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Puffels Weihnachtsgeschichte

Dieses Thema im Forum "Kaffeeklatsch" wurde erstellt von puffelhexe, 21. Dezember 2011.

  1. puffelhexe

    puffelhexe Bärenmama von Pedro

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    sooooooooooh.

    damit ihr nun alle was davon habt, kommt hier meine absolut liebste weihnachtsgeschichte:

    aus: Michael Ende, Die Zauberschule


    Eine Zungenbrechergeschichte:


    Ein alter Lappe saß jeden Tag auf einer Treppe, die zu einer
    Kuppel hinaufführte. Deshalb hieß er der Kuppeltreppen-
    lappe.
    Der kleine Seppel, der ein gutes Herz hatte, brachte ihm ab und
    zu einen Teller Suppe und sagte: "Hier bringe ich dir deine Kup-
    peltreppenlappensuppe."
    "Fein", antwortete der Lappe, "dann bist du also der Kuppeltrep-
    penlappensuppenseppel. Und zum Dank für deine Freundlichkeit
    schenke ich dir hier meine bunte Kappe."
    Da hatte der kleine Seppel nun also eine Kuppeltreppenlappen-
    suppenseppelkappe. Er setzte sie stolz auf seinen blonden Schüp-
    pel, man könnte auch sagen, auf seinen Kuppeltreppenlappensup-
    penseppelkappenschüppel.

    Als die Zeit herankam, daß der kleine Seppel sich wieder einmal
    beim Friseur die Haare schneiden lassen mußte, da fielen die gan-
    zen Schnippel auf den Boden, alles lag voll mit den Kuppeltrep-
    penlappensuppenseppelkappenschüppelschnippeln. Der Friseur
    kehrte sie sorgfältig zusammen, aber er warf sie nicht weg, denn er
    wußte wohl, daß es sich da um etwas Besonderes handelte. Darum
    tat er die Schnippel in eine besonders, dafür hergestellte Mappe,
    man könnte auch sagen, in eine Kuppeltreppenlappensuppensep-
    pelkappenschüppelschnippelmappe. Diese Mappe verwahrte er in
    seinem Schuppen, das war nun also sein Kuppeltreppenlappensup-
    penseppelkappenschüppelschnippelmappenschuppen.

    Bis hierher ist die Geschichte noch verhältnismäßig einfach,
    aber jetzt wird sie kompliziert:

    Eines Tages kam nämlich ein Trapper, der hatte das Kinn voller
    Bartstoppeln. Er war eben ein richtiger Stoppeltrapper, denn er
    kam nicht oft dazu, sich zu rasieren, weil er in der Steppe lebte.
    Darum hieß er der Steppenstoppeltrapper. Obwohl er sonst ein
    starker Mann war, fühlte er sich diesmal ganz elend und schwach.
    Man könnte auch sagen, er war ein schlapper Steppenstoppeltrap-
    per. Er hatte nämlich die Grippe, die sogenannte Schlapperstep-
    penstoppeltrappergrippe. Und weil er Fieber hatte und nicht mehr
    weiterkonnte, legte er sich einfach in den bewußten Schuppen des
    Friseurs, also in den Schlappersteppenstoppeltrappergrippenkup-
    peltreppenlappensuppenseppelkappenschüppelschnippe lmappen-
    schuppen.

    Als der Friseur das bemerkte, beklagte er sich bitter, weil die
    ganze Sache nun sogar für ihn unsäglich schwierig wurde. Bei dem
    Versuch, den Namen seines Schuppens auszusprechen, bekam er
    einen richtigen Rappel. Aber das machte alles nur noch schlim-
    mer, denn das war ja nun, mit einem Wort gesagt, ein Schlapper-
    steppenstoppeltrappergrippenkuppeltreppenlappensuppenseppel-
    kappenschüppelschnippelmappenschuppenrappel. In seiner Ver-
    zweiflung rief er zwei stadtbekannte Rüpel zu Hilfe, die sollten
    den Trapper wegjagen. Diese Rüpel waren aber Zwillinge und hie-
    ßen deshalb die Doppelrüpel. Diese zwei bildeten auf der Stelle
    eine Spezialtruppe für ihre überaus schwierige Aufgabe und nann-
    ten sich die Schlappersteppenstoppeltrappergrippenkuppeltrep-
    penlappensuppenseppelkappenschüppelschnippelmappen schup-
    penrappeldoppelrüpeltruppe.

    Sie marschierten zu dem Schuppen, umstellten ihn und forder-
    ten den schlappen Trapper auf, sich unverzüglich zu ergeben. Aber
    der war inzwischen wieder einigermaßen bei Kräften und griff
    sich einen Knüppel, man könnte auch sagen, einen Schlapperstep-
    penstoppeltrappergrippenkuppeltreppenlappensuppens eppelkap-
    penschüppelschnippelmappenschuppenrappeldoppelrüpe ltrup-
    penknüppel, und damit verhaute er die Zwillinge so, daß sie klein
    beigeben mußten und die Flucht ergriffen. Sie hinkten und hop-
    pelten in einer malerischen Gruppe von dannen, sozusagen in
    einer Hoppelgruppe, und alle Leute, die es sahen, lachten und
    nannten sie die Schlappersteppenstoppeltrappergrippenkuppel-
    treppenlappensuppenseppelkappenschüppelschnippelmappen-
    schuppenrappeldoppelrüpeltruppenknüppelhoppelgruppe.
    Das war den Doppelrüpeln natürlich sehr peinlich, und sie san-
    nen auf Abhilfe.

    In derselben Stadt gab es einen Erfinder, der sehr lebensechte
    Puppen bauen konnte. Bei ihm bestellten sie eine Zappelpuppe
    mit Lippen, die richtig plappern konnte. Natürlich kostete sie ein
    Vermögen, aber als die Puppe fertig war, da war sie tatsächlich eine
    Schlappersteppenstoppeltrappergrippenkuppeltreppen lappensup-
    penseppelkappenschüppelschnippelmappenschuppenrapp eldop-
    pelrüpeltruppenknüppelhoppelgruppenlippenplapperzappelpup-
    pe, also ein wahres Wunderwerk.

    Diese Puppe schickten sie, weil sie inzwischen selber zu schüch-
    tern waren, zu dem alten Lappen, der noch immer auf der Treppe
    zur Kuppel saß, und sie teilte ihm mit: "Du bist eigentlich an allem
    schuld, denn mit dir hat das Unheil angefangen. Hättest du nicht
    die Suppen vom Seppel gegessen ... "

    Da sagte der Lappe: "Halt deine Klappe!"
    Er hatte einfach keine Lust, sich das alles noch einmal anzuhö-
    ren. Er hätte natürlich richtiger sagen müssen: Halt deine Schlap-
    persteppenstoppeltrappergrippenkuppeltreppenlappen suppensep-
    pelkappenschüppelschnippelmappenschuppenrappeldopp elrüpel-
    truppenknüppelhoppelgruppenlippenplapperzappelpupp enklap-
    pe, um ganz genau zu sein, aber er wollte sich nicht so sehr an-
    strengen, darum fügte er nur noch hinzu: "Was du da sagst, ist mir
    völlig schnuppe. Es ist mir sogar mehr als schnuppe, es ist mir
    ehrlich gesagt schlappersteppenstoppeltrappergrippenkuppeltrep-
    penlappensuppenseppelkappenschüppelschnippelmappen schup-
    penrappeldoppelrüpeltruppenknüppelhoppelgruppenlip penplap-
    perzappelpuppenklappenschnuppe!"

    Und damit aß er einen Happen von seiner Suppe. Aber fragt
    mich jetzt bitte nicht, was das für ein Happen war... ​
     
  2. unknown

    unknown Guest

    Hiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiilfen wer biegt meine Hirnwindungen wieder zurecht.... die hat mir Puffel eben verknotet.....

    Hipppelpippelhirnverknotpuffelmuffelhexentuffe.....:D:p:rolleyes::o
     
  3. Süpi

    Süpi Neues Mitglied

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    Erzesel einen Hipppelpippelhirnverknotpuffelmuffelhexentuffeverknotungslöser rüberreich. ein Hipppelpippeltrippeltrappeltropfen pro Hipppelpippelhirnverknotung sollte reichen
     
    #3 21. Dezember 2011
    Zuletzt bearbeitet: 21. Dezember 2011
  4. Dedi

    Dedi Neues Mitglied

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    Einfach nur schön!:)
     
  5. stefanie04

    stefanie04 Neues Mitglied

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    nicht schlecht.......konnte nicht zu ende lesen, meine brille hat schlapp gemacht-

    gruß steffi :rofl:
     
  6. Julia123

    Julia123 rheumatic pixie

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    Puffel,
    kannst du mir die Geschichte nicht mal vorlesen?

    LG
    Julia123
     
  7. Tirza

    Tirza Neues Mitglied

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    ....

    danke schön...................
    und schöne weihnachten
     
  8. Tiangara

    Tiangara PMR seit 08/2008

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    Ich kenn auch so eine Geschichte:


    Im Hottentottenlande lebte ein Hottentotte, der eine zahme Beutelratte besaß. Diese Beutelratte war in einem Kotter (käfig), der mit einem Lattengitter versehen war. Eines Tages war diese Beutelratte verschwunden. Also ging der Hottentotte hin auf die Polizei. "Meine Beutelratte ist verschwunden!"
    "Welche Beutelratte?"
    "Die aus dem Kotter."
    "Aus welchem Kotter?"
    "Ja, aus dem Kotter mit dem Lattengitter."
    "Mensch", sagte der Polizist, "du bist ein ganz dämlicher Hottentotte. Warum so umständlich? Sag doch einfach:
    Mein Lattengitterwetterkotterbeutelratte ist weg!"
    Also machte sich die Polizei auf die Suche nach der Beutelratte. Nun lebte im Hottentottenlande eine Mutter, die zwei Söhne hatte. Diese Söhne waren arge Troddel, und außerdem stotterten sie auch noch. Also hießen sie nur die Stottertroddel, und die Mutter war die Hottentottenstottertroddelmutter!
    Eines Tages wurde die Hottentottenstottertroddelmutter ermordet! Aber die Hottentottenpolizei fing den Attentäter sehr rasch. Und da man sonst kein Gefängnis hatte, sperrte man den Hottentottenstottertroddelmutterattentäter in den Lattengitterwetterkotter der verlorengegangenen Beutelratte.
    Nach einiger Zeit wurde der Hottentottenstottertroddelmutterattentäter aus dem Lattengitterwetterkotter herausgeholt und aufgehängt.
    Kurze Zeit danach fand sich die Beutelratte von selbst wieder ein. Also ging unser braver Hottentotte wieder auf die Polizei, um das Wiedereinfinden der Beutelratte anzumelden.
    Es entspann sich folgendes Gespräch:
    "Ich hab' sie wieder!"
    "Wen hast du wieder!"
    "Meine Beutelratte hab' ich wieder."
    "Welche Beutelratte hast du wieder?"
    "Ja, die Beutelratte aus dem Kotter."
    "Aus welchem Kotter?"
    "Aus dem Lattengitterwetterkotter?"
    "Aus welchem Lattengitterwetterkotter?"
    "Aus dem Lattengitterwetterkotter, in dem der Attentäter gesessen hat."
    "Welcher Attentäter?"
    "Der Attentäter, der die Hottentottenmutter ermordet hat."
    "Welche Hottentottenmutter?"
    "Die mit den beiden Troddeln."
    "Welche Troddeln?"
    "Ja, mit den Stottertroddeln!"
    "Ach, du meinst also die Hottentottenstottertroddelmutter?"
    "Jawohl!"
    "Und der Attentäter ist dann der Hottentottenstottertroddelmutterattentäter?"
    "Jawohl!"
    Und deine Beutelratte ist die Lattengitterwetterkotterbeutelratte?"
    "Jawohl!!"
    "Ja, du saudummer Hottentotte!! Warum sagst du es denn nicht einfach? Konntest doch herkommen und sagen:
    Ich hab' sie wieder, nämlich meine Hottentottenstottertroddelmutterlattengitterwetterkotterattentäter-Beutelratte!
    Dann hätte jeder sofort gewußt, was gemeint sei."
     
    #8 22. Dezember 2011
    Zuletzt bearbeitet: 22. Dezember 2011
  9. Julia123

    Julia123 rheumatic pixie

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    ..... die Geschichte will ich auch vorgelesen haben .......:D

    @ Puffel Deine Geschichte hat mich auf die Idee für ein Last-Minute- Weihnachtsgeschenk für meine Tochter gebracht:top:
     
  10. puffelhexe

    puffelhexe Bärenmama von Pedro

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    oh julia,

    was bekommt sie nun:

    einen teller suppe, einen scheppel, eine schlappe mappe oder eine plapperklappenpuppe???:D

    ich hab meine geschichte übrigens mal auf einer weihnachtsfeier von unserem damaligen englischkurs vorgelesen.

    bzw. ich wollte sie vorlesen. komplett....eigentlich. wir mußten nachher alle so lachen, das dann jeder für sich zu ende lesen mußte. ich habe irgendwann gebrüllt vor lachen (aber nur, weil die andern so gelacht haben) und mußte dann kurzfristig zur beruhigung frische luft schnappen.:D:D:D