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Neue stellt sich vor

Dieses Thema im Forum "Ich bin neu!" wurde erstellt von Khayra, 9. August 2009.

  1. Khayra

    Khayra Der Weg ist das Ziel!

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    9. August 2009
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    Hallo an alle!
    Ich werde jetzt im August 34 Jahre alt,bin Aussenseiter aus Überzeugung,schwarzer Humor ist mein ständiger Begleiter(finde,so läßt sich manche schwere Situation doch etwas besser ertragen)
    Ich bin seit zwei Jahren verheiratet und seit 7 Jahren mit meinem Mann zusammen,den ich über alles liebe.
    Ich kann wirklich sagen,das ich das große Glück gefunden habe,weil mein Mann trotz der Schwierigkeiten,die ziemlich kurz nach unserem Kennenlernen angefangen haben,bei mir geblieben ist und mich bei allem unterstützt.
    Ich habe vor 3 Jahren den Befund schwarz auf weiß bekommen,ich habe Psoriasis-Arthritis,Polyarthritis.Spondarthritis ist in Beobachtung.
    Aber angefangen hat es schon wesentlich früher,wahrscheinlich schon so um 1990 rum,da ich mir da schon immer wieder die Hände und Füße selbst verbunden habe,weil sie weh taten.
    Da ich übergewichtig bin und das schon,seitdem ich denken kann,wurde vieles damit erklärt.
    Du bist zu dick,du mußt abnehmen,dann kannst du dich auch besser bewegen.
    Ab dem 14 Lebensjahr fingen auch die Depressionen an,die sich über die Jahre immer weiter verschlechterten,bis zu Panikattacken.
    Ich bin seit ca eineinhalb Jahren kaum noch vor die Tür gegangen,saß nur noch zu Hause und sogar Geburtstage von Freunden mußte ich vorzeitig verlassen,weil ich es nicht mehr ausgehalten habe.
    Übrigens wo ich die Freunde hier schon erwähne,wir haben einen kleinen Freundeskreis,aber alle dort haben wirklich die Bezeichnung Freunde verdient.
    Sie sind immer für uns da und haben mich mit allem was ich so mitbringe,sofort akzeptiert und helfen wo sie nur können.
    Seit einem Monat bin ich jetzt bei einer Psychotherapeutin,ich habe mich wirklich nur schwer zu diesem Schritt entschlossen,aber ich will nicht mehr so weiter leben.Die Krankheiten dürfen nicht mein Leben lenken,wenn das einer macht,dann bin ich das.Jawohl!
    Seitdem hat sich schon viel verändert,der erste große Schritt,den ich mir ausgesucht habe:Ich will meine Schmerzen in den Griff bekommen,die Medikamente,die jetzt so aussehen,wie ein Hund aus jedem Dorf,vielleicht kann man da was ändern!
    Außerdem sind da so viele Bomber bei,da ist es kein Wunder,wenn ich immer nur müde bin und abgeschlagen.
    Von den Ärzten bin ich ziemlich enttäuscht worden,gerade in den letzten Wochen,aber ich werde nicht aufgeben und alle mir möglichen Wege gehen.
    Viele Wege führen schließlich nach Rom.....
    Eine gute Sache hatte ich dann aber doch.Ich habe meinem Arzt doch wirklich 6 Massagen,die ich auch wirklich dringend nötig habe,aus den Rippen geleiert.
    Als ich meine erste Massage hatte,am Donnerstag,erzählte ich der netten Dame von meinem Leid mit den Ärzten und auch ein wenig von mir.
    Da kamm von ihr(nach 5 min!!!Ich sage das hier nur,weil Ärzte mich schon seit Jahren immer wieder untersuchen!!!)
    Haben sie schon mal was von Fibromyalgie gehört?
    Öhm,nö.was ist das?
    Sie sagte mir nur,das es eine sehr schwer nachweisbare und von den Ärzten gern übersehene Art von Rheumatismus wäre.
    Kaum zu Hause war der PC an und ab ins Internet.
    Ich las und las und las und um so mehr ich fand um so mehr fiel mir die Kinnlade runter.
    Zu 90% passten die Symtome auf mich,was nicht heißt,das ich es habe,aber das man das doch wirklich mal in Erwägung ziehen sollte.
    Das würde soooooo viel erklären.Meine Krankengeschichte würde einen Sinn bekommen.
    Endlich hätte ich damit auch eine Genugtuug gegenüber den Moobern,die meinten,ich wäre eine Mimose und Simulantin.(Darunter waren übrigens auch Ärzte!!!!)
    Nicht das ich ihnen das sagen würde,nur so rein für mich.
    Aber es gab so ein schönes Gefühl im Bauch,so ein Kribbeln und eine gewisse Ruhe,ich kann es nicht beschreiben.
    Schlimm finde ich,das viele Ärzte einfach nur ihr Schema F durchziehen,blablabla,beehren sie uns bitte nicht so schnell wieder,vor allem nicht vor dem nächsten Quartal,denn erst dann bekomme ich wieder Geld für sie!
    Ihr merkt schon,ich hab da wirklich schlechte Erfahrungen,oder hat schon mal ein Arzt zu euch gesagt:
    Meine Güte,mit dir kann man ja eine Wand durchbrechen!
    Da war ich ca.14 Jahre alt,und hab mich nicht gewehrt,sonst hätte ich bestimmt einen Spruch gebracht,der nette Herr hatte nämlich selbst eine gute Bierwampe und war Kettenraucher.
    Naja,ich werde jetzt erstmal mit meiner Psychotherapeutin einen Schlachtplan machen,wie ich meinem Arzt gegenübertreten kann,damit es nicht wieder so wird wie das letzte Mal.
    Das war nämlich der erste Besuch bei ihm,wie gesagt,Angstpatientin...
    Ich saß da,habe gezittert und gestottert,der Kerl sah mich,die stark adipöööse Patientin,die ihm nicht entgegenbringen konnte.
    Er hat mich so übergesabbelt,das ich später vor der Tür stand,völlig enttäuscht und vor allem,ich hatte keine meiner Fragen und Anliegen wirklich vorgebracht.
    Das soll mir das nächste Mal nicht wieder passieren.
    Ich werde auf jeden Fall das Thema Fibro ansprechen,mal sehen,was er dann sagt.
    Sollte er mich wieder so behandeln wie das letzte Mal,werde ich wohl den Arzt wechseln müssen......

    So,das soll es erstmal zu mir gewesen sein,vielleicht mag ja der eine oder andere etwas dazu schreiben,würde mich freuen.

    Bis dahin
    Khayra


    Wem das Lächeln fehlt,dem fehlt ein Flügel!
     
  2. mollyy 1

    mollyy 1 Neues Mitglied

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    hallo khayra, du sprichst den leidensweg vieler rheumatiker anund ihre cdysee von arzt zu arzt,bis endlich einer da ist der einem ernst nimmt. ein kleiner tip für deinen nächsten besuch schreibe dir einen spickzettel, auch einen mit dem du die bekannten argumente wiederlegst, schreib dir deine krankenvita am besten chronologisch zusammen, auch dinge die du unwichtig hälst, sei es den die kinderkrankheiten, eine langdauernde magendarmgrippe, eine blasenentzündung,ein zeckenbiss und waas es sonst alles geben könnte, und du wirst sehen, es wird sich etwas finden, und zeige auch ruhig dein wissen über fibro und deine fragen dazu,und wenn du angst hast das er dich wieder abweist dann mach was du besser aushälst, entweder du schaust im fest in die augen (als onb du keine scheäche hättest) oder du schaust nur in die richtung aber an ihn vorbei wenn dir das leichter fällt, ich wünche dir viel glück , alles liebe mollyy
     
  3. amorpho

    amorpho Neues Mitglied

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    Hallo Khayra, ich möchte dir erstmal sagen, daß Du für mich erstmal recht symphatisch ´rüberkommst, wegen der Außenseiterin, dem schwarzen und weißen Humor, und weil du dich wehren willst. Die Ärzte, das sind die Besserwisser, Streber, Abschreiber aus Deiner Schulzeit, soll heißen, menschlich nicht besser als der Durchschnitt. Man kann sich glücklich schätzen, wenn man einen Guten erwischt. Und die gibt es auch. Wenn man mit den anderen klarkommen muß, weil nichts anderes greifbar: auf die Wehrlosen wird erst recht gehauen. Da sind die nicht anders. Also ist Dein Weg richtig und Du scheinst schon mal eine gute Psychologin erwischt zu haben. Das ist mir leider noch nicht passiert.

    Rate Dir dringend, von den Medi´s wegzukommen, zu reduzieren. Bekam zwar ganz andere, aber kaum eines hat keine starken Nebenwirkungen. Die meisten veränderten zu meinen Ungunsten die Psyche. Wurde wehr- und sprachlos, depressiv, eine Überlebensmaschine. Fühlte nichts mehr, wurde aggressiv. Da Medikamente nur Symptome behandeln, und nicht heilen bzw. die Krankheit kurieren, sind sie nach meinem Verständnis Gifte. Lange dachte ich, ich sei übertrieben, überempfindlich, oder wenn ich die nicht nehme, ein Simulant. Aber ich weigere mich bei den schlimmsten Sachen, nehme nur noch die harmlosen. Interessanterweise sind die die besten Mittel, die die es schon lange gibt. Für die neuen ist man Versuchskaninchen, so kommt es mir vor.-
    Zu der Fibromyalgie: ich würde es so formulieren, daß man das ausgeschlossen haben möchte. Bei allem Unmut, sehr hilfreich ist ein Vorwurf gegen den Arzt auch wieder nicht. Wenn er nicht reagiert: dann schon energisch werden. Denn das ist ein Verdacht, der einen sehr beschäftigt und ausgeräumt werden sollte.

    Alles Gute!
     
  4. Khayra

    Khayra Der Weg ist das Ziel!

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    danke für die Antworten!

    Man,damit hatte ich fast garnicht gerechnet,das ich schon einenTag später Antworten habe,ich danke dafür.
    Ja,ich werde mir Spickzettel machen,das hatte ich mir auch vorgenommen,und ich werde mich auch noch genau mit dem Thema beschäftigen,damit ich nicht da sitze wie ein Depp.
    Aber das mit den Krankheiten und so weiter,das ich die auch aufschreibe,das hatte ich noch nicht bedacht,das ist wirklich gut,dankeschön.
    Ok,wird ein wenig Arbeit werden,hehe.....aber ich wollte ja eh ein Buch schreiben*grinst fies*

    Ja,das sind wirklich nur "normale" Menschen,von wegen Halbgötter in Weiß!
    Aber du hast mich damit auf eine Idee gebracht.Ich werde mir vorstellen,ich sitze nicht vor einem Arzt,sondern vor einem Menschen,dem ich das ganze nur erklären soll.Vielleicht ist die Angst dann auch nicht mehr so groß.
    Mal sehen,was meine Psycholady dazu sagt.
    Ich bin noch nicht lange bei ihr,wie gesagt,erst etwas mehr als einen Monat,hatte vier Sitzungen.Aber sie scheint natürlich und das ist mir immer ziemlich wichtig.
    Ja,ich kenne das nur zu gut mit den Psychodocs,ich hab so viele durch----hatte diesmal wohl wirklich nur reines Glück und sie ist auch noch bei uns im Ort,also gut zu erreichen,weil wir kein Auto haben.

    Ich weiß nur,ich lass mir die Butter nicht vom Brot nehmen.Er hat vielleicht schon ein wenig abgekratzt davon,aber das werd ich mir auch noch wieder holen.

    Der Weg ist das Ziel ist einer meiner liebsten Sätze.
    Also ist es dann wohl auch an der Zeit,die nächsten Schritte auf diesem Weg zu setzen.


    Liebe Grüße Khayra
     
  5. mollyy 1

    mollyy 1 Neues Mitglied

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    hallo khayra, das ist die richtige einstellung, viel glück beim weg suchen, du weißt es führen immer mehrere wege zum ziel, und manchmal ist auch ein umweg dabei und im zweifelsfall einfach mal nachfragen
     
  6. Schlappi

    Schlappi Neues Mitglied

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    Nur Mut....

    Hallo Khaira,

    auch von mir noch ein herzliches Willkommen. Tja leider haben viele diesen langen Weg hinter sich, auch ich- bei mir dauerte es 5 Jahre, bis ich eine Diagnose gestellt bekam, bei einer anderen Erkrankung dauerte es genau 10 Jahre. Wir brauchen schon eine riesen Portion Geduld, Mut und Durchhaltevermögen.
    Ich drücke dir ganz fest die Daumen, laß dich nicht unterkriegen, Ärzte sind auch nur Menschen wie du und ich.........
    Ganz liebe Grüße und halte durch!!! Schlappi