Neu mit PSA

Dieses Thema im Forum "Ich bin neu!" wurde erstellt von blauw, 21. November 2021.

  1. blauw

    blauw Mitglied

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    Nun war ich bei meiner Hausärztin und sie vermutet ganz stark den Zussammenhang zwischen Leflunomid und der Blutdruckanstieg. Zum Glück sind die Werte jetzt wieder deutlich in normaleren Bereichen (145/90) seitdem ich Leflunomid nicht mehr nehme. Sie sieht daher jetzt keinen Grund auszuwaschen. :)
    Leider merke ich jetzt wieder wie sich mehrere Sehnen im Körper melden; da hat Leflu gute Arbeit geleistet. Ich bin ziemlich hin und her gerissen ob ich ein weiterer Versuch starten soll mit einem Rheumamittel. Einerseits habe ich Angst vor Gelenksschäden wenn ich nichts nehme, andererseits beschränkt sich die PSA bislang bei mir auf Sehnen und habe kaum Gelenkschäden die mich sehr stark einschränken. Im Gespräch mit meiner Hausärztin habe ich mich erstmal darauf festgelegt 1-2 Monate zu warten bis der Wirkstoff von Leflunomid einigermaßen aus dem Körper ist, und dann schauen wir wie die PSA Aktivität ist, alles noch in Absprache mit der Rheumatologin.
    Das ist für mich ein guter Plan :1syellow1:
    So, jetzt wünsche ich euch allen ein schönes Wochenende :bigok:
     
  2. Katjes

    Katjes Registrierter Benutzer

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    Blauw, das liest sich nach einem guten Plan!
    Und bitte bleibe mit deinen Ärzten im Gespräch!
    Ich möchte es einfach nur mal anmerken, es geht nicht nur um Schäden an den Gelenken, auch die Sehnen nehmen Schäden durch die Entzündugen.
     
  3. blauw

    blauw Mitglied

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    Danke @Katjes für deine virtuelle Unterstützung! Ich merke dass die Beiträgen hier im Forum sehr viel anders sind als „in der reellen Welt“ wo es zwar viel Mitgefühl gibt, aber die meisten Freunden und auch Familie wissen doch nie so genau um die Sorgen und Ängsten. Ich finde es oft so schwer meine Gedankenvorgänge anderen gegenüber zu erklären weil ihn das Wissen zur Erkrankung fehlt. Wie oft ich schon gehört habe :das wird schon wieder“ oder „ja, jeder hat sein Päckchen zu tragen“ Dann wirkt das auf mich zwar als eine mitfühlende Antwort aber gleichzeitig sendet der Gesprächspartner die Botschaft „ich möchte nichts weiter hören“
    :wave:
     
  4. blauw

    blauw Mitglied

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    Und @Katjes zu Deinem Post eine Frage: Schäden an den Sehnen sind nicht im Röntgen zu sehen; ist das im Ultraschall möglich, oder nur MRT?
    Und kann jede Rheumapraxis Ultraschall machen? Ich hatte bis jetzt nur in der Klinik diese Untersuchung. Habe meine Rheumatologin darauf aber auch noch nie angesprochen :wink2:
     
  5. Thea21

    Thea21 Aktives Mitglied

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    Hallo blauw,

    wie schon erwähnt kenne ich mich mit PSA nicht aus, leide selbst an RA.
    Aber bleibende Schäden in Kauf nehmen könntest Du später bereuen.
    Bei mir war auch eine Pause nach der Leflunomid-Einnahme vorgesehen, aber ich habe die Zeit mit Kortison (Prednisolon) überbrückt.
    Wäre das auch bei PSA eine Alternative?

    Und mein Rheumatologe kann selbst Ultraschall machen. Ob das alle können, weiß ich aber nicht.
     
  6. Katjes

    Katjes Registrierter Benutzer

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    Bei mir war es im MRT sichtbar.
    Ultraschall, da braucht es auch jemanden mit Erfahrung, habe ich mir sagen lassen.
    Mein Rheumatologe hat auch nicht nach den Sehnen geguckt, ich habe das Glück einen Arzt für Physio und Rehabilitation (ist mein Schmerzdoc) zu haben, und der ist in einer Klinik..... und hat mich dort ins MRT überwiesen.
    Mein Rheumatologe verschreibt mir die Basis (darüber bin ich sehr glücklich, das ich jetzt eine habe die mir hilft) leider kümmert er sich sonst nicht so super. Deswegen habe ich mir noch zusätzlich den Schmerzdoc gesucht.

    Ich weiß jetzt nicht ob dir mein Beitrag weiterhilft?
    Ich lebe halt in einer Gegend, in der Fachärzte Mangelware sind und mein Blut gibt nichts her...... da muß dann der Doc sich etwas mehr Zeit nehmen..... die er oft nicht hat...... Mir ist es jetzt in meiner mittlerweile über 30ig Jährigen Rheumakarriere 2x passiert, das Fachärzte nichts sehen wollten und auch nicht helfen wollten (obwohl alles gut von Kollegen dokumentiert).
    Deswegen habe ich nicht den super Rheumatologen, sondern nur einen der ok ist..... Aber in Kombi mit dem Schmerzdoc und meiner super Hausärztin passt es wieder :)
     
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  7. Schosl

    Schosl Bekanntes Mitglied

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    Servus
    ich habe auch PSA. Das kann sich wie bei mir sehr in den Sehnen und Sehnenansätzen auswirken. Sehnen, Sehnenscheide und die Ansätze können auch chronisch entzündet oder beschädigt werden. Das geht dann indirekt auf die Gelenke, die Fehlhaltungen und Fehlbelastung können Arthrose nach sich ziehen. Es muss nicht immer die große Entzündung sein, sondern lt Rheumatologen erzeugt PSA auch viele kleine Entzündungen, denen erstmal keine Beachtung geschenkt wird. Das dauert aber, bis Entzündungen einen langfristigen Schaden anrichten,
    Bei mir hilft MTX mittlerweile.
    Wie bei @Katjes kann mein Rheumatologe Ultraschall, aber ehr sub-optimal. Mein Orthopäde ist da wesentlich besser aufgestellt. und ich gehe auch halbjährlich einmal zum Schmerz Doc.
    Also erstmal wie geplant weiter machen. Aber wahrscheinlich ist eine Basismedikation schon notwendig.
    Ciao
    Schosl
     
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  8. blauw

    blauw Mitglied

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    @Schosl Danke für dein Erfahrungsbericht! Und Ultraschall kommt mit auf die Fragen-Liste für den Rheuma-Doc, habe bei ihr bis jetzt nur Röntgen gehabt. Ultraschall scheint aber in meinem Fall die bessere Methode um die Krankheitsaktivität nach zu weisen. Verstehe nicht warum sie das nicht gleich zur Beurteilung gemacht hat, auch weil Ultraschall doch auch den Körper viel weniger belastet in Vergleich zur Strahlenbelastung bei Röntgen. Dank dieses Forums bin ich jetzt schlauer :biggthumpup: und werde die Ärztin darauf ansprechen
     
    #48 8. Januar 2022
    Zuletzt bearbeitet: 8. Januar 2022
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  9. blauw

    blauw Mitglied

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    Hallo nochmal in die Runde
    Diese Woche habe ich mit meine Rheumatologin telefoniert über Leflunomid und die Nebenwirkungen die ich hatte. Wir sind jetzt so verblieben wie mit meiner Hausärztin schon besprochen, heißt: bis zum nächsten Rheuma-Doc-Termin kein Leflunomid, dann schauen ob ein anderes Medikament notwendig ist.
    Hier im Forum lese ich immer wieder mal von LeidensgenossInnen die sowohl zum Orthopäden als auch zum Rheumatologen gehen. Ich überlege ob das für mich nicht auch Sinn machen würde. Der Orthopäde könnte vielleicht genauere Diagnostik anwenden damit ich dann besser entscheiden kann ob ein weiteres Medikament notwendig ist oder ob die PSA nicht so aktiv ist dass Folgeschäden zu befürchten sind?
    War das bei euch auf Anraten des Rheuma-Docs, das der zum Orthopäden weiter-verweist? Oder habt ihr das selber so in die Wege geleitet?

    Vielen Dank für‘s lesen, mitdenken und antworten und einen schönen Freitagabend :1syellow1:
     
  10. PiRi

    PiRi IG-Mitglied

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    Übrigens gibt es auch rheumatologische Orthopäden. Super.
    Die Überweisung dahin habe ich von meinem Rheumadok gekriegt.
     
  11. Katjes

    Katjes Registrierter Benutzer

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    Ich bin bei einem Arzt für Rehabilitation und Physio gelandet(er ist auch Schmerzarzt) , weil ich Schmerztechnisch nicht gut eingestellt war..... und meinen Rheumatologen das nicht interessiert hat.....den Arzt hab ich mir selbst gesucht.
    Mein Rheumatologe ist nur für die Basis zuständig.
     
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  12. blauw

    blauw Mitglied

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    Wow, Danke für den Tip!
    Gleich gegoogelt und eine Adresse in der Nähe gefunden! Diese Praxis kenne ich, mein Mann wurde da von der Orthopädin sehr gut geholfen. Und sie ist rheumatologische Orthopädin. Werde gleich nächste Woche einen Termin vereinbaren!
     
  13. Katinka7

    Katinka7 Neues Mitglied

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    Hallo @blauw :) ich hab auch PSA und hab mich spätestens bei der Lehm Stelle wiedererkannt ;) letztes Jahr war ich in einer Reha und habe von dort Moor mitgebracht. So super!!
    Mit mtx erging es mir wie dir, leider kein Erfolg. Dann wurde ich auf Adalinumab umgestellt und komme super klar! Ich drücke dir die Daumen für baldige Besserung deiner Beschwerden.
     
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  14. Katinka7

    Katinka7 Neues Mitglied

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    …und eine Ergänzung: auch ich habe anfangs gezögert, ob ich die Behandlung beginne. Dann sprach ich mit meiner Rheumatologin, hörte einen Vortrag von Rheuma Doc Anna Maier und tauschte mich in der Selbsthilfegruppe aus - und alle sagten unisono: PSA so früh wie möglich adäquat behandeln, um die Entzündungsprozesse zu stoppen und Schäden vorzubeugen! Dann kann man bei Remission (die ist das Ziel) immer noch reduzieren. Die fortschreitenden Herde kann man nicht immer ohne weiteres erkennen und manche kleinen entwickeln sich plötzlich zu großen Problemen. Da müsste man ständig Diagnostik (Ultraschall, mrt) machen, um ohne Behandlung am Ball zu bleiben und erkennt dann doch nicht alles (und es zahlt auch keiner). Das fand ich sehr einleuchtend.
    2020 bekam ich zweimal eine Uveitis, das ist oft bei PSA und sie war schwer in den Griff zu kriegen. Ich bin echt dankbar, danach eine gute Basistherapie begonnen zu haben, damit die Entzündungen nicht aufflammen. Daher: so früh wie möglich eindämmen!
     
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