache regelrecht zu mißbrauchen, finde ich schäbig und gemein. Nur weil sich eine Behörde um die Zahlung drücken will!
    So empfinde ich es für mich.
    ich hoffe sehr, daß Deine Psyche nach dem Erlebten mittlerweile wieder einigermaßen stabil ist, wenn das überhaupt geht..
    Es tut mir sehr leid, was Du erlebt hast müssen...

    Ganz liebe Grüße aus dem kalten und auch!!! verschneiten Norden!!!
    Gonzo


     
  10. Hofi

    Hofi Neues Mitglied

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    231
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Meck.Pom.
    Hallo Gonzo,

    ich war 2001 zu einer psychosomatischen Rhea, beantragt wurde aber durch den Orthopäden eine Rhea. Hatte mehrere OP`s hinter mir, es war die 3. Kur, keine half und die PSA war erst bei Kurantritt diagnost.
    Ich dachte, mein Schwein pfeift, als ich las, dass ich 6 Wo. in eine psychosomatische Rhea sollte und dachte gar nicht daran zu fahren, so jedenfalls die 1. Reaktion.
    Ich sagt:" jetzt habe ich also doch ne Macke...., sch..." So richtig verstanden habe ich mich nicht gefühlt. Familie riet mir zu, da ich körperlich ein Wrak war, zerfressen von Schmerzen, Nachwehen der OP`s und bei Antrag.
    Kann also deine Einstellung nach fühlen. Habe dann meine Doc`s befragt.HA meint, ist ok. Orthop.meint" ich weiß nicht so recht..." Rheuma Doc: so ein Quatsch... hatte ja in der ZZ die Diagnose,sie haben Rheuma und keine M... und meine Familie : Ist an der Ostsee, gehe baden und erhole dich. Ich war dann also doch , sogar 8 Wochen in Heiligendamm (Ostsee) und wollte nach ner Woche wieder abreisen, da die behand. Psychotherpeutin mir erklärte:" kein Wunder dass sie krank sind, sie haben ja massive psychische Probl." Habe mich dann stur gestellt, wollte auch keine Psychopharmaka nehmen und bat um einen anderen Doc. Und dann hatte ich Glück, denn dieser war neben Psychotherapeut auch Orthopäde und meinte: " eigentlich weiß ich gar nichts mit ihnen anzufangen..." Ich habe dann einige Veranstaltungen ausgewählt mit ihm abgestimmt, bekam alles an Physio, was notwendig war und habe Zeit gehabt über vieles nachzudenken.Mit meinem dortigen Doc hatte ich auch das 1. Mal die Muße überhaupt über meine Probleme mit der Krankheit zu reden,ich fühlt mich endlich verstanden.
    So war mein Fazit dann auch positiv und rückblickend war es eine sehr gute Entscheidung zu fahren, aber ich glaube, dass dies auch hätte anders aus gehen können. Ich erfuhr auch später, dass im Artztbrief die 1.Psychologin ihren Senf dazu gegeben hatte und tatsächlich als Auslösder der Krankheit die Psyche eingeschätzt hatte, obwohl ich erst durch die ständige Krankheit ,natürlich auch psychische Probleme hatte, denn mich das ganze Krankseint einfach nur noch genervt. Der Rheuma Doc hatte nach Erhalten der Briefes der BFA jedoch seinen Standpunkt zur Krankheit mitgeteilt.
    Nun ist es doch länger geworden, alsgeplant,aber mir erschien es doch wichtig, es genauer auszuführen. Ich hoffe ihr habt mich verstanden, bin machmal etwas kompliziert ( aber nur im Ausdruck....)
    Ich hoffe, du kannst etwas mit nehmen und laß dir zawr helfen, aber nichts einreden.

    mfg Hofi- auch aus dem verschneiten Norden
     
  11. Gonzo

    Gonzo Guest

    Hallo Hofi,

    vielen, vielen Dank für die ausführlichen Zeilen. Ich sauge alles auf wie ein Schwamm.
    Also, ich werde auf jeden Fall versuchen, das herauszuziehen, was meinem Körper (und meiner Seele) gut tut.
    Ich werde aber auch zusehen, daß mir niemand etwas einredet, was nicht da ist. Die Gefahr besteht ja bei jedem. Die Psyche ist ein weites Feld. Meine Schwester hat vor Jahren leider diese Erfahrung machen müssen...
    Daher auch meine Vorbehalte!-
    Hinzu kommt, daß ich es nie verstehen werde, warum Ärzte einen Patienten, bei dem Befunde vorliegen, auf seine Psyche reduzieren bzw. ausweiten, anstatt sich wirklich Mühe bei der Diagnosefindung zu geben.
    Du merkst, ich rede mich schon wieder in Rage.

    Ambulante psychologische Unterstützung zur Schmerzbewältigung habe ich bisher nicht in Anspruch genommen (dabei möchte ich es), weil mir das in der Rentenangelegenheit negativ ausgelegt werden könnte (nach dem Motto: guck´an, sie hat doch ´ne M...., gesteht sich das ein!!!). Die Erfahrung hat mein Anwalt gemacht, und der kümmert sich um nichts anderes als um BfA-Angelegenheiten.
    Ist das nicht verrückt??? Behörden!!!!!

    Wie geht es Dir denn heute???

    Alles Liebe und Gute für Dich,

    Gonzo

     
  12. geusel

    geusel Neues Mitglied

    Registriert seit:
    12. Juli 2004
    Beiträge:
    81
    Zustimmungen:
    0
    hallo gonzo

    also ich denke, oder habe genau so gedacht wie du mit dem psychoschied.
    nun muß ich dir aber sagen, das wir beide falsch liegen, denn die psyche spielt
    bei unserer rentengeschichte eine gewaltige rolle.
    ich bin 57 jahre du bist 31 jahre jung, beide haben wir starke wirbelsäulen probs,
    das sehen aber die herrschaften nicht, weil es zig tausende haben.

    psychisch ist das schon wieder ganz anderst und das habe ich heut begriffen.
    ich bin im 5. jahr des rentenverfahrens und habe jetzt wohl die letzte möglichkeit begutachtet zu werden und ich hoffe der rheumatologe sieht meinen psychischen knacks, wenn du verstehst was ich meine.

    ich muß dir das leider so sagen, das du für die noch viel zu jung bist und nur
    in " mit deinen knochenproblemen werden die dir keine rente geben, auch wenn du sie bekommen müßtest. das ist und bleibt eine ungerechtigkeit hoch 3, aber es ist die realität.

    wenn du schon begutachtet wurdest und der gutachter hat konflickte festgestellt, dann ist da doch was.

    schau dir das bei der reha an und lass alles ruhig und besonnen auf dich wirken.

    ich bin da auch wieder AU entlassen wurden, aber 3 sätze habe ich mir eingeprägt und da übe ich heut noch.

    gib mir die kraft, zu ändern, was ich ändern kann

    gib mir die gelassenheit, hinzunehmen, was ich nicht ändern kann

    gib mir die weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden

    ist nicht leicht das zu lernen, für mich sag ich das, nicht weil ich schon so alt bin, ne weil ich immer stark war und immer jeden geholfen habe, weil ich immer perfekt sein wollte und es jedem recht machen wollte.
    mich habe ich wohl dabei immer vergessen.

    ich gehe jetzt zur psychotherapie mit ganz anderen gedanken, weil ich etwas
    für mich tun will.
    ob ich dadurch nun weniger schmerzen haben werde, bezweifle ich noch, aber vielleicht lerne ich anderst damit um zugehen, mich manchen menschen wie ärzte und dummschwätzer anderst gegenüber stellen und mich nicht immer rechtfertigen zu müssen.
    auch das ich dazu meine soziale sicherheit benötige, ist für mich sehr wichtig.

    ja was soll ich dir noch sagen. wenn dein gesundheitszustand noch ne möglichkeit hat, sich zu regenerieren, da du ja noch sehr jung bist, dann nutz alles was man dir bitet.

    ansonsten frag wenn du noch was wissen willst.

    liebe grüße geusel
     
  13. Mücke

    Mücke Guest

    Hallo Gonzo,

    ich bin seit Weihnachten in einer psychosomatischen Klinik mit Ganzheitsmedizin. Unter anderem werden hier auch Schmerz- und Fibropatienten behandelt. Ich bin mt der Behandlung sehr zufrieden, nette Therapeuten und Ärzte. Lediglich das essen könnte etwas besser sein, grummel, aber das ist ja nicht ausschlaggebend. Falls Du noch Fragen hast, kannst du gern eine pn schicken oder unter www.michael-balint-klinik.de eingeben und dort schauen.

    Viel Glück Mücke
     
  14. Gonzo

    Gonzo Guest

    Hallöchen Geusel,

    Deine Zeilen beinhalten wirklich viel Stoff zum Nachdenken...
    Ich merke, daß ich noch lange nicht so weit bin wie Du, was Akzeptanz und Gelassenheit angeht.
    Meine Erkrankung (was auch immer es ist) lerne ich langsam zu akzeptieren, Hilfe bei der Schmerzverarbeitung nehme ich in der Reha dann gerne entgegen.
    ABER: Das Verständnis für das Handeln und auch Unterlassen der BfA fehlt mir total, und das ganze Verfahren trägt sicherlich auch einen großen Teil dazu bei, daß es meinem Körper schlechter geht, als es ihm gehen müßte..
    Ich sehe ein, daß ich an mir arbeiten muß, daß ich alleine mit meinen körperlichen Gebrechen nicht weiterkommen werde.
    Dabei sind auch Deine Nachrichten sehr hilfreich. DANKE

    Alles Liebe für Dich,

    Gonzo




     
  15. Gonzo

    Gonzo Guest

    Hi Mücke,

    danke für Deine Nachricht.
    Werde mir die von Dir genannte Adresse einmal anschauen.

    Dir wünsche ich viel Erfolg in der Klinik und alles Gute!!

    Bis demnächst,

    Gonzo