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PSA und Beruf

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Eleyne, 13. Oktober 2005.

  1. Eleyne

    Eleyne Neues Mitglied

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    Hiho,

    da ich lt. BfA-Klinik folgende Einschränkungen habe:

    - kein schweres Heben, Tragen und Bewegen von Lasten über 7 kg
    - kein langes Stehen und Gehen
    - Vermeiden von Arbeiten in ungünstiger oder Zwangshaltung der Wirbelsäule

    bin ich als Altenpflegerin ja nicht mehr einsatzfähig. Ganz davon abgesehen, dass ich durch meine ausgebrochene Psoriasis auch das Desinfizieren von den Händen nicht mehr durchführen könnte ...

    Jetzt bin ich am Überlegen, ob ich irgendeinen anderen Beruf vielleicht noch ausüben könnte (Hintergrund: Rentenantrag abgelehnt, AA will mich vermitteln) ...
    Welchen Beruf könnt ihr mit PSO so empfehlen?
    Oder welchen Beruf übt ihr mit PSO noch aus und seid im Großen und Ganzen zufrieden mit der Situation?

    Vielleicht ist ja irgendwas dabei, worauf ich mich umschulen lassen möchte oder so ... momentan hab ich jedenfalls keinen Plan bzgl. wieder arbeiten zu gehen ...
    Obwohl ich natürlich wieder gerne berufstätig wäre und momentan alle meine Hoffnung in den Freitag und den neuen Rheumadoc setze (dass der mir gute Medis verschreibt und ich wieder "fit" werde ;) )

    Also her mit den Vorschlägen :D
     
  2. Monsti

    Monsti das Monster

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    Hallo Eleyne,

    rein theoretisch könntest Du natürlich noch etliche andere Berufe ausüben, als da wären: Sachbearbeiterin, Schreibkraft, Sekretärin, Buchhalterin, Taxifahrerin, Busfahrerin, Vertriebstätigkeit, Physiotherapeutin, Logopädin, Beratungstätigkeit, Gutachterin, Verkäuferin, Grafikerin, Designerin, Dozentin, Journalistin, Professorin, Nonne, Kanzlerin, Bundespräsidentin ... ;). Was mit einer Umschulung möglich ist, hängt entscheidend von Deiner Vorbildung ab. Wenn Du ganz und gar nicht weißt, in welcher Richtung Du Dich weiterentwickeln sollst, gibt es bei den Arbeitsämtern sicher auch die Möglichkeit, einen Berufseignungstest machen zu lassen.

    Liebe Grüße von
    Monsti
     
  3. Berni

    Berni Neues Mitglied

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    Hallo Eleyne,

    ganz richtig, ein kaufmännischer Beruf kommt bei Dir sicher in Frage. Dorthin schulen auch die Arbeitsämter um. Ich selbst arbeite einen Tag in der Woche als Dozentin an einer solchen Schule. Hier werden Menschen aus ganz anderen Berufen, darunter auch viele Krankenschwestern und Altenpfleger/innen, zu Kaufleuten umgeschult. Die Ausbildung dauert zwei Jahre, davon anderthalb Jahre Theorie und ein halbes Jahr Praktikum (so ist es jedenfalls in NRW). Die Vermittlungschancen sind recht gut.

    Allerdings hängt das sehr von der Schule ab. Du solltest Dich vorher über die Schule erkundigen. Welche Fächer werden angeboten? Ist das eine sehr menschliche Schule oder geht es nur ums Geld? Wie hoch ist die Vermittlungsquote der Schule? Oft wissen auch die Leute beim Arbeitsamt Bescheid. Sieh es vielleicht als positives Zeichen: Umschulungen werden heutzutage vom Arbeitsamt so gut wie gar nicht mehr bezahlt, es sei denn, man hat gesundheitliche Gründe!

    Ich habe übrigens auch PSA und Bechterew und komme mit Basistherapie etc. ganz gut klar. Sollte mich vielleicht ein bisschen mehr bewegen ...

    Viel Erfolg :rolleyes:
    Berni
     
  4. Nina

    Nina early bird

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    Hallo Eleyne,
    meinen alten Beruf als PTA konnte ich wegen der PsA nicht mehr ausüben, da ich dummerweise in einem Sanitätshaus gearbeitet habe (Kompressiosstrümpfe etc, erfordert sehr viel Kraft in den Händen).
    Danach habe ich drei Jahre lang eine Umschulung zur Kauffrau im Groß- und Außenhandel gemacht.
    Trotz meiner guten Abschlussprüfungen habe ich nach ca. 300 Absagen auf meine Bewerbungen entnervt aufgegeben und Rente beantragt. Die habe ich auch ohne Probleme bekommen. Das Arbeitsamt meinte nur, dass der Arbeitsmarkt augenblicklich sowieso nichts hergibt und chronisch Kranke hätten kaum eine Chance auf einen Job. Wenn das bekannt war, warum wurde ich dann umgeschult? Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich schon 50 Jahre alt bin und in diesem Alter haben es Gesunde schon schwer einen Job zu finden.
    In meiner Schule wurde für meine Erkrankung keinerlei Verständnis gezeigt.
    In dieser Zeit haben Medikamente nicht mehr gewirkt. Mir ging es lange Zeit so schlecht, dass ich kaum laufen konnte und die Fehlzeiten waren entsprechend hoch. Dann habe ich mir den Stoff halt zuhause erarbeitet, was kein großes Problem war. Bei der Qualifikation meiner Dozenten war das leichter als in der Schule.
    Auch habe ich keinen Tag ohne AU gefehlt, trotzdem gab es massiven Druck.
    Leider ist bei mir auch die Wirbelsäule befallen und schon das stundenlange Sitzen war auf den vergammelten Stühlen der Schule eine Qual.
    Ich denke, du solltest sehr vorsichtig bei der Wahl deiner Schule sein. Es gibt sehr, sehr viele schwarze Schafe unter den Anbietern und das Arbeitsamt interessiert das absolut nicht.
    Schau dir alles genau an, damit es dir nicht so wie mir geht.
    Hätte ich genauer hingesehen, wären mir die uralten PCs und dir marode Einrichtung aufgefallen. Die Dozenten kann man leider erst im Unterricht beurteilen.

    Viel Erfolg
    wünscht dir
    Nina