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Ostergedichte

Dieses Thema im Forum "Kaffeeklatsch" wurde erstellt von Nixe, 8. März 2004.

  1. Nixe

    Nixe Neues Mitglied

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    Ja, ich gebe es zu - es ist noch etwas hin *lächel*. Aber weil ich schon langsam an die
    Gestaltung unserer Kinder-Osterseite denke, habe ich schon mal Ostergedichte gesammelt.
    Vielleicht habt ihr noch mehr?

    Liebe Grüsse Nixe


    Die Legende vom Osterei


    Es war einmal ein Hase,
    ganz kuschlig klein und weich,
    der war an großen Taten arm,
    an Träumen war er reich.

    Der hatte mit den anderen Hasen gar nicht viel zu tun,
    er liebte keine Häsin – nein – er liebte nur ein Huhn.

    Das Huhn war groß und braun und dick
    und war des Hasen ganzes Glück.
    Er stand den ganzen Tag am Stall
    und sah es an – von überall.

    Und jeden Tag musste er sich fragen,
    warum er es nicht schafft zu sagen,
    was er ganz heftig doch empfindet,
    warum sie beide was verbindet.

    Doch an dem Tag an dem er’s wollte, da war das Huhn nicht da.
    Er rannte rum und wünschte sich, er wär’ ihm jetzt so nah.
    Er suchte, suchte – was er fand war nur vom Huhn ein Ei.
    Das nahm er sich und drückte es, da brach das Ei entzwei.

    Da rannte er ganz schnell nach Haus
    und holte viele Farben
    und klebte und beschrieb das Ei,
    das wurd‘ ein buntes Allerlei.
    Das legte er ins Gras sodann,
    damit das Huhn es finden kann.

    Jedoch das Huhn kam nicht zurück,
    der Hase sucht seitdem sein Glück,
    malt unermüdlich Eier bunt,
    verteilt sie auf dem Erdenrund.

    Zu Ostern kommt er hier vorbei,
    verteilt in Gärten Ei um Ei
    hat damit mächtig viel zu tun,
    will aber doch nur eins – sein Huhn.

    Die meisten finden Kinder dann
    und haben mächtig Spaß daran.

    Und wenn man hält ein buntes Ei ganz nah vor seiner Nase
    Dann sieht man, dass ganz klein dort steht:

    Ich liebe Dich

    Dein Hase
     
  2. Nixe

    Nixe Neues Mitglied

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    Osterspuren

    Osterspuren

    Wenn mir einer die Frage stellt
    nach Osterspuren in unsrer Welt,
    muss ich nicht schweigen,
    will ich ihm zeigen,
    wo und wann
    heute geschieht,
    was damals begann,
    als Ostern seinen Anfang nahm:

    Wo einer dem andern neu vertraut
    und mit ihm eine Brücke baut,
    um Hass und Feindschaft zu überwinden,
    da kannst du Osterspuren finden.

    Wo einer am Ende nicht verzagt
    und einen neuen Anfang wagt,
    um Leid und Trauer zu überwinden,
    da kannst du Osterspuren finden.

    Wo einer im Dunkeln nicht verstummt,
    sondern das Lied der Hoffnung summt,
    um Totenstille zu überwinden
    da kannst du Osterspuren finden.

    Wo einer das Unrecht beim Namen nennt
    und sich zu seiner Schuld bekennt,
    um das Vergessen zu überwinden,
    da kannst du Osterspuren finden.

    Wo einer das Unbequeme wagt
    und offen seine Meinung sagt,
    um Schein und Lüge zu überwinden,
    da kannst du Osterspuren finden.

    Wo einer gegen die Strömung schwimmt
    und fremde Lasten auf sich nimmt,
    um Not und Leiden zu überwinden,
    da kannst du Osterspuren finden.

    Wo einer dich aus der Trägheit weckt
    und einen Weg mit dir entdeckt,
    um hohe Mauern zu überwinden,
    da kannst du Osterspuren finden.
     
  3. Neli

    Neli Optimistin

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    Unterm Baum im grünen Gras
    Sitzt ein kleiner Osterhas'!
    Putzt den Bart und spitzt das Ohr,
    Macht ein Männchen, guckt hervor.
    Springt dann fort mit einem Satz
    Und ein kleiner frecher Spatz
    Schaut jetzt nach, was denn dort sei.
    Und was ist's? Ein Osterei!
    ( Volksgut )
     

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  4. merre

    merre Aktives Mitglied

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    Ostern

    Ja das soll also so gewesen sein:

    Der Osterhase

    Der Hase ist das Tier der Liebesgöttin Aphrodite, sowie der germanischen Erdgöttin Holda. Er ist aber nicht nur Götterbote, er ist auch - wie das Ei - ein Zeichen für Leben und Fruchtbarkeit.

    Hasen bekommen im Frühjahr sehr viele Jungen, das heißt, sie schenken Leben. Sahen die Menschen früher die Hasenmütter mit ihren Jungen, wussten sie, dass der Winter vorüber war.

    In Byzanz war der Hase in der Tiersymbolik ein Symbol für Christus.

    Jeder kennt Ihn als den Überbringer der Ostereier, nach denen Kinder zum Frohsinn der Erwachsenen so eifrig suchen. Doch nicht immer versteckte der Osterhase die Eier. Noch im vorigen Jahrhundert war der eierlegende Osterhase in einigen Teilen Deutschlands völlig unbekannt.

    Bis zum 16. Jahrhundert wurden die Ostereier von verschiedenen Tieren gebracht. In einigen Regionen kam der Fuchs oder der Hahn, in anderen der Storch, der Kuckkuck, der Kranich oder der Auerhahn, um die Ostereier zu verstecken.

    Erste Belege für den Osterhasen stammen aus dem Jahre 1678 von Georg Franck aus Franckenau, einem Medizinprofessor aus Heidelberg.


    Warum bringt der Osterhase die Ostereier ?
    Der Hase kommt im Frühjahr auch vermehrt zur Futtersuche in die Dörfer und Gärten. Und aufgrund seines Verhaltens, sich in der Nähe von Menschen aufzuhalten, wurde ihm vermutlich das Ablegen der Ostereier angedichtet.

    Aus alten Aufzeichnungen aus Zürich geht der Osterhase als überbringer der Ostereier folgendermaßen hervor:

    Es ist von den Paten der Brauch gewesen, Kinder einzuladen, um mit ihnen den Osterhasen zu Jagen, d.h. es wurden die im Garten versteckten Eier gesucht. Die bunten Eier wurden dabei dem Osterhasen zugeschrieben, weil er viel schneller als die Hennen war, und diese keine bunten Eier legen konnten. Dieser Brauch ist also eher dem Erklärungsnotstand der Erwachsenen gegenüber den Kindern zuzuweisen, denn der Osterhase war glaubhafter als Überbringer der Ostereier als die Hennen.

    So kamen warscheinlich im laufe der Zeit der Osterhase und die Ostereier zusammen. Heute bringt er in seiner Kiepe die bunt bemalten Eier und schleckereien.

    Es gibt auch Vermutungen, der Osterhase sei eher aus Versehen der Osterbote geworden. Der Versuch der Bäcker, ein Osterlamm aus Teig zu backen, habe letztlich eher wie ein Osterhase ausgesehen...

    Auch der Termin des Osterfestes lässt einen Bezug zum Osterhasen zu. Das Fest wird am ersten Sonntag des Frühlingsvollmondes gefeiert und der Hase gilt als Mondtier

    Es ist ebenfalls überliefert, das der Gründonnerstag als Zahlungs- und Zinstermin für Schulden galt. Die Gläubiger Zahlten oft mit Eiern und Hasen. Eine weitere Überliferung besagt, das der Schuldner bei bezahlung seiner Schulden ein freier Mann ist, der mit einem Hasen verglichen wurde, der nicht von einem Hund gejagt wird.

    ja nu wissen wirs!
     
  5. merre

    merre Aktives Mitglied

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    Ostergedicht

    ja hab ich doch auch eins:

    In unsrer Ostereierwerkstatt
    geht es fröhlich zu.
    Wir malen Ostereier an
    und singen laut dazu.
    Jedes Ei hat ein Geheimnis:
    Einen Wunsch, ganz tief und fest,
    hält für jeden es verborgen
    bis zum Osterfest.
    Kunterbunt ist er geworden,
    unser Ostereierstrauch!
    Er strahlt uns an mit seinen Farben.
    Bunt sind unsre Wünsche auch.
    Einen Wunsch wolln wir gleich sagen:
    "Frohe Ostern!" wünschen wir
    allen Leuten hier und heute.
    "Frohe Ostern!" so auch dir.
     

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  6. Melisandra

    Melisandra immer auf der Suche...

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    Der unvergessene Heinz Erhardt hat auch ein Ostergedicht

    Ein Ostergedicht
    ( von Heinz Erhardt,
    * 20. Februar 1909, † 5. Juni 1979 )

    Wer ahnte, daß zum Weihnachtsfest
    Cornelia mich sitzenläßt?

    Das war noch nichts: zu Ostern jetzt
    hat sie mich abermals versetzt!

    Nun freu ich mich auf Pfingsten –
    nicht im geringsten!
     

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  7. Melisandra

    Melisandra immer auf der Suche...

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    ...noch eins

    Mein Vater kaufte sich ein Haus.
    An dem Hause war ein Garten.
    In dem Garten war ein Baum.
    Auf dem Baum war ein Nest.
    In dem Nest war ein Ei.
    In dem Ei war ein Dotter.
    Im Dotter war ein Osterhase,
    der beißt dich in die Nase.
    ( Volksgut )
     

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  8. Neli

    Neli Optimistin

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    Osterspaziergang

    Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
    Durch des Frühlings holden, belebenden Blick,
    Im Tale grünet Hoffnungsglück;
    Der alte Winter, in seiner Schwäche,
    Zog sich in rauhe Berge zurück.

    Von dort her sendet er, fliehend, nur
    Ohnmächtige Schauer körnigen Eises
    In Streifen über die grünende Flur.
    Aber die Sonne duldet kein Weißes,
    Überall regt sich Bildung und Streben,
    Alles will sie mit Farben beleben;

    Doch an Blumen fehlts im Revier,
    Sie nimmt geputzte Menschen dafür.
    Kehre dich um, von diesen Höhen
    Nach der Stadt zurück zu sehen!
    Aus dem hohlen finstern Tor
    Dringt ein buntes Gewimmel hervor.

    Jeder sonnt sich heute so gern.
    Sie feiern die Auferstehung des Herrn,
    Denn sie sind selber auferstanden:
    Aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern,
    Aus Handwerks- und Gewerbesbanden,
    Aus dem Druck von Giebeln und Dächern,
    Aus der Straßen quetschender Enge,
    Aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht
    Sind sie alle ans Licht gebracht.

    Sieh nur, sieh! wie behend sich die Menge
    Durch die Gärten und Felder zerschlägt,
    Wie der Fluß in Breit und Länge
    So manchen lustigen Nachen bewegt,
    Und, bis zum Sinken überladen,
    Entfernt sich dieser letzte Kahn.

    Selbst von des Berges fernen Pfaden
    Blinken uns farbige Kleider an.
    Ich höre schon des Dorfs Getümmel,
    Hier ist des Volkes wahrer Himmel,
    Zufrieden jauchzet groß und klein:
    Hier bin ich Mensch, hier darf ichs sein!

    (Johann Wolfgang von Goethe, Faust I)
     

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  9. Melisandra

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    auf dem Land
    Ostern

    Ist´s an Ostern lau und warm
    frisst dich die Verwandtschaft arm
    Ist´s an Osten warm und heiter
    geht die Fresserei gleich weiter
    Drum liebe Hausfrau hör
    die Moral von der Geschicht
    vergiss beim Einkauf Schappi nicht
    Denn im Falle eines Falles
    frisst die Verwandtschaft einfach alles

    (bitte nicht ganz ernst nehmen!)
     

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  10. Melisandra

    Melisandra immer auf der Suche...

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    Der Osterhase

    (von Monika Peschel)


    Lange Ohren, Schnuppernase,
    so sieht er aus, der Osterhase.

    Gehst du im Frühling mal spazieren,
    kann es dir schon einmal passieren,
    dass da ein kleiner Hase sitzt
    und wachsam seine Ohren spitzt.
    Hat er 'nen Korb mit bunten Eiern,
    dann gibt es bald ein Fest zu feiern.

    Zuvor hat er noch viel zu tun
    und keine Zeit sich auszuruhn.
    Er muss die Eier gut verstecken,
    dabei darf man ihn nicht erschrecken.

    Drum geh schnell weiter, bleib nicht stehn,
    du hast ja schon genug gesehn.
    An Ostern denkst du voller Lust,
    denn du weißt, wo du suchen musst.

    Ich wünsch ein schönes Osterfest,
    mit einem vollen Eiernest.
     

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  11. Colana

    Colana Musikus

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    Diese beiden Gedichte fand ich ganz witzig:

    Ein Ostergedicht
    ( von Heinz Erhardt,
    * 20. Februar 1909, † 5. Juni 1979 )

    Wer ahnte, daß zum Weihnachtsfest
    Cornelia mich sitzenläßt?
    Das war noch nichts: zu Ostern jetzt
    hat sie mich abermals versetzt!
    Nun freu ich mich auf Pfingsten –
    nicht im geringsten!


    Frohe Festtage
    ( von Hubert Fichte,
    * 21. Mai 1935, † 8. März 1986 )

    Wenn die Weihnachtsmänner –
    wie Weihnachten
    die Hausfrauen sagen -
    umgepreßte Osterhasen
    sind;
    dann sind
    Ostern
    die Osterhasen
    umgepreßte
    Weihnachtsmännerosterhasen
    und in Wirklichkeit
    Weihnachten
    die Weihnachtsmännerosterhasenweihnachtsmänner
    umgepreßte
    Osterhasenweihnachtsmännerosterhasenweih-
    nachtsmänner.
    O weh!
    Der Osterhase hat einen Weihnachtsmann in den
    Ohren;
    dem Weihnachtsmann wird das Fell über den Sack
    gezogen.

    Viele Grüße Colana
     
  12. Luderle

    Luderle BlackAngel

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    Ein Ostergedicht
    ( von Heinz Erhardt,
    * 20. Februar 1909, † 5. Juni 1979 )

    Wer ahnte, daß zum Weihnachtsfest
    Cornelia mich sitzenläßt?

    Das war noch nichts: zu Ostern jetzt
    hat sie mich abermals versetzt!

    Nun freu ich mich auf Pfingsten –
    nicht im geringsten!