Prominente und Rheuma!

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Frank, 9. Dezember 2002.

  1. Gitta

    Gitta Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    16. Juni 2003
    Beiträge:
    3.476
    Zustimmungen:
    3
    Ort:
    Bärlin :-)
    **

    Der Mann von Heidi Klumm hat Lupus.
    Er bekam keine Medikamente,weil damals zu arm.
    Darum hat er wohl auch die vielen Narben im Gesicht.
    Biba
    Gitta
     
  2. mimi67

    mimi67 Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    17. Oktober 2011
    Beiträge:
    1.411
    Zustimmungen:
    9
    Ort:
    Berlin
    also ich finde die frage an sich auch berechtigt. krankheiten, die sonst nicht in den köpfen aller verankert sind, bekommen mit prominenten, die sich einsetzen, eine ganz andere aufmerksamkeit. das ist manchmal wichtig, weil so auch z.b. forschung, behandlung etc. vorangetrieben werden können. viele menschen mit seltenen krankheiten können davon (also von mangelndem interesse der öffentlichkeit) sicher ein lied singen.
    für rheuma wäre eine solche kampagne auch hilfreich. denn viele denken ja immer noch, dass das so eine alte-leute-krankheit ist, ha, davon bin ich selbst doch nicht betroffen, da ist das leben doch schon vorbei...und und und. und das ist ja meist völlig falsch, wie wir alle hier im forum wissen!
     
  3. luiselotte

    luiselotte Registrierte Benutzerin

    Registriert seit:
    28. Januar 2011
    Beiträge:
    593
    Zustimmungen:
    6
    Ort:
    Hessen
    :D Hehe, Gitta, ich hätte ja eher geschrieben: Seal, der tolle Soulfunk-Sänger, der Frau Klum heiratete, hat Lupus....

    Tja, so unterschiedlich ist die Wahrnehmung... ;)

    Laut Wikipedia ist es bei ihm chronisch-diskoider Lupus erythematodes, allein auf die Haut beschränkter Lupus.
     
  4. tinee

    tinee Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    20. Juli 2010
    Beiträge:
    51
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Baden-Württemberg
    Lady Gaga wurde positiv auf SLE getestet, aber die Krankheit sei bei ihr noch nicht ausgebrochen und sie habe noch keine Anzeichen von SLE. Bei ihr sei SLE genetisch. Ihre Tante sei vor noch nicht allzu langer Zeit daran gestorben.

    Ich fände auch gar nicht so schlecht, wenn Rheuma etwas mehr Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit bekäme. Rheuma ist halt immer noch die Alte-Leute-Krankheit und da schwellen dann halt etwas die Gelenke an und tun weh... Welche vielfältigen Auswirkungen und Formen Rheuma haben kann, wissen nur sehr wenige. Auch nur sehr wenige wissen, dass auch Kleinkinder an Rheuma erkranken. Dass es spezielle Kinder-Rheumakliniken gibt ["Ach, echt???" "Nein, hab ich mir gerade ausgedacht, weil mir langweilig war..." *sarkasmus off*].

    Ich bekomme ich regelmäßig Kommentare wie "Ach, das kriegen doch eh nur alte Leute. Meine Oma hatte das auch. Schon schlimm, aber die war ja schon alt. Die hatte ein schönes Leben gehabt. Da war das dann nicht mehr so schlimm."

    Ich fühle mich bei solchen Kommentaren immer sehr verstanden *ironie off* Ich bin Anfang 30 und finde schlimm, immer mit DEN alten Leuten verglichen zu werden. Mir würde das zwar konkret nicht helfen, aber für meine Seele wäre manchmal schon besser, auch mal mit Jüngeren [Prominenten] verglichen zu werden und mich selbst an diesen orientieren zu können. Nicht, dass ich das jetzt für meinen Selbstwert oder so bräuchte. Aber ich würde mich irgendwie nicht so alleine mit meiner Erkrankung in meinem gesunden [gleichaltrigen] Umfeld fühlen. Es hilft mir nicht wirklich, dass DIE alten Leute das ja auch alle haben.

    Ich fühle mich oft genug totkrank und uralt, wenn mal wieder gar nichts geht und ich erst mal meine Knochen sortieren muss, bevor ansatzweise irgendetwas geht. Da wäre schön, zu sehen, wie andere Jüngere, die ähnlich krank sind, damit umgehen. Die sich vielleicht auch uralt und totkrank fühlen, aber eigentlich auch noch ihr Leben vor sich haben. Auch, wenn natürlich weh tun könnte, zu sehen, was bei denen alles noch geht und bei mir halt trotzdem nicht.

    Liebe Grüße
    tinee
     
  5. mimi67

    mimi67 Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    17. Oktober 2011
    Beiträge:
    1.411
    Zustimmungen:
    9
    Ort:
    Berlin
    stimmt, "vorbilder" sind oftmals hilfreich, und sei es auch nur für die interessierte, aber nicht selbst betroffene öffentlichkeit. gerade kinderrhuema finde ich echt gemein! dafür müsste viel mehr die "werbetrommel" gerührt werden, auf dass diese kinder mehr unterstützung erfahren. ich selbst brauche sowas nicht unbedingt. ich stelle mir aber vor, dass sehr viele erwachsene menschen rumrennen und rheuma haben und darunter leiden, es aber gar nicht wissen! :eek: einfach aus unkenntnis. da könnten prominente schon helfen. die darmkrebs-vorsorge-werbung ist das beste beispiel dafür, das so etwas prima funktioniert.
     
  6. jas.ber

    jas.ber Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    11. Juli 2011
    Beiträge:
    18
    Zustimmungen:
    0
    Der Western-Star James Coburn erkrankte 1962 im Alter von 40 Jahren an RA, drehte trotz der Erkrankung noch zig Filme.
    Vermutlich war der Krankheitsverlauf eher langsam. Aber von Film zu Film wurde er weniger in Bewegung gezeigt, auch seine Hände wurden kaum noch gefilmt, und wenn doch, so sah man deutlich, dass er Gicht oder Rheuma haben muss - und schwupps, da hat man vor lauter genau-mal-hingucken den Dialog überhört oder sonst was verpasst.

    Behinderte kommen auf dem Bildschirm nicht so gut rüber, ganz klar, der Zuschauer ist abgelenkt, wenn irgendwas das Auge stört.
    Ich gucke auch lieber George Clooney, alt+krank bin ich selber, das muss ich mir nicht noch am Bildschirm antun.

    Selbst die unterklassigsten Talkshows der Privaten, die an Vor- und Nachmittagen gesendet werden, wo ich mich manchmal frage, wo um Gottes Willen die bloß die Leute herhaben - die Produktionsfirmen casten alles ausser alt und sichtbar krank, also behindert.

    Rheuma-Vorbilder? Wozu? Wieso sollte es mich trösten, wenn jemand die gleichen Symptome hat wie ich und trotzdem ein Promi ist?

    Mich hat schon genervt, als eine Zeitlang durch die Medien ging, dass Catarina Valente und Liza Minelli trotz Hüft-Teps Stepptanz auf der Bühne vollführten.
    Muss nicht sein.

    Ich bewundere die Malerin Frida Kahlo, die trotz Schmerz und Einschränkung großartige Bilder malte, jahrelang im Bett hat sie gelegen.
    Oder Georgia O´Keefe, die fantastische Bilder malte, und als sie erblindete, stieg sie um und lernte Töpfern und Keramik, sensartionelle Skulpturen schuf sie, ohne Augenlicht, nur mit den Händen.
    Und mit der Seele natürlich.
     
  7. Mimmi

    Mimmi Kleine Naschkatze

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    6.825
    Zustimmungen:
    3.804
    Ort:
    Schweden
    Der Maler Paul Klee hatte Sklerodermie. Er verstarb 1940.

    LG, Mimmi
     
  1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden