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Psoriasis- Arthritis unbehandelt lassen?

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von bettinaS, 7. Januar 2013.

  1. bettinaS

    bettinaS Registrierter Benutzer

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    Hallo,
    ich sollte eigentlich morgen mit meiner Basistherapie (MTX) anfangen. Weil ich aber doch sehr skeptisch bin, habe ich heute nochmal eine Wahlärztin, die auf rheumatische Erkrankungen spezialisiert ist, aufgesucht.
    Sie meinte, ich müsse die Medikamente noch nicht nehmen. Die Schwellungen( beide Sprunggelenke, Handgelenk) seien jetzt noch nicht so schlimm, da kann man noch zuwarten. Vor allem, weil das Zeitfenster um die Krankheit zu stoppen, sowieso schon vorbei ist ( Krankheitsbeginn Dezember 2011, im Sommer/ Herbst eigentlich keine Beschwerden) und wenn man sich innerlich so wehrt, wird das Medikament nicht helfen.
    Ich wäre eigentlich erleichtert, wenn ich es noch nicht nehmen müsste, bin jedoch skeptisch ob es den Krankheitsverlauf nicht doch negativ beeinflussen kann.
    Schmerzen hab ich eigentlich nur minimal und die Schwellungen sind eher unangenehm und pulsieren im Ruhezustand. Das heißt mein Leidensdruck ist nicht so
    groß.
    Soll ich wirklich noch abwarten und beobachten oder gleich anfangen?
    Danke für Eure Antworten.
    LG Bettina
     
  2. Louise1203

    Louise1203 Gesperrter Benutzer

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    Hallo,

    erstmal herzlich willkommen bei R-O.......

    .......aber mir platzt gleich der Kragen.............Wieso sagt eine Ärztin (die es eigentlich besser wissen müsste) dass man dieses Medikament nicht nehmen soll........???

    Es ist doch so: um so eher man die Medis nimmt, verhindert man Schlimmeres......Klar kannst Du abwarten.....Dann kommst Du in meiner Welt an........Weil die Ärzte nicht weiter geguckt haben, ist meine Wirbelsäule im A...... Versteifung der LWS war die Folge......Eine OP die ich keinem wünsche!!!!!!! Jetzt bin ich so schwer an PSA erkrankt..... Hände, Knieen, Ellenbogen usw usw...MTX, Cortison, Humira sind die Folge davon.......... Und trotzdem hab ich Schmerzen.............Bin 100% Arbeitsunfähig bzw Leistungsunfähig.............

    Ich weiss, es klingt sehr hart und ungnädig, schreibe ich aber bewusst so. Ich hab so lange um eine Diagnose kämpfen müssen und war froh, als das "Kind" endlich einen Namen hatte..........Lass es bei Dir nicht so weit kommen. Die Folgen ohne Medis sind wesentlich schlimmer wie die Nebenwirkungen der Medis.............

    Ich wünsche Dir alles Gute


    Louise
     
  3. arielle

    arielle Neues Mitglied

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    Ich möchte mich Louise anschliessen.
    Als ich die ersten Schmerzen hatte waren die Docs wohl noch nicht soweit.
    Ich wurde gefragt ob ich Fieber hätte, als ich verneint habe wurde mir etwas zum
    Baden verschrieben und das wars dann. Die Schmerzen hielten sich in Grenzen, bis
    sie in einer Stressituation explodierten (Stress verursacht bei mir meist einen Schub).
    Gerade weil ich in einer Stressituation war wurden aber die Schmerzen immer noch nicht
    ernstgenommen, ich war bei verschiedenen Ärzten, die Schmerzen wurden zum Teil sogar
    angezweifelt.
    Als ich endlich die richtige Diagnose und Medikamente bekommen habe waren auch schon
    Gelenke geschädigt, vor allem die Wirbelsäule, ISG, Schulter und Finger und für mich
    sehr schlimm, die Zehennägel...
    Ich hatte die Psoriasis nicht übermässig stark aber an allen typischen Stellen.
    Als das Ganze dann endlich einen Namen hatte war ich zwar froh aber es hat lange gedauert bis
    man es einigermassen in den Griff bekommen hat.

    Ich bin mir sicher, dass es einfacher ist, die Sache in den Griff zu bekommen, wenn es noch
    nicht allzu stark ist. Andererseits werden solche starken Medikamente nicht grundlos verschrieben.

    Alles Gute von Arielle
     
  4. bettinaS

    bettinaS Registrierter Benutzer

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    Verwirrt

    Danke für Eure Antworten. Ich bin einfach extrem irritiert, weil ich keine richtigen Schmerzen habe. Das hört sich jetzt blöd an, da sollt ich ja eigentlich froh sein, dass das noch nicht der Fall ist. Aber irgendwie trau ich dem ganzen noch nicht. Keiner nimmt leichtfertig so starke Medikamente, wenn man sich im Grunde gesund fühlt. Ich trau meinem Körper schon gar nicht mehr... :vb_confused:
     
  5. Nadine1987

    Nadine1987 Neues Mitglied

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    Hallo,

    ich kann verstehen, dass du Angst hast aber du hast nicht ohne Grund dieses Medikament verschrieben bekommen. Sei froh darüber, dass du dich nicht "so krank" fühlst. Klar MTX ist nicht ohne sei froh wenn du nur das nehmen "musst". Durch dieses Medi kannst du sicher einige Schäden vermeiden die hier manch einer leider ertragen muss sowie ich auch. Wenn man mir mal geglaubt hätte, könnte ich vielleicht jetzt noch stehen oder laufen und hätte nicht einige OP´s noch vor mir.

    Klar ist es ein Medi was kein Bonbon ist aber du willst doch schließlich dein Leben weiter leben können ohne große Einschränkungen und du kannst froh sein, dass man dir nun so schnell eine Diagnose gestellt hat.

    Es wird dir keiner die Entscheidung abnehmen können, ob du dieses Medi nimmst. Wir können dir hier nur sagen wie wir entscheiden würden. Es ist dein Körper über den du bestimmen und entscheiden musst ggf. hol dir eine zweite Meinung eines Rheumatolgen ein, obwohl du die Wartezeit ja nicht unterschätzen darfst.

    Ich wünsche dir, dass du für dich die richtige Entscheidung treffen wirst.

    LG Nadine
     
  6. tantelotta

    tantelotta Neues Mitglied

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    Psoriasis Arthritis ungebehandelt lassen?

    Hallo,
    es ist für jeden wahrscheinlich zuerst einmal erschreckend, wenn man vor der Entscheidung steht, Mtx zu nehmen.
    Ich kann soviel dazu sagen, meine Mutter bekam im Alter von 30 Jahren Polyarthritis. Damals (1975) war man mit der Forschung noch nicht so weit wie heute. Hätte sie damals Mtx bekommen, wäre ihr wahrscheinlich etliches erspart geblieben. Es kam bei ihr erst vor 20 Jahren zum Einsatz.
    Es muß einem klar sein, daß Mtx etliches von der Krankheit aufhalten kann! Bei meiner 14jährigen Tochter wurde letztes Jahr auch die Diagnose Polyarthrits gestellt. Als nach 6 Wochen Analgetika kein ausreichender Erfolg erzielt wurde, standen wir auch vor der Entscheidung - Mtx- ja oder nein. Für mich, meinen Mann und meiner Tochter gab es eigentlich gar keine andere Wahl bzw. Entscheidung. Wollen wir, daß die Krankheit aufgehalten wird oder nicht. Mit Nebenwirkungen hat meine Tochter zwar zu kämpfen- man muß sie aber nicht haben und --- sie stehen eigentlich in keinem Verhältnis zum Nutzen des Medikaments.
    Aber es ist eine persönliche Entscheidung, man kann dir nur raten.
    Der behandelnde Arzt unserer Tochter ist so einfühlsam, er hat uns bei der Entscheidung mit langjährigen Erfahrungen jedenfalls positiv mit diesem Medikament zur- für uns - richtigen Entscheidung verholfen.

    Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig helfen, alles Liebe
    Hilde
     
  7. bettinaS

    bettinaS Registrierter Benutzer

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    Entscheidung getroffen

    Hallo,
    vielen Dank für Eure Beiträge. Meine Entscheidung ist getroffen, werde heute abend mit dem Ebetrexat beginnen. Drum herum komm ich wohl langfristig sowieso nicht und die Meinung lieber früher als später zu beginnen überwiegt definitiv. Außerdem glaub ich, kann ich mich von dem Gedanken, dass alle Ärzte sich wohl geirrt haben, wohl verabschieden :vb_redface:.
    Hoffe, dass ich es gut vertrage (hoffentlich besser wie das Salazopyrin) und versuch jetzt mal positiv ranzugehen.
    Negativ war ich in der letzten Zeit eh genug.
    Los gehts...

    Liebe Grüße
    Bettina
     
  8. finn1207

    finn1207 Neues Mitglied

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    ich nehms nicht :)

    hallo,

    ich weiss seit letztem jahr, dass meine jahrelangen beschwerden von einer PsA kommen. dabei hab ich schwellungen und entzündungen im grosszehengrundgelenk, in den fingerknöcheln, im sprungbein, ich hab vermeintliche daumenarthrose und rhizartrose, die aber auf keinem röntgenbild nachweisbar sind demnach also folge der psa sind, meine isg-fugen sind druckempfindlich, ebenso meine gelenke am brustbein. meine knie sind dann und wann entzündet, meine karpatunnel sind keine karpaltunnel sondern die schmerzen und die rückbildung der daumenmuskulatur kommt von den schwellungen im handgelenk also auch von der psa. ich hab am linken daumengrundgelenk bereits nen knubbel, neine den knochen meinte ich rausstehen. das alles bereitet mir natürlich auch schmerzen, alles ein wenig und mal ein wenig mehr. in der summe belastend und schmerzhaft.

    bis ich die diagnose hatte rannte ich zu zwei rheumatologen ( die beide dasselbe sagte, Psa mit wirbelsäulenbeteiligung), einem orthopäden ( tja da kann ich nichts machen, das kommt alles von der psa, behandelt mich seither nicht mehr so wirklich ).

    der eine rheumatologe meinte es seien zu wenig entzündungen um es mit mtx zu behandeln.

    ich hab also 6 monate nichts gemacht.

    und dann hab ich mich gefragt, warum man solche eine krankheit unbehandelt lässt. gerade in den schmerzhaften phasen ist das für mich eine sehr grosse fragem zumal viele der beschwerden auf schädigungen, wenn auch minimal, zurückzuführen waren. also bin ich zu nem anderen rheumatologen. der wollte dann mit 15mg MTX reingehen.

    das ging mir dann zu schnell und wie du auch wehrte ich mich innerlich dagegebn. mein hausarzt meinte dann auch wieder, als er den befund und den brief las " eigentlich viel zu hoch, zumal sie ja chronisch krank und somit dauerhaft mt nehmen sollten. ihnen gehts dafür zu gut"

    vor zwei tagen stands mir dann wieder bis hier ( oberkante unterlippe :) ) ich bin hier vor ort zu nem arzt, weilich die schmerzen einfach auch psychisch nicht mehr ertragen hab.

    seit gestern bin ich auf ner runde prdnisolon, die nächsten tage wirds runterdosiert und dann sehen wir was es bringt.

    was ich sagen will......ich bin auch noch nicht bereit für mtx, allerdings genauso mies find ichs, dass die psa unbehandelt war bis gestern. es tut mir deswegen grad gut, das prednisolon zu nehmen und ich hoffe es wirkt und tut mir auch körperlich gut. ich fühle mich ein wenig seltsam, aber das kommt durch die medikamente, die schmerzen sind natürlich nach zwei einnahmen noch nicht weg, vielleicht ein wenig besser.....aber ich hab in mir schon ne ganz andere einstellung als wenns mtx wäre.


    vielleicht ein tip von mir.......ich war bisher keiner, der von arzt zu arzt gerannt ist. bis zu diesem jahr. ich war bei 2 allgemeinärzten ( was aber daran liegt, dass mein hausarzt 9 km weg wohnt und ich nicht mobil war), bei einem orthopäden und bei zwei rheumatologen. und ich bereue das nicht. jeder arzt hat so seine eigene art zu praktizieren und nicht jeder ist von der art her wie man selber ist. die diagnosen waren alle dieselben, nur die art der behandlung unterschieden sich. und mir hat diese transprenz und auch die sichweise anderer ärzte schon ein wenig geholfen.

    alles gute dir
     
  9. Gertrud

    Gertrud Aktives Mitglied

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    Ich werde es nie verstehen!

    Was heißt schon "ich bin noch nicht bereit für MTX" ...??? Wer ist dazu schon "bereit"?? Wer nimmt das freiwillig!?!?!

    Kurz:
    Wer noch groß rumüberlegt, dem geht es einfach nicht schlecht genug - oder ... ja keine Ahnung ... ich verstehe es einfach nicht!

    Wenn ich a) Schmerzen habe und b) weiß, dass diese Schmerzen immer schlimmer werden und meine Gelenke zerstören - da bin ich doch froh, dass es ein Mittel wie MTX gibt, das das aufhalten kann!!!! Da gibt es doch gar kein Wenn und Aber!

    Meine PSA fing mit 3 Fingergelenken an - und das tat so weh und hat mich so eingeschränkt in meinem täglichen Leben, noch dazu hat mich dieser akute, aggressive Beginn total geschockt ... da habe ich sofort das MTX genommen, ohne groß nachzudenken! Hätte ich denn eine Alternative gehabt!? Hätte ich mutwillig alles schlimmer werden lassen wollen? Ich bin doch nicht verrückt!!!!

    Jetzt ist das 2,5 Jahre her - ich nehme 7,5 MTX, 20 mg Arava, 2,5 mg Prednisolon - und es geht mir soweit gut. Immer noch nicht schmerzfrei, aber ich kann gut damit leben. Nebenwirkungen von den Medikamenten habe ich keine - Schäden an den Gelenken auch nicht, zum Glück.
     
  10. Kati

    Kati Bekanntes Mitglied

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    Hallo Finn,

    ich kann schon verstehen, dass Du denkst: es ist noch nicht schlimm genug.
    Das Problem habe ich fast jeden Tag - obwohl ich im Augenblick so schlecht dran bin, dass ich kaum stehen kann!
    Und dennoch bin ich heute morgen wach geworden und habe gedacht, dass diese Medis doch viel zu stark sind, und dass es mir doch gar nicht so schlecht geht.

    Kortison ist im übriegn auch kein Bonbon.
    D.h. wenn es Dir jetzt gut hilft und dann für viele Monate (ich würde sagen weit mehr als 6 Monate) wirklich Ruhe ist, dann würde ich wohl auch kein MTX nehmen.
    Wenn nicht, solltest Du überlegen, ob MTX nicht eine Möglichkeit wäre.
    Schließlich ist das keine lebenslange Verurteilung.
    Durchaus möglich, dass Du es ein paar Jahre nimmst, dann völlig Beschwerdefrei bist und aufhörst.

    Es gibt schon auch Remission... vielleicht nicht auf ewig, weil das Zeitfenster überschritten ist, aber für Jahre.
    Das kenne ich gerade von Leuten mit PSA. Also: denk bitte nicht MTX sei etwas sooo furchtbares!!!

    Kati
     
  11. arielle

    arielle Neues Mitglied

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    Ehrlich gesagt wundere ich mich auch über so Aussagen dass man "nicht bereit für das Medikament ist".
    Wahrscheinlich ist keiner bereit, wenn er eine Diagnose bekommt die sein Leben verändert.
    Aber wenn mir ein Medikament so gut hilft wie das MTX oder Arava tun, dann ist es doch auch
    klar, dass ich alles tue damit es mir bald besser geht oder wenigstens dass sich nicht alles verschlimmert.

    Ich bin auch immer wieder froh, wenn mir Kortison hilft, klar. Aber von Kortison kann man Diabetes bekommen,
    was in meinem Umfeld passiert ist. Und das ist kein Einzelfall.
    MTX kann man herunterdosieren wenn sich die Krankheit beruhigt, aber Diabetes hast Du nachher wahrscheinlich
    dauernd.

    Ich war jedenfalls heilfroh, als ich die Medikamente bekommen habe, die mir das Leben so erleichtern.
     
  12. käferchen

    käferchen Guest

    Hallo Finn,
    schliesse mich meinen Vorschreiberinnen an....

    Niemand ist jemals bereit ein Medikament zu nehmen ausser, er "muss" es.
    Dein Bericht zeigt mir dass Du Dich zwar sehr mit MTX und möglichen Nebenwirkungen befasst hast, nicht aber mit Cortison.

    Ich persönlich bin sehr froh dass ich zeitnah nach der Diagnose PSA MTX bekommen habe und somit mein tägliches Lebe UND meinen Beruf weiter schaffen konnte und kann.
    Für mich wäre es ein Horror ständig Cortison nehmen zu müssen, leider kommen zahlreiche Erkrankte hier im Forum nicht darum herum aber, durch die Schübe welch ich in der Vergangenheit hatte und dann auch immer kurzfristig Cortison nehmen musste weiss ich, super--->Schmerzen weg, man fühlt sich gut.....und dann???

    Was sind denn Deine Alternativen? Cortison bis zum abwinken? Schmerzmittel dämpfen ja auch? Das würde mich sehr interessieren.

    Zum Glück darf sich jeder (fast) aussuchen was er an Medikamenten zu seiner Erkrankung nehmen will oder nicht.
    Niemand wird geprügelt etwas einzunehmen was er nicht bereit ist. Dann aber-nur meine persönliche Meinung- darf man hinterher auch nicht meckern wenn Folgeschäden auftreten. Leider sind Medikamente wie MTX und Biologica alle mit Nebenwirkungen behaftet die auftreten "können"-keineswegs "müssen". Aber, das hat eine Aspirin auch, nur, wer liest sich da schon vorher den Beipackzettel durch????

    Alles GUte für Dich Finn
    Käferchen
     
  13. Frau Meier

    Frau Meier Guest

    @Gertrud

    Solche ambivalenten Gefühle sind nicht ungewöhnlich.

    Ansonsten wurde das Wesentliche hier schon gesagt: des Menschen Wille ist sein Himmelreich, aber die Konsequenzen (nur die unangenehmen werden zum Problem und daher öfter thematisiert....) logischerweise auch!

    Viel Erfolg für eine baldige, weise Entscheidung für Finn und bettinaS ;)
    LG, die Frau Meier


    P. S.
    Da sagt Nachtigall etwas SEHR Wichtiges und ebenso Richtiges!
     
    #13 12. Januar 2013
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 12. Januar 2013
  14. finn1207

    finn1207 Neues Mitglied

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    uiuiuiui.....da hab ich ja was hochgetreten :)


    aaalso...ihr alle seid viele schritte weiter als ich. ich stehe ganz zu beginn. über jahre hinweg war ich bei ärzten die verspannungen und weiss der geier was diagnostizierten, ja wie oft musste ich hören, dass ich mir das alles einbilde, ich eben wetterfühlig bin oder oder oder. ich glaub das fing schon mit 18 an, also vor 15 jahren. einer meiner letzten orthpäden wollte mich erst behandeln wenn ich 10kg abgenommen habe(1,65cm und 75 kg). wie ihr sicher auch alle wisst kann eine solche jahrelange reise einen sehr sehr verunsichern. ich zweifel an guten tagen immer noch manchmal an meinen schmerzen.

    zum thema cortison.....tatsächlich habe ich den beipackzettel gelesen. wie bei allen medis die ich nehme. mir ist bewusst, dass die 1600-2000 mg ibusm die ich seit vielen vielen jahren nehme weder vollstöndig den schmerz lindern, ja an manchen tagen nicht mal erträglich macht. und was mir noch viel mehr bewusst ist ist die tatsache, dass gerade schmerzbmittel den körper immens schädigen können. mein vater hat aus diesem grund einen magenbypass.
    ich selbst hab mit kortison keinerlei erfahrung. ich weiss nur, dass ich mich ein wenig seltsam fühle, vorallem heute nacht wars mir irgendwie schwummirg. helfen tuts bis jetzt noch nciht wirklich, aber ich hab eben erst gestern abend zwei genommen und heute früh zwei. heute abend dann die nächste.......ich weiss nicht, ob man sich mit mit cortison jetzt schon besser fühlen muesste.

    mtx......was soll ich sagen. mit ein grund, warum ich noch nicht dafür bin ist die tatsache, dass von den ärzten, bei denen ich in behandlung bin ( 2 allgemeinärzte, nur jedoch, weil ich eben am freitag mittag keinen termin bei meinem bekam, ein orthopäde, 2 rheumatologen, einer wegen ner zweiten meinung) gerade mal einer sagt: mtx. ALLE ANDEREN halten meine beschwerden für zu gering. wie also sollte ich mich für mtx entscheiden, wenn nicht mal meine ärzte dahinter stehen?????!!!!!!!

    ich nehm mtx, keine frage. aber wenn mir die ärzte de facto sagen " dafür gehts ihnen noch zu gut" dann nur weil sie nicht wollen, dass ich bereits jetzt mit mtx anfange.......es geht denen wohl um die langzeitschäden an den knochen. hier bin ich einfach laie und muss mich auf das verlassen was sie sagen.

    gehts mir noch nicht schlecht genug? keine ahnung. ich habe keinentag ohne schmerzen, mal mehr mal weniger. ich habe das " glück", dass ich hausfrau bin, die kids sind im kiga und mittags bekomm ichs mit schmerzmitteln geregelt. ich ertrage die schmerzen irgendwie. ich habs gelernt. klar wärs toll wenns besser wäre, aber ich erinnere mich nicht an eine zeit ohne schmerzen, ohne einschränkungen.
    letztens hab ich der steuer halber versucht einen gdb-antrag auszufüllen. ich habs gelassen. ich hab mich echt irgendwie geschämt. denn ich kanns ja alles...ich hab meine methoden, meine "tricks"...ich bücke mich nicht mehr so oft, sondern hebe die sachen mit den zehen auf, ich hab ein auto, wo ich raufsteigen und nicht runterklettern muss.......und wenn ich wieder mal grad nix schneiden kann in der küche gibts eben was anderes oder mein mann schnibbelt wenn er kommt. realitätsverlust, geb ich zu, aber ich kenn die normalität nicht. man sieht mir meine schmerzen nicht zwagsläufig an, denn ich hab mich mit ihnen arrangiert.

    und vielleicht hab ich " glück" und mein neurologe sagt nächste owche " doch zwei karpaltunnel, wir operieren....dann hab ich hier schon wieder was gewonnen, dadruch dass es eben nicht von der psa ist :)

    ( nebenbei...kennt das einer...ich hab am linken daumen laut der ärzte eine daumensattelgelenksarthrose und eine rhizarthrose, beim röntgen ist aber absolut nix zu erkennen.......)


    ich werde mtx nehmen wenns soweit ist. ich denke dass ich in mir noch nicht so richtig verstanden hab, dass ich ne Psa hab.
     
  15. arielle

    arielle Neues Mitglied

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    Also liebe finn,
    dass jeder Arzt etwas anderes sagt, das ist normal. Das musste ich,
    wie viele andere, auch lernen.
    Wichtig ist, dass Du einen Rheumatologen hast der Dich ernst nimmt ( was schwer genug zu finden ist)
    und dann die Medikamente nimmst die er vorschlägt.

    Überleg doch... es kann Dir kein Arzt sagen wie stark Dein Leidensdruck ist,
    das finde ich sowieso eine Frechheit von denen. Es ist Dein Leben, Deine Schmerzen und wenn der Arzt
    nicht gerade selber Rheuma hat kann er überhaupt nicht einschätzen wie
    stark Deine Schmerzen sind.
    Eine Physiotherapeutin hat mir geraten, die Schmerzen in eine Skala von 1-10 einzuteilen, damit
    man dem Arzt sagen kann wie man den Schmerz empfindet.
    Das war ein sehr guter Tipp.

    Ich würde mich gern einmal so ganz privat mit einem Arzt unterhalten und ihn fragen, wie es sein kann,
    dass Diagnosen so verschieden gestellt werden. Aber wenn man so etwas fragen würde, würden die
    sich ja sofort in ihrer Ehre angegriffen fühlen. Manchmal habe ich echt das Gefühl, dass es denen nur ums Geld geht.

    Das mit dem Gewicht habe ich auch schon gehört, und den Arzt dann auch direkt gefragt, ob er denn meint ich würde
    im Handstand herumlaufen, weil mir so oft die Hände wehtun. Da hat er geschwiegen.
    Die Physiotherapeutin der ich es erzählt hatte, hat mich dann beruhigt und gesagt, sie hätte jedenfalls mehr schlanke als
    übergewichtige Patienten.

    Mancher Arzt ist einfach nur unverschämt und sich nicht bewusst, woher das Geld für seinen Bentley kommt.
    Und solche habe ich je länger je mehr Mühe ernstzunehmen.

    Zurück zu Deinen Medis.
    Meiner Meinung nach haben viele Hausärzte zuwenig Erfahrung mit Rheuma. Kennen sich darum mit den neuen Medikamenten
    auch nicht so gut aus. Wenn aber soviel Ibuprofen nicht hilft ist es das falsche Medikament, ganz einfach.
    Jeder Mensch ist anders und reagiert anders. Es kann also sein, dass z.B. ein Aspirin Dir besser helfen würde,
    oder Spiralgin ( weiss nicht wie die in D heissen).

    Kortison ist für eine kurze Zeit oder wenn es nicht anders geht ein tolles Mittel, aber eben, mit Diabetes lebt es sich
    nicht besser. Ich habe es selber auchgetestet. An Tagen an denen ich auch nur eine Kortisonspray gegen Asthma
    benutze ist mein Zuckerspiegel ziemlich viel höher als sonst. Ohne ist er normal.
    Kortison kann Panikattacken und Unruhezustände auslösen, die aber wieder verschwinden sollten, wenn man es
    nicht mehr nimmt. Ausserdem schwitzt man damit wie blöd oder kann Wassereinlagerungen bekommen.
    Bei mir selber wirkt es teilweise Harntreibend, bei anderen eben das Gegenteil.

    Also um die Entzündung am Anfang herunterzubekommen ist es gut, aber nachher solltest Du Dir überlegen
    MTX oder Arava zu nehmen. Dann kannst Du viel Zeit gewinnen und geniessen.

    Weiter würde es sich evtl. lohnen, wenn Du aufschreibst oder achtest, wann die die Schmerzen stärker oder schwächer werden.
    Reagierst Du auf gewisse Nahrungsmittel oder Stress? Stress löst oft Schübe aus.

    PSA ist keine tödliche Krankheit, wahrscheinlich ein Grund, warum die Ärzte einen nicht so ernst nehmen.
    Und ich glaube es ist noch nicht allzusehr erforscht.

    So.. jetzt habe ich Dich genug zugetextet.... mach Dir Gedanken und überleg, ob sich ein Versuch nicht lohnt.
    Kannst es ja wieder abbrechen wenn es nicht hilft.
    Hier im Forum findest Du meist mehr Infos als bei den Ärzten, es hilft wirklich hier nachzulesen oder zu fragen.

    Ich wünsche Dir und allen eine schmerzfreie Zeit
    LG Arielle
     
  16. käferchen

    käferchen Guest

    Hallo Finn,

    jeder von den Leuten hier im Forum hat mal so angefangen wie Du jetzt. Manch einer hatte ebenfalls eine lange Odysee an Ärzten hinter sich bevor eine Diagnose steht, manch einer (so wie ich) hatte Glück und geriet an einen Rheumatologen welcher ihn ernst nimmt.

    Als meine PSA begann verschlimmerte sich auch der Hautzustand immer mehr . Das MTX soll ja auch insoweit die Entzündungen reduzieren, eindämmen, damit sie keine weiteren Schäden an den Gelenken hervorrufen, denn die sind irreperabel. Ich weiss ja nicht in wie weit Du Deine Gelenke für den Alltag, Beruf oder Familie brauchst. Für mich sind sie sehr wichtig, und ich weiss auch den Unterschied wie ich mich fühle wenn ich mal einen Schub habe.

    DEN richtigen Zeitpunkt gibts wohl nicht ab wann der Entzündungsgrad, die Deformationen, die Schmerzen so unerträglich im Alltag werden. Der Körper kann sich eine Zeitlang auch daran adaptieren und man setzt sich selber die Latte des "noch erträglichen" immer höher.

    Aber zum Glück darf das jeder selber entscheiden.

    Gute Besserung
    Käferchen
     
  17. Frau Meier

    Frau Meier Guest

    @arielle

    Wie viele unverschämte Ärzte mit Bentley kennst du denn? :confused:
     
  18. arielle

    arielle Neues Mitglied

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    @ Frau Meier...zwei auf jeden Fall...der eine hat aber auch noch andere Autos...

    Edit: sorry, beim einen ist es ein Jaguar, kein Bentley...
     
    #18 12. Januar 2013
    Zuletzt bearbeitet: 12. Januar 2013
  19. Eneu2502

    Eneu2502 Neues Mitglied

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    Angst vor MTX.....

    Als vor einem dreiviertel Jahr bei mir die Diagnose Psa gestellt wurde, bekam ich auch 60mg Cortison, Schmerzmittel und 15 mg MTX. Ich lag damals in der Klinik und mir ging es so schlecht, dass es mir ganz egal war was ich nehme, die Hauptsache ich kann mich wieder bewegen.
    Als ich dann zu Hause, den Beipackzettel von den MTX gelesen habe, ist mir grottenschlecht geworden und ich dachte, diese Tabletten sind mein Todesurteil.
    Ich hab den Zettel auch nicht mal zur Hälfte gelesen.
    Mir ging es zwischenzeitlich manchmal wieder so gut, dass ich dachte, die Ärzte haben sich vielleicht doch geirrt mit meiner Diagnose und ich wollte die Tabletten ganz absetzen. Habe ich hier auch im Forum ne Anfrage gestellt und fast alle haben mir abgeraten davon. Dann wurde das Cortison in mehreren Anläufen soweit reduziert, dass ich seit einem Monat nichts mehr nehme. Nur noch MTX 15mg und Schmerzmittel.
    Das vertrage ich auch gut. Gehe eben jeden Monat zum Blut nehmen. Das ist bis dato immer ok.
    Allerdings sind die Beschwerden seit ich kein Cortison nehme wieder aggressiv im Kommen. Ich kann kaum noch laufen. Hatte ich am Anfang die größten Beschwerden in den Händen, so sind jetzt die Füße betroffen.
    Ich merke, dass die Erkrankung bzw. Entzündung im Körper wandert. Nix ist vorbei und von wegen Fehldiagnose. Täglich kommt mehr dazu.
    Habe ich früher nur bei Bedarf Schmerzmittel genommen, nehme ich jetzt täglich mehrmals welche.
    Trotzdem nehme ich lieber einmal die Woche MTX (so lange ich es vertrage) als täglich Cortison. Cortison macht die Knochen kaputt, u.A.
    Je eher Du anfängst Deine Entzündungen durch Medikamente einzudämmen umso besser ist das. Wenn Du unter regelmäßiger Kontrolle wegen des MTX bist ist das doch ok.
    Ich lese prinzipiell keine Beipackzettel mehr. Wenn der Arzt mir was verschreibt sage ich, welche Medis ich nehme und was ich sonst noch bemerkenswert halte und weise ihn drauf hin, ob es keine Wechselwirkungen geben kann usw. und ich beobachte meinen Körper gerade am Anfang ganz genau. Man selbst kennt seinen Körper ja am besten und merkt am ehesten wenn was nicht stimmt.
    Von den Beipackzetteln kriegt man nur unnötig Panikattacken und Angst.
    Ok, das wars erstmal von mir.
    Alles Gute wünscht Eneu
     
  20. finn1207

    finn1207 Neues Mitglied

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    ich wollte nochmals rückmeldung da lassen........

    also meine schmerzen unter cortison sind zum grösstenteil weg. die in den lendnewirbel blieben, schwere beine und übelkeit kamen dazu.

    zwischenzeitlich hab ich meinen röntgenbefund von letzter woche. und bin nun doch etwas nachdenklich geworden. vielleicht sollte ich nun doch mit mtx einsteigen, wobei ich gar nimmer sorichtig weiss, ob mir das helfen wird. ich zeig euch mal den befund.


    "..........wirbelkörper sind nach form und grösse regelrecht. es fällt aber eine gewisse kastenform der wirbelkörper auf (?????). knöcherne überbauungen sind nicht zu sehen......beuurteilung: im grossen und ganzen normalbefund, die angedeuteten kastenwirbel würden zu einer spondylarthritis passen.

    ........isg fugen spezial:

    beide fugen gut einsehbar. rechte ränder sind nicht glatt, sind sklerosiert. es gibt resorptionszonen und einige knöcherne überbauungen. die linke fuge ist bis auf eine sklerosierung frei.

    beuurteilung: zustand nach einseitiger sakroilitis rechts".


    so richtig weiss ich nicht, was das heisst, denn damit ist ja meine diagnose in richtung bechterew wieder offen.....ich muss erst mal alles sortieren und mit meinem arzt sprechen, hab den befund lediglich gefaxt bekommen, da mein termin beim rheumadoc erst im märz ist.

    alles liebe euch