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reaktive Arthritis

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von Schwiecker, 4. Februar 2013.

  1. Schwiecker

    Schwiecker Mitglied

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    Hallo zusammen,
    bin relativ neu hier und mit noch keiner genauen Abklärung meiner Erkrankung. Ausser das ich mit dem Wert HLA-B27 und einem Verdacht auf reaktiver Arthritis oder doch Bechterew, erstmal klar kommn muß.

    Hatte 2003 den ersten Schub, so was wie Anflug bei einer Grippe Gliederschmerzen, hoher Puls, Abgeschlagenheit, leichte Temperatur, nächtliche Schweißattacken.Erhebliche Beckenschmerzen die bis ins Bein und in den Ischias ausstrahlten ließen mich nicht zur Ruhe kommen. Nach zwei Wochen Antibiotika und IBu war es völlig weg. Geblieben sind mehrere Monate Erschöpfungsgefühl, Kraftlosigkeit, Wetterfühligkeit und Schmerzen in Armen und Händen/Fingern. Zweiter Schub erst 2009 wieder Becken ,Ischiaschmerzen ,das volle Programm wie beim ersten mal. Wieder die selbe Behandlung ,Antibiotika, IBU. Wieder ging es weg. Doch 2012 erwischte mich die Symptomatik erneut und der Verlauf war hartnäckiger. Mit Antibiotika und Schmerzmittel wurde der vermeintliche Infekt nur gedrückt sobald ich die MEDIS absetzte kam alles in Kürze wieder. 2x Krankenhaus CT Abdomen LWS Knochencinti kein Befund, ausser degenerative Arthrose im ISG. Wechsel mehrerer Ärzte jetzt erstmals Antigen entdeckt und Verdacht auf reaktiver Arthritis mit Infektbeteiligung. Leidre wurde viel zu spät nach einem Keim gesucht und immer mit Breitband Antibiotikum behandelt. Jetzt wird nmach Antikörpern gesucht. chlamydien ,Mykoplasmen ,Ureaplasmen ohne Befund. Ich drehe noch am Rad . Ausserdem habe ich eine eigentlich unproblematisch versteifte Skoliose die mir keinen Kummer macht in Zusammenhang mit Bechterew und Entzündungen wird es mir jedoch mulmig.

    Kennt jemand von Euch solch einen Verlauf oder hat eine Idee??? Dazu sagen muß ich noch das ich eine leichte Schuppenflechte am Kopf und unterm Fuß habe.

    Meine Rheumawerte sind alle negativ.

    Freue mich auf Antwort vielen Dank

    Geli
     
  2. Nachtigall

    Nachtigall Aktives Mitglied

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    Hallo Geli,
    erst mal herzlich willkommen hier im Forum!

    Negative Rheumawerte sagen nicht viel aus, es gibt einige "seronegative" Rheumaformen. Morbus Bechterew ist eine davon, auch Psoriasis-Arthritis, das ist das Schuppenflechtenrheuma, auf das du auch untersucht werden solltest. Du solltest so bald wie möglich zu einem internistischen Rheumatologen gehen und dich gründlich durchchecken lassen. Falls es "nur" ein reaktives Rheuma ist, hast du gute Chancen, es wieder loszuwerden. Beim Knochenszintigramm sieht man Entzündungen nicht immer, dagegen sieht man beim MRT (Kernspin) - mit Kontrastmittel - alles sehr gut.
     
  3. Schwiecker

    Schwiecker Mitglied

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    vielen Dank für Deine Zeilen

    Liebe Nachtigall,

    vielen Dank das Du mir geantwortet hast. Leider konnte bei mir kein MRT gemacht werden ich habe eine versteifte Skoliose mit Material und Schrauben in der Wirbelsäule. Wegen der Magnetdelder konnte nur ein CT mit Kontrastmittel und eine Knochencinti mit Kontrastmittel geamacht werden.


    Ich kann es auch kaum erwarten endlich bei einem Facharzt wie einem Rheumatologen zu kommen muß noch 10 Tage warten dann ist es soweit.Wie wurde denn bei Dir rie Reaktive Arthtritis festgestellt. Und sind die Antikörper immer nachweisbar??

    Liebe Grüße
    Geli
     
  4. Nachtigall

    Nachtigall Aktives Mitglied

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  5. Schwiecker

    Schwiecker Mitglied

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    infektreaktive Arthritis

    Liebe Nachtigall,

    vielen Dank für den Hinweis.Entschuldige die Verwechslung:confused:

    Ich habe mich bei bei Dir vertan vor lauter surfen im Netz. ich hab Deine Krankenvita gelesen. Ganz schön heftig:(

    Ich glaube fast das bei mir die Antikörper bestimmt nicht mehr nachweisbar sind vielleicht habe ich ja auch garkeine, obwohl ich diese Gen habe???? Ich weiß es schon nicht mehr??? Alle Symptome deuten zwar daraufhin ,aber ausser einem leichten Magendarminfekt hatte ich nichts ,kann nicht glauben das da ein Zusammenhang besteht.

    Vielen Dank für Deine Untersützung:top:

    Sende Dir liebe Grüße

    Geli
     
  6. magdalena1256

    magdalena1256 Mitglied

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    infektreaktive Arthritis

    Hallo Nachtigal,
    ich war richtig froh, als ich Deinen Beitrag gelesen habe, indem Du geschrieben hast:
    'Beim Knochenszintigramm kann man Entzündungen nicht immer sehen'.
    Bei mir war es nämlich so, es wurden 'nur' degenerative Veränderungen in beiden Schultergelenbken, LWS-/S-Übergangsbereich , Kniegelenk links, festgestellt und der Hinweis: keine typischen Hinweise auf eine PCP.
    Ich bin total verunsichert.
    Ich habe ständig Ergußbildungen in beiden Händen, in beiden Schultern, Ellbogen usw, obwohl ich MTX spritze und oft Cortisonspritzen bekomme. Kaum Besserung.
    Vor 2 Jahren hatte ich mal ein MRT - Lendenwirbelbereich- dabei wurde Bandscheibenvorfall L5/S1 und Wurzeltaschenzysten festgestellt.
    Ich fühle mich irgendwie hilflos, ich habe meinen Rheumatologen angesprochen und irgendwie bewegt sich nichts.
    Ich bewältige kaum meinen Teilzeit Job und von der Hausarbeit, oje, da bleibt fast alles liegen.
    Ich bin für jeden Tipp dankbar: Was kann ich noch tun?
    Liebe Grüße
    Magdalena


     
  7. Nachtigall

    Nachtigall Aktives Mitglied

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    @ Geli:
    Kein Problem, wenn du was missverstanden hast. Ich habe mich wohl nicht deutlich genug ausgedrückt :o
    Wart einfach mal den Rheumatologentermin ab, dann kannst du alle Fragen stellen. Wenn es viele sind, ist es sinnvoll, sich Notizen zu machen. So mache ich das immer, bringe meine Anliegen vor und schaue dann auf den Spickzettel, ob ich was vergessen habe. :vb_cool:


    @ magdalena:
    Gelenkergüsse können auch von Arthrose kommen. Lies hier: http://flexikon.doccheck.com/de/Gelenkerguss
    Wenn es bei dir Arthrosen sind und die Basismedikation nicht ausreicht, wäre es sinnvoll, mal einen Orthopäden zu konsultieren. Ich bin im Moment bei einem rheumatologischen Orthopäden zur Abklärung meiner Arthrosen, denn bei Rheuma ist es sinnvoll, zu einem Orthopäden mit Zusatzausbildung Rheumatologie zu gehen.
    Deine Schwierigkeiten, Teilzeitjob und Hausarbeit zu bewältigen, kenne ich zur Genüge. :cool:
     
  8. jussoe

    jussoe Mitglied

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    Hi Schwiecker,
    mich hats nun auch wieder erwischt. Ich hatte ca 2006, etwa 1 1/2 Jahre eine reakt. Arthritis nach Chl. Trachomatis. Bis vor einem halben Jahr war ich beschwerdefrei.
    Februar 2012 bis März hatte ich eine nicht abklingende Erkältung. Dann ging die Erkältung langsam zurück. Leider bin ich nicht zum Arzt gegangen. Das Ergebnis habe ich nun. Seit September ganz leichtes ziehen in der linken Plantarsehne. Das hat sich bis jetzt so gesteigert das ich wieder am ganzen Körper Schmerzen habe.
    Hab dann mal Chlam Pneum. testen lassen. Sie waren sehr leicht erhöht. Hinweis vom Labor "persistierende oder abgelaufene Infektion" Also mittlerweile verdichten sich die Erkenntnisse, dass doch mit einer Kombi- Antibiose über längere Zeit, Erfolge zu erzielen sind. Soweit ich das gelesen und verstanden habe bringen Monotherapien mit Antibiotika im fortgeschrittenen Stadium nichts mehr. Sie bringen die Chlamydien in eine sogenannte kryptische Form, wo sie in der Zelle über Jahre überleben können. Im Blut sind sie dann eigentlich nicht mehr wirklich nachweisbar, weil sie intrazelluär leben (schlafen) und das Immunsystem nicht direkt damit konfrontiert wird. Meine Ärzte wollen mit Antibiotika nicht ran. (leider). Klar sind die AB`s auch nicht gerade körperfreundlich. Die alternative wäre aber ein lebenlang Kortison, Volaren oder Celebrex ev. Alzufidine. Ob das so viel besser ist? Es gibt da eine Seite autoimmun.net. Hab da mal ein bisschen drin rumgestöbert und bin der Überzeugung das dies der richtige Weg ist. Ich werde mich nun bald mal an eine Stelle wenden, wo man der Kombitherapie offen gegenübersteht. Natürlich nur mit kompetenten Ärzten, welche die AB- Einnahme sorgfältig überwachen. Interessant finde ich auch das Wheldon Protokoll. Die Zukunft wird zeigen welche Strategien sich durchsetzen. Man kennt den Feind, hat aber noch nicht die effektivsten Waffen. ;-)
    Ich will also sagen, das mein Verlauf auch ähnlich ist und die Symptomatik wie bei einer chronischen Borelliose ist. Auch wenn kaum oder keine phatogenen Keime mit herkömmlichen Mitteln mehr nachweisbar sind denke ich doch, daß die Chlamydien im Hintergrund arbeiten.

    Viele Grüße und eine baldige Genesung
     
  9. Nachtigall

    Nachtigall Aktives Mitglied

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    Die Krankenvita kann ich jetzt erweitern, da ich den Befund von meinem Knie habe: Es ist kaputt, ich kann mir schon mal ein künstliches Kniegelenk reservieren lassen. :p
     
  10. Schwiecker

    Schwiecker Mitglied

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    jussoe

    Hallo Jussoe,

    vielen Dank das Du mir geschrieben hast,das ist ja echt interressant und hört sich absolut fachlich an.Bin froh das Du Dich gemeldet hast!!!:top:

    Wie haben sie denn bei dir chlamydien nachgewiesen ,über Erreger oder Antikörper?? Bei mir scheint es total kompliziert und ich blicke nicht wirklich durch, gewchweige denn meine Ärzte. Wenn also der eigentliche Infekt schon so viele jahre zurückliegt (bei kir ja auch)kann man denn wenn ich Schläfer, im Blut habe, aslo wenn die Erreger intrazellulaär sind, überhaupt Antokörper nachweisen bzw. haben??? Oder setzt der Körper sich dann garnicht mit den Erregern auseinander sondern mit seinen eigenen Zellen, deshalb auch fehlende Antikörper????

    Bin ich jetzt auf dem Holzweg oder ist das logisch?? Das würde wenn es so wäre einiges bei mir erklären. Aber und jetzt kommt das große ABER bei mir wurde auf Chlamydien Ureaplasmen und Mykoplasmen gesucht. Borrellien /Shigellen/Yersinien Strepptokokken (Cambylobakter wird noch getestet. Die Wartezeit macht mich wahnsinnig!!!!!!!


    Hat das Dein Rheumadoc alles getestet oder der normale Hausarzt???

    Ich habe übrigens auch totale Gelenk und Gliederschmerzen fühle mich total alt und nicht belastbar ätzend!!!!!!!!!!

    Hoffe das geht wieder weg!!!!!!!!!!

    Vielen Dank für die Tips im Netz werde direkt mal drauf gehen. Würde mich freuen wenn Du nocmal schreibst.

    Viele Grüße

    geli
     
  11. magdalena1256

    magdalena1256 Mitglied

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    Hallo Nachtigall,
    danke für Deine Antwort.
    Ich bin z.Zt. bei einem internistischem Rheumatologen in Behandlung. Diagnosen: chronische Polyarthritis mit Fibro (ich habe übrigens einen ANA Wert: 1:2560, nur leicht erhöhter Rheumafaktor) Ich bin mit den Diagnosen nicht 100%ig glücklich. Irgendetwas passt nicht, meiner Meinung nach. Aber ich kann mich ja auch irren. Ich werde trotzdem Deinen guten Rat annehmen und noch mal zu einem orthopädischen Rheumatologen gehen.
    Ich hoffe, dass mit Deinem Knie alles gut geht.
    Liebe Grüße
    Magdalena
     
  12. jussoe

    jussoe Mitglied

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    Hi,
    mein Arzt hat leider nur Chlam. Trachm. und Chlam. Pneum. getestet. Trachomatis war negativ. Pneumonia war eben leicht positiv. Meine Symptomatik ist aber eindeutig. Schleichender Beginn, brennende Augen, leichtes brennen auf der Zunge und mittlerweile befinden sich da an der Seite eine leichte Veränderungen (siehe Morbus Reiter). Hautveräderung am Unterschenkel leichtes ziehen im ISG und eben die Fußprobleme und manchmal auch ein Kribbeln im Gehörgang und etwas schwummriges Sehen. Passt total auf Beschreibungen wie im Forum von Chlamydiapneumonae.de. Wie gesagt ich hatte diesen ewigen Husten. Nun, was die Antikörperbildung betrifft, bin ich nicht der Fachmann aber warum sollte denn der Körper immer so stark mit Antikörpern reagieren. Wir tragen so viele Bakterien (viele nützliche)in uns und der Körper hat sich daran gewöhnt und tolleriert sie. Es gibt mittlerweile noch andere Untersuchungen die ein Eingrenzen ermöglichen. Ist aber kein Standard und wird daher auch nicht vom normalen Arzt durchgeführt (LTT, HSP60 usw). Für Experimente hat er in der Regel keine Zeit. Daher auch Behandlung nach Leitlinien. Ist ja auch nachvollziehbar. Daher muß man als Patient selber aktiv werden. Es gibt auch bei Youtube einen Bericht wie Chlamydien ihren intrazellulären Energiebedarf decken und die Zelle schön anpassen und umbauen. zB. Aufspaltung des Golgiapparates. Hilft jetzt so dem Einzelen nicht unbedingt weiter aber erklärt Zusammenhänge und macht den Gegner dingfest. Unbegrenzte Entzündungen in diesen genannten Bereichen können dann durchaus im Morbus Bechterew enden. Mittlerweile schließen immer mehr Ärzte oder Forscher eine chronische Infektion, bei solchen Symptomen, nicht mehr aus. Da es aus dieser Erkenntniss heraus Möglichkeiten der Behandlung gibt werde ich versuchen dies auch in Anspruch zu nehmen. Vielleicht lieg ich völlig falsch, aber "Wer nicht wagt der nicht gewinnt":vb_cool: Ich vergleiche das immer mit dem Helicobacter. Was hat man alles Versucht um die Erkenntnisse des Forschers zu blockieren oder zu zerreden. Und nun gibt es die Kombitherapie und vielen Menschen wurde auf sehr preiswerte Weise geholfen.
    Übrigens, als ich damals die Trachomatisinfektion hatte war per Abstrich nichts nachweisbar. Die Antikörper waren auch nicht so übermässig. Aber die Beschwerden waren eindeutig und übermäßig und wurden dann mit Antibiotika behandelt. Ich denke deshalb, dass Antikörper sicher wegweisend sind aber nicht unbedingt immer zur Diagnosestellung ausreichen.

    Viele Grüße und mit Geduld kann es wieder werden