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Psychotherapie bei cP - aber wie?

Dieses Thema im Forum "Naturheilkunde und Komplementärmedizin / Alternati" wurde erstellt von cyriell, 9. Oktober 2010.

  1. cyriell

    cyriell Sabine

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    Hallo zusammen,

    ich soll jetzt eine psychotherapeutische Behandlung anfangen. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass da irgendwas schief läuft.

    Ich bin immer davon ausgegangen, dass diese beinhaltet, wie ich mit den Schmerzen klar komme. Jetzt hatte ich mal eine sog. "Probestunde", wobei die Therapeutin meinte, ich hätte eine riesige Wut in mir, welche bereits seit Kindheit in mir schwelt - also mindestens 35 Jahre.

    Jetzt weiß ich nicht .....

    Habt ihr schon Erfahrungen gemacht - und wie waren diese? Habt ihr auch von euren Problemen, Kindheitserfahrungen, momentanen Problemen etc. reden müssen - oder wurde euch beigebracht, wie man mit diesen irren Schmerzen umgeht?

    Für eure Rückmeldungen würde ich mich sehr freuen - und ich wäre mir sicher, dass ich überhaupt dort richtig bin ...

    Ich wünsche euch eine schmerzfreie Zeit und liebe Grüße

    Nebi
     
  2. Pezzi

    Pezzi Neues Mitglied

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    Grüß dich,
    eine Psychothereapie beinhaltet nicht unbedingt, dass du in deiner "Kindheit wühlst". Es gibt unterschiedliche Therapieformen, die Therapeuten verfügen über verschiedene Ausbildungen.

    Wenn man sich einer Psychotherapie unterzieht, heißt das auch nicht, dass man "nicht normal" sei. Aber der Mensch, als Einheit von Körper und Seele gesehen, gerät durchaus durch ständige Schmerzen aus dem Gleichgewicht: Körperliche Schmerzen beeinflussen die Psyche, ebenso beeinflußt die Psyche den Körper. Daher gibt es seit Anfang der 90ger Jahre auch den Facharzt für Psychosomatische Medizin und dieser Bereich ist seit der Reform des Medizinstudiums mehr zum Tragen gekommen.

    Der Therapeut ist auch nicht jemand, der "alles weiß", "in dich hineinsehen" kann und dir überlegen ist oder dich führt. Er/Sie begleitet dich.

    Die Schmerzen, evtl. Deformierungen durch die cP wirken sich auf deine Seele aus, damit auf dein Wohlbefinden. Dieses wiederum beeinflußt, wie du Schmerzen wahrnimmst.
    Damit kann man lernen, umzugehen - der Umgang mit Schmerz wird sicher von Kindheit an erlernt.... darum "landet" man dann zeitweise doch dort. Ausgangspunkt ist jedoch die jeweilige jetzige Situation, dann würde man danach suchen, wo ähnliche "Muster" auftreten, damit du z.B. besser mit Schmerz umgehen kannst, den besser einordnen kannst und - falls das so ist - dich nicht so "ausgeliefert" fühlst.

    Prüfe, ob du dich bei der Therapeutin wohl gefühlt hast - probiere ruhig weitere aus. Es ist wichtig, dass die "Chemie" zwischen euch stimmt, wenn die Therapie Erfolg haben soll.

    Gutes Gelingen,
    Pezzi
     
  3. Marly

    Marly Bekanntes Mitglied

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    Hallo Nebi,
    irgendwie kann ich mir kaum vorstellen, dass es immer noch Menschen gibt, die nicht wissen, wie sehr die Psyche mit dem Entstehen von Krankheiten und deren Folgen verbunden sind...
    Ich mache auch seit kurzem eine Psychotherapie, meine Tochter hat Rheuma ich habe ein chron. Reizdarmsyndrom.
    In der Therapie geht es um die jetzige Situation, die für mich nur schwer zu bewältigen ist und ihre Entstehung in meiner Kindheit/Jugend hat. Hätte ich damals einen anderen Umgang mit mir selbst und mit schwierigen Situationen gelernt, wäre es heute ganz anders. Da ich vieles in meiner Kindheit aber nicht gelernt habe, muss ich da heute ran, damit es uns in Zukunft besser geht und das ist mein großes Ziel und da kann mir auch nur eine Therapie helfen und ich selbst muss natürlich auch Einiges tun und das lerne ich dort.
    Liebe Grüße und keine Sorge, eine Therapie machen soviele Menschen, da muss man sich nichts bei denken,
    Marly
     
  4. Estelle

    Estelle Neues Mitglied

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    Huhu Nebi

    Umgang mit Schmerzen lernen finde ich okay, aber ich hätte es auch nicht gern, wenn jemand mich wegen eindeutig körperlichen Beschwerden irgendwie zum Psycho stempeln wollte. Ich hatte mal eine Ärztin, die untersuchte mich nicht einmal, sondern nannte es gleich psychosomatisch. Da meine Mutter gleichzeitig dasselbe hatte, stellte sich heraus, dass es eine körperliche Sache war. Was mir da der Psycho-Doktor einreden wollte, hatte nichts mit der realen Erkrankung zu tun. Zum Glück war ich schon da sehr selbstbewusst und unbeeindruckt von Diplomen. Eine Spritze und die Schmerzen waren vorbei.

    Ich weiß aber von anderen, die sich richtig manipulieren lassen durch ihre Therapeuten. Es besteht immer das Risiko einer Übertragung, wobei der gesunde Therapeut den geschwächten Kranken in ein Abhängigkeitsverhältnis bindet. Es kommt also immer darauf an, was für ein Mensch der Therapeut ist und inwiefern er seine Stellung ausnutzt.
     
  5. Pezzi

    Pezzi Neues Mitglied

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    Hallo Estelle,
    deine Erfahrungen erschrecken mich ein wenig. Um in Deutschland als Psychotherapeut arbeiten zu können, muss man im Rahmen der Ausbildung auch selber eine Therapie machen.
    Es gibt in der Psychologie den Begriff der "Übertragung", aber da bindet nicht ein Therapeut einen Klienten an sich. Ein Therapeut, sofern er seriös arbeitet und wirklich eine qualifizierte Ausbildung hat, lerrnt, dass er eine gesunde Distanz zum Klienten hat. Ein Ausnutzen der Stellung - undenkbar.

    Man kann sich auf der Suche nach einem qualifizierten Therapeuten auch von dem Verband der Psychotherapeuten beraten lassen.

    LG
    Pezzi
     
  6. Estelle

    Estelle Neues Mitglied

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    Huhu Pezzi

    Ich sprach auch schon mit einer deutschen Therapie-Patientin über ihre Erfahrungen und ich muss sagen, dass es mich erschreckte, wie ihr Therapeut sie wie ein Kleinkind behandelte und auschimpfte, wie sie mir erzählte. Da war deutlich eine Abhängigkeit spürbar. Schon C. G. Jung beschäftigte sich mit der Übertragung zwischen Therapeut und Patient. Dieses Problem ist immer gegeben und wird öfter mal ausgenutzt. Also mir reichen diese Erfahrungen und Berichte, um zumindest auf der Hut zu sein.

    Allein schon wie dieser Therapeut beim ersten Gespräch mit mir redete, war einfach ne Frechheit, als wäre es klar, dass jemand, der zu ihm kommt, nun in jeder Hinsicht von ihm demontiert und neu zusammengesetzt werden müsste, völlig respektlos, als wäre ich ein Kleinkind und keine mündige Person.

    Ich verpasste den Bus (wegen etwas, was dazwischenkam) und kam etwas später, telefonierte aber. Obwohl ich sonst ein sehr pünktlicher Mensch bin und meistens viel zu früh, unterstellte er mir gleich die Psychoschiene von Notorisch-unpünktlich-und-lebensuntauglich nach nur 3 Minuten Gespräch. Echt krank, dieser Therapeut! Der Mann hat mich so aufgeregt, dass ich im Wirrwarr der Gefühle zuerst meine Tasche bei ihm liegen ließ, es aber gleich bemerkte und zurückkam. Natürlich wieder der besagte Therapeutenblick.

    Nur sagte schon Freud: Manchmal ist eine Pfeife nur eine Pfeife! (Und dieser Therapeut war eine Pfeife!)

    Was ich damit sagen will: Wenn ein Arzt an der Seele herumdoktert, ist das ein viel größerer Eingriff, als man denkt. Natürlich gibt es solche Nieten auch unter Allgemeinärzten, nur liefert man sich da seelsich weniger aus und kann immer noch über die Medis googlen. Eingriffe in die Psyche sind weitaus heikler. Besser dann jemanden mitnehmen als Beistand! Dann ist die Gefahr eines Übergriffs auch geringer.

    Dieser Therapeut war übrigens absolut nach außen hin "seriös" mit vielen offiziell abgesegneten Diplomen im Wartezimmer.
     
    #6 12. Oktober 2010
    Zuletzt bearbeitet: 12. Oktober 2010
  7. bobbi96

    bobbi96 Neues Mitglied

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    Liebe Nebi,

    ich persönlich finde, dass Deine Therapeutin Recht haben könnte. Ich mache seit 2 Jahren eine ähnliche Therapie und kenne den Grund, warum ich RA habe. Bei mir lag es zwar nicht allein in der Kindheit (Erziehung), sondern auch in meinem späteren Leben, als ich mich - ich sags mal schlicht und einfach - falsch entschieden habe und den "Schlamassel" nun ausbaden muss. Mir ist sehr viel klar geworden und weiß, wo meine Fehler lagen, wobei "Fehler" auch das verkehrte Wort ist. Meine Therapeutin begleitet mich zum Teil sehr behutsam aber manchmal auch sehr energisch. Es hat bei mir lange gedauert, bis das "Einsehen" kam. Mir geht es psychisch wie auch physisch besser. Ich fühl mich wohl, was zu Anfang der Therapie aber nicht der Fall war, ich war ziemlich durcheinander - aber jetzt nicht mehr. Für mich war es die richtige Entscheidung.

    Einen schönen Abend noch
    Alles Gute - Ute
     
  8. Ducky

    Ducky Guest

    hallo pezzi,
    nicht alle psychotherapeuten müssen eine eigene therapie machen
    die verhaltenstherapeuten brauchen dieses nicht

    @estelle,
    ich würde nie jemanden in meine psycho-behandlung mitnehmen
    davon abgesehen glaube ich auch kaum, dass ein therapeut, es außer bei paar gesprächen zu lassen würde
     
  9. Estelle

    Estelle Neues Mitglied

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    Huhu

    Ja, eben, der Psychotherapeut lässt zu und ist je nach Gutdünken energisch. Das wär nichts für mich. Ich nehme schon keinen Alkohol und rauche auch nicht, weil ich immer die Kontrolle über mich und mein Leben behalten will. Deshalb dürfte mich nie ein anderer Mensch in irgendeiner Form bevormunden oder leiten. Das hätten nicht einmal meine Eltern schaffen können, mussten sie auch nicht, denn ich war immer ein überaus vernünftiges Kind und eher Führung für sie. Andere brauchen das vielleicht, doch ich vertraue nur Gott und mir selbst genug. Ich hab zwar eine verlässliche Mutter und eine liebe Freundin, auch mein Neffe ist ein ganz lieber, aber sie wollen mich auch nicht bevormunden. Wenn ja, rufe ich aus. ;)

    Es kämen nur Berater für mich in Frage. Ja, das bringt sogar viel, hab ich auch ausprobiert. Das ist keine Therapie, sondern eine lockere, unverbindliche Beratungssituation, z. B. mit einem Psychologen oder einem Berufsberater. Gibt auch Berater für Familien und bestimmte Problemsituationen, übrigens auch für Schmerzpatienten. Ja, DAS hat mir viel gebracht, weil es kein Eindringen in meine Persönlichkeit ist, sondern Fragen von mir beantwortet werden und nicht mehr. Ich bleibe in der Situation souverän und brauche rein gar nichts zu tun oder mich einzufügen in eine Therapie.

    Also bei Familientherapie sind mehrere dabei.
     
    #9 12. Oktober 2010
    Zuletzt bearbeitet: 12. Oktober 2010
  10. Monika71

    Monika71 Neues Mitglied

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    Hallo ihr alle,
    ich kenne auch einige Leute die zu vielen Menschen aufsehen, aber nicht aufgrund der inneren Werte, sondern wegen irgendwelchen erworbenen Titeln. Aber ob Psychologen, Psychotherapeut, Ärzte ect., dass sind auch nur Menschen mit eigener Persönlichkeit und viel zu oft, wird diese in die eigene Beruftätigkeit mit einbezogen und ausgespielt.
    Liebe nebi, wenn dir dieser Psychotherapeut nicht zusagt, probiere es mit einem anderen.
    vlg Monika
     
  11. Ducky

    Ducky Guest

    @ nebi..
    du hast 5 sitzungen bei 3 therapeuten "frei" die sogenannten probatorsichen sitzungen--erst dann musst du dichentschieden und auch die therapeuten, müssen wissen ob sie dich behandeln wollen/können..mit dem von dir gestecktem ziel


    schaue im internet welche der drei therapierichtungen dir am meisten zusagt..ich denke zur schmerzbehandluing, wäre ne verhaltenstherapie nciht schlecht...da wird in der regel nciht in der kindheit rumgewühlt ;)

    alles gute
     
  12. Marly

    Marly Bekanntes Mitglied

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    Hallo Ute,
    erfreulich, dass noch jemand gute Erfahrungen mit einer Psychotherapie hat und weiß, wie sehr die Psyche die Krankheit beeinflusst. Ich habe mich in meinem Leben auch häufiger von der Vernunft und nicht vom Herzen leiten lassen und sitze nun auch in meinem "Schlamassel", bzw. ich war total unfähig etwas zu ändern, was wirklich wichtig gewesen wäre. Da war der Leidensdruck noch nicht groß genug. Jetzt habe ich richtige schwere gesundheitliche Probleme und meine Tochter auch, aber ich weiß auch, dass ich lerne, dieses ändern zu können. Manchmal bin ich nach einer Therapie stunde so aufgewühlt, dass es mir erst einmal schlechter geht. Aber dann merke ich genau, woran ich arbeiten muss. Das ist ganz schön schwer, sein Denkmuster und Verhalten zu ändern.
    Liebe Grüße und weiterhin viel Erfolg
    Marly
     
  13. bobbi96

    bobbi96 Neues Mitglied

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    Liebe Marly,

    halte durch, e s l o h n t s i c h ! ! Wirklich - versprochen !

    Ich zum Beispiel brauche nur noch ganz selten mal 'ne Ibu (vielleicht 1 x im Monat) und kaum noch Corti. MTX-Spritze konnte ich auch auf 19 mg wöchentlich reduzieren. Ich fühl mich wohl; ich kann es nur empfehlen.

    Einen schönen hoffnungsvollen Abend

    Alles Gute - Ute
     
  14. bobbi96

    bobbi96 Neues Mitglied

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    .... Fehlerberichtigung ....
    nicht 19 mg oder 10 mg.

    Hatte ich noch vergessen (tja, die Vergesslichkeit wird wohl bleiben?) meine Müdigkeit, Antriebs- und Lustlosigkeit scheint sich auch ganz langsam aber sicher zu verabschieden.

    Ute
     
  15. bobbi96

    bobbi96 Neues Mitglied

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    .. tja - und tippen kann ich auch nicht mehr !
    gemeint ist sondern 10 mg.
    Au weia.
     
  16. cyriell

    cyriell Sabine

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    Hallo Ihr Lieben,

    ganz, ganz herzlichen Dank für eure Antworten, es hat mir schon sehr geholfen - und ich habe erstmal keinen Termin mehr bei der Ärztin gemacht ....

    Ich wollte mich nicht unter Druck setzen lassen. Vor Jahrzehnten bereits hatte ich mal ansatzweise eine Therapie, da ging es bei mir um Migräne. CP war da noch gar nicht bekannt. Der Therapeut hatte auch in meiner Vergangenheit herumgewühlt und kam auf meine Eltern, die "alles falsch" gemacht haben. Dass ich jedoch schon damals selbst die Kontrolle über mich hatte, hat er gar nicht begriffen.

    Und ... eine Wiederholung dieser Themen benötige ich nicht.

    Es hat sich jedoch etwas trotzdem Positives getan. Ein Internist hat sich angeboten, neben meinem HA, mich in puncto Rheuma mitzubehandeln. Er hat sämtliche Untersuchungsberichte bekommen und diese richtig studiert. Als ich dann wenige Tage später einen Termin hatte, warf er mir die Diagnose "Depressionen" um die Ohren. Wow ... soweit hatte ich nicht gedacht. Dann hat er mir Medis verschrieben .. und was soll ich sagen, ich bin ca. 70 % der Schmerzen, die vorher hatte, los.

    Nun bin ich seit Wochen krankgeschrieben und lerne langsam wieder, ins "Leben zurück zu kehren". Es war immer alles zuviel. Ob hier im Forum zu schreiben, den Haushalt zu machen oder auch Termine bei Ärzten zu machen. Der Weg war immer länger geworden.

    Mein weiterer Weg wird so stattfinden, dass ich die Therapie zurückstelle, dann habe ich die Teilerwerbsunfähigkeit eingereicht und bin bis zur (hoffentlich positiven) Feststellung erstmal krank geschrieben. Ein 8-Stunden-Arbeitstag, wie ich ihn vorher hatte, geht nicht mehr, da ist schluss. Dies hat mir auch der Arzt gesagt.

    Ich kann nur sagen, ich wünsche das niemanden, ich habe weit über 2 Jahre gegen Schmerzen gekämpft, mich als Hypochonder abstempeln lassen, immer noch stärkere Schmerzen bekommen, ständig gesagt, dass ich in die Arbeit muss ..... und und und. Und dann kam der richtige "Knall". Ich kann nicht mehr! Das ist die Grundaussage bei mir und ich hoffe, dass ich jetzt wieder auf die Beine langsam komme.

    Auch möchte ich das Leben wieder genießen. Wie habe ich viele von euch beneidet, ihr habt z.B. Tiere, mit welchen ihr raus geht, spazieren .... und ich - ich konnte nur noch auf der Couch liegen und denken: "Hoffentlich hilft die nächste Schmerztablette". Das war echt übel.

    Nochmals vielen Dank für eure Nachrichten. Die habe ich mir zu Herzen genommen und werde - wenn ich vielleicht im neuen Jahr eine Therapie beginne, mir auf jeden Fall jemanden suchen, der sich ein wenig mehr mit meiner momentanen Situation beschäftigt und nicht mit meiner Kindheit, die eh so passiert ist wie sie ist - da lässt sich nichts mehr ändern.

    Ich wünsche euch eine schmerzfreie Zeit.

    Liebe Grüße

    Nebi