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reaktive polyathritis auf Grund einer Darmerkrankung

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von Huxelrebe, 18. Oktober 2011.

  1. Huxelrebe

    Huxelrebe Neues Mitglied

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    hallo zusammen, ich bin neu hier und habe eine Dickdarmentzündung gehabt und danach Schmerzen in der Hand bekommen, man dachte erst es ist eine Sehnenentzündung auf Grund einer Nebenwirkung, doch als ich auch noch furchtbare Schmerzen in linken Knie und Fuß bekommen habe, wurde ich zum Rheumatologen geschickt. Er hat gesagt ich hätte HLA B27 positiv und durch die Darmerkrankung jetzt diese schmerzen. Ich nehme jetzt seit einanhalb Wochen 15 mg Kortison und Pleon RA (2 am Tag) es tritt überhaupt keine Besserung auf und morgens ist immer besonders schlimm!! Mache Quarkwickel und kühle.. hilft nicht wirklich.. Was macht ihr für eine Besserung der Schmerzen und wie geht ihr auf der Arbeit damit um? Bin schon 4Wochen daheim, das ist furchtbar und ein Ende ist nicht in Sicht..
     
  2. anurju

    anurju anurju

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    Hallo Huxelrebe,

    das kenne ich nur zu gut. Wenn du in der Suche reaktive Arthritis eingibst, kommst du auch auf meinen Beitrag.
    Es hat bei mir lange gedauert bis die Schmerzen besser wurden und letztlich hat wohl erst die Basistherapei mit MTX Erleichterung gebracht. Ausgestanden ist das alles aber dennoch nicht...
    Ich würde dir dringend raten, den Arzt nochmal zu kontaktieren.
    Und am besten auch zu einem Schmerztherapeuten zu gehen (unter Schmerztherapie findest du im Suchbefehl dazu auch einige Artikel - u.a. einen von mir mit links).
    Man muss sich nicht so quälen - Schmerzen kann man nicht komplett nehmen (zumindest bei mir noch nicht), aber deutlich erleichtern.
    Und dafür muss man dann leider oft kämpfen...
    Alles Gute und baldige Besserung wünscht
    anurju :)
     
  3. Putzel

    Putzel Mitglied

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    Hallo Huxelrebe,
    laut Arzt geht Rheuma auch auf Organe etc. es ist also umgekehrt, das Rheuma hat sich bei Dir wahrscheinlich zuerst im Darm bemerkbar gemacht.
    Bei mir war es die Schilddrüse. Der Nuklearmediziner sagte mir, dass das Rheuma sich bei mir den Weg über die Schilddrüse gebahnt hat.
    Bin äusserst auf der Hut und lebe total gesund. Außerdem versuche ich mich immer wieder abzulenken und hab mir Arbeit aufgebürdet, die ich jetzt garnicht so richtig bewältigen kann. Ich bin extrem langsam geworden.
    Aber meine Therapie ist derzeit 5mg Cortison (Prednison) und 7,5 mg MTX-Spritzen pro Woche. Ob das langt, ,muss sich noch herausstellen. Anfangen musste ich mit 40 mg Cortison pro Nacht, das ging so 8 Tage, dann fortlaufend Dosisverringerung. Zwischendurch musste ich wieder steigern, weil die Entzündungswerte wieder stiegen, aber wie gesagt, derzeit stehe ich auf 5 mg u. d. MTX.
    Die Schmerzen sind nie ganz weg, nehme deshalb noch Schmerzmittel. Da gibt es Opiate. Anfangs haben die Ärzte Salto geschlagen, aber das hat sich offiziell immer mehr durchgesetzt, weil die Opiate nicht abhängig machen, wie das vorher immer behauptet wurde. Und ich selbst kann das nur bestätigen. Ich hab dadurch wieder mehr Lebensqualität bekommen und konnte sogar ein Fitness-Training anfangen und : Ich konnte die Schmerzmittel-Dosis halbieren !! Tja.... soviel zur Abhängigkeit. Jetzt höre ich von keinem Arzt mehr ein Gegenargument !!
    Diese Höllenqualen muss man nämlich heutzutage nicht mehr aushalten.
    wie gesagt - nicht ganz weg - aber erträglich .
    Ganz liebe Grüße und ich wünsche Dir viel Kraft und Kampfgeist.
    Nämlich: Das alles auch durchzusetzen und den richtigen Arzt zu finden, das ist eine Anstrengung für sich.
     
  4. mimi67

    mimi67 Aktives Mitglied

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    hallo huxelrebe,
    willkommen im club! ich habe auch seit einigen monaten die diagnose reaktive arthritis, sie wurde wahrscheinlich durch chlamydien ausgelöst.
    meine schmerzen kommen und gehen wie wahrscheinlich bei den meisten hier auch schubweise. besonders blöd finde ich meine ruheschmerzen, die ich derzeit immer in der hüfte und im iliosakralgelenk habe. ruheschmerz heißt für mich als büroarbeiterin: praktisch den ganzen tag, sobald ich mich an meinen schreibtisch setze, tut mir meine hüfte weh. das finde ich natürlich große klasse... :rolleyes: kleiner scherz am rande! sobald ich klarheit habe, dass meine arthritis chronisch ist und mir das irgendwer bescheinigt, werde ich einen höhenverstellbaren arbeitsplatz beantragen, damit ich nicht immer sitzen muss, sondern auch mal stehen kann. eine kollegin von mir hat bechterew und hat mit so einem arbeitsplatz gute erfahrungen gemacht. ich sehne jetzt schon die jahresfrist herbei, ab der dann auch der arzt sagen kann, dass es bei mir jetzt nicht mehr weggeht und als chronische krankheit durchgeht.
    ich habe inzwischen ganz gut begriffen, dass ich mein leben dauerhaft umstellen muss: weniger stress, mehr zeit für mich. und: nicht mehr nach dem bus laufen :D, denn das rächt sich meist furchtbar, indem ich 2 tage freunde an wunderschönen stechenden schmerzen im hüftgelenk habe! und vor allem: mut und zuversicht sind aus meiner sicht das wichtigste. schübe kommen und gehen, also kopf hoch! es wird auch wieder besser werden!
    bzgl. dem umgang mit den schmerzen kann ich mich meinen vorrednerinnen nur anschließen: schmerzen müssen nicht sein bzw. man kann etwas dafür tun, dass sie erträglich sind. und dann braucht man eben auch mal was wirklich starkes, um die schmerzen zurückzudrängen.
    meine persönliche physikalische schmerztherapie ist schwimmen, da joggen natürlich gar nicht mehr geht. ich gehe 2-3x pro woche ins schwimmbad und schwimme 75 minuten meine bahnen. wenn ich hinterher aus dem wasser komme: das ist manchmal die einzige zeit, wo ich wirklich schmerzfrei bin.
    lass dich nicht klein kriegen!
    mimi67
     
  5. Mummi

    Mummi Neues Mitglied

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    Hallo Huxelrebe,

    habe auch reaktive Arthritis, seit 2005, diagnostiziert 2009.
    habe Mimmi 67 schon geantwortet, kannst gerne dort mal nachlesen. Ich selbst bin HLA B27 negativ, woran eine
    entsprechend frühe Diagnose wohl gescheitert ist. Dafür bin ich dann ANA positiv :o.
    Ich finde es gut, dass dein Rheumatologe schnell reagiert hat und du neben Corti auch eine Basis erhälst.
    Daumendrück das es dir bald bessser geht.

    Liebe Grüße

    Mummi
     
  6. Mummi

    Mummi Neues Mitglied

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    Nachschlag :D:

    Das Sulfasalazin brauch ne Weile bis es richtig wirkt. Schau mal unter Medikamente (linker Rand) nach
    und Corti hat bei mir auch fast 14 Tage gebraucht bis ich ne richtige Wirkung bemerkte. Ich hatte damals 7,5 mg.
    Bei einem früheren Stoßtest bekam ich 50mg, das hatte bereits nach zwei Tagen gewirkt.

    Mummi
     
  7. Huxelrebe

    Huxelrebe Neues Mitglied

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    hallo allebzusammen, danke für eure Hilfe, ich gehe heut nochmals zum Doc, hoffe er kann mir helfen..
     
  8. alexander88

    alexander88 Neues Mitglied

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    morbus reiter syndrom

    hallo alle miteinander, ich selber hab das alles nicht aber mein sohn, ist dieses monat ins spital gekommen mit schmerzem im knie rechts, das schon 3 wochen geschwollen war, keiner tat was, dann kam hodenentzündung dazu die er aber vor einem monat schon hatte, er wurde auf alles untersucht was geht, bekam eine salbe und antibiotika, für hoden und knie, er kam dann ins spital weil er es nicht mehr aushielt mit den schmerzen, dazu sah er auf einem auge nur nebel und war angeschwollen, im spital angekommen stellten sie fest, das knie geschwollen den daumen geschwollen, hoden entzunden, iriesentzündung auf einem auge, so jetzt wussten síe nicht was das war, bis die augenärztin tippte auf morbus reiter, er wurde in ein rheumaspital überführt, hatte aber schon auf beiden augen irisentzündung, die augenärztin empfahl eine corti therapie, er bekam eine tab einenhalb tage am abend, er war verzweifelt, es sah nichts mehr nur mehr durch einen starken nebel, ich als mutter drehte fast durch, warum wollen viele ärtzt den rat anderer ärzte nicht annehmen??? er hat dann eine woche in diesem spital verbracht, hat aber nichts ausgerichtet, sei haben ihm nach hause gesandt mit einer prednisolon therapie, und die augen werden regelmässig kontrolliert, warum dauert das alles so lange bis die ärzte reagieren, ich suchte im internet wie ich ihm helfen kann, wie diese krankheit ist, gibt es eine hoffnung?? aber mir haben jetzt schon eure komentare geholfen damit ich ihm einige tipps geben kann, aber er wartet auf dem bluttest wegen HLA B27 das dauert noch 14tage, diese werden lange, die krankheit hat inzwischen sehr viel chancen weiter zu gehen, ich hab angst davor was da noch draus wird, danke das so etwas gib wie dieses forum:o:top: macht bitte weiter danke
     
  9. anurju

    anurju anurju

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    Hallo alexander,

    ich kann deine Sorgen nur zu gut verstehen - bei mir dauerte es 8 Monate, bis die Diagnose stand.
    Augenentzündung mit mangelnder Sicht... hatte ich auch - da bekommt man wirklich Panik. Und auch hier kam kein Arzt auf einen rheumatologischen Hintergrund.
    Aber: es besteht eigentlich kein Grund für eine große Angst. Die Wirkung der Medikamente setzt erst langsam ein - aber - zumindest bei mir ist das Sehvermögen normal wieder gekommen und auch die anderen Entzündungen haben bislang noch zu keinen gravierenden Schäden geführt. Es dauert bei mir wohl aber auch noch eine ganze Weile bis die Basistherapie ausreichend wirkt.
    Aber es besteht oft die Chance, dass so eine Geschichte folgenlos ausheilt und das wünsche ich deinem Sohn von Herzen.
    Bei mir hat sich leider eine Chronifizierung eingestellt - aber auch damit lässt sich leben.
    Wichtig ist, dass er zu einem erfahrenen Rheumatologen kommt und nicht den Mut verliert.
    Zusätzlich vielleicht ein guter Schmerztherapeut - denn diese Schmerzen sind oft gruselig...

    Ich drücke feste die Daumen, dass es bald aufwärts geht.
    Liebe Grüße von anurju :)
     
  10. Putzel

    Putzel Mitglied

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    Hallo Alexander 88,
    das tut mir furchtbar leid mit Deinem Sohn , und ich kann's Dir 100%ig nachfühlen!
    In Bezug auf die entzündeten Hoden würde ich wirklich zum FA für Urologie gehen. Ernstgemeinter Rat. Es schadet ja nicht,wenn der mal drauf schaut.
    Es gibt eben die bestimmten Spezialgebiete, von denen andere Ärzte eben keine - oder nicht viel Ahnung haben.
    Sei wachsam,,,,aber das bist Du ja.
    Jetzt müsste man noch wissen, was das für ein "Spital" war. Ein einfaches Krankenhaus ist da glaub ich nicht sehr hilfreich.
    Ein KH mit rheumatologischer Abteilung , mit einer guten Augenklinik dabei wär net schlecht und eben auch eine urologische Abteilung. Die Augen müssen auch speziell nachgeschaut werden. Man kann nicht alles in einen Topf stecken, weil man eben nix Genaues weiß.
    Liebe Grüße
    Grit Alles Gute und Liebe für Dich und Deinen Sohn. Ich drück alle Daumen, die ich hab!
     
  11. alexander88

    alexander88 Neues Mitglied

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    hallo anurju

    danke für den beitrag und die tröstlichen worte. ich bin froh das es dieses forum gibt, den da gibt es so viele erfahrungen, die mich beruhigen, wenn das bei dir auch war mit den augen, und das sich das eh gelegt hat.
    wir warten auf den test der das HLA B27 betätigt. dann kann er erst wirklich einen rheumatologen aufsuchen, denn sonst glaubt ihm ja wieder niemand.

    denn in dieses spital geht er nicht mehr.!!!:mad:
    es war ein rheuma spital und die tun nichts.

    schmerzen hat er momentan nicht, nur mit verstopfung kämpft er, ich glaube das ist das prednisolon.

    die augen sind noch immer mit schleier bedeckt und schwarze punkte sieht er immer die mitwandern beim sehen.:confused:

    der knöchel spürt sich an wie wenn er eingeschlafen wäre und gerade aufwacht, so brenneselt er und sticht wenn er es angreift. oder wenn er nur einfach nur ruhig ist.

    ich danke dir lg alexander88
     
  12. alexander88

    alexander88 Neues Mitglied

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    hallo Grit

    danke das du mich verstehst, er war immer bei einem urologen, mit antibiotika ist es bis jetzt immer zurückgegangen, aber ich bin nur neugierig ob es das nächstemal auch gut geht.

    ich hoffe das er sich nicht seine familienplanung kaputtgemacht hat:o

    er war in einem rheumaspital, die eine woche nichts gemacht haben ausser antibiotika per infusion gegeben, und dann als sie sahen das er immer schlechter sah corti 100 . erst beim entlassen haben sie festgestellt das er die blutuntersuchung auf HLA B27 noch nicht gemacht hat. kann man die nicht doppelt machen???? wenn man es nicht genau weis wer hat es gemacht oder wann????:mad: deshalb bin ich nicht mehr so gut zu sprechen auf dieses spital.


    ja ich suche jetzt eine ambulanz die alles ansehen kann, urologie, augen, rheuma, deine daumen werden mir dabei helfen das richtige zu finden.

    danke alexander88