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Oligoarthritis, zwischen Kummer und Alltag

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Icy, 23. Juli 2008.

  1. Icy

    Icy Neues Mitglied

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    Hi ihr Lieben,
    ich bin neu hier...24 Jahre alt und habe seit dem 9. Lebensjahr Arthritis im re Kniegelenk. Diese war lange inaktiv, jetzt seit 6 Monaten habe ich einen schlimmen akuten Schub. Die Oligoarthritis geht nun in eine Polyarthritis über. Nachdem Sulfasalazin nicht angeschlagen hat, wurde mir gestern MTX verschrieben. Ich bin immer noch geschockt von dem Beipackzettel. Ok, wie ich damit zurecht komme wird sich zeigen.
    Jedoch geht es mir psychisch ziemlich schlecht. Ich war seit Weihnachten nicht mehr reiten, kann kaum laufen, nicht mehr in die Disco gehen, arbeiten ist nur unter Iboprofen 800 möglich und mit starken Schmerzen verbunden. Bei meinen Freunden, Arbeitskollegen und meinem Freund stoße ich auf ziemliche Unverständnis für die Schmerzen. Warum ich denn solange abwarte... ja erklär mal dass das Medikament Wochen braucht um anzuschlagen, versteht keiner. Ich bin ständig gereizt und müde. Ich weine morgens beim Aufstehen, weil ich es kaum schaffe auf die Beine zu kommen. Die erste Stunde des Tages ist eine schreckliche Qual.
    Hab schon darüber nachgedacht mich in psychologische Behandlung zu geben...wird diese von der Krankenkasse übernommen?
    Meine Ärztin möchte jetzt eine Radiosynviorthese machen zusätzlich zu dem MTX. Da dies auch eine Knochenszintigraphie mit sich bringt, bin ich echt skeptische wegen der Strahlenwirkung. Vielleicht möchte ich ja doch noch irgendwann ein Kind kriegen.
    In meinem Kopf geistern verschiedene Fragen: Muss ich bald meinen Beruf aufgeben, da dieser mit viel Laufarbeit verbunden ist? Sollte ich lieber jetzt als später eine 2. Ausbildung machen? Oder ein Studium? Und wie soll das ganze finanziert werden?
    Joa so geht es mir, war mal schön es aufzuschreiben. Vielleicht meldet sich jemand der ähnliche Erfahrungen hat.
    Lg Lisa
     
  2. sabsi

    sabsi Neues Mitglied

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    Hallo Icy,herzlich willkommen bei RO:a_smil08:.
    Daß man beim lesen von solchen Waschzetteln einen Schock bekommen kann ist mehr als verständlich.:eek: Nebenwirkungen können auftreten,müssen aber nicht,meine siebenjährige Tochter nimmt MTX jetzt seit fünf Wochen und hat keinerlei NW,da reagiert halt jeder Mensch anders.Positiv denken,das wird schon.Übrigens wird das trinken von Ananassaft gegen möglicherweise auftretender Mundgeschwüre empfohlen.Wegen der Szintigraphie kann ich dich auch beruhigen,die Strahlung dabei ist sehr gering,um möglichen Nachwuchs brauchst du dir deswegen keine Sorgen machen.Deine anderen Fragen kann dir jemand anderer hier sicher besser beantworten.:a_smil08:
     
  3. Max'Mama

    Max'Mama Neues Mitglied

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    Hallo Icy,

    Leute, die sich mit den Krankheiten nicht auskennen, haben ziemlich viel Unverständnis, das habe ich auch schon feststellen müssen. Wenn es Personen sind, die Dir sehr Nahe stehen würde ich Dir einfach raten, dass Du sie mehr in Deine Krankheit einbeziehst, sprich, gib Ihnen Links zum Thema Rheuma. Die meissten haben danach ein viel besseres Verständnis für Deine Situation.

    Wegen psychologischer Hilfe kann ich Dir folgendes raten:

    ich bin seit 2 Jahren in Behandlung, unter anderem auch wegen meiner Krankheit. Es hilft und es hilft Dir im Alltag besser mit Deinen Schmerzen klarzukommen.

    Die Krankenkassen übernehmen im Regelfall solch eine Behandlung.

    Wünsche Dir alles Gute.:)
     
  4. Icy

    Icy Neues Mitglied

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    So, hab gestern die erste Ration MTX genommen und nix von gemerkt :) hatte schon richtig Angst.
    Jetzt hoffe ich erstmal, dass ich bald vom Ibuprofen wegkommen, denn die Dosen die ich da zu mir nehme sind echt nicht mehr feierlich.
    Kann mir sonst noch jemand Tips geben?