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Rat wegen Yersinieninfektion

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von JensK, 22. November 2006.

  1. JensK

    JensK Neues Mitglied

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    22. November 2006
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    Hallo ersteinmal,

    Folgender Krankheitsverlauf:

    Symptome: extrem aufgeblähter Bauch (als 68 kg Mensch 100 cm Bauchumfang), Schmerzen im rechten Unterbauch, keine Gelenkschmerzen,ständige Darmkrämpfe

    Januar 2006 ausgeprägte Darmentzündung im unteren Dünndarmbereich (20-30 cm) Pseudopolypen
    März 2006 Verdacht auf Morbus Crohn , deswegen Behandlung mit Cortison 60 mg erste Woche, 2 Woche 50 mg => Abbruch nach 2,5 Wochen , da extremste Schmerzen im Bauchbereich, heftiges Pochen im Darmbereich
    => Schlußfolgerung der Gastroentologin : kein Crohn, sondern chronische Yersionose
    Einnahme von Ciprobay nur 5 Tage=> rasche Besserung,
    danach 4 Tage kein Antibiotikum => nach 2 Tagen Verschlechterung
    Erneute ca. 25 Tage Ciprobay , jeweils 2 Stück am Tag => wiederum Verbesserung unter dem Antibiotikum
    2 Wochen nach Absetzen des Ciprobays Wiederauftreten der Beschwerden, Blähbauch und Schmerzen im rechten Unterbauch

    Folgende Yersiniennachweise wurden gemacht ( schreibe es so ab wie es hier steht ohne es zu verstehen)

    Testbezeichnung Wert Einheit Gw Normalwert
    Yersinien IgG 1.70 Ratio ++ < 0,9
    Yersinien IgA negativ
    (Blot)
    Yersinien IgG(Blot) !
    58 kDA positiv
    46 kDA positiv
    38 kDA positiv
    36 kDA positiv
    33 kDA negativ
    25 kDA => schwach positiv Im Vergleich zur voruntersuchung keine signifikante veränderung , latente/chronische yersinieninfektion .eine extraintestinale manifestation geht in der regel mit einer IgA beteiligung einher.


    Mai 2006 Einnahme von Cotrim forte 2 Tabletten pro Tag bis Anfang August , rasche Besserung , jedoch Juni +Juli extrem starke Schmerzen=> wahrscheinlich Abheilungsschmerzen der Pseudopolypen im Darm, bei der Darmspiegelung Mitte Juni konnte kein Nachweis von Yersinien gefunden werden (war ja auch zuvor 8 Wochen unter Antibiose), 20 cm Pseudopolypen ohne Entzündung,
    Darmspiegelung Anfang August : Pseudopolypen 5-10 cm ,keine Entzündungszeichen
    Seit August bis Ende Oktober , ständige Verbesserung der Symptome , flacheren Bauch, Wechsel zwischen leichten Schmerzen /beschwerdefrei,keine Darmkrämpfe,
    seit ca. 2 Wochen erneute Darmkrämpfe, extrem aufblähender Bauch, Schmerzen mittlerer Intensität

    Verdacht der Gastroentologin auf erneuten Yersinienbefall

    Kann es sich hierbei tatsächlich um eine Yersinieninfektion handeln?? Warum sind die Erreger nach sooo langer Zeit Antibiotkaeinnahme nicht kaputt?? Waren es die richtigen Antibiotika und in der richtigen Dosierung??ISt Doxycyclin vielleicht die bessere WAhl?? Bin für jegliche Hilfe/Anregung dankbar.

    Vielen Dank

    Jens
     
  2. kukana

    kukana Moderatorin

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    Hallo,
    links kannst du im A - Z einiges zum Thema Yersinien finden und auch wenn du das als Suchwort oben in der Leiste eingibst(neben *Neue Beiträge) . Ausserdem hier ein guter Link:
    http://www.labor-limbach.de/Yersinien-Infektion.140.0.html

    Zitat daraus***
    Enteropathogene Yersinien können zu immunpathologischen Komplikationen führen, z.B. in 1-3% der Fälle zu reaktiven Arthritiden. Folgeerkrankungen treten mit einer Latenz von einigen Tagen bis zu mehreren Wochen nach der Akutsymptomatik der Yersiniose auf (1-3 Wochen bei reaktiver Arthritis). Als Folgeerkrankungen werden insbesondere bei HLA-B27-positiven Patienten Infektarthritis, Erythema nodosum und andere Symptome des rheumatischen Formenkreises beobachtet.
    Die reaktive Arthritis tritt akut oder subakut auf mit bevorzugtem Befall der Gelenke der unteren Extremitäten (Knie- und Sprunggelenke). Die Dauer der akuten Gelenksymptomatik beträgt ca. 1-4 Monate. Im weiteren Verlauf haben bis zu 50% der Patienten Beschwerden am Bewegungsapparat über eine Zeitdauer von 10 Jahren.***zitat ende

    Yersinien können sehr hartnäckig sein :( Hate eine ebensolche Infektion in den 80er Jahren, akut wars schlimm, reaktive Gelenkschmerzen dauerten lang, wurden aber nur mit Antirheumatika behandelt, nicht wie bei einer chronischen rheumatoiden Arthritis mit einer Basis.

    Gruss Kuki
     
  3. McQueen

    McQueen Neues Mitglied

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    Neu und ... Yersiniose

    Guten Tag alle Mann.

    Bin absolut neu und habe einige Fragen zu meiner Diagnose bzw. Laborbefunde. Es wurde schon viele Hinweise gegeben, jedoch stehe bei einigen Sachen auf der Leitung:) . Meine Diagnose : Yersiniose (chr. arthritis). Laborwerte : IG-G,A,M positiv. (IgG (YOP D); IgA (YOP D) ; IgM (YOP M)

    Die Diagnose kam kürzlich reingeflogen vom Tropeninstitut. Bis dahin galt ich als psychisch behandlungsbedürftig, wie einige hier. Sehr lange haarige Geschichte.

    Meine Frage: " Ist diese "Erkrankung" nach dem ICD 10 eine anerkannte Krankheit oder eine Klassifikation die zur Abrechnung bei der Krankenkasse herangezogen wird? Letzteres wäre ein Schlag ins Kontor.

    Falls sich jemand damit auskennt, wäre eine Antwort hilfreich.:a_smil08:
     
  4. kukana

    kukana Moderatorin

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    http://www.dimdi.de/static/de/klassi/diagnosen/icd10/

    Für mich liest es sich so, dass es einer Verschlüsselung der eigentlichen Diagnose dient.

    *.... Die ICD-10 wird seit dem 01.01.2000 zur Verschlüsselung von Diagnosen in der ambulanten und stationären Versorgung (§§ 295 und 301 SGB V) eingesetzt, insbesondere für die Zwecke des pauschalierenden Entgeltsystems G-DRG (German Diagnosis Related Groups). Für diese Zwecke wird die ICD-10-GM verwendet, die bis zum Jahr 2003 als ICD-10-SGB-V bezeichnet wurde. GM bedeutet "German Modification", SGB V steht für "Sozialgesetzbuch V". Diese spezielle Ausgabe der ICD-10 beruht auf der deutschsprachigen ICD-10-WHO-Ausgabe, wurde jedoch für die Zwecke des Sozialgesetzbuches V deutlich verändert..... *

    Was die Yersiniose betrifft:
    ...Bei ansonsten gesunden Menschen ist bei einer Yersiniose keine spezifische Therapie erforderlich, weil das Immunsystem eigenständig in der Lage ist, die Infektion zu bekämpfen. Weil es aber durch die Durchfälle zu größeren Flüssigkeits- und Elektrolytverlusten kommen kann, ist die Zufuhr ausreichender Mengen an Flüssigkeit notwendig, eventuell ergänzt durch die Gabe von Elektrolyten. Bei einer schwereren Erkrankung kann die Verabreichung von Antibiotika notwendig werden. Sinnvoll sind Tetracycline, Cotrimoxacol, Chinolone und Cephalosporine der dritten Generation.... http://www.medizinfo.de/infektionen/bakterien/yersiniose.shtml

    Manchmal treten Beschwerdebilder auf wie bei einer Arthritis die aber mit einem NSAR gut behandelbar sind. Ob so eine Erkrankung eine Chronifizierung nach sich ziehen kann ist nicht ganz klar. Du wirst wahrscheinlich später keine Beschwerden mehr haben.

    LG, Kuki
     
  5. McQueen

    McQueen Neues Mitglied

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    ICD-10-GM Yersiniose

    Danke für Deine schnelle Hilfe kuki.

    Der Verlauf meiner Erkrankung ist wie bei den meisten etwas irreführend.

    Ich habe seit 5 Jahren (fast) alle Symptome die hier im Forum beschrieben wurden. Angefangen von den Gliederschmerzen, Gelenkschmerzen (Finger, Knie, Zehen etc.), Müdigkeit, Muskelschmerzen. Es wurden alle bekannten Tests zum Anfang meiner "Erkrankung" durchgeführt. Rheuma,Fibromyalgie,Borelliose etc. Ergebnis war, daß ich kerngesund bin. Also schloss man auf einen psychischen Defekt. Mir war zwar nicht klar warum, aber nach einem halben Jahr nicht arbeiten können, hatte ich mich auf diesen Weg eingelassen. Tiefen-Psychotherapie, krankgeschrieben und begleitend durch einen Nervenarzt Medikamente eingenommen. Alles ohne Erfolg, ausser mehrerer Diagnosen was mein Seelenzustand anbelangt. Von der Krankenkasse , nach 1 und 1/2 Jahren Berufsunfähig geschrieben. BU-Versicherung eingeschaltet und als Simulant abgewiesen worden. Klage seit 3 Jahren vor Gericht. 9 Gutachten und 12 Diagnosen von denen 7 davon ausgehen, daß ich BU bin. Der gerichtlich bestellte Gutachter bestätigt latent das Gutachten der Versicherung (alles auf Basis Nervenleiden). Meine Schmerzen und Ausfälle (Gliederschmerzen und Gelenke) wurden immer schlimmer und ich habe auch deshalb meinen Beruf aufgegeben. Während der ganzen Prozedur wurde kein einziges Mal auf Yersinien getestet. Lediglich der Befund 2006 wies einen grenzwertigen Bereich auf. Dies war im Zuge der Borelliose-Untersuchung.Das weiß ich aber erst seit 2 Wochen. Ich hatte vor 2 Monaten den Rat eines Psychoanalytikers, mich im Tropeninstitut untersuchen zu lassen, weil er meinte, bei mir müsse etwas anderes vorliegen, befolgt. Ergebnis wie beschrieben. Ich habe in diesem Monat noch eine Gerichtsverhandlung bzgl. der BU und nun weiß ich nicht ob dieser Befund hilfreich ist oder nicht. Die Ärzte gehen von einer chronischen Erkrankung aus. :cool:
     
  6. McQueen

    McQueen Neues Mitglied

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    Frage an alte Hasen und Wissende!!

    Ich habe mich nochmals vergewissert, welche Diagnose bei mir gestellt worden ist.

    Infektreaktive Arthritis bei der Nachfrage: Yersinien -induzierte- Arthritis mit chronischen Verlauf.

    Meine Fragen.

    1.) Inwieweit sind diese Diagnosen wissentschaftlich abgesichert?

    2.) Können Röntgenaufnahmen der befallen (schmerzenden) Gelenke
    eine Diagnose bekräftigen?

    Die zweite Frage stelle ich nur, weil ein Arzt (Rheuma-Spezi) meiner Krankenkasse mir sagte, daß in solchen Fällen eindeutige Diagnosen mittels Röntgenaufnahmen möglich seien. Besonders zur Abgrenzung zur altersbedingten Arthrose.

    Stimmt das?

    Gruß

    McQueen :a_smil08::a_smil08::confused:
     
    #6 10. April 2009
    Zuletzt bearbeitet: 10. April 2009
  7. pablo56

    pablo56 Neues Mitglied

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    hallo mcqueen,

    auch bei mir wurde im august 2008 eine infektreaktive arthritis diagnostiziert. an den gelenken wurden (röntgen) keine schäden gefunden.
    NSAR haben bei mir keine wirkung gezeigt. ich bekomme zwei basismedis und cortison. die syymptome sind unter kontrolle.
    unter rheuma A-Z ist ein ausführlicher artikel über Yersinien. im mittel verschwindet das rheuma (falls nur die gelenke befallen sind) nach 1-3 monaten. bei manchen dauert es 1 jahr. bei 25 % wird die krankheit chronisch. lies es mal nach.
    liebe grüße und schöne ostern
    pablo 56:top:
     
  8. McQueen

    McQueen Neues Mitglied

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    Yersinien und kein Ende...

    Hi pablo56,

    danke für Deine Antwort. Den Artikel habe ich ich schon
    mehrmals studiert. Anscheinend habe ich nur begrenzte Recourcen zur Verfügung, um den richtigen Schluss bzw. Antworten auf meine Fragen zu bekommen.

    Bei mir soll es chronisch sein. Über bildgebene Diagnostiken wird hier aber nichts gesagt oder auch nur Ansatzweise erwähnt.

    2007 schon ANA positiv, IgG, IgA, IgM auch. Diverse Untergruppen auch.

    Daher auch meine Frage wie gesichert serologische Befunde sind im Zusammenhang der Vita.

    Es wird oft erwähnt, daß man es wie dies oder das betrachtet, jedoch auch in den einzelnen Therapien unterschiedliche Erfolge und Erfolgaussichten hat.

    Darf ich mich auf einen Dauerzustand einstellen mit mehr oder weniger Schmerzen und Schüben?

    Gruß

    McQueen
     
  9. pablo56

    pablo56 Neues Mitglied

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    hallo mc. queen,

    da du deine beschwerden schon seit 5 jahren hast, muß man wohl davon ausgehen, daß es sich um einen chronischen verlauf handelt und du zu den 25% gehören kannst, bei denen es chronisch wird/ist. habe kürzlich noch einen artikel gelesen (quelle weiß ich nicht mehr), in dem es heißt, daß es manchmal 2 jahre dauert, bis die krankheit verschwindet. dort heißt es auch, daß 50% über einen zeitraum von 10 jahren immer mal wieder beschwerden haben.
    bei chronischem verlauf wird die yersinien-arthritis mit den üblichen basismedis behandelt.
    ich bekam anfangs nur quensyl. brachte leider garnichts. erst die kombination mit methotrexat machte mich nach ca. einem halben jahr fast symptomfrei. außerdem führt eine kombination zweier basismedis häufiger zur remission.
    50% der betroffenen haben immer mal wieder beschwerden bei wetterumschwung.

    gruß pablo56
     
  10. McQueen

    McQueen Neues Mitglied

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    Yersi´s und Gefolge

    hi pablo,

    sind tolle und hilfreiche infos von dir. muss meinen sohn jetzt zu bett bringen und werde
    später noch einmal reinschauen.

    frohe ostern

    McQueen
     
  11. Taucher

    Taucher Registrierter Benutzer

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    Verschleppte Yersinieninfektion ?

    Vor ca. 10 Monaten traten bei mir von einem auf den anderen Tag massive Zehengelenkschmerzen in den Grundgelenken beider Mittelzehen auf. Ich maß der ganzen Sache erstmal keine großartige Bedeutung zu, da ich Marathonläufer bin und ich auf einen Zusammenhang mit Überbelastung geschoben habe.
    Kurze Zeit später kamen Schmerzen in den nächsten beiden Zehengelenke, diesmal jeweils der 2. Zeh von außen, ebenfalls im Grundgelenk, so daß Laufen jetzt schon eine Qual war. Das Aufstehen machte schon Mühe. Daraufhin ging ich zum Hausarzt, der mich zum Orthopäden schickte. Der orthopäde schaute nur kurz auf meine Füße, faselte wie immer "Knipp-Spreiz-Senkfuss" und sagte ich bräuchte Einlagen. Einfach nur peinlich für den Arzt. Daraufhin ging ich zu einem anderen Orthopäden, der das gleiche erzählte. OK, habe mir dann Einlagen mit Vorfusspolster verschreiben lassen, die das Laufen dann unmöglich machten, da die Schmerzen nicht weniger sondern durch den Druck mehr wurden. OK, um es etwas abzukürzen, in den folgenden Wochen kamen dann Schmerzen in beiden Zeigefingern und Mittelfingern hinzu, die zu Wurstefingern wurden. Die Zehen hatten sich mittlerweile ebenfalls zu Wurstzehen entwickelt. Es kamen Schmerzen in den Oberschenkelaussenseiten und Schultern hinzu. Danach kleiner Zeh außen und großer Zeh. Also ab in die Rheumaklinik für 7 Tage. Dort diagnostizierte man Psoriasis Arthritis und behandelte mit MTX subkutan 15mg/Woche über 3 Monate. Keine Verbesserung außer ständiger Übelkeit.
    Unterdessen habe ich durchs Internet "Yersinien" kennengelernt und aufgrund der Symptome ein Blutbild erstellen lassen, was im Krankenhaus nicht gemacht wurde und vom dortigen Rheumatologen einfach abgetan wurde mit: "Sowas haben Sie nicht"
    Das Blutbild ergab: Antikörper gegen Yersinien in nicht geringen Maße. Nach 2 weiteren Bluttests im Abstand von 2 Wochen, war die Erkenntis erschütternd. Die Antikärper waren beide male gestiegen. Auf mein Drängen hin gab mir mein Internist dann Ciprofloxacin 2x 250mg pro Tag über 10 Tage. Nach dem 5 Tag Abbruch aufgrund super harter Darmkrämpfe. Danach wurde die MTX Therapie wegen nicht erfolgreich abgesetzt und auf Ciclosporin für 3 Monate umgestellt. Nebenbei bemerkt während der ganzen Geschichte nehme ich jeden Tag 150 mg Dicolfenac in Form von Voltaren Resinat. Ohne das wäre ein "normales" Leben gar nicht mehr möglich. Vor 1 Monat bin ich dann zu einem Tropenmediziner gegangen, der wiederum auf die Yersinien einging und mich nochmals auf Ciprofloxacin, diesmal aber 2x 5000mg pro Tag setzte. Und siehe da ich vertrage es ohne erkennbare Nebenwirkungen. Vermutlich bestand eine Kontraindukation mit MTX bei mir was zu den Darmkrämpfen geführt hatte. Er hat erst einmal eine 20 tägige Ciprofloxacin Therapie angesetzt. Kommenden Montag sind die 20 Tage um und ich habe einen Termin beim Tropenmediziner. Wie es dann weiter geht weiß ich noch nicht. Aber den Studien entnehme ich, dass die Therapie ja noch lange Zeit fortgeführt werden sollte.

    War gestern beim Arzt und der will nun nach 20 Tagen Cipro 2 x 500mg/Tag die Therapie beenden und 3 Monate warten um dann zu sehen ob die IGA langsam verschwinden.
    Aber laut etlichen neusten Studien entnehme ich, dass man doch lieber 3 Monate mit Cipro behandeln sollte als nur 3 Wochen.

    Was soll ich tun?

    Gruß
     
  12. McQueen

    McQueen Neues Mitglied

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    Hallo Taucher!

    Dies ist die Frage der Fragen. Es gibt zwei Lager. Die einen sagen es ist möglicherweise sinnvoll eine längere Antibiotikumkur zu machen und die anderen genau das Gegenteil.

    Dies wird letzentlich nur von Deiner Überzeugung abhängen, welcher Theorie Du mehr Glauben schenkst.

    Gruß

    McQueen:rolleyes: