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Opium-Präparate

Dieses Thema im Forum "Sonstige Medikamente und Schmerztherapie" wurde erstellt von Katja1981, 18. September 2010.

  1. Katja1981

    Katja1981 Registrierter Benutzer

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    Hallo,

    seit 10.09. bekomme ich ein neues Schmerzmittel - ein drittes Opium-Präparat (das erste war Tilidin, das zweite Tramadol-Tropfen). Das jetzige heißt Durogesic SMAT; es ist ein Mittel auf einem Pflaster, das über die Haut ins Blut gelangt. Von dort gelangt das Mittel ins Gehirn und von dort wird dann die Schmerzlinderung produziert (mein Magen/Darm ist durch meine ganze Medikamente so angegriffen, dass ich bald keine Medikamente in Tablettenform einnehmen kann).

    Meine Frage: Wer hat Erfahrung mit diesem Opium-Präparat (Durogesic SMAT - Wirkstoff: Fentanyl)? Ich habe sehr starke Nebenwirkungen (Schwingel, Schwanken beim Gehen (wie wenn ich betrunken wäre), Sehstörungen und Appetitlosigkeit). Legen sich diese Nebenwirkungen wieder? Ich bin fast jeden Tag zu erschöpft, um irgendwas zu machen (war davor nicht der Fall).

    Vielen Dank jetzt schon msl für zahlreiche Antworten.

    Eure
    Katja 1981
     
  2. josie16

    josie16 PsA

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    Hallo Katja!
    In welcher Stärke bekommst Du das Durogesic-Pflaster? Vielleicht seid ihr zu hoch eingestiegen?

    Ich nehme das Pflaster schon seid einigen Jahren, ich habe mit der Stärke 25 angefangen, jetzt habe ich schon seid längerer Zeit 75.

    Ich kann mich ehrlich gesagt nicht erinnern, daß ich massive Nebenwirkungen gehabt habe, ich bin allerdings damals von der Tageshöchstdosis an Tramal, auf die Pflaster gewechselt, ohne Probleme.

    Frag in der Apo nach, ob man dein Pflaster zerschneiden kann, es gibt Pflaster, wo dies möchlich ist, bei anderen läuft dann der Wirkstoff aus, das wäre nicht so günstig. Falls man deines zerschneiden kann, dann fang mit einer kleineren Dosis an und steigere dann, wenn Du keine Nebenwirkungen mehr hast.
    Normalerweise verschwinden die von dir beschriebenen Nebenwirkungen nach einiger Zeit, aber wenn man es auch anderst machen kann, dann braucht man die Nebenwirkungen nicht in kauf nehmen.

    LG Josie
     
  3. merre

    merre Aktives Mitglied

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    Medikament

    Hi, mal mehr das Allgemeine, es sind Nebenwirkungen bekannt, die Deinen Beschwerden entsprechen. Allerdings wird es auch mit über die Leber abgebaut, deswegen sollte eine ärztliche begleitende Kontrolle erfolgen.
    Insbesondere wird bei diesen Medikamenten(Analgetika) auf die Frage der Lungenfunktion hingewiesen. Wichtig sind auch die beschriebenen Wirkungseinflüsse auf oder durch andere Medikamente. Das muß aber der behandelnde Arzt abklären.
    Auf eine eingeschränkte Fähigkeit zum Führen von Fahrzeugen und Bedienen von Maschinen wird hingewiesen.
    Hier muß ebenfalls der behandelnde Arzt eigentlich die gg. verbliebene Arbeitsfähigkeit einschätzen.
    Die "möglichen Nebenwirkungen" sind beschrieben, aber wie so oft unterschiedlich bei den einzelnen Patienten.
    Da es mehrere (kenn 7) Analgetika der stärkeren Wirksamkeit gibt, kann man hier auch verschieden einsetzen.

    Meiner Meinung nach ist es aber wichtig einen Zusammenhang zwischen den Schmerzen und einer "betäubeden Wirkung" des Medikaments zu sehen. Es sollte jedoch auch die Frage der Ursache und deren komplexer Behandlung gestellt bleiben.

    Starke Analgetika werden oft verschrieben, wenn die Ursache der Schmerzen nicht oder nur noch ungenügend schulmedizinisch therapierbar scheint.
    Ich sehe darin nicht gerade die optimale Lösung, meine Meinung, und habe ein solches Medikament abgelehnt, als mein Arzt diese Option stellte. Er schränkte allerdings den Zeitraum eh ein.

    Betreffs der Nebenwirkungen würde ich den behandelnden Arzt fragen und ebenfalls auf ein großes Blutbild dringen, um auszuschließen, daß Nebenwrikungen ihre Ursache nicht "im Medikament" haben.

    Ja, wie gesagt hier steht doch sehr "meine Meinung" zur Verordnung, aber es kann eh nur eigenes Empfinden mit dem gleichen Medikament dargelegt werden.
    Vergleichen müßte man auf der Basis einer ev. gleichen Grunderkrankung, begleitender Beschwerden und mit einer Funktionsdiagnostik.

    Sprich mit Deinem Hausarzt oder Facharzt und laß ausschließen, daß die Nebenwirkungen "normal" sind und nicht ursächlich in einer Störung liegen.

    Gute Besserung "merre"
     
  4. berlinchen

    berlinchen Aktives Mitglied

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    hallo katja,

    bei mir sind die von dir beschriebenen nebenwirkungen plus extrem schwitzen(im winter den ganzen kopf tropfen nasse gehabt) nach meist 2 verschwunden bzw. erträglicher geworden.
    ich habe diese nebenwirkung gerne in den kauf genommen, da die wirkung mir pers. dies wert war:)

    die 2 wochen nach der umstellung habe ich zuhause meist mit schlafen und liegen überbrückt, keine termine außerhalb der wohnung vereinbart....
    niemals alleine treppen gestiegen, wg. dem extremen schwindel....

    leider hat bei mir das pflaster nie ausreichend gewirkt und gehalten, egal was ich an dingen zum festkleben auch gekauft habe:(

    ich nehme jetzt seit jahren retard tabletten alle 12 std und bin leider nicht komplett schmerzfrei. dies ist laut meinem schmerzarzt normal, es bleibt meist bei einer schmerzstärke von 3-4, wenn 10 das stärkste an schmerzen darstellt.

    mein wunschtraum: nach 4,5 jahren ohne basismedikament eines zu erhalten das wirkt und langsam die hohe dosis an morphium zu reduzieren oder ganz absetzten zu können:) was stationär zusammen mit medikamenten gegen due nebenwirkungen eines entzuges helfen soll:)

    nach einer ausführlichen aufklärung durch eines schmerzarztes bzgl. abhängigkeit, wann ist man süchtig usw. bin ich pers. sehr viel beruhigt diesbezüglich, da sehr viele unwahrheiten unter patienten darüber im umlauf sind...;)
    und bin froh das ich diese art des schmerzmedikamentes zur verfügung steht!
    wobei ich das ganze sonst ohne ausstehen müßte, andere sind leider nicht möglich:)


    ich drücke dir die daumen, das du bald nur die positive wirkung merkst:)

    lg
    bine

    p.s das ich schon mal wirre texte verfasse oder spreche aufgrund der hohen dosis morphium, habe ich inzwischen aktzeptiert, genauso meine umwelt....die gedächtnisslücken nerven ab und zu, aber man lernt damit zu leben und hat tricks damit besser umgehen zu lernen...wie mit allem im leben...;)
     
  5. <<<<<<<<luka

    <<<<<<<<luka Neues Mitglied

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    Ich habe jahrelang fentanyl-Plaster gehabt und bin damals ohne irgendewelche nebenwirkungen von valeron darauf umgestiegen. Wir haben allerdings mit einer geringen Dosis angefangen und dann langsam gesteigert. Bis ich gesagt habe, jetzt sind die Schmerzen erträglich. Kann es sein das Deine Dosis zu hoch ist? In der Phase des ausprobierens habe ich dann zusätzlich novalgin bekommen. Jetzt bekomme ich seit zwei Monaten jurnista, weil das Pflaster durch das ständige Fieber nicht mehr ausreichte. Es war zwar wieder eine schlimme Phase diese Umstellung, aber jetzt sind die Schmerzen wenigstens wieder erträglich. Einen schönen Tag wünscht Euch Petra.
     
  6. Waldmensch

    Waldmensch Sozialkämpfer

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    Bei diesen Pflastern gibt erhebliche Unterschiede! So bauen sie unterschiedlich schnell eine Wirkspiegel auf und manche halten die 3 Tage fast nicht. Am besten mit dem Doc sprechen und mal googeln z.Bsp.
    http://www.schmerz-therapie-deutschland.de/pdf/Zeitschrift/2007_1_Schmerztherapie.pdf

    Ich selbst habe wie so viele andere mit Tramal begonnen, dann Valoron, dann Targin(Oxycodon) und nun Jurnista morgens 8 mg und abends 16mg. Funktioniert ganz gut um den chronischen Schmerz in Schach zu halten. Wenns tolle kommt gibt es noch Palladon 1,3 mg sowie Celebrex 200mg dazu.
    Jurnista scheint ganz gut verträglich zu sein, jedenfalls kenne ich niemanden der Probleme damit hat. Meine Mutter klebt Buprenorphin-Pflaster und kommt auch ganz gut damit zurecht. Für den Ernstfall hat sie Bup-Kapseln.

    LG
    Waldi