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neues vom "Wiener Kongress" (Eular)

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von eli, 11. Juni 2005.

  1. eli

    eli Neues Mitglied

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    pfalz
    Hallo RO'ler, ich stelle hier mal zur Info 'was rein, das gestern über Presseagenturen gelaufen ist. Wochenend-Gruß, Eli


    Europäischer Rheumakongress: 10.000 Experten tagen in Wien
    COXIBE und herkömmliche NSAR: Beide Schmerzmittelgruppen können Herz-Kreislauf-Risiko erhöhen
    Die Ergebnisse der bisher größten Studie über den Zusammenhang zwischen der Einnahme verschiedener Schmerzmittel-Gruppen und einem potenziell erhöhten Herz-Kreislaufrisiko präsentierte heute auf dem Jahreskongress der Europäischen Rheumaliga EULAR 2005 Prof. Gurkirpal Singh (Stanford University, USA). Sowohl für die neueren Coxibe als auch für herkömmliche nichtsteriodale Antirheumatika (NSAR) bestünde hier ein Gefahrenpotenzial, besonders wenn sie hoch dosiert werden, berichtete der Experte.
    COX-2-Hemmer (Coxibe) haben das therapeutische Spektrum in der Rheumatologie erweitert und gelten seit der Zulassung der ersten Medikamente dieser Gruppe 1999 als deutlich besser verträglich als herkömmliche Antirheumatika - insbesondere im Hinblick auf ein verringertes Risiko gastrointestinaler Beschwerden. Doch nach dem Marktrückzug von Rofecoxib im vergangenen Jahr wegen erhöhter kardiovaskulärer Risiken sind die als besonders gut magenverträglich geltenden Schmerzmittel negativ in die Schlagzeilen geraten.
    "Es ist jetzt klar, dass sowohl COX-2-Hemmer als auch NSAR das Risiko von Herz-Kreislauf-Komplikationen erhöhen können", fasste Prof. Singh ein wesentliches Ergebnis seiner Untersuchung zusammen. Analysiert hatte der Forscher die Daten von mehr als 650.000 Rheuma-Patienten über 18 Jahren, die zwischen Jänner 1999 und Juni 2004 mit Coxiben oder herkömmlichen NSAR behandelt wurden. Dabei stellte sich heraus, dass eine Reihe - wenn auch nicht alle - NSAR das kardiale Risiko erhöhen können: Indomethacin um 71 Prozent, Sulindac um 41 Prozent, Meloxicam um 37 Prozent, und Ibuprofen um 11 Prozent.
    Unter den COX-2-Hemmern beobachtete Prof. Singh bei Rofecoxib mit 32 Prozent die größte Risikoerhöhung, gefolgt von Celecoxib (9 Prozent). Kein erhöhtes kardiales Risiko sei bei Valdecoxib festzustellen gewesen. Das Problem, so der US-Forscher, sei eindeutig Dosis-abhängig: "In hohen Dosierungen können sowohl NSAR als auch Coxibe das Herz-Kreislauf-Risiko bei Rheuma-Patienten erhöhen. Behandler müssen daher auf die individuellen Risiken ihrer Patienten achten. Das betrifft das Herz-Kreislauf-System, aber auch andere Bereiche, auf die sich NSAR auswirken können, wie der Magen-Darm-Trakt, die Leber und die Nieren." Eine sorgfältige Patientenauswahl für die verschiedenen Medikamentengruppen sei notwendig.