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Polyarthritis

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von SabineU, 21. Februar 2005.

  1. SabineU

    SabineU Neues Mitglied

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    Hallo, Hallo,


    was ist mit mir los.?

    Ich habe seid 24 Jahren CP negativ.
    Seid mehreren Wochen / Monaten schmerzen meine Gelenke erneut.Wassereinlagerungen sind vorhanden, Schwellungen, Schmerzen. Heute kam das Ergebnis meiner Blutwerte. Alle ok, auch CRP (sogar unter 1).
    Habt ihr sowas?

    Gruß
     
  2. caret

    caret Neues Mitglied

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    Hallo SabineU,

    Dies kenne ich zur genüge.Habe auch cP und seit zwei Wochen wieder tierische Schmerzen, geschwollene Gelenkt, kann kaum laufen, weil meine Fußballen so geschwollen und schmerzhaft sind. von zugreifen mit den Händen will ich erst gar nicht sprechen. Muß sagen, das ich seit zwei Wochen auch kein Cortison nehme. Meine Blutwerte von heute sind total Ok. Leichte Leberwerterhöhung und einen hohen Rheumafaktor von 640. Meine Entzündungsparameter sind alle im Normbereich. Dies ist immer so. Mein Chef (ein Arzt) sagt, das dies oft vorkommt und man sich nicht auf die Entzündungsparameter verlassen kann. So wie auch der Rheumafaktor nicht immer aussagekräftig ist. Werde also wieder ab morgen Cortison nehme und meinen Termin in der Rheumaambulanz am 21. März abwarten. Ich spritze zur Zeit seit 4 Monaten Enbrel, konnte aber keine Besserung verspüren. Habe auch schon MTX und Aarava probiert. Bin Froh das es Cortison gibt. Was nimmst Du für Medikamente? Vielleicht brauchst Du auch wieder mal Cortison, da Du in einem Schub steckst. Hoffe ich konnte Dir irgentwie helden.
    Liebe Grüße Caret
     
  3. sunnyside

    sunnyside sunnyside

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    hallo caret!
    habe zufällig deinen artikel gelesen. ich habe auch cp seit 23 jahren und viele therapien hinter mir. meine basis ist zur zeit arava. (seit 7 Jahren) plus cortison und celebrex. aber ich habe ständig schmerzen und geschwollene finger, ich glaube das gehört einfach zur krankheit dazu. wie lange hast du schon cp?
    wenn du lust hast antworte mir
    schönen abend
    sunnyside






     
  4. Monsti

    Monsti das Monster

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    Hallo Sabine,

    ein ganz herzliches Willkommen auch aus Tirol!

    Diese perfekten Blutwerte bei unübersehbar geschwollenen und sehr schmerzhaften Gelenken kenne ich auch. Ich war bald 15 Jahre lang seronegativ, andere bleiben es immer. Zur schwammigen Diagnose "chronisch-entzündliches Rheuma" vor gut 5 Jahren führte erst ein Cortison-Test und die Punktion eines gerade besonders arg geschwollenen Gelenks.

    Lange hieß es bei mir "cP-ähnliche Psoriasisarthritis" und ich bekam Cortison und Basismdikamente. Inzwischen bin ich seropositiv und die Diagnose lautet "cP und Psoriasis". An der Therapie hat sich deshalb nichts verändert. Nach Quensyl, Mtx und Goldspritzen bekomme ich seit einem Jahr Arava 20-30 mg täglich. Damit geht es mir endlich gut. 5 Jahre lang hatte ich täglich Cortison geschluckt, das konnte ich im vergangenen Sommer endlich ausschleichen.

    Bleib weiter am Ball, seronegative cP ist genauso ätzend wie die seropositive.

    Liebe Grüße von
    Monsti
     
  5. SabineU

    SabineU Neues Mitglied

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    Moin !
    Ich bin überrascht, das selbst die Entzündungsparameter normal sein können und man trotzdem Schwierigkeiten mit den Gelenken haben kann. Wußte ich noch nicht.
    Medikamente nehme ich nur dann, wenn es nicht mehr geht.
    Ich habe große Angst vor dem nächsten Schub.
    Mein letzter Schub war die Hölle. Ich war ein Wrack, über ein Jahr lang. Das erste mal, das sich in den 24 Jahren, mein Rheuma massiv auf ander Gelenke ausgebreitet hat. Das hat mich danals sehr fertig gemacht, psychisch und physisch. Ich habe Angst nicht mehr für andere da sein zu können. Weil ich dadurch etwas sehr wertvolles verliere.! ! !

    Herzliche Grüße an alle Rheumatiker.
     
  6. caret

    caret Neues Mitglied

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    Hallo Sunnyside,
    Schmerzen, Schwellungen und hoher Rheumafaktor habe ich seit fast 4 Jahre. Habe immer wieder gesagt bekommen, da ist nichts. Festgestellt und bestätigt wurde dann eine cP letztes Jahr im Januar. Ab da gingen dann die Therapien los. Vorher habe ich gegen die Schmerzen immer nur Voltaren dispers genommen. Ich komme ja auch ganz gut inzwischen zurecht mit den Schwellungen und Schmerzen. Wenn es zu doll wird nehme ich dann halt Novalgin Tropfen (helfen mir ganz gut). Und seit heute morgen mache ich wieder einen Cortisonstoß. Weil bewegen war in den letzten paar Tagen nichts mehr so richtig drin. Im März gehe ich dann wieder in die Rheumaambulanz nach Bad Nauheim und da denke ich, dass die mich dann ein paar Tage später wieder stationär aufnehmen um zu schauen, ob sich die Gelenke usw. verschlechtert haben. Denn ich kann nicht so richtig sagen, ob das Enbrel schon eine Wirkung zeigt. Denn da ich ja immer wieder Cortison nehme, geht es ja einem in dieser Zeit verhältnismäßig gut. Celebrex habe ich hier auch noch liege, aber dies hat bei mir gar nicht so gewirkt. Meine Mittagspause ist leider wieder um, muß nochmal an die Front. Tschüs, liebe Grüße caret
     
  7. caret

    caret Neues Mitglied

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    Hallo SabineU,
    Warum hast Du Angst, nicht mehr für andere da sein zu können. Ich muß sagen, nicht Du verlierst etwas wertvollen, sondern die anderen verlieren etwas wertvolles. Denke es ist wichtig, das die anderen mal merken, dass sie nun auch mal für uns dazusein haben. Hatte auch gedacht, das es mir so geht. War vor zwei Jahren in einer Psychosomatischen Klinik und habe dort lernen müssen, das es auch anders gehen muß. Und das ich an erster Stelle an mich denken muß. Mein Umfeld hat damit heute noch Schwierigkeiten, wenn Sie anrufen und wollen etwas, das ich dann nicht mehr gleich springe und vor allem auch Nein sage. Dies war keiner von mir gewöhnt. Muß aber sagen mir geht es aber inzwischen psychisch damit viel besser. Und ich habe nicht mehr das Gefühl, dass mich alle immer aussaugen. Und ich habe festgestellt, was wahre Freunde sind und auf wen ich in der lieben Familie zählen kann. Denk dran, auch wir mit unserer Erkrankung sind "Wertvoll".
    Tschüs und liebe Grüße caret
     
  8. SabineU

    SabineU Neues Mitglied

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    Ja Caret, du hast recht mit dem aussaugen und das man an sich selbs denken soll. In dem Fall meine ich aber etwas anderes. Ich arbeite ehrenamtlich für nierenkranke Kinder und diese Aufgabe erfüllt mein Leben. Ich habe Angst nicht mehr für die Kinder da sein zu können wenn mein Schub schlimmer wird. Weil ich dadurch etwas sehr wertvolles verliere.! ! ! Ich verliere ein Stück aus meinem Herzen (mehr möchte ich nicht dazu sagen).

    Danke für eure lieben Worte !



    Herzliche Grüße sendet
     
  9. caret

    caret Neues Mitglied

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    Hallo SabineU,
    Kann Dich schon verstehen, Kinder sind für mich auch das wertvollste was es überhaupt gibt. Habe selbst zwei. Und Beide sind dazu noch krank. Mein Sohn (Heute 19) hat seit dem er 18 Monate alt war nur noch eine funktionsfähige Niere. die linke arbeitet nur noch 22%. Hat schon drei OP hinter sich im Alter von 2 - 6 Jahren. Und vor vier Jahren wurde bei Ihm und seiner Schwester (Heute 21 Jahre) eine HOCM (hypertrophe obstrucktive Cardiomyopathie) festgestellt. Yvonne ist damals mit Atemnot zu uns in die Praxis gekommen und von dort gleich mit Rettungswagen in die Herzklinik. Bei Florian wurde diese Erkrankung durch eine Routineuntersuchung bei Kardiologen festgestellt. Heute nehmen Beide Betablocker und noch ein anderes Herzmedikament und es geht ihnen ganz "gut". Wenn dies nicht endeckt worden wäre, wären Beide irgentwann in den nächsten Jahren umgefallen weil der Herzmuskel immer dicker geworden wäre und versteift wäre. Meine Tochter ist nun Schwanger und wir hoffen, das alles gut geht, denn Sie hat im letzten Dez. eine Fehlgeburt (in der 10 SSW). Wir freuen uns total. Am liebsten würde ich den Beiden immer wieder so viel abnehmen, und das kann ich durch meine Erkrankung nicht, und habe dadurch auch immer wieder Angst sie zu verlieren. Denn wenn man etwas liebt, möchte man ja immer für diejenigen da sein. Ist schon alles irgendwie schwer mit den Päckchen die man tragen muß.Finde es total toll von Dir, Dich ehrenamtlich um nierenkranke Kinder zu kümmern. Denn Kinder finde ich, geben einem so viel. Kann Deine Angst gut verstehen, denn keiner weiss wie es uns geht nach dem nächsten Schub. Wünsche Dir, dass es Dir bald besser geht. Liebe Grüße Caret