1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Neu - mein Mann hat Gicht

Dieses Thema im Forum "Ich bin neu!" wurde erstellt von hasipferdi, 11. Juni 2006.

  1. hasipferdi

    hasipferdi Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    10. Juni 2006
    Beiträge:
    5
    Zustimmungen:
    0
    Hallo!

    ich bin neu hier und habe schon bei den allgemeinen Fragen gefragt was das Zeug hält. vor ein paar Tagen wurde bei meinem Mann Gicht festgestellt und wir versuchen rauszukriegen wie wir weiter verfahren sollten - vor allem weil er erst 30 ist und körperlich hart arbeitet. jetzt sind wir erst mal gespannt, was passiert wenner morgen mit seinem akuten Anfall mit dem er kaum laufen kann auf Arbeit erscheint - er ist noch in der Probezeit und sollte eigentlich in 2 Monaten über Zeitarbeit übernommen werden...

    Also eigentlich kann er sich gleich erschießen und ich gleich mit, denn ich bin schon länger krank (Diabetes) und kann nicht arbeiten, weil ich seit 3 Jahren meinen Vater pflege - Diabetes mit so ziemlich allem was verengte Gefäße an Spätfolgen bringen (Schlaganfall, Herzinsuffizienz, Schwäche, Schwindel, verminderte Durchblutung des Gehirns mit entsprechendnen geistigen Folgen, mitlerweile bin ich froh, wenn er genug laufen kann um wenigstens in der Wohnung klar zu kommen). Also wir stecken in einer recht wilden Situation und wissen gar nicht, wie es weiter geht...

    Susi
     
  2. Lilly

    Lilly offline

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    5.171
    Zustimmungen:
    0
    hallo susi,

    habe dir ja schon auf deine fragen geantwortet.;)
    also, erstmal, es ist alles halb so schlimm! ihr beide leidet unter keiner erkrankung die nicht gut zu beeinflussen wäre! wenn ihr beide auf eure ernährung acht gebt, werdet ihr vor schlimmen spätschäden verschont bleiben. natürlich braucht ihr wahrscheinlich auch lebenslang eure medikamente, aber das finde ich das kleinste übel.
    klar, man muss sein leben umstellen, aber das muss jeder, der eine chron. erkrankung hat. (und das sind sehr viele menschen ;) )

    alles was man nicht kennt, jagt einem einen großen schrecken ein, macht angst.... darum lernt viel über eure erkrankungen, dann verlieren sie auch ihren schrecken.

    ich selber habe zusätzlich zu meiner entzündl. rheumatischen erkrankung auch gicht. ich bekomme tabl. die den harnsäurespiegel senken, achte ein wenig auf meine ernährung, und hatte nie mehr einen gichtanfall. (harnsäure ist immer im grünen bereich ;) )

    alles gute euch beiden
     
  3. mollyy 1

    mollyy 1 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    9. September 2005
    Beiträge:
    234
    Zustimmungen:
    0
    Hallo susi.also erstmal herzlich willkommen, hab wohl eine recht bescheidene zeit im moment, zum problem gicht, gicht ist eine erhöhung der harnsäure im blut die durch mehrer auslöser hervorgerufen wird. 1. familiär, dann haben eltern oder großeltern auch schon gicht gehabt, 2. ernährung, es gibt viele nahrungsmittel von denen man gar nicht glaubt das die einen gicht anfall auslösen können, wie zum beispiel spargel, feldsalat, spinat, erdbeeren , andere sind da schon bekannter, die wirst du aber wahrscheinlich schon wissen, und 3. spielt eine starke gewichtsabnahme , sei es nun gewollt oder ungewollt ( durch stress) auch eine große rolle bei der erhöhung der harnsäure. aber gicht läst sich gut mit tabl einstellen, die der arzt natürlich verschreiben muß, und für den notfall gibts auch pflanzliche tropfen ( heißen glaub ich cholchicum) die auch helfen den harnsäurewert schnell mal zu senken.frag aber lieber doch noch mal den doc danach. im grunde bleibt euch beiden nur eine gezielte ernährung, und die warscheinlich lebenslang, welchen typ diabetis hast du denn, und spritzt du schon?
    du schreibst, das du nicht mehr arbeiten kannst, weil du deinen vater pflegst, kriegst du denn schon pflegegeld für ihn oder hast du das wenigstens mal bei der krankenkasse beantragt? wenns auch nicht viel ist, so ist es wenigstens eine kleine hilfe und du bist in der zeit wenigstens rentenversichert.auch hier müste dir der hausarzt von deinem vater weiterhelfen. ich wünsche dir viel glück und drück euch zwei die daumen das alles gut geht. LG Mollyy
     
  4. hasipferdi

    hasipferdi Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    10. Juni 2006
    Beiträge:
    5
    Zustimmungen:
    0
    Hallo!

    Ich habe Diabetes eines seltsam verlaufenden Typ 2 oder eines Sondertypen, sicher sind sich die Ärzte noch nicht - die Laborwerte sprechen zwar für Typ 2, aber der Verlauf ist zu ungewöhnlich, die Werte sind zu schwer zu steuern und abzuschätzen. Obwohl ich nicht sprtze geht es mir daher nicht gut, ich unterzuckere häufig, gefolgt von überhöhten Werten, alles verschlimmert durch allergisches Asthma und Cortisoneinnahme um damit fertig zu werden, das macht die Werte noch mal unberechenbarer. trotz aller Schulung ist es daher immer noch ziemlich unübersichtlich, und Spätschäden sind so gut wie sicher - ich bin erst 26 und wenn ich noch 50 Jahre mit diesem körper leben will sind selbst bei sehr guter Einstellung Spätfolgen kaum zu vermeiden. Man kann sich zwar auf Werte einstellen, die einem Gesunden nahe kommen, aber wirklich gesunde Werte sind unerreichbar, und je mehr Jahre die Krankheit hat um zu schädigen, desto wahrscheinlicher werden die Schäden.

    für meinen Vater bekommen wir kein Pflegegeld - die Vergabe ist streng an vorgegebene zeiten gekoppelt, und auch wenn ich echt mal wissen will, wer einen anderen in 10 Minuten von Kopf bis fuß waschen kann - ich brauche erheblich länger für sowas. und wenn man dann die Eziten die vorgerechnet sind addiert reicht es nicht ums verrecken für eine Pflegestufe. Die Arbeit im Haushalt, im garten und die psychische Betreuung, das da sein,d as aufpassen und so weiter auch anfallen wird ja nicht extra berechnet. Natürlich hänge ich auch Zeit rein, die Eigentlich unnötig ist, gehe mit meinem Vater spazieren, mache Ausflüge mit ihm, oder lasse ihn selber kochen und stehe daneben und passe auf,d ass er dabei nciht das Haus abfackelt. Und selbst wenn Pflegegeld gewährt werden würde: ganz ehrlich, was ersetzen einem 205 Euro im Monat schon den Aufwand an Zeit und Kraft? oder sollen die eine vollzeittätigkeit bezahlen? das ist doch lächerlich. Zum Ausgleich übernimmt mein Vater aber die Nebenkosten unserer wohnung, die Miete geht an meine Mutter und ist ortsüblich, aber das ist eben meine Mutter, die sich nicht schämt von der eigenen tochter Miete zuverlangen.

    Ich hätte da noch eien frage zur gicht: habe ich das richtig verstanden, dass man Purine, die man am einen Tag einspart am nächsten mehr essen kann?das würde vieles erleichtern, jeden zweiten tag fleischlos und am nächsten dafür eine anständige Portion ist schon wesentlich einfacher - auch wenn man mal wo eingeladen ist oder so. und muss man das jetzt eigentlich bis aufs gramm berechnen oder macht man das mehr so freihand mit Schätzwerten? Ich meine, wenn Brot und so auch Purin enthält, muss ich das mit berechnen oder ist das nicht so wichtig, wenn man insgesamt knapper lebt? vor allem habe ich bisher keine annähernd vollständgen Aufstellungen gefunden, wo alle Lebensmittel drauf stünden, da kann man ja gar nicht exakt berechnen - ich weiß, ich mache das etwas ähnlich wie die Kohlehydratberechnerei, aber dafür findet man eben auch tabellen, die einem sogar verraten wie viele kohlehydrate ein Big Mac hat. Und hier einsparen um da mehr zu essen geht auch nicht.

    woher mein Manndas hat kannich mirir denken - erstens hat seine Mutter gicht, sein VAter lebt Vegetarisch,da würde es wohl nicht auffallen selbst wen er was hätte. Mein MAnn ist übergewichtig und eing roßer fleischfresser, er hat öfter große Mengen fleisch gegessen, bzw. ein großes Steak zu Mittag und abend dann noch ordentlich wurst oder mal eine Leberkässemmel zwischendurch. außerdem hatte er als jugendlicher ein ziemliches Alkoholproblem,d as sicher auch an seinen Nieren Spuren hinterlassen hat - wenn man schon mit 14 ernsthaft anfängt zu trinken bleibt das eben nicht ohne folgen. und die heftige Gewichtsabnahme mit der neuen Arbeit war dann wahrscheinlich der restliche auslöser für den Anfall - wir können nur hofen, dass sowas nciht wieder kommt. vor allem dass es keine bleibenden Schäden gibt. und dass er die Ernährung durchhält - ich ahbe da so meine Zweifel, ob er das wirklich weiter macht oder nciht doch bald wieder anfängt unmengen Wurst und Fleisch zu essen.

    Susi
     
  5. mollyy 1

    mollyy 1 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    9. September 2005
    Beiträge:
    234
    Zustimmungen:
    0
    Hallo Susi,vwesuche mal deine fragen so gut wie möglich zu beantworten, zu der sonderform des diabetes weiß ich jetzt nicht so extra viel zu sagen, ausser das cortison und stress die zuckerwerte enorm schwanken lassen. aber das wirst du ja schon wissen. das pflegegeld für deinen vater, wer hat das berechnet? war die krankenkasse schon da, oder hast du selbst versucht auszurechnen ob dir etwas zusteht. im prinzip geht es ja eigentlich nicht um die 200 euro pflegegeld, sondern darum, das du für die zeit in der du deinen vater pflegst auch mit rentenversichert bist, auch wenn du selbst keine arbeit hast. und nun zur diät bei gicht, streng purinfrei leben soll man nur im akuten schub,ansonsten nur purinarm, hier gibt es zwar in verschiedenen büchern tabellen, aber so streng wie beim diabetes ist das nicht. die heutige empfehlung geht zu 2-3 tagen in der woche in der man nicht zu große mengen fleisch essen darf, und sonst sollte man auf vegetarische kost, mediterane kost oder fisch umsteigen , wobei es auch fischsorten mit viel purin gibt.das heist das wenn man irgentwo eingeladen ist ,man halt dann da seinen fleischtag hat und dafür am nächsten tag wieder weniger oder sogar garkeins ißt. ich nehme mal an das dein mann von seinem doc tabl. gegen harnsäure bekommen hat, und bei regelmäßiger einnahme sinkt der härnsaürespiegel, auch wenn man mal einen diätfehler macht.also lass den kopf nicht hängen, die gicht ist für dich das kleinere problem. ich wünsche dir viel glück, und das du auch einen doc findest der deinen diabetes gut einstellen kann. Mollyy