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Neu und ratlos

Dieses Thema im Forum "Ich bin neu!" wurde erstellt von Anne81, 2. Februar 2006.

  1. Anne81

    Anne81 Guest

    Hallo zusammen,



    ich habe seit November Probleme mit meinen Fingern (hauptsächlich). Nachts schwoll mein rechter Zeigefinger an, seitdem habe ich fast jeden Tag Schmerzen in den Fingergliedern und –gelenken. Außerdem schmerzen mir manchmal meine Zehen und Ellbogen.



    Die Rheumawerte (34, lt. Doc ok und im Normbereich- stimmt das?) und der CRP-Wert waren ok, nur meine Blutsenkung war bei 31. Jetzt hat mir der Rheumadoc Diclofenac verschrieben, dass ich in den ersten Tagen wegen Übelkeit nicht nehmen konnte. Seit ein paar Tagen nehme ich es regelmäßig (bis zu drei Stück am Tag), und seitdem schwellen mir auch einzelne Finger an. Sie fühlen sich dabei etwas taub und sehr warm an.



    Liegt das an den Diclofenac? Die Schmerzen (bis auf Druckschmerzen) verschwinden damit ganz gut, nur habe ich jetzt eben diese Schwellungen, die ich vor den Medikamenten so noch nicht hatte. Heißt das, dass ich das Diclofenac nicht vertrage? Bin total ratlos. Ich soll erst im April wieder zur Blutabnahme (letztes Mal war im Januar), und dann, wenn ich neue Medikamente brauche.



    Welche Erkrankung kann das denn sein? Der Doc meinte, entzündliche rheumatische Erkrankungen würde man im Blut immer sehen. Stimmt das?



    Vielen Dank für eure Hilfe.
     
    #1 2. Februar 2006
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 2. Februar 2006
  2. lexxus

    lexxus Neues Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
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    hallo anne,

    erst einmal herzlich willkommen bei ro :) .

    da hat sich dein rheumadoc wohl falsch ausgedrückt, denn es gibt seronegative rheumaformen, d.h. dass man zwar rheuma hat, aber kein rheuma im blut sichtbar ist. ich würde dir empfehlen noch eine zweite meinung bei einem anderen rheumadoc einzuholen.

    dass unter diclofenac erst schwellungen auftreten ist mir nicht bekannt, mir ist es eher immer auf magen und darm geschlagen.

    die schmerzen, die du hast, betreffen die denn immer beide hände, oder ist nur eine betroffen?
    sind die finger besonders am morgen geschwollen und lässt die schwellung dabei im laufe des tages nach?
    sind die gelenke morgens steiff, d.h. fühlen sie sich regelrecht eingerostet an und brauchen eine weile, ehe du sie wieder richtig bewegen kannst?
    sind mal röntgenbilder angefertigt worden oder wurde bisher nur eine blutuntersuchung gemacht? sind dabei auch die antinukeären antikörper untersucht worden? falls du keine kopie vom laborbericht bekommen haben solltest, für die zukunft: immer kopien geben lassen und abheften. hefter immer mit zu anderen ärzten nehmen, so wissen diese, was schon gemacht worden ist.

    liebe grüsse und gute besserung
    lexxus
     
  3. Anne81

    Anne81 Guest



    Hallo Lexxus!

    Vielen Dank für deine Antwort. Die Schmerzen habe ich in beiden Händen bzw. Fingern (aber fast nie gleichzeitig), und richtig steif sind meine Finger morgens eigentlich nicht. Nur die Schwellungen beeinträchtigen die Bewegung ein wenig. Die Schwellungen sind gleichbleibend den ganzen Tag über, daran ändert sich nichts. Röntgenbilder wurden gemacht (schon vor zwei Monaten), da war nichts zu sehen.

    Antinukleäre Antikörper wurden m. E. nicht geprüft. Werde noch mal einen zweiten Rat einholen.
    Viele Grüße!
    Anne
     
  4. HermineGranger

    HermineGranger Neues Mitglied

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    Hallo Anne,

    herzlich Willkommen.

    Öhm, ich würde mal sagen, die sind über dem Normbereich, wenn auch nicht so dolle. Also das Labor, indem mein RF getestet wurde, gibt den Normbereich bis 14 an. (Mein RF lag bei überschaubaren 6,3 :D, dafür waren die Leukos erhöht.) Ich glaube, nicht, dass sich die Labore so gravierend unterscheiden, also scheint mir bei Dir eine leichte Erhöhung gegeben zu sein.

    In der Tat sollte Dein Doc eine Szintigrafie durchführen lassen, also die schon empfohlene Nuklear-Untersuchung. Da sieht man dann ganz deutlich, ob Du Stoffwechsel-Ablagerungen an den Gelenken/Knochen hast, also ob eine Chronische Polyarthritis vorliegt. Wenn nicht, gibt es noch eine Reihe anderer rheumatischer Erkrankungen, die in Frage kommen.

    Dass eine CP seronegativ sein kann, sollte sich bis zu Deinem Rheumadoc langsam rumgesprochen haben. *grummel* Is das ein orthopädischer? Vielleicht käme dann für Dich ein internistischer Rheumatologe in Frage.

    Viele Grüße
    Hermine
     
  5. Garfield

    Garfield Aktives Mitglied

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    1.547
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    Hallo Anne,

    auch von mir ein herzliches WILLKOMMEN hier bei RO.

    Auch ich bin der Meinung, dass man bei dir diverse Untersuchungen und Laborwerte machen sollte.
    Wie z.B. Szinti, ANA evtl HLA-DR4 usw.

    Solltest du z.Zt. bei einem orthop. Rheumidoc sein, rate auch ich dir einen intern. Rheumatologen aufzusuchen.

    Alles Gute für dich und
    ich wünsche dir, dass du möglichst schnell schmerzfrei wirst.

    LG

    Garfield

    [​IMG]
     
  6. Anne81

    Anne81 Guest

    Vielen Dank für eure Antworten :) . Mein Hausarzt ist wirklich der Beste, er hat mir heute einen Termin für übermorgen beim einzigen (internistischen) Rheumatologen in unserer Stadt besorgt, obwohl die Wartezeit bis zu sechs Monaten beträgt. Endlich mal ein guter Arzt!
    Der vorherige Rheumatologe war in der Tat "nur" ein orthopädischer.

    Ich bin so dankbar dafür, dass ich so schnell einen Termin bekommen habe. Drückt mir die Daumen, dass der Arzt rausfindet, was ich habe. Die ganze Sache hat vor 2,5 Monaten angefangen, vielleicht habe ich noch die Chance, die Krankheit ein wenig aufzuhalten.

    Liebe Grüße,
    Anne ;)
     
  7. uma

    uma Neues Mitglied

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    Hallo Anne,


    ja lass dich gut Beraten und schreib dir Fragen die du hast auf, denn wenn du dort bist, vergisst man die Hälfte!

    Bei mir fing das vor 3 Jahren auch so an, wie bei dir, ich habe es ignoriert, obwohl der Rheumatoöoge sagte nehmen sie das Basismedikament "MTX" ich tat es nicht.

    Und dann schritt es immer weiter, immer weiter, ich bin tot traurig, dachte ICH weis schon wann ich das zZug nehmen muss..........leider zu spät, die Schmerzen sind schrecklich.

    Ich möchte dich nicht bange machen, aber informier dich hier im Forum,es gibt soooo viel zu lesen, das weiterhilft.....

    Liebe Grüße, uma
     
  8. Anne81

    Anne81 Guest

    Liebe Uma!

    Vielen Dank für deine Antwort.

    Also, wenn der Arzt mir zu einem Basismedikament rät, werde ich das natürlich einnehmen ;) . Vielleicht kann ich die Krankheit ein wenig mildern, wenn ich früh mit Medikamenten anfange.

    Wie hat es denn bei dir damals angefangen?

    Viele Grüße,
    Anne
     
  9. uma

    uma Neues Mitglied

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    Hallo Anne,


    Vor ca. drei Jahren wachte ich mit Zehenschmerzen an beiden Füßen auf, den Tag fuhren wir gerade in Urlaub, im gesamten Urlaub konnte ich keine Schuhe anziehen, wir lachten noch, wir doofen, darüber. Gerade zu Hause, fingen die Finger an zu schmerzen, wenn ich mich daran sties, konnte ich vor schmerzen nur zucken, besonders die Fingerknochen/Gelenke sind alle betroffen.Immer wenn neues dazu kam, war es gleichzeitig an beiden Seiten.

    Daraufhin ging ich zum Hausarzt, der sah und telefonierte sofort mit dem Rheumatologen in Schwerte Dr. Illies, ich konnte sofort kommen.

    Dann ging alles ganz schnell, Blutuntersuchung Cotison, MTX und Diklofenac.
    Diklo musste aber wieder absetzen, meine Leberwerte stiegen enorm, so das ich eine Leberpunktion machen lassen musste. Nach absetzen des Diklo waren die Leberwerte ok.

    Mitlerweile nehme ich 10mg Cortison,2x tägl. Picoxicam, 15mg MTX, leider habe ich an den Füßen "Hallux rigidus" jetzt dazu bekommen.

    Ich muss gestehen, das ich die Medikamente nicht durchweg nahm, habe immer wenn es besser war, den Arzt informiert, das ich absetzten möchte, das war aber ein großer Fehler, jedesmal kam etwas dazu.

    Jeder Körper geagiert anders, man kann nichts veralgemeinern, aber ich würde es nicht wieder so machen. Ich bin manchmal tot traurig, aber bin selbst Schuld.

    Ich wünsche dir alles Gute....Uma
     
  10. uma

    uma Neues Mitglied

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    noch etwas ANNE, ich lese gerade noch mal nach, du schreibst ,keine Morgensteifigkeit.
    Hatte ich am Anfang auch nicht, wußte gar nicht was die anderen meinten, wenn sie darüber schrieben......nun weis ich es, leider, aber drei Jahre hatte ich "nur "Schmerzen, das reichte eigentlich, nun kam die Morgensteifigkeit dazu. Aber ich lasse den Kopf nicht hängen, es muss weiter gehen.

    Uma