1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Neue Sparregeln bei der Physiotherapie

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Ulla, 3. November 2003.

  1. Ulla

    Ulla "hessische Hexe"

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    582
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Hessen
    Hallo Zusammen,
    jetzt gehts los, der Rotstift wird angesetzt.
    Diesen Artikel fand ich in der Ärztezeitung.

    Gruß
    Ulla


    Ärzte Zeitung, 03.11.2003

    --------------------------------------------------------------------------------


    Sechs Einheiten Krankengymnastik - dann soll erst einmal Schluß sein
    Patientenorganisationen kritisieren geplante Änderungen der Heilmittelrichtlinien
    BONN (ric). Patientenorganisationen und Vertreter der Heilmittelbranche haben die vom Bundesausschuß der Ärzte und Krankenkassen geplanten Änderungen der Heilmittelrichtlinien scharf kritisiert.

    "Der Entwurf sieht vor, die bisherigen Einzeldiagnosen in Diagnosegruppen zusammenzuführen. Das heißt, Frakturen und entzündliche Gelenkerkrankungen werden in einen Topf geworfen, obwohl hier ein ganz unterschiedlicher Behandlungsbedarf besteht", moniert die Rheuma-Liga.

    Vor allem die geplante Streichung der Langfristverordnungen stößt auf Unverständnis. Bislang sahen die seit 1. Juli 2001 geltenden Heilmittelrichtlinien vor, daß der Arzt bei bekanntem langfristigen Heilmittelbedarf gleich mit einer Langfristverordnung beginnen konnte.

    "Damit wäre es dann vorbei: Laut Entwurf soll es für alle Diagnosegruppen eine Gesamtverordnungsmenge geben. Das heißt, nach sechs Einheiten Krankengymnastik ist erstmal Schluß. Wer mehr braucht - das ist das Gros der chronisch Kranken - muß beim Arzt eine neue Verordnung erbitten. Und wird dann erneut zur Kasse gebeten", so die Rheuma-Liga.

    Vor zunehmender Bürokratisierung warnt auch der Bundesverband selbständiger Physiotherapeuten: Schon jetzt verzögerten sich medizinisch notwendige Behandlungen wegen der Kassenbürokratie teilweise um Wochen.

    Ein weiterer Kritikpunkt: Die Therapiepause bei der physikalischen Therapie soll von sechs auf zwölf Wochen verlängert werden. "Damit gehen Therapieeffekte mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder verloren", befürchtet die Rheuma-Liga.

    Doch nicht nur der Inhalt des Entwurfs stößt auf Kritik, sondern auch die Eile, mit der er durchgesetzt werden soll bevor die Gesundheitsreform in Kraft tritt. Sie sieht vor, Patientenverbänden ein Antrags- und Mitberatungsrecht im Bundesausschuß zu geben.