Hallo Zwergpiratin,
ich reduziere auch gerade nach sechs Jahren das Prednisolon - bin fast die gesamte Zeit auf 5 mg gewesen plus immer mal wieder wegen eines Schubs für 1-2 Wochen auf 15 -20 mg (meistens während der Pollensaison oder wegen allergisch entzündeter Mückenstiche).
Bei mir war die Knochenichtemessung Anlass dafür, dass ich wieder einen Auslassversuch starte: Ich stehe inzwischen an der Grenze zwischen Osteopenie und Osteoporose, obwohl ich täglich drei Stunden mit dem Hund draußen unterwegs bin und dreimal die Woche Sport mache (Rückengymnastik und Langhanteltraining), Kalzium und Viramin d zu mir nehme. Bisphosphonate will ich nicht nehmren, also muss das Predniweg oder zumindest die Dosis weit runter.
Ich bin spontan von 5 mg auf 4 mg herunter, vier Wochen später nach Rücksprache mit meiner Rheumatologien von 4 auf 2,5 mg, allerdings auch mit der Anweisung, dass ich sofort wieder höher gehe, falls ich zu starke Beschwerden bekomme oder sich ein Schub ankündigt. Sie nennt das "mit dem Kortison spielen". Bin gespannt, wie mein Immunsystem nächsten Montag auf die Grippeimpfung reagieren wird.
Unter Predni hatte ich einen höheren Ruhepuls und wenn ich mich über irgendwas geärgert oder erschrocken habe, hatte ich heftigstes Herzstolpern und Herzrasen. Das ist nun weg, dafür habe ich einen Ruhepuls von 58-65, friere noch mehr als früher wie ein Stint und habe immer freitags, wenn ich MTX spritze, eine Art depressive Reaktion. Mehr habe ich noch nicht bemerkt.
Daher, weil Du nach einem Tipp fragtest:
Meine Rheumatologin sagt immer, dass die vielen Stunden, die ich draußen spazieren gehe, mit das beste sind, was ich machen kann. Und ich bin total dankbar, dass das noch geht, wobei meine ISG-Fugen inzwischen auch unleidig sind, aber da arbeite ich dran.
Kardiotraining ist gleich etwas heftig, finde ich. Auch da gibt der Körper das Tempo vor. Zügiges Spazierengehen ist für den Körper das Normalste, weil der Mensch ein Geher ist. Insofern versuch doch das mal - egal wie weit und wie schnell. Oder besorg dir ein Fahrradergometer und radel mit geringem Widerstand vor Dich hin. Das ist beides niedrigschwellig und lässt sich leicht dosieren.
Wegen der Unterzuckerung würde ich mal den Speiseplan kritisch betrachten, vielleicht machst Du ab und an etwas, was das begünstigt bzw. kannst du etwas einbauen, um den Zuckerspiegel zu stabilisieren. Körperliche Bewegung stabilisiert den Zuckerhaushalt übrigens auch.
Also dran bleiben, geduldig sein und auf den eigenen Körper hören - ich drücke Dir die Daumen
Liebe Grüße
Isabeau