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RA und Depressionen

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von Haakon63, 11. Juli 2010.

  1. Haakon63

    Haakon63 Neues Mitglied

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    Hallo ihr alle.

    Bin recht neu hier.
    Ich bin 47 Jahre alt.
    2005 wurde bei mir RA diagnostiziert.
    Nehme seit dem einmal die Woche 15mg MTX und Folsäure. Seit ca 3 Monaten spritze ich mir alle 14 Tage 40mg Humira. War Anfang des Jahres mal wieder 8 Wochen arbeitsunfähig. Hatte schon seit Monaten nen Schub. Da bei mir hauptsächlich die Handgelenke betroffen sind, ist das natürlich in meinem Beruf als Zahntechniker sehr ungünstig.
    Habe ja eigentlich noch Glück, da meine Knochen und Gelenke keine Veränderungen aufweisen.
    Trotzdem befinde ich mich seit Wochen in einem totalen seelischen Tief.
    Stelle mein ganzes Leben in Frage. Die Ehe ist dadurch auch schon stark gefährdet. Sehe zur Zeit nur noch das Negative. Mein Arzt hat mir schon Depressionen diagnostiziert. Der neurologische Psychater hat das bestätigt und mir ne Verhaltenstherapie verordnet. Es ist allerdings fast unmöglich einen Therapieplatz zu bekommen. Wartezeiten von ca nem dreiviertel Jahr sind üblich. Wenn man überhaupt mal einen von diesen Therapeutenvögeln ans Telefon bekommt.:mad:
    Hat jemand von euch schon Erfahrungen mit so einer Verhaltenstherapie gemacht? Bringt das überhaupt was? Oder können Depressionen auch als Nebenwirkungen der von mir genommenen Medikamente auftreten?
    Dann wäre ne Therapie ja recht sinnlos. Ich weiss nur, daß was geschehen muß. Sonat mach ich mir mein Leben kaputt.

    Gruß,
    Haakon
     
  2. ylla

    ylla Rollanierin

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    Hallo Haakon,

    ich habe auch eine schwere Depression, die nach Ausbruch der Erkrankung auftrat.

    Man unterscheidet zwischen einer depressiven Verstimmung...da könnte eine Verhaltenstherapie eventuell gut sein.

    Bei der Krankheit "Depression" fehlt es an einem Botenstoff im Gehirn... das würde man mit einem Antidepressivum (eventuell in Kombi mit Verhaltenstherapie) behandeln.

    Ich würde an deiner Stelle nochmals einen Neurologen aufsuchen.

    Alles Gute dir
    Gruss ylla
     
  3. Maria56

    Maria56 Neues Mitglied

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    Hallo Haakon,

    Ist das Dein Jahrgang 63? Dann wäre Dein Alter 47!

    Im Alter zwischen 45 und 50 stellen sich fast alle Menschen, ich glaub ob Männlein oder Weiblein die Frage; War das mein Leben? War das alles in meinen Leben? Will ich so weiter Leben?

    Deprissions - gefährdetes Alter! Wenn noch eine Krankheit dazu kommt, dann wir es nochmals viel schlimmer!

    Ich glaube nur wenn man sich mit sich selbst auseinander setzt, oder wenn es nötig ist man sich fremde Hilfe holt ~ so kann das Tief überwunden werden.

    Ich galub man muss auch akzeptieren können dass es Dinge gibt die sich verändern und man muss sich selbst wieder dazu bringen das Leben neu zu ordnen und wieder Lebenswert zu gestalten!

    Mein Leben gleicht oft auch einer Achterbahn ~ doch bis jetzt hab ich mich immer wieder aufraffen können und den Kampf gewinnen!

    Gruss Schneeleopard
     
  4. rephi38

    rephi38 Neues Mitglied

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    Hallo Hakkon,
    ich bin durch meine Schmerztherapeut-in zur Gesprächstherapie überwiesen worden. Denn es war dann schnell klar, dass die Schmerzen und die Fehlbehandlung mich in eine Depression gebracht haben, dazu von 150% Arbeit plötzlich auf 0%. All das habe ich nicht verarbeitet. War dann auch in einer Schmerzklinik, wo die Depression mit behandelt wurde. Hat mir gut getan, aber da wurde mir die Depression bescheinigt. Ich habe lange dagegen gekämpft, seit ich in der Klinik war, stehe ich dazu.
     
  5. Pezzi

    Pezzi Neues Mitglied

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    Hallo Haakon,

    bei dem von dir geschilderten Zustand und in der besonderen Lage als chronisch Kranker ist eine Psychotherapie sicher sinnvoll, gleichgültig, ob eine Depression oder depressive Verstimmung vorliegt.
    Von den Krankenkassen werden zwei Richtungen anerkannt: Verhaltenstherapie und Psychoanalyse. Im Rahmen einer Verhaltenstherapie werden aber verschiedene Therapieformen "angeboten".
    Wichtig ist: Einen Therapeuten finden. Du kannst hierfür mal mit der Psychotherapeutenkammer deines Bundeslandes (bekommst du über google raus) Kontakt aufnehmen.
    Möglicherweise kennt dein Hausarzt auch einen Therapeuten. Wenn die dir genannten Therapeuten so lange Wartezeiten haben, bitte sie, dir eine weitere Adresse zu geben (die kennen notfalls auch die Adresse von Verbänden, die Überblick haben, wo gerade ein Platz frei ist).

    Wichtig ist dann noch: Du machst zunächst "Schnuppertermine", weil ihr harmonieren müßt. Wenn du mit dem Therapeuten nicht kannst, darfst du zum nächsten.

    Es gibt auch sog. "Kurzzeit-Therapien", das sind therapeutische Verfahren, die relativ schnell zum "Erfolg" führen. Auch das wäre zu überlegen.

    Gutes Gelingen,
    Pezzi
     
  6. Silberpfeil

    Silberpfeil Bekanntes Mitglied

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    Hallo Haakon,

    auch ich muss dir leider sagen, dass gerade bei chronischen u. schmerzhaften Erkrankungen, die Psyche leider nicht verschont bleibt.
    Dann kommt ja noch das Alles um einen heum mit dazu, Familie, Job....
    Bei mir war es so, dass (gesunde) Menschen/Freunde/Bekannte u. acuh Verwandte Abstand nehmen... Das trifft einem auch noch zusätzlich.
    Ich kann dir auch nur empfehlen, das du dich in psychologische Obhut begibst. Das hilft sehr......

    Einige können es anders ganz gut bewältigen...Ich habe einen Bekannten mit knapp 50, er kauft sich mal schnell ein Motorad, egal ob die Bandscheiben im A.... sind , aber dann fällt die Krankheit doch nicht auf und ALTwerde" ICH " doch nicht. Ich kann da nur den Kopf schütteln, wenn man nicht zuu seinen Wehwechen u. (Alter) steht ...

    Ich wünsche dir Alles gute u. LG Silberpfeil
     
  7. Ducky

    Ducky Guest

    auch tiefenpsychologie wird als richtung anerkannt..aber verhaltenstherapie, hat meist die schnelleren erfolge

    eigentlich ist es zur zeit so, dass man antidepressiva und therapie macht...soll am effektivesten sein
    du kannst bei 3 therapeuten jeweils 5 schnupperstunden, wie pezzi es nannte machen. diese dienen dazu, dass du schaust ob es für dich der/die richtige ist aber auch umgekehrt
    für die wartezeiten können die vögel nix ;) auch hier hast du mind ein halbes jahr wartezeit aber neue therapeuten dürfen sich nciht niederlassen..
    was du machen kannst, ist die absagen, möglichsts chriftlich, von den theras zu sammeln, dann dich an einen privaten therapeuten wenden...diese haben zwar die kassenzulassung schon gemacht, dürfen sich aber noch nciht für die gkv niederlassen
    mit den schriftstücken und einen guten antrag der privaten thera hast du gute chancen schneller an einen therapie zu kommen
    meine alte thera macht das jetzt auch so und sie hat auch schon eine warteliste..also ran an den speck

    ich habe schon verschiedene verhaltenstherapien hinter mir.u.a wegen depression, aber ohne medis komme ich auch heute noch nicht aus und depressive episoden habe ich mehrfach im jahr

    schau mal hier, http://www.psychotherapiesuche.de/ da erscheinen therapeuten ( diese keine vögel sind ;) )sonst deine kasse anschreiben nach listen
    es gibt, zumindest hier in hamburg eine stelle da werden offene therapeutenstellen an patienten weitergegeben..weiß nur nciht wie das heioßt, aber vielleicht weiß einer der anegrufenen therapeuten oder die kk was davon

    alles gute
     
  8. Evalena

    Evalena Neues Mitglied

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    Antidepressiva

    hallo Haakon!
    Ich muss Dir leider sagen, dass Du wertvolle Zeit verlierst, wenn Du nicht sofort mit der Einnahme von Antidepressiva beginnst! Erst recht, wenn Du keinen Termin für eine kognitive Verhaltenstherapie bekommst, die zweifellos sinnvoll ist. Die Rheuma-Medikamente, die Du nimmst, machen eigentlich keine Depression, trotzdem kann Deine ganze Situation Deinen Gehirnstoffwechsel so beeinflussen, dass Du eine Depression entwickelst. Ich rate Dir dringend, sofort zu einem Psychater zu gehen und um einen Serotoninwiederaufnahmehemmer zu bitten. Klingt kompliziert, ist aber die Rettung! Das Medikament braucht ca. 3-4 Wochen, bis es anschlägt, also: keine Zeit verlieren.
    Achja: ich bin depressionskrank und nehme täglich ein Antidepressivum. Damit führe ich wieder ein ganz normales Leben. :rolleyes:
    Kopf hoch!
     
  9. Haakon63

    Haakon63 Neues Mitglied

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    Danke für eure Tips.
    Laut Diagnose ist es ne mittelschwere Depression. Nehme im Momment so ein pflanzliches Antidepressiva mit Johanniskraut. Das hilft schon etwas. Wär natürlich schön, wenn ich nicht noch ein Medi mehr nehmen müsste.
    Habe mehrere Listen mit Therapeuten. Eine vom Neurologen und dann noch eine von der Krankenkasse. Das Problem ist nur, daß man sich mit Depressionen nur schwer aufraffen kann aktiv zu werden. Jedenfalls gehts mir so. Tja, und dann kriegt man da Listen mit ca. 50 Therapeuten vorgesetzt..:o
    Aber ich bleib am Ball. Bin grad aus dem Urlaub zurück und hab die Akkus aufgeladen.
     
  10. Ducky

    Ducky Guest

    ich habe schwere depressionen..jetzt nur noch phasenweise
    ich habe es damals mit hilfe von außen geschafft, die therapeuten anzurufen und nachuzfragen. was nicht der hit war, weil wie bei dir immer absagen kamen.

    setze dir ein ziel..z.b. morgens 2 anrufen mittags 2 und abends 2..bei den meisten wird ja eh ein band an sein, wann man sie erreichen kann

    was für ein antidepressivum dir helfen ob trizyklisches, serotoninwiederaufnahmehemmer oder selektiven Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (snri) oder gar MAO hemmer...das wird der arzt bzw du entscheiden in dem du selber die erfahrung machst was dir hilft

    ich bin mit einem snri (trevilor retard)gut gefahren, leider hat es nur 2 jahre gewirkt, jetzt habe ich das nächste aus der reihe (cymbalta-soll gleichzeitig auf die schmerzwahrnehmung wirken) aber bin nicht so zufrieden wie zuvor..davor habe ich getestet und getestet, mehr kann man nicht machen. auch wenn immer gesagt wird, dass es die wirkung nach 2-4 wochen da ist dauert es bei einigen medis doch läner..(erfahrungen aus einem anderen forum)
     
  11. Anastacia

    Anastacia Neues Mitglied

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    Hallo Haakon und alle Anderen !

    Ich bin ganz neu hier. Bei mir ist 2009 cP diagnostiziert worden, ich nehme Cortison und mtx. Ich bin 46 jahre.
    Ich muss sagen, ich habe mich bisher mit meiner neuen Krankheit nicht groß auseinandergesetzt, und das ist vielleicht gut so. Als mir cP diagnostiziert wurde, war ich erstmal froh, daß ich eine diagnose hatte und nichts schlimmeres, nachdem ich 1 Jahr hohe Entzündungswerte im Blut hatte und mein Arzt nichts gefunden hatte, bis ich in die Rheumaklinik ging. Ich hatte zu der Zeit auch stark geschwollene Knie.

    Ich gehe gerne joggen, wenn ich das nicht mehr könnte, es wäre schlimm für mich..........ich habe auch manchmal Durchhänger, aber ich schiebe das nicht auf das Rheuma,........hat jeder mal. Aber was ich gemerkt habe, laufen und sowieso jegliche Art von Bewegung ist gut für Körper , -Geist und Seele und wenn es bei Euch gesundheitlich möglich ist, dann macht es. Mir geht es viel besser seit ich das joggen angefangen habe,
    ich habe eine Trennung hinter mir und ich weiß gar nicht wie ich alles sonst durchgestanden hätte, auch hatte ich im letzten Jahr meinen Arbeitsplatz verloren.
    Sicher ist es interessant, sich mit anderen auszutauschen, das hab ich früher auch immer in anderen Bereichen gemacht, dazu ist das internet ja super, aber ich weiß auch, daß man sich dadurch in so manches reinsteigern kann. Ich bin heute das erste Mal hier, eigentlich nur, um Euch das zu schreiben. Ich habe Rheuma, das ist so, aber ich kann sehr gut damit leben, durch die Medikamente kann ich ein normales Leben führen, ohne Einschränkungen und das ist mir das Wichtigste.
    Ich lebe und denke nicht über mein Rheuma nach............am Anfang habe ich mich auch immer spritzen müssen, nun nehme ich Tabletten und darüber bin ich sehr froh, ich vergesse oft, daß ich überhaupt Rheuma
    habe !!!! Und das ist gut so, lasst Euch davon nicht beeinflussen..........
    ..............und man hat doch nicht gleich eine Depression nur weil man über sein Leben nachdenkt oder einen Durchhänger hat, das hab ich auch desöfteren, weil bei mir manche familiäre Probleme da sind. Die Probleme sind schlimmer, je schlimmer die Tagesverfassung ist,logo, aber dann geht es mir auch wieder gut......das ist normal und das gehört zum Leben.........
    was mich nicht umbringt, macht mich nur noch stärker.................
    Aber ich kann auch nur von mir reden.....................
    Ich wünsche Euch alles Gute .....................L.G. A.

    Haakon, warum siehst Du alles negativ ?
    Nehme Dir meinen Beitrag zu Herzen.
     
  12. Ducky

    Ducky Guest

    hallo anastacia, herzlich willkommen hier im forum
    so gut wie dir geht es beileibe nicht jedem mit einer cp

    warum er so vieles negativ sieht...vielleicht weil man in einer depression nix mehr positiv sehen kann und dass hat auch nix mit durchhänger oder mal zusammenreißen zu tun!!!
     
  13. Sinfonia

    Sinfonia Neues Mitglied

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    Ducky du sprichst mir aus der Seele.

    Anastacia sei froh, daß es dir mit deinen Schmerzen noch so gut geht, daß du dich nicht immer damit ausenandersetzen mußt. Wenn du aber vor Schmerzen wach wirst und du sie auch mit Schmerzmittel und Corti den ganzen Tag nicht wegkriegst und noch dazu schwer arbeiten mußt, wäre ich gespannt ob du dann auch so schreibst.
    Ich habe meine Krankheit auch über Jahre nicht Ernst genommen und nicht mal die Kontrolluntersuchungen hab ich wahrgenommen, bis mich mein Bechti eines anderen belehrte. So oft wie im letzten Jahr, war ich zuvor noch nie bei Ärzten.
    Möchte dir keine Angst machen, aber auch du kannst deinen Krankheitsverlauf nicht voraussagen.

    LG Thea
     
    #13 11. Juli 2010
    Zuletzt bearbeitet: 11. Juli 2010
  14. Silberpfeil

    Silberpfeil Bekanntes Mitglied

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    Hallo Anastacia,

    ich freue mich auch für dich, das es dir trotz so Einiger NEGATIVEN Dingen in deinem Leben gut geht.Und dass das Joggen zum Bessergehen mit beiträgt..
    Ich habe schon viele Dinge NEU angefangen ,auch Sport und Tanzen. Klar lenkt es ab und auch die Kondition wird etwas besser, aber meine Erkrankungen,Beschwerden bleiben und auch mein ab-und zu seelisches Tief--die Depression--. Wem DIE erwischt, der /die wird sie nicht mehr los. Es gib mal Zeiten, wo man selber sagt, oh SIE ist weg....aber ein kleineres Problem und SIE ist wieder da. Medikamente helfen da, e besser zu ertragen. Und wenn man stationär diesbezgl. behandelt werden musste und ambul.psychol.Betreuung nur weiter hilft, dass man das Leben und die Erkrankung besser meistern möchte, reicht es nicht zu sagen " es gehört zum Leben dass es einem mal besser ,mal schlechter geht".......
    Das ist nicht mit einem "Durchhänger" zu vergleichen...

    Sei nicht böse Anastacia, aber hier sind sehr viele User die sehr gebeutelt sind mit Thema Psyche und Krankheit.Und da macht son Beitrag wie von Dir " UNS" ein schlechtes Gewissen. Nach dem Motto...nicht so viel stöhnen, geht gegen an!!!!!!!:(

    LG Silberpfeil
     
  15. Evalena

    Evalena Neues Mitglied

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    gelobt sei, was hart macht!

    Oh ja! So werde ich es in Zukunft auch machen, Anastasia. Einfach nicht daran denken. Leider machen mir Morgen für Morgen die Schmerzen einen Strich durch die Rechnung - auf Ignorieren fallen die nicht rein. Kortison ist natürlich eine feine Sache...da sind die Schmerzen bei mir auch fast weg. Nur leider darf ich kein Kortison nehmen, weil der Hirnstoffwechsel da in Mitleidenschaft gezogen wird und das ist bei Depressionskandidaten baba! :o Eine Depression ist nichts, was irgendwo zwischen Seele und Geist herumschwirrt, sondern eine knallharte Stoffwechselkrankheit, die durch viele, viele Krankheitsbilder hervorgerufen werden kann. Ich hatte z.b. die Depression zuerst und dann das Rheuma. Glaub mir, wenn Du mal zitternd und weinend auf einem Krankenhausbett gelegen hast, reagierst Du ein wenig allergisch auf diese "ist doch bloß n Durchhänger" oder andere Durchhalteparolen.
    Nix für ungut, aber das musste ich noch loswerden.
    und auch von mir: herzlichen Glückwunsch zu Deinem günstigen Rheumaverlauf!
     
  16. Haakon63

    Haakon63 Neues Mitglied

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    Hi Anastacia.
    Teilweise magst du mit deiner Einstellung ja Recht haben. Auch ich versuche so wenig wie möglich an die Krankheit zu denken. Ich mache so oft es geht Sport. Kieser Training und Mountainbiken. Habe es im letzten
    Jahr sogar geschafft 15kg abzunehmen. Aber immer öfter machen mir Rheumaschübe nen Strich durch die Lebenrechnung. Als die Krankheit 2005 bei mir festgestellt wurde, ging es mir eigentlich auch noch recht gut und ich dachte wie du.
    Aber auch ein normales Leben ohne Einschränkungen ist nun beileibe nicht mehr möglich. Denk mal an die ganze Chemiescheisse die man in sich reinstopfen muss, damits einigermassen geht. Und zwischen mal schlecht drauf sein und Depressionen besteht dann doch noch ein ziemlicher Unterschied.

    Gruss,
    Haakon
     
  17. rheumine

    rheumine Neues Mitglied

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    Weil anscheinend eine Depression vorliegt ! Das ist ja eben eines der vielen Symptome die eine Depression macht und diese ist eine ernst zu nehmende Erkrankung. Es liegt dabei eine Stoffwechselstörung im Gehirn vor und die geht nicht einfach so weg mit zusammenreißen oder ähnlichem. Das muss behandelt und therapiert werden.
    Eine normale Stimmungsschwankung oder mal nicht gut drauf sein ist was anderes, damit hat eine Depression nichts zu tun.

    Chronische Erkrankungen u. chronische Schmerzen führen häufig in Depressionen und es gibt sogar entzündliche rheumatische Erkrankungen mit massiven Organbeteiligungen, ja sogar Beteiligung des ZNS.

    Haakon du machst das meiner Meinung nach richtig, gehe zu einem guten Neurologen/Psychiater und zusätzlich zu einem Psychotherapeuten/therapeutin.

    Johanniskraut (bei Kollagenosen wie zB. systemischer Lupus u. Mischkollagenose nicht geeignet, kann Schübe begünstigen, erhöht Lichtempfindlichkeit!) kann bei leichten Depressionen helfen, aber bei stärkeren Depressionen ist dann doch ein Antidepressivum besser, ich nehme auch eines u. zusätzlich Therapie beim Psychologen und damit geht es mir psychisch endlich wieder besser.
     
    #17 12. Juli 2010
    Zuletzt bearbeitet: 12. Juli 2010
  18. Anastacia

    Anastacia Neues Mitglied

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    Guten Morgen Ihr Alle !

    Tut mir leid, wenn ich mit meinem Beitrag wohl bei Euch ein wenig auf die Nase gefallen bin. Wahrscheinlich hab ich in Bezug auf Depris und auch div.Rheumaformen zu wenig Erfahrungen. Ich kann das natürlich verstehen, was Ihr geschrieben habt........und sicher habt Ihr schon vieles versucht. Sicher bei richtigen Depressionen helfen meine Tipps nicht mehr..........L.G. A.
     
  19. Chaquinto

    Chaquinto Neues Mitglied

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    Hallo,
    ich hatte das Glück für mein Rentengutachten an einen Neurologen zu geraten, der sein Handwerk versteht.Die Depressionen kamen bei mir immer mit den Schüben.Ich habe alles in Frage gestellt, und mich zu Haus verkrochen.Dieser Neurologe hat mir Cymbalta verordnet 60 mg.pro Tag.
    Dieses Antidepressiva hat auch eine schmerzstillende Komponente.Ich muss sagen, nach fast 2 Jahren nehme ich nun 30 mg. ein,und mir geht es super,vom Kopf her. Gegen die Schübe mache ich ab und zu eine Cortisonstoßtherapie.Mein Internist und der Neurologe arbeiten eng zusammen.
    Für mich hat das Wort Depression seinen Schrecken verloren.Man sollte sich nur schnellstens in fachärztliche Behandlung begeben.Alles andere ist nur ein hinaus zögern und hilft nicht wirklich.MTX 20mg nehme ich einmal in der Woche,und es verträgt sich auch mit allen anderen Mitteln.
    Euch allen einen schönen schmerzfreien Tag.
     
  20. Gitta

    Gitta Aktives Mitglied

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    Bärlin :-)
    Ich bin wohl sehr radikal.
    Männer leider mehr als Frauen.
    Auch bei mir sehe ich es.Da wo ich noch arbeitet und
    vieles auf den Weg bringe,macht der Mann auf Depri.
    Das ist nun ziemlich direkt,aber so erlebe ich es seit Jahren.
    In der familie,in der verwandschaft,im Freundeskreis und
    in den Bekanntschaften.
    Biba
    Gitta