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Noch eine Neue (Diagnose Osteochondrie) u.a. mit Bitte um Übersetzung

Dieses Thema im Forum "Ich bin neu!" wurde erstellt von Gena, 11. März 2006.

  1. Gena

    Gena völlig unwissender Laie;)

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    Erstmal eine Vorstellung meinerseits: Ich bin 36 Jahre jung, habe vor ca. 3 Jahren die Diagnose Hashimoto Thyreoiditis gestellt bekommen und nehme inzwischen L-Thyroxin 150 ein. Seit ca. 3 Monaten habe ich Schmerzen und Taubheitsgefühle/Kribbeln von der rechten Schulter über den Arm (Ellenbogengelenk) bis in die Fingerspitzen (mit teilweise angeschwollenen Fingern).

    Nachdem mein Orthopäde mich mit den Worten "ist nichts Schlimmes", weil ein Besuch beim Neurologen kein Ergebnis gebracht hat, und einer Verordnung für Krankengymnastik - die wohlbemerkt keine wirkliche Besserung brachte - nach Hause geschickt hat, bin ich zu meiner doch wesentlich fähigeren Allgemeinärztin gegangen. Diese hat mich dann zum CT geschickt wo die Osteochondrie diagnostiziert wurde.

    Nun bin ich mit dieser Diagnose ziemlich überfordert, habe mich über Google ein wenig schlau zu lesen versucht und bin schlussendlich hier gelandet wo ich ziemlich überrascht gelesen habe, daß diese Krankheit dem Rheuma zugehörig sein soll (Rheumawerte waren übrigens völlig ok bei mir). Auch was von "autoimmune Krankheiten" habe ich hier gelesen. Und nun komme ich zu meiner 1. Frage :D

    1.) Kann es sein, daß die Osteochondrie durch meine SD-Krankheit "gefördert" wurde bzw. die beiden Krankheiten irgendwie zusammen hängen?

    2.) Und jetzt die Übersetzung um die ich bitte. Vielleicht kann mir da ja jemand weiter helfen. Bin von dem Arztlatein völlig überfordert und habe auch nicht alles via Google herausfinden können ... :

    C5/6: Rechts mediolateral betonte ossäre Randkante mit Einengung des rechten NF bei zusätzlich degenerativ veränderten Facettengelenken bds.
    Knöcherner Spinalkanal regelrecht weit. Zusätzl. überragt die Bandscheibe rechts mediolateral betont den WK, engt den ventralen Liqourraum rechts ein und erfasst auch z.T. das rechte NF.

    C6/7: Anuläre osteonchondrische Randkanten sowie bds. degenerativ betonte Facetten mit relativ engen NF bds., knöcherner Spinalkanal regelrecht weit. Breite protrude Bandscheiben ohne Myelonkompression.

    Zusammenfassend: Osteonchondrose, betonter bei C5/6 mit hier rechts mediolateral betonten Randkanten sowie ossärer Enge des rechten NF.
    Zusätzl. breitflächige rechtsmediolateraler Prolaps C5/6 mit partieller Beteiligung des rechten NF sowie Verkürzung des rechtsventralen Liqourraumes. Im Vergleich hierzu geringer ausgeprägte Osteonchondrose bei C6/7 mit nur flacher protruder Bandscheibe, relativ enge NF.

    Sorry, daß ich als ersten Thread hier gleich so ein langes Teil verfasse aber kürzer habe ich ihn irgendwie nicht hinbekommen.

    Vielen Dank fürs Lesen und für evtl. Antworten ;)

    Liebe Grüße

    Gena
     
  2. Diana1970

    Diana1970 Ruhrpottgöre

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    Hallo Gena,
    erst einmal herzlich willkommen hier!

    Deine Diagnose kommt mir bekannt vor;) ,habe es unter anderem auch nur eine Etage höher,auf C4/C5 und C5/C6.

    Das alles heißt nichts anderes,als daß du einen Bandscheibenvorfall und eine Vorwölbung hast.
    Der Vorfall auf 5/6 bedrängt den Spinalkanal,aber nicht das Rückenmark selbst und die Nervenwurzel rechts.
    Die Vörwölbung bedrängt beidseitig die Nervenwurzeln.
    Dadurch kommt es zu Kribbeln und Taubheitsgefühlen.
    Die Hashimoto Thyreoiditis hat darauf überhaupt keinen Einfluß.

    Bei der Osteochondrose bilden sich Osteophythen=knöcherne Anbauten zur Stabilisierung der Wirbelkörper,da die Bandscheibenräume verschmälert sind.

    Osteochondrose ist degenerativ bedingt und gehört nicht zu den entzündlichen Rheumaerkrankungen.Sie ist somit auch keine Autoimmunerkrankung.

    Aber die Aussage,daß das nicht so schlimm ist,würde ich so nicht hinnehmen.Mein erster BSV wurde nicht erkannt und somit nicht behandelt.Das Ergebnis ist eine chronische Nervenwurzelschädigung,und das auch noch rechts.

    Bleib am Ball und alles Gute dir.Hoffe ich konnte dir helfen.

    Lieben Gruß,
    Diana
     
  3. Gena

    Gena völlig unwissender Laie;)

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    Hallo Diana,

    vielen Dank für deine Antwort - sie war mir eine große Hilfe. Jetzt sehe ich einiges schon ein wenig klarer.

    Vielleicht kannst du (oder jemand anderes) mir einige Fachwörter aus der Diagnose noch erklären? Z.B. was die Abkürzung "NF" bedeutet oder "ventraler Liqourraum" oder "ossäre Randkante" oder "protrude Bandscheiben" oder "Myelon"?

    Wie wurde bei dir die Krankheit behandelt und ist es besser geworden? Die Schmerzen und das Taubheitsgefühl ist doch sehr lästig auf Dauer ...

    Mir ist schon bewusst, daß ihr hier alle keine Fachleute seid, aber ihr habt schon so viel Erfahrung gesammelt wie ich beim durchforsten des Forums festgestellt habe.

    An der Stelle mal ein dickes Kompliment an die Leute die das Forum erstellt haben und an die, die hier alle mit ihren Erfahrungen anderen Laien - so wie ich einer bin - helfen :)

    Liebe Grüße
    Gena
     
    #3 11. März 2006
    Zuletzt bearbeitet: 11. März 2006
  4. Diana1970

    Diana1970 Ruhrpottgöre

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    Hallo Gena,
    ok,ich versuchs mal;)

    NF= Neuroformia=die Stelle,an der die Nervenwurzel aus dem Wirbelkanal austritt
    ventral=bauchwärts gelegen
    Liqourraum= der Wirbelkanal,in ihm verläuft das Rückenmark
    ossär=den Knochen betreffend
    protrude=vorgewölbt
    Myelon= das Rückenmark

    Ich habe mir einige Zeit nach meinem zweiten BSV eine Halskrause verschreiben lassen,da die Nervenschmerzen das schlimmste für mich waren.
    Aber mit der Krause habe ich das ganz gut in den Griff bekommen.
    Habe auch einmal PRT unter CT-Kontrolle versucht,wirkte aber nur 4 Tage.Und da ich beidseitig diese Probleme hatte und der Doc nur eine Seite pro Woche spritzen wollte,hab ichs dann gelassen.

    Hier nochmal zwei links,da findest ordentlich Infos;)

    http://www.neuro-bodensee.de/bsb%FCchl0.html

    http://www.diebandscheibe.de/

    Lieben Gruß,
    Diana
     
  5. Gena

    Gena völlig unwissender Laie;)

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    *wow* Das nenne ich prompte und sehr informative Antwort *fr0i*

    Danke dir nochmals :). Wenn ich am Montag zu meiner Allgemeinärztin gehe bin ich wenigstens einigermassen vorbereitet. Jetzt fehlt mir eigentlich nur noch die Erklärung zu den CT-Bildern aber damit kann ich dann doch noch bis Übermorgen warten :D.

    Eine Frage hätte ich da noch:

    "Habe auch einmal PRT unter CT-Kontrolle versucht,wirkte aber nur 4 Tage."

    Was ist PRT?

    Liebe Grüße
    Gena
     
  6. Diana1970

    Diana1970 Ruhrpottgöre

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    Hallo Gena,
    PRTs sind Injektionen,die -am besten- unter CT-Kontrolle möglichst nahe an der Nervenwurzel gesetzt werden.Anzahl und Abstand dieser Injektionen richtet sich nach der Wirkung und dem behandelnden Arzt.

    Ja,und die Erklärung zu deinen Bildern ist der dir vorliegende Bericht dazu.Danach wird sich auch deine Ärztin richten,da die Auswertung von Bildern Radiologen vorenthalten ist,denn nur diese haben entsprechende Ausbildung dazu.

    Aber deine Hausärztin wird über die weitere Behandlung entscheiden.Berichte doch mal,wenn du was neues weißt;)

    Lieben Gruß,
    Diana
     
  7. Gena

    Gena völlig unwissender Laie;)

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    Hallo Diana :)

    Werde alles haarklein erzählen wenn ich etwas genaueres weiss ;).

    An den Bildern interessiert mich eigentlich nur was man dort sieht. Klar, die Erklärung ist natürlich der Bericht vom Radiologen. Ich wüsste halt nur gerne an welchem Bild er das gesehen hat bzw. wie die Osteochondrose halt am "praktischen Beispiel" aussieht *g*. Ich bin ein fürchterlich neugieriger Mensch wenn es um meinen Körper/meine Gesundheit geht. Da möchte ich schon wissen wie es in mir drin aussieht bzw. was in mir drin so passiert... :D

    Dir nochmal ganz dickes Danke für deine Geduld mir die ganzen Fachbegriffe usw. zu erklären :)

    Liebe Grüße
    Gena