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Reduzierung von Cortison

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Anonym, 7. August 2003.

  1. Anonym

    Anonym Guest

    Hallo ihr Lieben,
    war heute beim Rheumadoc.BSG ist bis auf die erhöhten Leberwerte ,wieder OK.
    Da ich neben Pso.Arthitis auch Osteoporose habe,fragte ich ihn ,ob ich die Predni H
    (z.Zt.12.5mg am Tag)nicht reduzieren könnte.Klar,sagte er und reduzierte auf morgens 5mg und abends2.5mg.
    Aber ,wie ich von einigen hier mitbekommen habe,wird das Cortison langsam reduziert, oder? Und um wieviel mg in der Woche?

    Lg Guckidu
     
  2. susannegru

    susannegru Neues Mitglied

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    Hallo Guckidu,
    ich nehme seit 1995 durchgehend Decortin H 5, zuerst bis auf maximal eine Stoßtherapie pro Jahr nur 5 mg (wegen der Bronchien). Seit es mit dem Rheuma so schlimm ist, d.h. seit zweieinhalb Jahren fast immer 10 mg und etliche Stoßtherapien mit 40mg beginnend. Stichwort: Man geht hoch rein, zuerst relativ schnell runter. Ab 15 mg wird es dann bei mir schon brenzlig. Ab 10 mg hat mir ein Krankenhausarzt einmal gesagt, da muss man sich dann selbst durchwurschteln. Warum nimmst Du abends auch Decortin? Das ist ganz ungesund für die Nebenniere, da der Rhythmus total gestört wird. Abends nimmt man eigentlich nur als Asthmatiker, weil nachts die lebensbedrohlichen Anfälle kommen. Und das auch nur für sehr kurze Zeit, nie als Dauertherapie. Ich reduziere inzwischen ab 15 mg alle 4 Wochen 2,5 mg. Ab 10 mg nur noch in 1 mg Schritten, Frühestens nach 4 Wochen. Ich habe früher viel zu schnell reduziert und bin x Mal abgestürzt. Alles war viel schlimmer als vorher, man musste praktisch nochmal von vorne anfangen. Zuerst würde ich an Deiner Stelle versuchen, auf eine morgendliche Dosis umzustellen. Besorge Dir auf jeden Fall einmal die Informationsschriften, die hier in der linken Spalte unter RO angezeigt werden. Das ist sehr wichtig.
    Es gibt auch eine andere Therapie, ich glaube sie heißt zirkadian, man nimmt dann einen Tag 5 mg den nächsten 10 mg, dann wieder 5 mg. Die wird bei Asthmatikern empfohlen, die Nebenniere soll dadurch am 5mg Tag einen Kick bekommen. Da aber das Befinden der Rheumatiker jeden Tag gleich schlecht ist, (deshalb kriegt man ja auch soviel Cortison) ist eine gleichmäßge Einnahme von 7,5 mg am Tag angenehmer. Die Bronchien spielen ja nicht 24 Std am Tag verrückt. Hoffe, ich habe mich einigermaßen verständlich ausgedrückt.
    Hast Du denn keine Basismedikamente?
    In Deinem Fall würde ich skeptisch sein. Hast Du einen Rheumadoc oder macht der Hausarzt alles?
    Beste Grüße von Susanne
     
  3. VerenaHH

    VerenaHH KrankeSchwester

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    Reduzierung

    Hallöchen;

    also ich würde auf keinen Fall um mehr als 5 mg pro Woche reduzieren und ab ca 15 mg sogar in 2,5 mg Schritten. Alles andere ist nicht so gut. Aber das sollte der Arzt auf jeden Fall wissen.
    Nur wenn Du mal für max ein paar Tage was genommen hast, kann man sich das ausschleichen sparen.
    Trete dem Doc mal auf die Zehen. ;-)


    Gruss
     
  4. Monsti

    Monsti das Monster

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    Hi Guckidu,

    nehme seit 2 Jahren Cortison (begonnen mit 30 mg Urbason, lange auf 6,25 mg Prednisolon, seit vorigem November bei 4 mg Urbason). Seit 2 Wochen bin ich dabei, von 4 mg auf 3 mg zu gehen. Da mein letzter Reduktionsversuch sehr schmerzhaft abgebrochen werden musste, gehe ich jetzt extrem langsam ran. Inzwischen nehme ich an einem Tag 4 mg, am nächsten 3 mg, dann wieder 4 mg. Ab nächster Woche nehme ich 2 Tage lang 3 mg, einen Tag 4 mg, dann wieder 2 Tage 3 mg. Bisher komme ich gut klar. Denke, dieses Mal wird es klappen.

    Also: Falls Du auch schon lange Corti nimmst, lass Dir auf jeden Fall viel Zeit!

    Viel Glück und liebe Grüße von
    Monsti
     
  5. Anonym

    Anonym Guest

    Hallo Susanne,Monsti und Verena

    ich bekomme erst seid 4 Wochen Cortison,12,5mg
    und seid 2 Wochen Pleon,als Basismedi!
    Das Corti habe ich schon 4 Wochen in der Dosis,morgens10mg und abends 2.5 mg genommen.Werde den Doc.morgen nochmal anrufen und das abklären.

    Danke für eure Antworten
    Lg Guckidu
     
  6. Wolf_55

    Wolf_55 Guest

    Schnell weg von Cortison

    Hallo Guckidu!

    Habe auch die negative Erfahrung der zu schnellen Reduzierung von Cortison gemacht.
    Nehme jetzt ununterbrochen seit mehr als 3 Jahren Decortin. Habe auch mit 30 mg angefangen und wollte, da dieses Zeug sich ständig mit meinem Humalog (Insulin) streitet, so schnell als möglich weg davon. Habe es zeitweise bis auf 10 mg pro Tag geschafft. Doch immer wenn ich mich darüber freute, kam ein neuer Schub und schon war ich wieder bei 20 mg.
    Da ich mir den Urlaub nicht versauen wollte, der dann ein Hitzeopfer wurde, hatte ich es bei 20 mg belassen. Bin gerade dabei "abzusteigen", seit 3 Tagen 15 mg, aber der Unterschied ist bereits in den Fingergelenken zu spüren. Werde es diesmal, wie schon hier beschrieben, in ganz kleinen Schritten versuchen. Vielleicht habe ich ja mal Glück und erreiche mein "Endziel" von 5 mg auch einmal.

    Liebe Grüße Wolfgang
     
  7. Emma

    Emma Guest

    Cortison

    Hallo Guckidu!

    Wie auch die Vorredner gesagt haben, sollte das Cortison möglichst langsam ausgeschlichen werden.
    Die Nebenwirkungen der Abend-Cortison-Gabe ist ungleich höher als die Wirkung! Überlege mal, ob Du es wirklich abends benötigst!
    Ansonsten ist wichtig, es morgens zwischen 5h und 8h zu nehmen, da der Körper in dieser Zeit darauf eingestellt ist, das körpereigene Cortison aufzunehmen.

    Bekommst Du tatsächlich erst seit 4 Wochen überhaupt Cortison?

    Eine noch bessere Möglichkeit wäre, das Cortison zu wechseln.
    Du nimmst jetzt Predni H. Das ist als Wirkstoff Prednisolon.
    Wechselst Du allerdings auf Predni M, dann hast Du als Wirkstoff Methylpredisolon. Eine Weiterentwicklung!
    Der Vorteil ist, dass das Predni M nicht mehr das Kalzium aus den Knochen zieht!

    Du musst allerdings darauf achten, das 5mg Predni H so wirksam sind wie 4mg Predni M.
    Diese gibt es in 4mg Tabletten, oder 8mg. Du kannst sie allerdings wunderbar vierteln.

    Ein schönes Wochenende und Erfolg beim Rheumatologen
    Emma
     
  8. Kayla

    Kayla Guest

    Cortison

    Also ich denk auch es kommt drauf an wie lang du das Cortison schon nimmst, anfangs, nach ein paar Tagen kann man eigentlich gut runtergehn, wenn du es allerdings schon länger nimmst, dann musst du es echt ganz langsam versuchen. Bei Urbason hab ich auch die feststellung gemacht das es am besten geht mit einem tag 4, dann 3 bzw. die menge die du halt grade hast. Auf jedenfall mit ruhe und nicht zuviel erwarten...

    liebe grüße und ganz viel erfolg beim ausschleichen.

    ps: das die ärzte das oft so sehn mit selber probieren ist mir auch schon passiert, manche haben mir ziemlich absurde ausschleichschritte empfohlen...

    bye
    Kayla
     
  9. Peewee

    Peewee Guest

    Hallo Guckidu,
    habe leider auch die Erfahrung gemacht mit schlimmeren Schmerzen als ich mit dem Corti zu schnell runter bin. Nehme Decortin H immer Morgens zwischen 6:00 und 8:00. Habe vor einem Jahr mit 100mg angefangen und seit ich bei 20mg war gehe ich jede Woche ein halbes mg runter.
    LG Peewee
     
  10. klaraklarissa

    klaraklarissa Neues Mitglied

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    Hallo Ihrs,

    vergesst nicht, das Eure Docs Euch bei der Prednisolongabe mit Calzimangon D3 (1000mg tgl.) oder ähnlichem absichern sollten. So führt Ihr wenigstens die Calziummenge, die durch das Cortison verlorengeht Eurem Körper wieder zu.
    Ich bin eben wieder mal in einem Predni - Stoss. Hatte 100 mg und bin jetzt eben bei 22,5. Das Reduzieren ist wirklich schwierig und verlangt Fingerspitzengefühl. Seit über einem Jahr bin ich nicht mehr unter 10 mg :( gekommen ..leider. Dies hängt aber sicher damit zusammen, das ich noch immer nicht die richtig wirksame Basismedikation habe. Ich war ja jetzt 4 Wochen ..... puhhhhhhhhhhhhhhh bei der HItze :eek: ....... stationär, eigentlich in der Hoffnung, das die Basismedikation nochmals umgestellt wird, aber "man" will nochmal ein viertel Jahr abwarten ..... "man will warten" <---- alles Käse : Ich muss warten und aushalten, nicht "man".

    Heute früh ists ja erträglich, aber die Sonne putzt sich schon wieder. Ich wünsche Euch einen kühlen Tag oder wenigstens einen kühlen Platz.
     
  11. susannegru

    susannegru Neues Mitglied

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    Liebe Cortison-LeidensgenossInnen,
    habe auch zuerst Urbason bekommen, die Reduktion erfolgte wöchentlich um 5mg. Das war das erste Mal. Da kann man das wohl machen und dann auch prompt aufhören. Ein zweites Mal hatte ich noch eine Stoßtherapie von 20mg, 10 Tage lang, dann 0mg. Alles bestens bis dann nach einer Zeit der Absturz kam. Wenn die Basismedikation nicht stimmt, wird alles noch viel schlimmer. Die Erkrankung, da chronisch, lebt einfach wieder auf.
    Je länger man Cortisontabletten nimmt, desto mehr verändert sich die Nebenniere. Deshalb das langsame Ausschleichen, das jeder für sich herausfinden muss. Dass Urbason keine Entkalkung verursachen soll, ist mir neu. Gibt es da gesicherte Quellen? Ich bevorzuge Decortin H, da man es auch in 1 mg Tabletten bekommt. Außerdem entsprechen 5mg Decortin H: 4 mg Urbason. Man kann es also langsamer ausschleichen. Einen Wirkungs- bzw. Nebenwirkungsunterschied habe ich nicht gemerkt.
    Beste Grüße von Susanne
     
  12. klaraklarissa

    klaraklarissa Neues Mitglied

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    Hallo Guckidu,

    mit [​IMG] wär das nicht passiert :D ...nix für ungut ;)
     
  13. Monsti

    Monsti das Monster

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    @Susanne, aber auch die anderen

    Hallo Susanne,

    dass Methylprednisolon die Entkalkung des Körpers NICHT aufhält, ist leider eine Tatsache. D.h., Kalzium/Vit.-Gaben sind genau notwendig wie unter Prednisolon. Die Nebenwirkungen, wie Wasseransammlungen oder extreme Hautverdünnung sind halt etwas geringer. Das ist meine Erfahrung, und ich muss ja ständig zu diesen Knochendichtemessungen, mit entsprechenden Ergebnissen :(.

    Übrigens habe ich es mit meiner oben beschriebenen Methode tatsächlich sehr problemlos geschafft, von 4 mg Urbason auf 3 mg zu kommen :D *happy bin*.

    Grüßle von Monsti