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Psychiatrisches Gutachten

Dieses Thema im Forum "Kaffeeklatsch" wurde erstellt von Samira, 16. September 2003.

  1. Samira

    Samira Neues Mitglied

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    Hallo ihr Lieben,

    bei mir steht ja demnächst ein psychiatrisches Gutachten an, da hätte ich jetzt gerne gewußt, hat das schon jemand von euch hinter sich und kann mir ein paar Tipps geben.
    Bin zwar schon oft beim Gutachter gewesen, aber das waren Internisten, Rheumatologen oder Orthopäden.
    Kann ich mich irgendwie vorbereiten, was kommt da überhaupt auf mich zu, was für Fragen stellt er mir, was macht der überhaupt mit mir?????

    Wenn irgendjemand was dazu sagen kann, wäre ich sehr dankbar. Bin ziemlich aufgeregt deswegen.


    Samira
     
  2. merre

    merre Aktives Mitglied

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  3. Samira

    Samira Neues Mitglied

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    Hi merre,

    bei dem Gutachten geht es um EU-Rente, das Gericht hat ja zunächst keine ausreichenden Gründe für eine Berufungsverhandlung gesehen.
    Mein Hausarzt hat in seiner Bescheinigung dann meine psychische Situation genau beschrieben und ich war ja zwischenzeitlich, wenn auch nur kurz, in stationärer Behandlung deswegen.
    Vor wenigen Tagen kam der Beschluss des Landessozialgerichtes, doch noch ein psychiatrisches Gutachten einzuholen.

    Ich werd mir die Seite mal anschauen.
    Danke


    Samira
     
  4. merre

    merre Aktives Mitglied

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    Gutachten

    Ja Samira, dann geht es darum, ob durch Deine psychische Situation eine veränderte Sachlage entstanden ist.
    Besonders die Begründung der Ablehnung soll wohl damit angefochten werden.
    Und wenn nur bei rauskommt, daß der Sachverhalt sich anders darstellt und der gesundheitliche Aspekt nicht nur in den angegebenen Beschwerden körperlicherseits sondern auch in der Psyche zu sehen ist.
    Da gibts es ja dann verschiedene Möglichkeiten, die Deine Auffassung begründen können, und auch in der Enscheidungsfindung zu berücksichtigen sind. Das eben soll der Gutachter feststellen.
    Es sind ja nicht nur die "krankheitsüblichen" Beschwerden, die einem zu schaffen machen sondern auch Umstände wie "Perspektivlosigkeit, Zukunftsängste und ähnliches", die sich auswirken.
    Dabei kann es durchaus zu Verschlechterung der allgemeinen Gesundheitssituation kommen und auch eine negativer Einfluß auf den Krankhaitsverlauf ist denkbar.
    Wichtig ist, daß diese Sachen nicht "meßbar" im schulmedizinischen Sinn sind.
    Wenn hier eine Therapie notwendig werden sollte (da würd ich mich nicht sträuben), sehe ich zumindest für diesen Zeitraum gute Chancen sich durchzusetzen.
    Einen ganz wichtigen Aspekt mußt Du Dir merken...: psychische Probleme kommen meist wenn man "allein mit Sich und der Welt" ist. Zum Beispiel Verzweiflung, wenn man über alles nachdenkt. "Unter Menschen" geht es einem meist relativ gut. Also ist der medizinische Nachweis dazu Sache eines Psychologen oder eben Psychaters.
    Hoffe konnt Dir ein bissl Stress abbauen helfen. Gutes Gelingen "merre"
     
  5. Monsti

    Monsti das Monster

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    Hallo Samira,

    zum Ende eines zweimonatigen Aufenthalts in einer psychosomatischen Klinik wurde für mich ein solches Gutachten erstellt. Was dort drinsteht, ist natürlich immer so unterschiedlich wie die Psyche der Menschen unterschiedlich ist. Deswegen kann ich Dir auch nicht sagen, welche Fragen man an Dich stellen wird. Ich kann Dir nur raten, alle Fragen wahrheitsgetreu zu beantworten. Die Fragensteller sind geschulte Leute, die jedes Unter- oder Übertreiben sofort durchblicken. Sei einfach Du selbst!

    @merre: Deinem Kommentar "Einen ganz wichtigen Aspekt mußt Du Dir merken...: psychische Probleme kommen meist wenn man "allein mit Sich und der Welt" ist. Zum Beispiel Verzweiflung, wenn man über alles nachdenkt. "Unter Menschen" geht es einem meist relativ gut." muss ich Dir widersprechen. Mir z.B. geht es gerade unter vielen Menschen nicht gut. Dabei fühle ich mich nämlich regelmäßig ganz besonders "allein mit mir und der Welt". Bei mir reichen schon 10-20 Leute, um dieses Gefühl auszulösen.

    Samira, ich schreibe Dir deshalb, weil ich heute vor allem psychisch nicht mehr arbeitsfähig bin. Das Rheuma hab ich dank endlich wirksamer und nahezu nebenwirkungsfreier Basistherapie seit Juni gut im Griff, ein regelmäßiges Funktionieren in der Berufswelt wäre mir trotzdem nicht möglich.

    Bitte halt uns auf dem Laufenden!
    Liebe Grüße von
    Monsti
     
  6. Samira

    Samira Neues Mitglied

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    Danke für eure Antworten

    merre und monsti,

    also die Sachen mit "unter Menschen" gehen, ist für mich ähnlich wie bei Monsti, wenn ich allein bin fühl ich mich einsam, aber unter Menschen ist es manchmal noch schlimmer. Da ist ja dann auch noch die Sache mit der Angst. Wenn ich darüber nachdenke unter Menschen zu gehen, kommt auch gleich der Gedanke: was ist wenn du Angst bekommst, vielleich sogar Panik, da ist es allein zu Hause doch sicherer.

    @ monsti, ich bin psychisch auch nicht mehr arbeitsfähig, natürlich ist an vielen Tagen das Rheuma der Grund warum ich nicht arbeiten könnte, aber das psychische empfinde ich die meiste Zeit als wesentlich schlimmer.
    Mir wurde nur schon mal von einer Nervenärztin gesagt: wenn sie erst mal wieder im Arbeitsleben stehen und jeden Tag einer sinnvollen Beschäftigung nachgehen, dann wird es ihnen auch psychisch besser gehen.
    :mad: wenn das so einfach wäre.

    Jetzt mach ich mir natürlich auch so meine Gedanken, ob der Gutachter das ähnlich sehen wird.

    liebe Grüße
    Samira

    Es tut gut zu wissen, daß es hier Menschen gibt, die wissen wovon man redet
     
  7. merre

    merre Aktives Mitglied

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    Problem

    Ja manno ist klar, gibt natürlich auch dieses Problem wie Monsti sagt. Muß man denn drüber nachdenken und sich drauf einstellen. Also beide "Extreme" einkalkulieren. Hat das mehr auf eigene Erfahrungen bezogen. "merre"