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Palindromer Rheumatismus

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Juliane, 8. Februar 2008.

  1. Juliane

    Juliane Neues Mitglied

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    Hallo zusammen, gestern war mein Rh-Dr.-Termin. Ich habe in der letzten Zeit wiederholt für mich heftige beschwerden/schmerzen und schwellungen, habe den termin aber abgewartet. Damit ich nichts vergesse hab ich alles schön ordentlich aufgeschrieben und übergeben. Nach kurzer untersuchung (kein US) und einspritzung von meaverin als neuro.... behandlung bin ich mit dem begriff palindromer rheumatismus nach hause gegangen. Bei meiner suche habe ich keine aktuellen berichte gefunden und möchte eure erfahrungen lesen. Nebenbei: meine alk. phosphatase lag laut kopie am 10/07 bei 145 u/l (123 in 3/07). LG von Elke.
    P.S. das kleinschreiben fällt mir doch etwas schwer.
     
  2. Sanchen

    Sanchen Neues Mitglied

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    diese Antwort hab ich aus dem Bechterew-Forum gegoogelt:


    unter palindromen Rheumatismus versteht man die Bezeichnung von palindrom = wiederkehrend. Es handelt sich dabei um eine entzündlich-rheumatische Gelenkerkrankung, bei der es in unregelmäßigen Abständen zu Gelenkentzündungen kommt (Arthritis), die von selber nach einiger Zeit wieder verschwindet, dann aber auch wiederkehren kann. Der palindrome Rheumatismus selber ist eine zwar in den Schüben unangenehme, mittel- und langfristig aber relativ harmlose rheumatische Erkrankung, da es bei ihm nicht zu Veränderungen der Gelenke und zu dauerhaften Funktionsbeeinträchtigungen kommt.

    Bei etwa einem Drittel der betroffenen Patienten ist allerdings ein palindromischer Rheumatismus die Vorstufe einer chronischen Polyarthritis. Das Risiko, aus einem palindromischen Rheumatismus eine chronische Polyarthritis zu entwickeln, ist erhöht bei denjenigen Patienten, bei denen im Blut der Rheumafaktor nachweisbar ist.

    Der palindrome Rheumatismus wird üblicherweise symptomatisch behandelt, d.h. mit der Gabe von cortisonfreien Entzündungshemmern (nicht-steroidale Antiphlogistika) in den Phasen, in denen eine Arthritis besteht. Manchmal wird auch der Einsatz von Cortison notwendig.

    Wenn die entzündlich-rheumatischen Schübe bei einem palindromischen Rheumatismus sehr häufig auftreten, sollte die Entscheidung zu einer langwirksamen antirheumatischen Therapie getroffen werden. Die Auswahl der dafür zur Verfügung stehenden unterschiedlichen Präparate richtet sich nach Krankheitsintensität, der Ausprägung des Befundes und möglicher Begleitmanifestationen und Begleiterkrankungen im Einzelfall.


    Bei prognostischer eher günstiger Einschätzung reichen Antimalariamittel aus; bei prognostisch eher ungünstiger Einschätzung sollte auch bei einem palindromen Rheumatismus aggressiver behandelt werden, vor allem immer dann, wenn der Übergang in eine chronische Polyarthritis befürchtet wird oder bereits erste Anzeichen dieser Erkrankung bereits bestehen (z.B. entsprechende Röntgenveränderungen an den Gelenken). In diesem Fall sollten wirksamere langwirksame Antirheumatika eingesetzt werden, z.B. intramuskulär verabreichte Goldpräparate (Goldtherapie) oder auch Methotrexat.

    Ich hoffe das ich dir weiterhelfen konnte.

    Lieben Gruss

    Uwe
     
    #2 8. Februar 2008
    Zuletzt bearbeitet: 8. Februar 2008
  3. Juliane

    Juliane Neues Mitglied

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    Vielen Dank,

    lieber Uwe, für Deine ausführlichen Beschreibungen! Du hast sehr informatives rausgesucht. :D
    Wer aus der R-O-Gemeinde gehört auch zur Palindrom- Spezies? Wäre für weitere Wortmeldungen dankbar.
    Schönen Abend wünscht Euch Elke.
     
  4. Lilly

    Lilly offline

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    hallo elke,

    schreibe doch bitte auch die referenzwerte dazu (normalwerte).

    wurde dieser wert der gesammt ap auch differenziert (knochen ap, leber ap usw.)?

    was das bedeutet, kannst du hier nachlesen:

    Alkalischen Phosphatasen

    zumpalindromen rheumatismus kann ich dir leider nichts sagen, ich habe cp.
     
  5. Gerhard 1848

    Gerhard 1848 der Gerd

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    Hallo Juliane

    Uwe hat das Super beschrieben dem ist nicht hinzuzufügen !
    der Punkt ist wann beginnt die cP ??
    mir ist es so ergangen ständig geschwollene Gelenke nach ein paar
    Tagen wurde es wieder besser das ging 4 Jahre so, Plötzlich eine Entzündung im Handgelenk die Hand fiel seitlich weg konnte nicht mehr gerade gemacht werden,

    Rheuma ? Op. eine Synovektomie wurde vorgenommen Befund
    Schwere Synovitis cP. :eek:
    die Sache ist mit Vorsicht zu Genieessen habe Fast 2 Jahre gebraucht
    bis meine Hand wieder ok war

    Basis Medi 5 mg Prednisolon, Quensyl, Voltaren Resinat nach bedarf
    Magenschutz Omeprazol, bei Schüben Cortison Injiziert

    smilie_denk_44.gif
     
    #5 9. Februar 2008
    Zuletzt bearbeitet: 9. Februar 2008