Hallo ihr Lieben, Nun muss ich doch nochmal schreiben und nachfragen. Seit Anfang /Mitte Dezember habe ich täglich 30mg Prednisolon + 2mal täglich Ibu 600 genommen, nach Anweisung meines Hausarztes, weil die enormen Schmerzen anders nicht in den Griff zu bekommen waren. Vor Weihnachten haben wir bereits 2mal versucht zu reduzieren - erfolglos. Sobald ich reduziert habe (um 5mg) ging alles von vorne los. Ich war letzte Woche Mittwoch das erste Mal beim Rheumatologen. Er hat mir Metex Pen 15mg aufgeschrieben, die erste hab ich Samstag Abend gespritzt. Prednisolon sollte ich direkt ab Donnerstag auf 20mg reduzieren, hab ich auch gemacht. Mit dem Ergebnis, dass die Schmerzen übers Wochenende wieder so stark wurden, dass ich gestern beim Hausarzt war, mich diese Woche krank schreiben lassen musste und ich das Prednisolon wieder auf 30mg erhöhen sollte. Wenn ich schmerztechnisch stabil bin soll ich nochmal versuchen zu reduzieren- diesmal wieder auf 25mg. Dieses auf und ab macht mich noch irre und ich hab inzwischen schon fast Angst davor, die Dosis vom Predni zu reduzieren, weils dann jedes Mal wieder los geht. Der HA hat den großen Schritt vom Rheumatologen von 30 auf 20 auch nicht nachvollziehen können. Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht so ganz, was ich mir von diesem Post erhoffe. Ich hab das Gefühl seit Wochen auf der Stelle zu treten und nicht weiter zu kommen... Vielleicht kennt das hier ja noch jemand... Ich vermute der Rheumatologe wird von der erneuten Erhöhung nicht begeistert sein. Er gab mir eigentlich einen Plan über 8 Wochen, um unter 10mg zu kommen. Aber so hat das keinen Wert.... Ich konnte beim Essen nicht mal mein Besteck halten....
Hallo Prinzessin, Kortisonreduktion ist wie vieles bei Rheumatikern individuell. Mach dir nicht soviele Gedanken darüber, ob dein Rheumadoc begeistert ist oder nicht, er hat die Schmerzen nicht. Die Rheumadocs machen bei der Reduzierung meistens Schema F und wenn das so nicht funktioniert, wird es individuell. Das ist zumindest meine Erfahrung. Wenn sein Plan nicht funktioniert, dann muss er sich was neues überlegen. Das ist sein Job. Hier sind viele unterwegs, die über lange Zeit bei einer bestimmten Kortisondosis "festhängen", das muss dann für sich selber akzeptieren. Wenn's nicht geht, dann geht es halt nicht. Da dein Hausarzt dich ja zwischenzeitlich betreut, würde ich ihm vertrauen und mit ihm die Reduzierung besprechen. Mir persönlich sind Reduzierungen in ganz kleinen Schritten immer am besten bekommen. Und bei ganz kleinen Schritten spreche ich Reduzierungen anfänglich in 2,5 mg-Schritten und später (ab einer Dosis von 10mg) in 1mg-Schritten. Finde deinen eigenen Weg für die Reduzierung und hör auf deinen Körper. Der sagt dir schon, was Phase ist. Und wenn es 12 oder 20 oder xx Wochen dauert, dann ist das halt so. Vielleicht bleibst du auch bei einer bestimmten Dosis jahrelang stehen, ist im Zweifelsfall nicht schön, erhält dir aber eine gewisse Lebensqualität. Kortisonreduktion ist ein Marathon und kein Sprint. Ich hoffe, du kannst aus meinem Post ein bisschen was für dich rausziehen.
Hallo Rotkaeppchen, Vielen Dank für deine ausführliche Antwort. Ja das hilft mir in der Tat etwas weiter. Es macht mir nur Gedanken, weil sowohl HA aus auch der Rheumadoc ziemlich schnell in die Reduktion gehen wollten und beide meinten, wir müssen unbedingt von der hohen Dosis zügig runter. Das stresst mich irgendwie. Der HA sagt inzwischen auch, wenns nicht geht, dann bringts nix, dann lassen wir die Dosis. Beim Rheumatologen hab ich erst im April wieder einen Termin und telefonisch ist er nahezu nicht erreichbar. Deshalb mach ich das "alltägliche" jetzt mit dem HA.
Schnelle Reduzierung wollen sie immer, ist ja kein Lutschbonbon. Nebenwirkungen und Langzeitfolgen darf man auch nicht außer acht lassen. Ich glaube, du bist bei deinem Hausarzt diesbezüglich in guten Händen. Er scheint da dann doch Recht vernünftig zu sein. Und er hat auch Recht, man kann das nicht erzwingen. Mach die Reduzierung in Zusammenarbeit mit deinen Hausarzt so wie es für dich am besten funktioniert. Für den Termin beim Rheumatologen im April empfehle ich dir zu dokumentieren, wann du wie reduziert hast und ob und welche Auswirkungen (Schmerzen, geschwollene Gelenke) das hatte. Das reicht in Form einer kleinen Tabelle (Datum/Dosis/ Beschwerden-ja_nein-welche). Eventuelle Erhöhung der Dosis trägst du da genauso ein. Da hat er was in der Hand, beim reinen erzählen geht da meist was unter, so zumindest meine Erfahrung. Die Wirkung von Mtx setzt meistens nach 4 bis 8 Wochen ein, aber das hat dir dein Rheumatologe bestimmt gesagt. Also abwarten und sich nicht selber stressen, das bekommt dem Rheuma nämlich auch nicht.
Vielen Dank dir, das baut mich jetzt auf. Ich hab mir grade für den Anfang jetzt ein Rheumatagebuch zugelegt, da notiere ich ganz fleißig alles - das werd ich dann auch zum nächsten Termin beim Rheumatologen mitnehmen, um ihm das darzulegen. Ja, dass MTX lange braucht bis die Wirkung einsetzt hat er mir gesagt...
Wenn ich von einem Kortisonstoß mit 25mg runterdosiere, dann immer in 2,5mg Schritten. Und die Reduzierung um jeweils 2,5mg mache ich jeweils 3 Tage lang.