Hallo Leute,
möchte mal für alle die unter dieser unlustigen Krankheit leiden etwas zum Besten geben.
Meine Rheumaerlebnisse in Kurzform nämlich.
Vor zwei Jahren begann es plötzlich an allen Gelenken abwechselnd und teilweise zugleich zu schmerzen.
Nach dem Motto: "Es hat von alleine angefangen, so wird es auch von alleine wieder verschwinden" wartete ich
2 Monate unter Schmerzen, bis ich zum ersten Mal zum Arzt ging. Verschiedenste Fehldiagnosen begleitet von
einer Ärzte-Rally über einen Zeitraum von 1 Jahr führten dazu, dass es mir doch tatsächlich zu bunt wurde. Ich ließ mich
im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Graz häuslich nieder und drohte dasselbe erst nach einer zutreffenden Dianose zu
verlassen. Die Ärzte dort benötigten genau 1 Tag um die richtige Diagnose zu stellen. "Psoriasis Arthritis (Polyarthritis)"
Danke aber auch.
Einleitung der Basistheraphie mit MTX (20 ml Spritze) und Voltaren zur Schmerzbekämpfung. Nach ca 8 Wochen war ein Leben mit kleinen
Wehwehchen aber fast ohne Voltaren möglich. Erschöpfungszustände jedoch täglich inbegriffen, wobei zu sagen ist, dass
ich einen Job mit Personalverantwortung und insgesamt hoher Verantwortung bewältige. 12 Stunden Tage sind normal.
Wie lange ich das in dieser Form noch durchhalte? Na wolln mal sehen.
Im Jänner dieses Jahres plötzlicher Rheumaschub in voller Stärke, Schuppenflechte überall. Diagnose: Immunität gegen MTX aufgebaut.
Neue Basistherapie mit ARAVA vor vier Wochen eingeleitet. Der Hinweis meiner Rheumatologin: Das dauert jetzt mindesten 8 - 12 Wochen
bis die Basistherapie wirkt. Na Danke aber auch. Das heißt seit 20 Wochen trotz 3 Voltaren am Tag Dauerschmerz und Slow Motion
wie ein 100 Jähriger.
Aber jetzt kommt der Hammer. Am Sonntag bemerkte ich die Schuppenflechte an einer Stelle an der man sich diese als Mann nun
wirklich nicht wünscht. Sitze am WC lass gemütlich dem Wasser freien Lauf und merke dass ich kein Wasser laufen höre. Schau dann
runter um zu gucken was da los ist und traue meinen Augen nicht. Mein Ding war angefüllt wie ein Ballon, die Vorhaut geschwollen und
verklebt und ehe ich mich versah, gab die verklebte Stelle unter dem Druck des immer mehr nachkommenden Urins nach. Ein tolles
Erlebnis kann ich nur sagen. (Oder meinte ich entbehrlich?) Meine Rheumatologin sagte mir, da kann man nichts machen, da müssen
sie durch. Cortison schlucken und schmieren ist die Devise. Das einzig Gute daran, im Zuge meines gestrigen Hausarztbesuches haben
wir von Voltaren auf Indobene von Ratiofarm umgestellt. Bin seit der Einahme der ersten Tablette nahezu schmerzfrei. Pinkeln kann
ich durch "Schlucken und Schmieren" auch wieder. Von anderen Aktivitäten ist vermutlich jedoch noch längere Zeit abzusehen.
Man freut sich ja auch über die kleinen Dinge im Leben.
Zum Glück bin in der Lage meinen Zustand diszipliniert und mit Galgenhumor zu ertragen. Wie die meisten von Euch wissen, ist Rheuma
eine Autoimmunkrankheit, die man von der Familie vererbt bekommt. Na wenn man schon sonst nichts erbt, dann wenigstens das.
Vorteil: Diese Erbschaft wird nicht besteuert.
Nachteil: Man muss die Erbschaft antreten, ob man will oder nicht.
In Diesem Sinne, Weiterkämpfen und Kopf hoch an alle die auch geerbt haben.
Liebe Grüße Wolfgang
möchte mal für alle die unter dieser unlustigen Krankheit leiden etwas zum Besten geben.
Meine Rheumaerlebnisse in Kurzform nämlich.
Vor zwei Jahren begann es plötzlich an allen Gelenken abwechselnd und teilweise zugleich zu schmerzen.
Nach dem Motto: "Es hat von alleine angefangen, so wird es auch von alleine wieder verschwinden" wartete ich
2 Monate unter Schmerzen, bis ich zum ersten Mal zum Arzt ging. Verschiedenste Fehldiagnosen begleitet von
einer Ärzte-Rally über einen Zeitraum von 1 Jahr führten dazu, dass es mir doch tatsächlich zu bunt wurde. Ich ließ mich
im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Graz häuslich nieder und drohte dasselbe erst nach einer zutreffenden Dianose zu
verlassen. Die Ärzte dort benötigten genau 1 Tag um die richtige Diagnose zu stellen. "Psoriasis Arthritis (Polyarthritis)"
Danke aber auch.
Einleitung der Basistheraphie mit MTX (20 ml Spritze) und Voltaren zur Schmerzbekämpfung. Nach ca 8 Wochen war ein Leben mit kleinen
Wehwehchen aber fast ohne Voltaren möglich. Erschöpfungszustände jedoch täglich inbegriffen, wobei zu sagen ist, dass
ich einen Job mit Personalverantwortung und insgesamt hoher Verantwortung bewältige. 12 Stunden Tage sind normal.
Wie lange ich das in dieser Form noch durchhalte? Na wolln mal sehen.
Im Jänner dieses Jahres plötzlicher Rheumaschub in voller Stärke, Schuppenflechte überall. Diagnose: Immunität gegen MTX aufgebaut.
Neue Basistherapie mit ARAVA vor vier Wochen eingeleitet. Der Hinweis meiner Rheumatologin: Das dauert jetzt mindesten 8 - 12 Wochen
bis die Basistherapie wirkt. Na Danke aber auch. Das heißt seit 20 Wochen trotz 3 Voltaren am Tag Dauerschmerz und Slow Motion
wie ein 100 Jähriger.
Aber jetzt kommt der Hammer. Am Sonntag bemerkte ich die Schuppenflechte an einer Stelle an der man sich diese als Mann nun
wirklich nicht wünscht. Sitze am WC lass gemütlich dem Wasser freien Lauf und merke dass ich kein Wasser laufen höre. Schau dann
runter um zu gucken was da los ist und traue meinen Augen nicht. Mein Ding war angefüllt wie ein Ballon, die Vorhaut geschwollen und
verklebt und ehe ich mich versah, gab die verklebte Stelle unter dem Druck des immer mehr nachkommenden Urins nach. Ein tolles
Erlebnis kann ich nur sagen. (Oder meinte ich entbehrlich?) Meine Rheumatologin sagte mir, da kann man nichts machen, da müssen
sie durch. Cortison schlucken und schmieren ist die Devise. Das einzig Gute daran, im Zuge meines gestrigen Hausarztbesuches haben
wir von Voltaren auf Indobene von Ratiofarm umgestellt. Bin seit der Einahme der ersten Tablette nahezu schmerzfrei. Pinkeln kann
ich durch "Schlucken und Schmieren" auch wieder. Von anderen Aktivitäten ist vermutlich jedoch noch längere Zeit abzusehen.
Man freut sich ja auch über die kleinen Dinge im Leben.
Zum Glück bin in der Lage meinen Zustand diszipliniert und mit Galgenhumor zu ertragen. Wie die meisten von Euch wissen, ist Rheuma
eine Autoimmunkrankheit, die man von der Familie vererbt bekommt. Na wenn man schon sonst nichts erbt, dann wenigstens das.
Vorteil: Diese Erbschaft wird nicht besteuert.
Nachteil: Man muss die Erbschaft antreten, ob man will oder nicht.
In Diesem Sinne, Weiterkämpfen und Kopf hoch an alle die auch geerbt haben.
Liebe Grüße Wolfgang

