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PsA mit Fragezeichen

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Uluru, 1. Oktober 2008.

  1. Uluru

    Uluru Neues Mitglied

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    Hallo,

    diese Woche hab ich die Ergebnisse der letzten Untersuchung bekommen. Also: erfreulich ist, dass sich trotz der subjektiv empfunden hohen Aktivität insbesondere über die Wintermonate kein Auffälligkeiten im Bereich der Gelenke finden lassen.

    Im Blut waren keine Entzündungen zu finden (telefonische Auskunft, ich muss das noch einfordern), auch kein Vitaminmangel.

    Derzeitige These wäre, dass es tatsächlich eine PsA ist, aber da ist sich der Rheumatologe nicht sicher.

    Da ich selbst nicht unbedingt begeistert davon wäre, Medikamente zu nehmen, ohne zu wissen, was wirklich los und dann auch notwendig ist (ich hab erhebliche Probleme mit Nebenwirkungen), treffen wir uns Ende des Jahres noch einmal und schauen, wie es sich bis dahin entwickelt.


    Nun hab ich Fragen an Euch als Betroffene:

    Dieses Krankheitsgefühl und die Erschöpfung, die bei mir - soweit ich es beobachte - oft mit gefühlter Krankheitsaktivität einher geht, geht aber nicht mit irgendwelchen Veränderungen im Blutbild einher.

    Kann man da überhaupt etwas verändern?


    Dann ist die nächste Frage, wie ich das mit den Medikamenten am besten löse. Die Empfehlung war, ich solle entzündungshemmende Schmerzmittel nehmen. Meine Schmerzwahrnehmung ist aber verzerrt (ich merk z.b. nie, wenn ich mich mal ratsche und noch anderes). Ich weiß, dass da was rumort, weil die Finger und der Rücken auf Wärme reagieren, das ist dann sogar für mich spürbar und v.a. auch sichtbar (Finger schwellen an) und fühlbar (meine Fingerschwäche kommt "ganz zufällig" genau dann).

    Jetzt weiß ich nciht so genau, wie damit umgehen: entzündungshemmende Schmerzmedis nehmen oder es laufen lassen und hoffen, es geht von allein weg?! Oder nur nehmen, wenn sich das noch weiter aufbaut?

    Was ist da denn verantwortlich und vertretbar?

    Ich weiß, ihr könnt das gar nicht so für mich beantworten und ihr seid keine Ärzte, aber es würde mich interessieren, wie ihr das für Euch selbst regelt, wie viel ihr wann nehmt oder nehmen würdet.

    Einfach um ein Gespür dafür zu bekommen. Oft kommt da ja ein Anstoß, der mir dann hilft.

    Danke!!

    Uluru
     
  2. Uluru

    Uluru Neues Mitglied

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    oh, eine wichtige Frage vergessen:

    wenn im Blutbild nichts zu sehen ist und der Röntgenbefund trotz letztem Schub und zwei größeren Schüben unauffällig ist, macht eine vielleicht bestehende PsA dann überhaupt irgendwelche Schäden? (außer Krankheitsgefühl etc.)
     
  3. trapper54

    trapper54 Neues Mitglied

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    Hallo Uluru,
    ich habe auch PsA und das Sulfasalazin+Kortison hilft mir meistens überhaupt nicht!
    Wenn ich morgens und abends 1 Ibuprofen 600 nehme, kann ich den Tag ganz gut überstehen, für nachts dann noch 25 Tropfen Novalgin, aber wehe ich vergess es mal!!!!!!!!!!!!
    Welche Medis nimmst Du denn zur Zeit?
    Liebe Grüße von trapper


    Die dunkle Welt wird durch ein Lachen erhellt!
     
  4. sharolyn

    sharolyn Mitglied

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    Hallo Uluru!
    Ich habe auch PsA, und ähnlich wie bei dir sieht man nicht viel im Blutbild und im MRT!
    Aktuell geht es mir sehr schlecht, ich habe schwere Schmerzen und fühle mich müde, schlapp...halt richtig krank.
    Aber mein Blutbild ist bis auf eine leichte Erhöhung der Thrombozyten völlig ok.Radiologisch sieht man bei mir nur eine abgelaufene Entzündung im ISG und einen Gelenkerguss im Knie.
    Die Rheumatologin meint, dass es bei PsA üblich ist, dass man die Aktivität nicht unbedingt immer am Blutbild abmessen kann.

    Hast du denn schon Antirheumatika ausprobiert, und wie wirken sie bei dir?
    Das wichtigste ist, dass man für sich selbst etwas findet, das einem hilft, auch wenn das heißt erstmal einiges ausprobieren zu müssen.
    Ich kann mich trapper anschließen, mir helfen auch Ibu 600 sehr gut.
    Aber vergess dazu nicht, einen Magenschutz (Omeprazol oder Pantozol)
    einzunehmen; dann halten sich die Nebenwirkungen in Grenzen!

    Wünsche dir viel Erfolg!
     
  5. Uluru

    Uluru Neues Mitglied

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    Hallo ihr beiden,

    rheumaspezifisch nehm ich im Moment nur Ibuprofen 400 und da probiere ich noch aus, ob das was bringt und wie. Alles sehr zögerlich und unregelmäßig, weil ich noch mit meinem Psychiater Kreuzwirkungen abklären will. Im Moment würde ich sagen, ich nehm zu wenig.

    Auf Anraten meiner Hausärztin hatte ich angefangen, Weizen, Milch und Soja wegzulassen. Inzwischen gesellt sich auch Dinkel, Roggen und Gerste dazu. Das hat viel Entlastung gebracht. Wobei es sofort wieder deutlich und fast schon dramatisch schlechter wird, wenn ich mich nicht an die Diät halte....

    Bei mir scheint Ernährung also ein wichtiger Moderator sein und das führt natürlich dazu, dass ich weniger Medis brauche, solange ich mich eben dran halte. Die Ursache behebt es aber nicht. Ich möchte im Moment gar nicht wissen, wie es mir gehen würde, wäre ich jetzt wieder rückfällig :(

    Schlapp und müde bin ich hoch drei, so wie eben bei einem ordentlichen Infekt. Ich weiß gar nicht, wann ich das letzte Mal mich kräftig gefühlt habe.


    Vor einigen Jahren hab ich Sulfasalazin genommen. Das war recht dramatisch. Aufgrund meiner psychischen Situation kann ich es mir aktuell nicht erlauben, so etwas zu riskieren. Das war mit ein Grund, warum der Rheumadoc meinte, ich solle dann besser erst mal auf entzündungshemmende Schmerzmedis zurückgreifen. Er wollte mir auch wegen der anderen Medis nur ungern etwas anderes als Sulfasalazin geben, weil das noch am bestverträglichsten sein soll. Am Telefon meinte er allerdings jetzt, wir müssten darüber noch mal reden, wenn ich Ende des Jahres wieder komme.

    Ich werde wohl meine Hausärztin nochmal auf Alternativen ansprechen. Wenn die Gelenke keinen Schaden genommen haben, dann hab ich da ja Spielraum.

    Und wenn sich rheumatisch nichts wesentlich verbessert, aber meine psychische Gesamtsituation irgendwie anders wird... wenn....
    Ich muss beide Seiten im Auge behalten, um mich weder in die eine noch andere Richtung zu gefährden. Rheuma ist "nur" mein zweitgrößtes Problem.


    Aber das Rheuma hat sich schon mal von selbst in die hinterste Ecke verzogen, vielleicht ist es ja demnächst auch so lieb und geht schmollen!
    :D

    man soll die Hoffnung nie aufgeben.