Poesiealben-Sprüche

Dieses Thema im Forum "Kaffeeklatsch" wurde erstellt von Granny, 16. November 2006.

  1. Mizikatzitatzi

    Mizikatzitatzi Bekanntes Mitglied

    Registriert seit:
    18. Dezember 2021
    Beiträge:
    2.813
    Ort:
    Bayern
  2. sentens

    sentens Bekanntes Mitglied

    Registriert seit:
    20. August 2022
    Beiträge:
    937
  3. sentens

    sentens Bekanntes Mitglied

    Registriert seit:
    20. August 2022
    Beiträge:
    937
    "Es kommt nicht darauf an, dem Leben mehr Jahre zu geben,
    sondern den Jahren mehr Leben zu geben."

    (Alexis Carrel)
     
  4. Heidesand

    Heidesand Bekanntes Mitglied

    Registriert seit:
    21. Dezember 2008
    Beiträge:
    2.160
    Ort:
    Gelsenkirchen
    mein Album ist von 1965

    wenn einst nach vielen Jahren
    mein Name wird genannt,
    so denk auch du und sage
    "ich hab sie auch gekannt"
    und wenn die Zeit entschwindet,
    wenn man auch mein vwrgisst
    so kannst du hier noch finden
    von wem´s geschrieben ist


    wenn einst die Regentropfen
    leise an dein Fenster klopfen
    und ich werde nicht mehr sein,
    so denk, es ist die Freundin dein
     
  5. sentens

    sentens Bekanntes Mitglied

    Registriert seit:
    20. August 2022
    Beiträge:
    937
    Osterspaziergang

    Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
    Durch des Frühlings holden, belebenden Blick,
    Im Tale grünet Hoffnungsglück;
    Der alte Winter, in seiner Schwäche,
    Zog sich in rauhe Berge zurück.
    Von dort her sendet er, fliehend, nur
    Ohnmächtige Schauer körnigen Eises
    In Streifen über die grünende Flur.
    Aber die Sonne duldet kein Weißes,
    Überall regt sich Bildung und Streben,
    Alles will sie mit Farben beleben;
    Doch an Blumen fehlts im Revier,
    Sie nimmt geputzte Menschen dafür.

    Kehre dich um, von diesen Höhen
    Nach der Stadt zurück zu sehen!
    Aus dem hohlen finstern Tor
    Dringt ein buntes Gewimmel hervor.
    Jeder sonnt sich heute so gern.
    Sie feiern die Auferstehung des Herrn,
    Denn sie sind selber auferstanden:
    Aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern,
    Aus Handwerks- und Gewerbesbanden,
    Aus dem Druck von Giebeln und Dächern,
    Aus der Straßen quetschender Enge,
    Aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht
    Sind sie alle ans Licht gebracht.

    Sieh nur, sieh! wie behend sich die Menge
    Durch die Gärten und Felder zerschlägt,
    Wie der Fluß in Breit und Länge
    So manchen lustigen Nachen bewegt,
    Und, bis zum Sinken überladen,
    Entfernt sich dieser letzte Kahn.
    Selbst von des Berges fernen Pfaden
    Blinken uns farbige Kleider an.
    Ich höre schon des Dorfs Getümmel,
    Hier ist des Volkes wahrer Himmel,
    Zufrieden jauchzet groß und klein:
    Hier bin ich Mensch, hier darf ichs sein!

    (J. W. v. Goethe)
     
  6. Mizikatzitatzi

    Mizikatzitatzi Bekanntes Mitglied

    Registriert seit:
    18. Dezember 2021
    Beiträge:
    2.813
    Ort:
    Bayern
    Wunderschön :1luvu:
     
  1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden