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PSA (?) Auswirkung von chronischen Entzündungen

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von Uluru, 11. Januar 2009.

  1. Uluru

    Uluru Neues Mitglied

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    Hallo,

    mich würde interessieren, ob chronische Entzündungen (psa-artig) einen Schaden verursachen, auch wenn die Gelenke scheinbar nicht oder wenig angegriffen werden. Kann mir dazu jemand was sagen?

    Ist nämlich so, dass ich nun seit dem Sommer ständig entzündete Fingersehnen habe und regelmäßig auch mehr als das, aber das "mehr als das", was ja schon so viel länger geht (jahre), hat keine im Röntgenbild sichtbaren Schäden verursacht. Zumindest war das die Aussage vom Doc.

    Ich hab von ihm auch zwei unterschiedliche Meinungen gehört zum Thema Basistherapie. Erst sagte er: keine, dann sagte er: doch, besser wäre es. Ich weiß noch nicht, warum. Das will ich (hoffentlich) im Februar klären.


    Ich frage mich, ob es überhaupt Sinn macht, Basistherapie zu machen, wenn doch nichts "echten" Schaden verursacht. Abgesehen von Belastbarkeit und Krankheitsgefühl. Damit könnte ich umgehen, solange es nicht in den Schub rutscht. Ich bin im Moment eh psychisch sehr angeschlagen, da ist das fast gehupft wie gesprungen. Jedenfalls wären die Nebenwirkungen eine sehr große Belastung und da will ich irgendwie erstmal wissen, wie wichtig das alles ist. Ich hätte ja nix davon, wenn ich Krankheitsgefühl gegen Nebenwirkungsdunstschwäche tausche oder so. Zum Beispiel.


    Weiß dazu wer was zu sagen?

    Viele Grüße,
    Uluru

    (ich hoffe, ich hab die Frage so nicht schon mal gestellt)
     
  2. Garfield

    Garfield Aktives Mitglied

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    Huhu Uluru,

    selbst wenn diese Frage/n bereits gestellt wurden, macht das doch nichts.;)

    Aaaaalso:
    Es gibt, wie bei den meisten rheumatischen Erkrankungen milde, mäßige und sehr agressiv verlaufende.

    Ich selbst habe auch PsA, leider in den Anfangsjahren sehr agressiv verlaufend und deshalb habe ich arge Gelenkzerstörungen davongetragen und das obschon ich seinerzeit bereits eine Basistherapie mit MTX bekam. Es hielt die Zerstörung bei mir nur in Grenzen, aber nicht auf.

    Den Verlauf bei Dir kann aber nur Dein Dich behandelnder Rheumatologe gemeinsam mit Dir einschätzen.

    Also, bei Nichtbehandlung (soll heißen ohne Basistherapie) wäre ich mit einer solchen Aussage sehr vorsichtig, weil ich denke, dass eine milde Verlaufsform doch auch recht schnell in eine agressive umschlagen kann.

    Sollten Dir also die Aussagen Deines Rheumadocs nicht "schmecken", hole doch mal eine 2. Meinung ein. Daran kann Dich niemand hindern.

    Ich hoffe, dass für Dich eine gute Behandlung gefunden wird und die Verlaufsform Deiner PsA recht "milde" bleibt.

    LG
     
  3. Monsti

    Monsti das Monster

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    Hallo Uluru,

    diese Frage hatte ich mir auch schon gestellt. Allerdings sind bei mir die Schübe regelmäßig sehr langwierig (monatelang) und extrem schmerzhaft. NSAR vertrage ich schon lange nicht mehr, sie waren schmerzlinderungsmäßig auch immer nur ein Tropfen auf den heißen Stein, d.h. mir würde nur Cortison so helfen, dass ein halbwegs normaler Alltag möglich ist. Dauercortison (4 mg Methylprednisolon, d.h. ca. 5 mg Prednisolon) habe ich bereits hinter mir, über ziemlich genau 5 Jahre nämlich. In dieser Zeit ging meine Knochendichte galoppierend zurück. Hatte ich zu Beginn der Cortisontherapie vor 8 Jahren noch eine weit überdurchschnittlich hohe Knochendichte, habe ich inzwischen diagnostizierte Osteoporose mit ersten Knochenbrüchen aus nichtigem Anlass. Nun kann ich mir überlegen, was mir lieber ist: eine passende Basistherapie mit gewissen Nebenwirkungen (bei mir derzeit Enbrel/Arava) oder aber Dauercortison mit den bekannten Nebenwirkungen. Eine wirksame Basistherapie und der Verzicht auf Cortison ist mir eindeutig lieber.

    Liebe Grüße
    Angie
     
  4. Heidesand

    Heidesand Bekanntes Mitglied

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    Hallo
    wie eine Basistherapie wirkt, weiß man vorher nicht. Bei mir hat sie etwa 10 Jahre die Zerstörung der Gelenke aufgehalten und besonders jetzt verlangsamt. Es werden jedes Jahr neue Bilder gemacht, so kann man jeden millimeter Veränderung auch sehen.
    Wenn Du unsicher bist konsultiere einen 2. Arzt, eine weitere Meinung kann bei der Entscheidung helfen.

    "alles wird gut"
    Heidesand
     
  5. Reili

    Reili Neues Mitglied

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    Hallo Uluru,

    bei mir wurden im Röntgenbild auch keine Veränderungen an den Gelenken gesehen. Die Rheumatologin hat dann noch Ultraschall von den Gelenken gemacht und dort Veränderungen gesehen. Geringe Veränderungen kann man so wohl besser sehen. Seit ich eine Basistherapie mache, gehen diese Veränderungen nach und nach zurück und ich hatte (toi,toi,toi) noch keinen neuen Schub.

    Ohne Zeichen von Schäden, würde ich den Arzt aber auch mal fragen, welchen Sinn die Basistherapie bei dir machen soll.

    LG Reili
     
  6. Uluru

    Uluru Neues Mitglied

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    Das mit den schmerzen hab ich ja oft nicht so, schätze es dann jetzt so ein, dass es eher mittelschwere Schübe sind. Im Moment ist wieder doof mit Frühaufwachen und so.

    Na, ich werd wirklich mit dem Doc reden müssen, aber mir hilft das Feedback noch mal, für mich klarer zu sehen.

    Danke!
    Uluru
     
  7. majosu

    majosu Mitglied

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    Hallo,


    bei mir ist es auch so,(PSA) es sind zum Glück noch keine Gelenkveränderungen zu sehen.
    Ich soll aber auch mit MTX beginnen.Ich scheue mich auch davor,aber ewig kann man ja Corti auch nicht nehmen.und ohne waren die Schmerzen beachtlich.


    Grüße
    majosu
     
  8. little_hope

    little_hope Neues Mitglied

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    Hallo,

    ich habe auch PsA.

    Die Basismedikation ist dafür da, die Gelenkveränderung zu stoppen bzw. damit es gar nicht erst soweit kommt.

    Wenn ihr solange wartet bis eure Gelenke kapput sind, kann sie keiner mehr wiederherstellen.

    Kortison ist als Langzeitmedikament auch nicht wirklich zu empfehlen, da die Nebenwirkungen schon sehr heftig werden können...

    Sicher sind die Medikamente alle recht heftig, aber darum wird man auch sehr gut betreut. Kein gesunder Mensch geht so häufig zum Arzt und wird so untersucht wie Rheumis. Das hat auch den Vorteil, dass andere Krankheiten schneller erkannt werden.

    Um so früher mit einer Basis angefangen wird, umso "entspannter" kann man nach der richtigen suchen. :) Bei PsA wirkt leider nicht alles...

    LG little_hope
     
  9. Renate.Gressmann

    Renate.Gressmann Registrierter Benutzer

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    Basicmed. ja oder nein?

    Hallo

    ich habe auch psa

    auch ich stehe wieder vor der entscheidung MTX zu nehmen
    nachdem ich Humira seit 2005 spritzte und arawa abges. wurde und bis DEZ
    mir es eigentlich sehr gut ging


    habe ich in diesen winter wieder akute gelenk schmerzen auch die haut
    fängt wieder an (schiebe es auf den sehr kalten Winter)

    es ist bei einen akuten schub wichtig die entzündungen aus den körper zu bekommen

    und ich sage auch das es verschiedene verlaufsformen gibt!


    und jeder organismus reagiert anders (nebenwirkung) man muß diese nicht ganz so ernst nehmen

    eine positive einstellung zu einer therapie ist bestimmt von vorteil

    ich wünsche eine positive Zeit und finde den richtigen weg den man alleine finden muß
    es grüßt dich:top:
    RENDI
     
  10. karine

    karine Neues Mitglied

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    hallo zusammen

    also ich habe bis jetzt keine gelenkschäden aber seit 3 jahren basis medi (remicade, mtx).
    mein arzt hat mir erklährt, dass es sogenannte sterile und nicht sterile entzündungen gibt. das heisst, solche die die knochen angreifen und solche die es nicht tun. ich habe solche die den knochen nicht angreifen, wenigstens bis jetzt, aaaaber, das kann sich auch ändern!
    vielleicht wäre es bei mir gar nie so extrem gekommen wenn man früher eine diagnose gestellt und behandelt hätte!
    trotz aller nebenwirkungen ist eine basis zu empfehlen, denn wie hier auch schon gesagt, was mal zerstört ist kann nicht wieder hergestellt werden!

    schöns tägli,
    karine
     
  11. Uluru

    Uluru Neues Mitglied

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    Danke für Eure Antworten.

    DAs mit den Nebenwirkungen ist so eine Sache. Ich nehm ja schon andere Medis wegen einer anderen Grunderkrankung und reagiere sehr empfindlich auf Medikamente. Da ich psychisch sehr angeschlagen bin, muss ich schon sehr sorgfältig überlegen, was ich tue. Insofern ist im Moment *mein* Plan, dass wenn ich wirklich basismedis nehmen muss, ich die erst ansetze, wenn ich wieder in der Klinik bin. Allein zu Haus ist mir das zu heikel. Das ist leider eine besondere Schwierigkeit, der ich auch bei allem Verstand, den ich mitbringe, nicht aus dem Weg gehen kann.


    was bei mir eben dann noch obendrein Widerstand auslöst ist, dass ich ja immer noch in meiner verschimmelten Wohnung bin und ich auf Schimmel definitiv reagiere, sodass es möglich ist, dass es eben gar nicht "nur" das Rheuma ist sondern die Reaktion auf die Schimmelbelastung. Da ich schon auf Wohnungssuche bin, ist das alles nur eine Zeitfrage und auch das lässt mich zögern.



    Nun ja. Anfang Februar ist der Termin und ich überlege mir bereits die passenden Fragen, um eine gute Entscheidung treffen zu können. Mal sehen, was dann kommt.


    Danke Euch! Uluru
     
  12. Hansibubi

    Hansibubi Registrierter Benutzer

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    Hallo Uluru.
    Habe Rheumatoide Artritis,die sehr schmerzhaft ist.Hände,ein Finger schon strahlenförmig angefressen und laut Rh-Doc beasteht die Gefahr auch Innenorgane anzugreifen.
    Bei mir schon Niere und Herz angegriffen.
    Meine Blutwerte sind allerdings sehr eindeutig.
    Würde an deiner stelle nicht zu lange warten,bei mir wurde es 2002 festgestellt und der Doc hielt Behandlung nicht für nötig.
    Resultat Knie,Hände, Füße und Hüfte kaputt.
    Warte bitte nicht zu lang,vielleicht Differenzialdiagnose und dann Basistherapie.
    Es kann nur besser werden,eins hatte ich noch vergessen die Augen werden auch immer schlechter.
    Ich wünsche dir alles gute und viel Erfolg.
    Gruß Hansibubi
     
  13. mamaela

    mamaela Neues Mitglied

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    Hallo,


    also bei mir sieht man auch nichts, noch ist bei mir gar nichts zerstört. Ich bekomme eine Basistherapie, damit die Zerstörung herausgezögert wird. Somit wäre ich schon vorsichtig, zu sagen, du brauchst keine Medikamente.


    Also die Medikamente können die Zerstörung aufhalten bzw. hinauszögern, was du ohne nicht schaffen wirst.


    Das ganz kurz erklärt :top:

    LG Manu
     
  14. DesperadoGirl

    DesperadoGirl Mitglied

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    Hallo Uluru,

    wie schon gesagt wurde ist jeder Krankheitsverlauf anders und mit Sicherheit vorauszusagen, dass Gelenkschäden nicht entstehen werden, weil zur Zeit keine zu erkennen sind ist meiner Meinung nach genauso unmöglich wie zu behaupten, dass eine Basis Gelenkschäden mit Sicherheit verhindert. Möglich ist alles und nichts, denn diese Krankheit ist tückisch und unberechenbar. Ich für meinen Teil hatte niemals diese unerträglichen Schmerzen, wie sie manche Rheumis haben und doch kann ich zusehen wie es mir die Gelenke zerfrisst. Nach bald zwei Jahren MTX kann man lediglich vorsichtig annehmen, dass sich die Zerstörungsgeschwindigkeit wohl zu verringern scheint - mehr nicht! Ehrlich gesagt reicht mir das aber schon um auf jeden Fall die möglichen Nebenwirkungen der Basis in Kauf zu nehmen. Meine Schwiemu hingegen hat immer schlimme Schmerzen (Rheuma festgestellt vor 15 Jahren), aber kein Gelenk ist so futsch, wie meine. Trotzdem schluckt sie Cortison und spritzt MTX..... Lange Rede, kurzer Sinn....das muss jeder mit sich selbst ausmachen!
     
  15. Suezi

    Suezi Neues Mitglied

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    Hallo Uluru,

    ich habe auch PSA und nur leichte Veränderungen. Ich würde mir auf jeden Fall eine 2. Meinung einholen wenn Du mit dem Doc nicht übereinstimmst.
    Aber wie DesperadoGirl schon sagte, es muss jeder mit sich selber ausmachen. Ich für meinen Teil schlucke lieber eine Basismedi mit Nebenwirkungen und hab weniger Schmerzen und hab die Möglichkeit die Zerstörung aufzuhalten als es nicht zu tun.

    Ich nehme z.Zt. Arava+Cortison

    LG
    Nicole